Nachricht, welche in später Mittagsstunde des heutigen Tages int Abgeordnetenhause bekannt wurde, begegnete ansänglich lebhaften Zweiseln. Man weiß, daß vor etlichen Wochen bereits davon die Rede war.und daß die „Kreuz-Zeitung", welche die Nachricht zuerst brachte, ein scharfes Dementi der „Nordd. Mg. Ztg." über sich ergehen lassen mußte. Zu jener Zeit war dasselbe vielleicht gerechtfer- ttgt. Wir haben damals bereits erklären können, daß die Stellung des Reichstags zu den Pensionsgesetzen nicht oie wirkliche und ganze Veranlassung 511111 Rücktritt des Ministers v. Kameke bilden könne. Heute, wo die Angelegenheit ja noch in der Schwebe ist, hat unsere damalige Behauptung also viele Bestä- tigung gefunden. Wie es in allen solchen Dingen zu gehen pflegt, darf man auch hier gewiß sein, daß die letzten Gründe für den erfolgten Schritt niemals völlig bekannt werden. Es wird vielfach angenommen, daß in der Haupsache die Frage wegen Vermehrung der Artillerie dabei mitgewirkt habe. Wie weit das richtig ist, müssen wir vorläufig dahingestellt sein lassen. Soviel stehl indessen fest, daß nicht eine einzelne Angelegenheit, sondern wichtige grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten zur Eiureichung und Annahme des Entlassungsgesuches ' des Kriegsministers geführt haben. Der Kaiser entschließt sich, wie man weiß, i sehr schwer zur Entlassung eines bewährten Dieners, zumal, wie in diesem Falle, I eines engern Genossen im letzten Feldzuge. Dazu wird man nicht außer Acht lassen dürfen, daß gerade das Portefeuille des Krieges sehr selten seinen Besitzer wechselt. ES müssen also wohl schon sehr schwerwiegende Gründe in diesem Falle vorltegen. Man sagt, es handle sich um das Zusammentreffen verschiedener Punkte, in welchen von alten Grundsätzen abzuweichen und hinsichtlich der gesammten MilitärwaUung in neue Bahnen einzulenken fein soll. Vielleicht wird es angezeigl sein, sich der in letzter Zeit wiederholt abgehalteuen mililärischen Conferenzen unter dem Vorsitz des Kaisers zu vergegenwärtigen, in denen die Erörterung der angedeuteten grundsätzlichen Fragen Gegenstand der Beralhung j war; möglich, daß der Kriegsminister v. Kameke hier nut seinen Ansichten nicht I durchzudringeu vermochte. Soviel steht fest, daß Herr v. Kameke nicht wegen einer einzelnen Frage fällt, welche irgend ein Gesetz oder auch seine Haltung zu irgend einer Frage, die den Reichstag beschäftigt, betrifft. Der Kaiser hat das Cuilassungsgesuch des Ministers angenommen. Die Allerhöchste Willensmeinung wird dem Minister wohl erst zugehen, fobiüd eine Entscheidung über den Rach- folger getroffen ist. Das Gerücht will wissen, es feien für das Kriegs-Porte- feuille in Aussicht genommen: der Generallieutenant Bronfart v. Schelleudorff, Commandeur der 2. Garde - Infanterie - Division, oder der Generallieutenaiit v. Caprivi - Caprara de Montecuculi, früher Director des allgemeinen KriegS- devaNemcntS ,m Kriegsministerium, jetzt Commandeur der 30. Infanterie-Division ui Metz. Größere Wahrscheinlichkeit hat die erstgedachle Candidatur für sich wegen der Anciennität, welche weitergreiseiide Aenderungen in höheren Chargen des Kriegsministeriums unnöthig machen würde.
Stettin, 5. März. Der durch die FeueiSbrunsi aus der Werst des „Vulcan" verursachte Schaden beträgt circa eine Million; es sind dabei im Ganzen 23 Feuerversicherungs-Anstalten beteiligt.
Hesterreich.
