der hiesigen französischen Kolonie gegen die Pariser Demonstration durch den Ministerpräsidenten Sagasta überreicht.
— Die Demission des Kriegsministers Thibaudin hat hier einen günstigen Eindruck hervorgerusen.
Rußland.
Petersburg, 7. Oktober. Der „Neuen Zttt" und dem „Revaler Beobacht r" zufolge soll der Urheber der jüngsten Brandstiftungtn tn Dorpart tn einem aus Petersburg gebürtigen Studirenden der dortigen Universität ermittelt sein.
Telegraphische Depeschen.
WoLF's telegr. Csrrespoudenz-Bureuu.
Baden-Baden, 7. October. Se. Maj. der Kaiser kehrte nach dem gestrigen Armee-Rennen bei Iffezheim mit dem Großherzoge non Sachsen-Weimar nach dem Meßmerffchen Hause zurück, wo ein kleines Familiendiner stattsand; der Thee wurde Abends bei Ihrer Maj. der Kaiserin eingenommen. Heute Vormittag wohnte Se. Majestät dem Gottesdienste in der Hoskapelle des Großh. Schlosses bei, bei welchem Hosprediger Frommet aus Berlin die Predigt hielt. Nachmittags folgte der Kaiser einer Emladung des Fürsten von Fürstenberg zum Diner.
Berlin, 7. October. Die Sammlungen für Ischia ergaben bis zum 2. October 520,869 JL, wovon 216,728 <X bet 5394 Relchspouanstalten und 304,141 bei bet Re'chsbank etngmgen. Der Gesammtbetrag von 642,978 Lire ist der deutschen Botschaft tn Rom zur bestimmungsmäßigen Verwendung überwiesen worden.
Petersburg, 7. October. Der deutsche Botschaftssecretär Freiherr v. Plessen ist hier eingetroffen und hat sich gestern dem Minister des Auswärtigen als interimistischer Geschäftsträger des deutschen Reichs vorgestellt. — Der Minister, des Auswärtigen, v. Giers, hat die beabsichtigte Reise nach Montreux bis zur Rückkehr des Kaisers verschoben, da die jüngsten Nachrichten über das Befinden seiner Tochter weniger beunruhigend lauten.
— Nach dem heute veröffentlichten Ceremonial für das am nächsten Dienstag Vormittag stattfindende Leichenbegängniß Turgenieff's nehmen an der Feier 176 Deputationen von Vereinen, gelehrten und wissenschaftlichen Gesellschaften und Lehranstalten Theil, auch die hiesigen deutschen Lehranstalten, sowie die Presse, darunter Correspondenten deutscher und ausländischer Blätter, und ständische (Korporationen sind dabei vertreten. Der Leichenzug wird eröffnet durch frühere Leibeigene Turgenieff's und geschlossen durch Deputirte der Moskauer und der Petersburger Municipalität.
— In der letzten Nacht ist hier bei 2'/2 Grad Kälte der erste Schnee gefallen.
Ein französisches Urtheil über die Niederwaldfeier.
Ein Mitarbeiter der „Temps" bringt im erfreulichen Gegensatz zu dem, was sonst über Deutschland in Pans veröffentlicht wird, einen Bericht über die Enthüllung des Ntederwald-Denkmals. der rückhaltlos den Eindruck wiedergibt, den das großartige Fest bei ihm heivorgebracht hat. Der Bericht gibt zuerst in beinahe begeisterten Worten ein Bild dcs Kaisers bei der Festlichkeit. Es heißt da:
„Der Kaiser war der Mittelpunkt aller Blicke, tn der Volksphantasie ist seine, Persönlichkeit Alles. Bet seinen sechsundachtz'g Jahren hat er einen geradezu erstaunlichen Zug von Gesundheit und Kraft, keine Spur von Ermüdung auf diesem feinen, energische und gesammelten Gesicht. Die Haliung ist grade "und stramm. Die Physiognomie, gewöhnlich so freundlich und leutselig, zeigt ick diesem Augenblick den Ausdruck tiefiten Ernstes, spiegelt einen beherrschenden und absorbirenden Gedanken wider. Während der sehr langen Ansprache des Grasen Eulenburg bewahrte der Kaiser vollkommene Unbeweglichkeit; keine Muskel des Gesichts zuckte, keine Bewegung, die Ermüdung anzeigte, als oberstes Haupt der Armee gibt er feinen Soldaten bas Beispiel der Unbeweglichkeit. Hinter einer Reihe von Zuschauern verborgen, konnte ich während einer halben Stunde die Züge dieses wunderbaren Geeises beobachten. Ich möchte meine Leser theilnehmen lassen an den tiefen Eindrücken, die mich erfaßten, als ich diesen Herrscher betrachtete, der den Weltfrieden in den Falten feines Soldatenmantels trägt.
