Ausgabe 
8.3.1883
 
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_ Ein Handwerksbursche entwendete gestern auS einem Hause in der Garten- trrake aeleacntlicb des Bettelns eine Hose und einen Hut. Der Dieb wurde kurz vackder verhaftet und noch im Besitze des Hutes betroffen, die Hose hatte er bereits auf der Schramm'schen Herberge Dem dortigen HausDurichen für 70 Pf. verkauft.

Hießen, 7. März. Wir erhielten folgende Zuschrift:

Sie haben sich schon oft zur Zeit des Winters in Ihrem geschätzten Blatte sehr warm "der Standvögel angenommen, indem sie mildthänge Menschen zur Fütterung derselben aufforderten und Sie gönnen gewiß auch diesen Zelten, welche ein gutes Wort für die überaus nützlichen (Staate einlegen wollen, ein Plätzchen in Ihrem ver- b-retteten Blatte.

Der Staar nistet nur in Höhlen, besonders gern in denen der Eichen und doppeln, und am liebsten so, daß er von dem Neste aus gleich auf Wiesen oder Acker ütegen kann. Wo es ihm an hohlen Bäumen fehlt, benußt er auch die Höhlungen von Thürmen, hohen Mauern, Gebäuden aller Art, seltener an Felsen. Da es aber bei der staiken Vermehrung den meisten an passenden Höhlen zu natüel chen Nestern fehlt so nehmen sie dankbar die von Menschen ihnen gebotenen künstlichen an. Sie taffen sich durch solche mit Leichtigkeit an Orte locken, die sie sonst meiden, mie hohe Berge und dichte Nadelwälder.

Vor etwa 15-20 Jahren bemerkte man hier in Gießen zur Blütezeit nur wenige Staare und jetzt kann man ihr munteres Treiben fast auf allen Dächern beobachten, was nur der Anbringung von Staarenkästchen zuzuschreiben ist. Es ist demnach sehr -raihsam, an allen paffenden Orlen recht viele, viele Staarenkästchen anzubrtngen, namentlich aus dem Lande, wo dies noch viel zu wenig geschieht. Da zur Anfertigung cmes solchen Kästchens nur wenig Kunst gehört, so ist fast jeder im Stande, selbst ans Werk zu schreittn und mit ganz geringen Kosten sich em solches Kästchen an- zufertigm.^ tonf.tlid)en Hefter können nun sehr verschieden fern; sie können bestehen aus einem Stück susgehöhlten Astes, aus einem brettcrnen.lchen, aus einem un- alasirlen Tops, aber bte Hauptsache dabet ist immer, daß dieselben die gehörige Länge und Weite haben S'.e müssen 35 Zentimeter lang und 15 C nt-meter breit fein und das Flugloch, welches höchstens nur 5 Zentimeter rm Durchmesser haben darf, ist dicht oben unter dem Deckel anzubrtngen, damit das N<ft tief unten und fast dunkel steht. Dasselbe kann dann von den häufig in den Eingang greifenden Mardern und Katzen nicht erreicht werden, und die Jungen werden durch den Stand des Nestes genothigt, so lange im Neste zu verweilen, bis sie vollständig flügge sind und bann fast so gut wie die Alten fliegen können. Ist das Flugloch weiter, als obm angegeben, so kann man sicher darauf rechnen, daß der Staar darin seine Wohnung nicht aufschlagt, .weil er befürchtet, von Raubvögeln hier angegriffen zu werden.

Dic Kästchen von Brettern sind so fest zu vernageln, daß kein Ritz vorhanden ist, denn die Staaren lieben tn ihren Nestern das Licht nicht. Auch ist es zu wünschen, daß man bet allen Nlstkästchrn unter Dem Flugloche einen fingerdicken 9 Zentimeter langen Stab einschiebt, denn dadurch wird dem Staar das Einfliegen erleichtert. Was nun den Ott, wo die Staarenkästchen angebracht werden sollen, betrifft, so muß derselbe vor allen Dingen so gewählt werden, daß die Feinde der Staaren, die Katzen, die Marder und die Wiesel denselben nicht erreichen können.

Am besten thut man wohl, wenn man die Nistkästchen am oberen Ende einer glatten Stange recht fest annagelt und dieselbe dann auf einem Baume so anbinbet, daß das Nest über denselben emporragt, ober man befestigt die Stange, die aber dann 4-5 Meter hoch fein muß, frei tn der Erde. Auf solchen Stangen fühlen sich die Staare sicherer als zwischen Baumzweigen, weil Katzen und Wiesel nicht so leicht hmauf können. Auch an Baumstämmen, etwa 45 Meter hoch, können Nester ange­bracht werden, aber man vergesse habet nicht den Stamm unten gegen die Feinde mit dornigem Reisig zu umgeben. r n r . ... _, t

Die unter dem Dache eines Hauses angebrachten Nester stehen m dessen Schutz und sie sind demnach viel haltbarer als freistehende, doch dürfen vom Dache aus weder dl ............Ml.............. « ...... gggg

Katzen noch Marder ankommen können, denn die Staare wollen in ihren Wohnungen durchaus nicht von diesen unangenehmen Gästen belästigt fein und man kann es denselben gewiß nicht verübeln, wenn sie solche Orte schleunigst verlassen.

