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Verantwortliche Redactiou: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'scheu Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.
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EutCjerjußiläum.
Ansprache
an die evangelische Gemeinde.
In allen evangelischen Landen Deutschlands und der ganzen Welt rüstet man sich, den auf den 10. November d. I. fallenden 400. Geburtstag des großen Reformators Dr. Martin Luther festlich zu feiern.
Schon haben die bedeutendsten Lutherstädte, Erfurt, Wittenberg, Worms gerade in diesen Tagen, ihre besonderen Festfeiern gehalten und dadurch heilige Begeisterung und das Bewußtsein von der hohen Bedeutung dieses Jahres als des Jubeljahres der Geburt Luthers in die weitesten Kreise hineingetragen. Jede große und kleine evangelische Gemeinde hat nun die Aufgabe, in den kommenden bedeutungsvollen Novembertagen das Lutherjubiläum in würdiger, segenfchaffender Weise zu feiern. Auch die evangelische Gemeinde Gießen darf und soll nicht zurückbleiben.
Wir wollen das Lutherfest mit Gottes Hilfe alfo feiern, daß wir durch dasselbe unseren Dank gegen Gott bezeugen für alle Wohlthaten der durch Luther begründeten Reformation; daß wir ferner von Neuem freudig uns bekennen zu der durch Luther errungenen Glaubens- und Gewissensfreiheit, die da ist eine Freiheit nicht von dem Evangelium, sondern durch das Evangelium Jesu Christi; daß wir endlich zu bleibendem Eindruck unserer Festfeier stets uns beeifern, als treue Kinder der Reformation unsere evangelische Kirche hoch zu halten und durch rechtschaffenen Wandel in ihrein Geiste ihren geistlichen Segen in himmlischen Gütern durch Christum zu bewahren und zu bewähren.
Um solches zu erreichen, soll unsere Lutherfeier in den einfachsten, würdigsten Formen begangen werden. Das Programm derselben ivird nebst besonderer Einladung ungesäumt mitgetheilt werden.
Aber jetzt schon bitten wir freundlichst alle protestantischen Glaubensgenoffen unserer Stadt, sich mit uns im Geist evangelischen Friedens und Eifers zu vereinigen zu einer würdigen und gesegneten Feier des Lutherjubiläums.
Wir wollen, fern von allen Angriffen nach außen hin, auf unserem eigenen kirchlichen Boden als evangelisch-protestantische Christen das dankbar preisen und zu dem freudig uns bekennen, was uns durch das Gotteswerk der von MartinLuther begründeten Reforination gegeben und anvertraut worden ist.
Gott aber wolle also in Gnaden über unserer ganzen Festfeier walten, daß sein guter Wille geschehe und sein Segen unser bestes Theil werde in den Herzen, in den Häusern und in der ganzen Gemeinde!
Gießen, den 29. Oetober 1883.
Das Comitc M Vorbereitung der Lutherfeier in Giefzeu:
Dr. Boekmann, Provinzialdirector. Bramm, Bürgermeister. Dingeldey, Pfarrer. Ferd. Gail, Kaufmann. Dr. Gottschick, Professor. I. Haustein, Fabrikant. Knorr, Landgerichtspräsident. Dr. Naumann, Pfarrer. Schlosser, Pfarrer.
Dr. Stade, Professor. Vigelins, Schuldirector. 7241
Hierdurch beehre ich mich, verehrlichem hiesigen, sowie auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich Montag den 8. ds. an hiesigem Platze Scltersweg 71 eine
Colonial- und Matmalwaarcn-, Tabak- und Cigarren-Handlung eröffnen werde.
Gestützt auf langjährige Fachkenntniß, hoffe ich bei durchaus reeller Bedienung mir das Vertrauen verehrt. Publikums zu erwerben und zu erhalten, und indem ich um gütige Unterstützung meines Unternehmens bitte, zeichne
Gießen, den 3. November 1883.
Auflage 315000; das verbreitetste aller deutschen Blätter übcrhaupt; außerdem erscheinen Uebersctzuugen in dreizehn srewdeu Sprachen.
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die goldene Medaille
Die mit diesen in Concurrenz stehenden Fabrikate der Singer-Comp., Singer A, Medium und Nr. 4 Maschinen konnten nach einer öffentlichen Erklärung des Herrn Cl. Müller, Mitglied der Jury dieser Ausstellung, überhaupt nicht zur Prämiirung vorgeschlagen werden, da sie den Erzeugnissen speciell der meisten deutschen Fabriken keineswegs ebenbürtig waren, sondern im Vergleich mit diesen zurückstanden.
Wenn nun der Vertreter der Singer-Comp., Herr G. Neidlinger, jetzt, nachdem ihm dies ganz genau bekannt ist, immer noch behauptet, auf diese Maschinen das Ehrendiplom empfangen zu haben, so ist dies
eine ihm bewußte und nur aus Täuschung des Publikums berechnete Unwahrheit.
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