Kaiser Wilhelm kann als der Typus des glücklichen Menschen und Herrschers betrachtet werden. Er herrscht seit einem Vterteljahrhundert und hat schon um zehn Jahre das Lebensalter Ludwig XIV. überschritten. Er Hai nicht nur alle ferne persönlichen Wünsche erfüllt, sondern auch die Träume seines Volkes, die hundertjährigen Bestrebungen seines Staates und die traditionelle Legende seines Hauses. Ec sah sein Land im tiefsten Abgrund und er hat die Befriedigung gekostet, die für ein edles Herz die größte tft, dieses Land mit eigenen Händen auf den Höhepunkt des Ruhmes und der Macht zu bringen. Er hat Preußen besiegt, gedemüihigt, zerstückelt gesehen, und im Namen dieser selben preußischen Monarchie übt er j tzt die Dictatur tn Europa aus. Er ist der Sohn jener Königin, die Napoleon mit soldatischer Frechheit behandelte, und zweimal ist er als Sieger in Paris eingezogen. . - • Die G wa'.t war für ihn eine ernste Aufgabe, ein geheiligtes Amt: die Pflichten desselben erfüllte er mit vollster Ueberzeugung. Umgeben von der Dankbarkeit und Verehrung feines Volkes, ehrt er tn sich selber den Vollzieher der Beschlüsse der Vorsehung. Die Geschichte bietet fein anderes Beispiel eines so vollständigen, so unzerstörbareri, so heiteren Glücks dar; um so vollständiger, als das hohe Alter des Kaisers und der gegenwänige Lauf der Ereignisse den Kaiser vor dem unabwendbaren Wechsel menschlicher Geschicke sichern zu sollen scheint. Die Geschichte, die allen Dingen gerecht wird, wird den eisten deutschen Kaiser auf einen großen Platz stellen; die deutsche Einheit tft sein Werk und sie scheint gemacht, um auch die hä testen Proben zu bestehen.
— — — Als der Kaiser auf der Plattform vor dem Denkmal angekommen war, entblößte er das Haupt und die Musik spielte die Wacht am Rhein. Die ganze Versammlung fällt im Chor ein, aus dem Thal und von den Hö^en -steigen die gewaltigen Accorde des Nationalliebes empor, in der Entfernung von 100,000 Stimmen wirdriholt- Ich leugne den Eindruck von Größe nicht, den mir diese Scene machte. Ich hatte mir nicht verhehlt, als ich hierherkam, welche Art von Empfindung ich zu behrnschen haben würde bei diesem Schauspiel, wo ich vor Allem eine Lehre suchte. Aber die tiefe Bewegung, welche durch diese Menge ging, riß mich mit fort; ich sah mich einer furchtbaren Macht gegenüber, die einer einzigen Leitung folgt, die um so mächtiger ist, da sie von Ueberlegung und Selbstbeherrschung erfüllt ist.