Leicht begreiflich ist es, daß es den Staaren sehr angenehm sein muß, wenn die Kästchen so aufgehängt sind, daß das Flugloch sich nach der Himmelsgegend befindet, welche am wenigsten Sturm und Regen ausgesetzt ist

Der Staar ist nun der Vogel, bet dem sich sehr leicht beobachten läßt, welche großen Nutz'n er dem Manschen bringt. Ich habe im vergangenen Jahre tm hiesigen botanischen Garten einer solchen Beobachtung mehrere Tage gewidmet und zwar ganz genau nach der Uhr. Die Alten brachten durchschnittlich alle 4 Minuten Futter, was aus grauen Schnecken, Raupen, Regenwürmern ic. bestand, zum Neste und dadurch werden also von den Jungen per Stunde 15 Stück schädliches Ungeziefer vertilgt. Da die Fütterung schon am frühen Morgen beginnt und mindestens 14 Stunden dauert, so werden demnach von der jungen Brut täglich 210 Stück verschl ckt Rechnet man nun noch dazu, was die Alten täglich verzehren, etwa per Stunde 10 Stück, fo kommt für eine Staareosamilie das hübsche Sümmchen 350 heraus. Eine Staarenfamilie schafft also jeden Tag 350 Stück höchst schädliches Ungeziefer aus der Welt, und wie überaus nützlich demnach die Staaren sind, kann Jedermann leicht aus diesem einfachen Rechenexempel ersehen, und die Staare verdienen daher gewiß in hohem Maße unsere Aufmerksamkeit.

Vermischter.

Friedberg. Bürgermeister Scriba, der sich eben zur Wiederherstellung seiner Gesundheit auf der Dietenmühle bet Wiesbaden befindet, hat sein Mandat als Land­lagsabgeordneter niedergelegt. Letzten Samstag fand in Folge Deffen eine Besprechung der Wahlmänner statt, bei welcher Rechtsanwalt Jöckrl als Zanbtbat ausgestellt wurde. Letzterer erklärte sich auf Befragen bereit, die Wahl vorläufig auf ein Jahr annehmen zu wollen.

Frankfurt 4 März. Nach dem Sommerfahrplan-Entwurf wird die Hess. Ludwigsbabn. den Sommer einrn der raschesten Jagdzüge emdebten. es ist der neue Zug Bafi'l-Zöln, welcher die Strecke Mainz-Mannheim über Groß-Gerau und Ried­bahn in 75 Mmutrn zurücklegen soll, also ein Kilometer per Minute.

Worms, 4. März. Durch einstimmigen Beschluß ber Zomite's von Mannheim, Worms und Ludwigshafen ist die von Zleoelanb (Ohio) in letzterem Orte eingetroffene Unterstützungssumme von 30,522 JL. für die Ueberschwemmten in folgender Weise zur Vertheilung gekommen: Rhernpsalz und Heffen echalten je 12,000 Baden 6000 JL. Der Rest von 522 wurde Der W'ttwe des jüngst verstorbenen städtischen Bau­schaffners Herrn Schumann in Ludwigshafen zur Verfügung gestellt, dessen früher Tod durch die anstrengenden, mit Pflichttreue ausgeführten Arbeiten wahrend der Waffers- noth mit veranlaßt wurde.

Zur gest. Beachtung

Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertheilung über Inserate rc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist. Heber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Exp ditien zu fvinerlet Anskunftser-theilungen befugt. Offertenbriefe sind soweit keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden in der Expedition abzuholen.

** Die häufigen Klagen über die Erfolglosigkeit einer Annonce und das dafür weggeworfene Geld wurden verstummen, wenn man von Haasenstein & Vogler in Frankfurt (Main) über die Form, den Inhalt und die geeigneten Zeitungen zuvor fachmännischen Rath einholen möchte.962

Allgemeiner Anzeiger.

MndtllW Eismbah»«.

Mit dem 1. ds. M- ist der 1. Nachtrag jum Oberhessisch - Hessischen Gütertarife vom 1." September 1882 zur Einführung Ö. Derselbe enthält u. A. birecte tze für die Haltestelle Reiskirchen-

Gießen, den 5. März 1883.

1017 Großh. Direktion.

Samstag bm 10 b M, von Vormittags 11 Uhr an, sollen aus dem Marktplatze vor dem alten Rathhause

100 St. veredelte Apfelbäumchen

versteigert werden.

Gießen, den 7. März 1883.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

1630 A. Bramm.

Ardeilsverjleigeruug

zu Climbach.