Ich drängte meinen Schmerz als Franzose und Elsässer zurück gegenüber diesem Triumphe, btffen Trophäen wir geliefert haben, ich beneidete und bewunderte diese gewaltige Kundgebung des Nationalgefühls. Und des Abends bei der Rückkehr unter dem besternten Himmel auf dem von Feuern glänzenden Rhein, der mit Booten besäet war, als auf dem Verdeck des Dampfers, der mich heimführte, ich rings um mich das Nationallied begeistert von allen L'ppen hörte, das emporstieg zu dem tn electrifchem Lichte glänzenden Bilde der Germania, da waren meine Gedanken auf mein Vaterland gewendet und 'ch fand in meinem Herzen nur den glühenden Wunsch, daß auch wir eines Tages durch Patriotismus, Entsagung und Muth es verdienen möchten, das wiederhergeft kllte und vergrößerte Frankreich zu feiern. -
Ich möchte die Erzählung dieser Reise schließen, indem ich ein Wort von dem Eindrücke sage, den ich aus einigen Unterredungen zu empfangen Gelegenheit hatte. Beamten, Journalisten, Bürger und Arbeiter, bei allen habe ich ein lebhaftes und sehr verständiges Gefühl von Patriotismus gefunden, nirgends sah ich nationale Feindseligkeit und Haß gegen Frankreich. Ueberall bin ich einer feinen und vollendeten Höflichkeit begegnet. Aber der Deutsche, der weder die Gewohnheit des self-governement noch vor allem die der Initiative auf politischem Gebiete hat, besitzt in dieser Hinsicht eine passive Resignation, die den Franzosen unbekannt ist. Er hat nicht, wie unsere demokratischen Doctrinäre, den Glauben an die Autorität eines abstracten Princips. an die Allmacht des Volkswtllens. Er glaubt nicht, daß ein Volk absolut Herr sei, seine Geschicke nach seinem Belieben zu lenken; er fühlt sich einer höheren Leitung unterworfen
und nimmt sie hin; er hat ein sehr entwickeltes Gefühl für die historische Nothweudig- feit, welche die französische demokratische Schule so bereitwillig verachtet. Nirgends habe ich kriegerische Sttrnmung gefunden; die vernünftigen Deutschen wissen wohl, daß ihr Land alles, was es wünschen konnte, erreicht hat, und daß sie, wenn sie das Schicksal ausis Neue versuchten, viel aufs Spiel setzen würden, ohne dagegen Aussicht auf irgend einen wirklichen Gewinn zu haben. Doch sie unterwerfen sich der höheren Gewalt der Ereigniss-."
O f a l e ft.
Gießen, 7. Oktober. [Theater.] Kyritz-Pyritz. Große Posse mit Gesang tn 3 Akten von H Wilken und O. Justtnus. Musik von G Michaelis.
H. Wilken und Oskar Justlnus gehören neben Kalisch, Röder, Jacobsohn und andern zu denjenigen Berliner Dichtern, welche die sogenannte Volksposse mit einer unleugbaren Kraft für Komik und mit einem Körnchen Smn für Moral pflegen. Es ist das Zerstreuungsdedürfnitz vieler Tausender in der Reichshauptstadt, die otefe Possen und Schwänke beiüorruft und die Verfasser nöthigt, Stimmung und Stoffe in der Regel aus der Sphäre ihres Publikums zu entnehmen. Daher ist diese Gattung gewöhnlich mehr cullurell als poetisch von Belang.
Von allem Trivialen aber, welches je über eine Bühne gegangen, ist „Kyritz, Pyritz" wohl das Trivialste, aber es versetzte gleichwohl ein zahlreiches Publikum in
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dic heiterste Stimmung und der Beifall kam von „oben". Damit ist auch der Zweck erreicht, den sich die Verfasser gestellt haben, lieber die Mittel, durch welche der Zuhörer zum Lachen gereizt wird, darf man allerdings n cht nachdenken. Wer wollte im Circus bei den GUedei Verrenkungen der Clowns ästhetische Betrachtungen anstellen und sich den harmlosen Genuß an ihren Späßen durch kritische Bedenken trüben? Höher aber als Circuspossen stehen manche Scherze nicht und einige Kalauer sind von thrwürdigem Alter.
Gespielt wurde so frisch und flott, wie es eine derartige Posse verlangt. Wil müßten den Theaterzettel abschreiben, wollten wir alle nennen, die der Aberkennung wcrth sind. Wir begnügen uns für heute, der Soubrette Fräulein Hoffmann (Gmil Thülecke) unser Kompliment zu machen. Ist ihr Auftreten auch noch etwas zaghaft so befriedigten doch ihre gesanglichen Leistungen in hohem Grade und verdienten den lebhaften Applaus, mit dem sie ausgezeichnet würben. Mit besonderem Lobe müssen
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Mil * 0-0, J t ,4 0.73—1-30, grinbet«, 1
M 15.00, M' *[n Jl 0.00.
Vermischtes
des Krankenkasftn-Gesetzes, an
folgen und bemerken nur noch, baß am E.ibe ber oft burch Bravo-Rufen unterbrochenen Rebe sich ein stürmischer Beifall in ber Versammlung erhob.
bas Wort verlangte, so sprach Herr Kullmann Herrn Dr. Guifleisch den wärmsten Dank der Anwesenden aus, welchen Dank die Versammlung durch ein dreifach bonnembw
hckg den <
Vormittags .i auf hiesigem £ ülitn ber Ludwig De dahier: 11-1007, 52 Mir Wallihorstraße, 1/145,6, 1394 A der Zozelsaasse, nv/68, 687 M Weiher
Großherzogl! M
öommerrotigcn, Oekonoimei
wesenden mit Freude begrüßt wurde.
Der Herr Vorsitzende gab nunmehr Herrn Dr. Gutfleisch das Wort, der in ca. 2stündigem Vortrag in der ihm eigenen zündenden, für Jeden leicht verständlichen
wir auch der Leitung des Kapellmeisters Herrn Searle gedenken. Es war gewiß eene recht schwierige Aufgabe, Chor und Orchester zu dieser relativen Sicherheit heran- zuziehen. Daß an der becorativtn Ausstattung nichts gespart war, bedarf nach bem bisher Gebotenen kaum ausdrücklicher Erwähnung.
Gießen, 8. October. Em angehender Nimrod, Bewohner der Hollergasse, oer- gnügte stch am Samstag Nachmittag mit bem Schießen von S ng-Drosseln. Zwei der Thierchen, welche den Schuß tn den Kopf erhielten, würben als corpus delicti zur Polizei gebracht. Anzeige ist erhoben.
— Ein Frauenzimmer, welches im Laufe ber verflossenen Woche bte Grab» auf dem Friedhöfe ihres Rofenschmucks beraubte, wurde habet ertappt und zur Anzeige gebracht. Eine exemplarische Strafe könnte hier nichts schaden.
Da auf Befragen des Herrn Vorsitzenden Niemand von der Versammlung »ich ^Snomie.mage tort verlangte, so sprach Herr Kullmann Herrn Dr. Guifleisch den wärmsten und 2 0 ■wo/ den 6. Oktc
Nachmittag ■w in ber gleit Gegenstände o ^Bamahlung m 1 Sopha, 2 ovale
Rede die verschiedenen^Vorlagen, bie~bem Reichstag gemacht" würben, sowie bie if t
schlüsse des Reichstages unb seine j.besmalige Abstimmung ber Versammlung M- ।J führte; hoch interessant und sehr belehrend für Alle Anwesenden war die Erläuterung ['
7 ~ ~ dessen Fassung unser verehrter Herr Abgeordneter hi? »mA 'Ä,
kanntlich einen hervorragenden Anthetl hat. igad^’J
Ausführlichen Bericht des Vortrages des Herrn Dr. Gutfletsch lassen wir mrrgtn M
unb bemerken nur noch, baß am E.ibe ber oft burch Bravo-Rufen unterbrocheW jeot2!anre'
* Grünberg, 7. October. Heute hatten wir bas Vergnügen, unseren Reichs- tagsabgeorbneten Herrn Dr. Gutfleisch in unserer Mitte zu sehen ; berfelbe kam in Derfteiaert Begleitung von ca. 12 Herren aus Gießen hierher, um seinen Wähl-rn Bericht flbtr ;:L in V bte verflossene Legislaturperiode des deutschen Reichstages zu erstatten. -- '
Herr Kullmann, der um 3 Vs Uhr im Gasthaus zum Rappen die Versammlung eröffnete, begrüßte die sehr zahlreich erschienenen Wähler mit dem Hinweis darauf, daß eine Zusammenkunft wie die heutige etwas Außergewöhnliches unb hiesigen Veihäl!- nissen ganz Neues sei, da unser früherer Reichstags-Abgeordneter niemals Bericht erstattet hätte. Herr Kullmann schlug hierauf den Herrn Bürgermeister Pracht aß Vorsitzenden vor, der indessen unter verbindlichstem Dank bat, Herrn K llmann mit der wetteren Leitung der Versammlung zu betrauen, ein Vorschlag, der von den M
Hoch auf unseren verehrten Abgeordneten bekräftigte.