Montag den 12 März ds. As-

Nachmittags 1 Uhr

sollen in dem Gemeindehause zu Clim­bach unter den bekannt gemacht werden­den Bedingungen in Accord gegeben werden:

Grabenarbeit zur Wasserleitung veranschlagt zu ca. 240

Maurerarbeit an Brunnenkam­mern und Reservoirs 600

Die Lieferung der Materialien hierzu, als: Bruchsteine, Back­steine, Kalk, Sand, veran­schlagt zu ca. #00

Steinhauerarbeit 190

1625 Gr. Bürgermeisterei Climbach.

Donnerstag den 8. Mar),

Vormittags 9 Uhr,

sotten in der Restauration Bramm dahier

1 Pferd, 2 Flinten (Büchsen), 1 Gomptoirpult und sonstige Gegenstände

öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 4. März IBB3.

flauer,

1624 Großh. Gerichtsvollzieher.

Bekanntmachung.

Die Lie ferung der Stoffe für arme Konfirmanden auf Ostern 1883, bestehend in Orleans, Flanell, schwarzen: Tuch und Lüstre soll im Submissionswege vergeben werden und sind deßfallsige Offerten bei Herrn Hospitalverwalter Nehmeyer bis spätestens zum 12. d. Mts. verschlossen einzureichen.

Gießen, 6. März 1883.

Die Armen-Deputation der Stadt Gießen

A. Bramm.

Bcrgebung von Bauarbeiten.

Die nachstehenden, bei der Unterhaltung der Kreisstraßen erforderlichen Arbeiten sollen im Wege mündlichen Abstrichs vergeben werden:

1) Die Reparatur des Dielenbelags und die Reinigung der Lahn- Jt

brücke bei Ruttershausen, veranschlagt zu ...... . 452.30

2) Die Herstellung eines Kanals in Gemarkung Treis a. d. Lda., veranschlagt zu..............., 04.40

3) Desgleichen einer Böschungsmauer daselbst, veranschlagt zu . 275.62

4) Desgleichen eines Uferschutzwerkes daselbft, veranschlagt zu . . 60. Die Versteigerung findet

für die Arbeit ad 1 Wssontag den 12 d.., Vormittags V-10 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen,

für die Arbeiten ad 2, 3 und 4 an demselben Tage, Nachm. 1 Uhr, aus Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. statt.

Die Voranschläge und Bedingungen liegen auf den genannten Bürger­meistereien zur Einsicht offen.

Gießen, am 7. März 1883. Der Kreisingemeur:

1620 __ Gnauth.

Bekanntmachung.

Unter Bezugnahme auf die Artikel 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Keuntniß gebracht, daß der Hessisch-Rheinische Bergbauverein zu Gießen unterm heutigen Tage mit dem Braunkohlen - BergwerkeEmmy" in der Gemarkung Lauter, Kreises Gießen, beließen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen dlese ^er« leihungen muffen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerköeic,enthmner geltenv gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situatwnsrisses bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet.

Darmstadt, den 16. Januar 1882.

Grosjhcrzogliche Obere Bergbehörde.

Jaup f

4.AHK Tecklenburg. _

1610 Eine Scheuerleiter nebst Zug- 1634 feil und Rolle und ein Schleifstein billig fpänniger. zu verkaufen. Gg.Nnver-agt, Eaplansg. 5. zu verkauf

Ein noch guterhaltener, zwei­schwerer Wagen ist prelSwürM en. Wo? sagt die Exped- ds. Bl.

Bau- undNutzholz- Berfteigerung im Londorfer Gemeindewald. Montag den 12. März 1883

Vormittags von 9 Uhr an, kommen im hiesigen Gemeindewald nachfolgende Holzsortimente zur Ver­steigerung :

57 Eichen-Stämme mit 44,77 Fstm. Cubikinhalt,

34 Nadel-Stämme mit 7,47 Fstm. Cubikinhalt,

30 Eichen-Derbstangen mit 1,43 Fm. Cubikinhalt,

11 Buch en-Derbstangen mit 0,35 Fm. Cubikinhalt,

750 Fichten-Derbstang. m. 35,46 Fm. Cubikinhalt,

600 Fichten-Bohnenstang. m.7,26Fm. Cubikinhalt.

Der Anfang und die Zusammenkunft ist im District Jungholz am sogen. Heiligenborn, woselbst einige Fichten- Derbstangen versteigert werden. Gegen 11 Uhr kommen die Eichen-Stämme im District Eiselsberg, am Dreihüuser- weg zum Auögebot und zum Schluß die übrigen Stangen in den Districten Katzengeheeg und Rückenstall.

Londorf,'den 5. März 1883. _ Großh. Bürgermeisterei Londorf.

Weber. 1618

Freitag den 16. ds. Mts - Vormittags präciü von 9 Uhr an, sollen im Gemeindewald von Volperts­hausen versteigert werden:

76 Eichen-Stämme 49,06 Fstm., 214 Kiefern-35,08 118 Stangen 1.3. Kl.,

38 Rmtr.Eichen-,Buchen-u. Kiefern- Derbholz,

22 Rmtr. Reiser und einiges Stock' Holz.

Groß-Rechtenbach, den 4. März 1883. 1604 Daö Bürgermeister-Amt