Nach einem weiteren Hoch auf Herrn Kullmann als Leiter der heutigen W Großh. ( fammlung wurde dieselbe geschlossen. ~“
Witterungskunde.*)
9. October. Dienstag. Vorwiegend herbstlich angenehm. Frühmorgens tioi tz jn kühl, doch hebt sich das nächtliche Minimum, tagsüber aufgeheitert und wärmer, «a- ucr tfle Nordwesten zu nebelig bis trüb; lichte Schleier bis Ballen Mittags, wolkige Bede billig 1?^ M auf den Abend zu, örtlich Abends gewitterhaft, später sternig. mb 1 ffrn-
10. October. Mtttwoch- Meist herbstlich angenehm, tagsüber milb abecur i,-« a rsatst
änderlich, auch bas nächtliche Minimum hebt sich. Frühmorgens nach Westen zu nW 'utn Okto
kühl unb nebelig bis dunstig bebeckt. nachher aufgeheitert bis zu milche Hellem zeitweise zerstreut blau; auf Mittag zu lieber dichter, Nachmittags aufgebessert, k-gii Moßh. ( Abend bedeckt bis regnerisch.
*) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat DcDba,. abgeschlossen am 20. September (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung in M. Preis 1 Jß — Nachdruck verboten.
— [Dr. L. Overzier's Prognose zur Feier der Einweihung des Niedervck denkmalstt Am 15. Juli schrieb Herr Dr. Ooerzter im Vorwort zu seiner Auzch Prognose:
„Meine vorläufigen Ermittelungen, die jedoch in der Septemberprognoft di- ftimmter ausgeführt werden sollen, haben ergeben, daß der 28. September, roenn <mi Morgens wolkig bis zeitweise drohend, so doch Nachmittags aufgeheitertes, herMii schönes Wetter bringen wird."
Die alsdann am 15. August in der September-Prognos-' gegebene M' sührung lautet:
„28- September. Freitag. Die Morgentemperatur liegt ziemlich tief, da beiß cs frühmorgens nebelig bis dunstig bedeckt, Vormittags kurze Zeit aufgebeffeit B Sonnenblicken, Mittags wieder mehr zusammengezogen, Nachmtttags entschieden her W schön bis zum Abend; m Mitteleuropa vielfach wolkenlos."
Ferner schrieb der Verfasser am 26. September an das k. k. Hof-Marschall-W in Berlin:
„Nachdem bereits am 24. September die Drehung in dem von mir prognoftHtM Sinne eingetreten ist, wird meine Prognose sicher zutreffen. Dem verehrlichen k l Hof-Marschall-Amt beehre ich mich den Tag noch genauer zu spec fictren Die MorM Temperatur des 28. September ist mittelkühl; das nächtliche Temperatur-Minimus liegt zwischen 8° unb 10° C-; ber Moi-gen ist nebelig bis bunftig, zunehmend 6ebto bis 10 Uhr; bann bürste bte Sonne sich burchringen, wenn auch nur bis zu Um Schein. Gegen Mittag zieht sich die Bebeckung wieder dichter zusammen, licht«! fit aber gegen 1 Uhr, so baß die heitere Sonne voll wirken kann. Mittag bis 4 U)T ip zunehmende Aufheiterung bis zu blauem Himmel eingetreten. Auch der 29. Sept^aiba wird in derselben Weise Nachmittags ein angenehmer Herbsttag sein; der 30. Septemba dürfte stürmisch werden. , ±
Wenn diese Tage, so lange im Voraus und so bestimmt prognosticirt, eintityp kann das kein Zufall sein. Als Gelehrter, der im Gegensatz zu vielfach entW"- stehenden Ansichten der heutigen Meteorologie alleinstehend das als wahr ErcüM» verfechten muß, bedarf ich dringend der Anerkennung des Zutreffens durch Zeligw
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