Pesth, 5. März. Abgeordnetenhaus. In der Generaldebatte über die Gesetzesvorlage, betreffend die Mttttlschulen, führt der Referent Georg Szathmary ou5, daß nach der Entflebungsgeschlchte deS ungarischen Untcrrtchtswesens der neuesten Zell fu|i alle Zweige möglichst geregelt worben scten, nur tm Mtttelschulwesen herrschten Zu- ,lande, welche der heutigen Nothwendlgke.t nicht entsprächen. In Ungarn existirten 15 Mittelschulen, in denen die Staatssprache bis jetzt n-cht gekannt ser. Die Ansichten über die Regelung der Mittelschulen wären diverglrend, wollte man sich aus oicfen Weg begeben, so würde man aus Versuchen und Experimenten niemals herauskommen. Die Vorlage bezwecke eine Anpassung an das praktische L^b-n; außer pädagogischer Regelung wünsche dieselbe aus der Basts der NansnalitätcngesetzeS nur so ind R^cht für die Staatssprache, als allen andern im berufenen Gesetze zugesichert ie en, der zweite Hauptzweck der Vorlage gehe dahin, firengei e Regeln bei d.n Maturttäts- prüsungm einzuführen — dadurch würde der Grad der Bildung und Befähigung gehoben. Schließlich verfolge die Vorlage der Qualifikationsrichtung auch nur den Weg des Rechtes und der Billigke-t, wenn dieselbe wünsche, daß nur solche Lehrer den Befähigungsgrad erhalten sollen, welche fich Kenntnisse b<r Staatssprache und bvn nöthrgen Bildungsgrad erwarben- In Bezug aus die konfessionelle Seite der Angelegenheit appellirte Redner an den Patriotismus aller Konfessionen und bat, dem Staate dasjenige nicht abzusprechen, was her Staat rechtlich fordern könne Man solle bedenken, daß der Staat feinen Culturkampf heraufbeschwören wolle und daß er nur das verlange, was ihm nicht abgesprochen werden könne und dürfe. Wer etwas anderes in diesem billigen Vorgehen finde, gehe mala fide vor. Ungarn hätte den Rationalitäten und Konsesfiouen so oft weiße Blätter gereicht, nun wäre es an der Zett, auch an fich selbst zu denken. Er empfahl unter lebhaftem Beifall die Annahme der Vorlage. Der Cultusminfter Trefort sagte, schon im Jahre 1870 hätte er gefühlt, daß das allgemeine Unterrichtswesen den Bedürfnissen nicht entspreche. Es wäre evidend gewesen, daß die Regelung dieser Frage früher oder später ei folgen mutzte Im Principe wäre Jedermann hiermit einverstanden gewesen, die Ausführung wäre jedoch stets Schwierigkeiten begegnet- Nach dem Tode deS Barons Eötvös wäre er rm Jahre 1872 bestürmt worben, Reformen für den Mittelschulunterricht einzusühren. Es wären sofort Fachmänner einberufen worden, um die Angelegenheit zu besprechen und i ock hätte man keine Einwände gegen die Inangriffnahme der Regierung gehabt. Erft 1874 wäre die konfessionelle Agitation in Fluß gerathen. Der Minister fonjtaihte ferner, daß er nie beabsichtigt hätte, die Autonomie der Protestanten anzugreifen und baß er auf die gestellten Forderungen mit der Vorlage des Jahres 1875 geantwortet hätte. Diese Vorlage wäre aber auf Antrag eines Abgeordneten von der Tagesordnung gestrichen worben. Welcher Entwurf auch immer acceptirt worden wäre, das Land hätte dadurch nur gewonnen und die desolaten Zustände wären nicht bis in die heutige Zeit hineingeschleppt worden.
Der Unterrichtsminister Trefort sagte im weiteren Verlause feiner Rede, daß her Gesetzentwurf zwei Ausgaben habe, näml'ch eine politische und eine kulturelle oder didaktische: die Hebung des Unterrichts und die Sicherung befftlben. Er habe demnach das Hauptgewicht auf die Maturitätsprüfung und ßebmbtlbung gelegt. Bei ersterer müffe dem Staat die Controle gesichert werden; der Unterrichtserfolg hänge aber von der Qualifikation des Lehrkörpers ab und da jede Konfefsion das Recht habe-, Schulen zu errichten, so müßte sich der Staat die Entscheidung Über die Qualifikation auch hier Vorbehalten- Der Minister ging daraus auf das Separatvolum über, welches einerseits die Vereinigung des Gymnasial-- und Realunterrichts ansttebe, andererseits die Ueberdürdung der Schüler beklage- Die Veretnigungsfrage wäre tm Allgemeinen schon entschieden und allenthalben als unmöglich anerkannt; die Ursachen der lieberbürbung wären in schlechter Lehrmethode zu suchen. Man müsse für tüchtige Direktoren sorgen, das Separatvotum wolle aber die Lehrer möglichst unabhängig vom Direktor machen, dadurch würbe man zu noch größerer Ueberdürdung der Schüler kommen, weil jeder Lehrer das Hauptgewicht auf seinen Gegenstand lege. Auf die Petition der sieben- dürgifchen evangelischen Superintendenz übergehend, welche auch in Deutschland verbreitet wurde, dewerkte der Minister, dieselbe trage einerseits den Eharakler vollständiger Regirung der Staatsgewalt, andererseits der Perhorrescirung des ungarischen Staates. Das Hauptgravamen bilde, baß die ungarische Sprache von nun an obligatorisch werbe, wenn aber in den ungarischen Schulen die deutsche Sprache obligatorisch sei, so könnten sich die Sachsen nicht beklagen, ro<nn man in ihren Schulen für die ungarische Sprache dieselbe Begünstigung verlange. Die Sachsen befürchteten von den sie umgebenden Rumänen verschlungen zu werden, suchten aber auf unrichtigem Wege Abhilfe, indem sie Deutschland, auf dessen Freundschaft die Ungarn so hohen Werth legten, itreführten-
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In Deutschland glaube man, daß die sächsische Universität eine Hochschule K la Heidelberg sei (Heiterkeit), man glaube dort, daß die sächsischen Schulen auf der Höhe moderner Cultur ständen — dies sei aber bei aller speciellen Vorzüglichkeit nicht der Fall. Der Redner würde bedauern, wenn die Sachsen von d n sie in Mehrheit umgebenden Rumänen verschlungen würden; diesem Schicksale würden sie aber nicht durch Agitation gegen Ungarn, sondern am sichersten dadurch entgehen, wenn sie ihre Superiorität auf volkSwirthschaftlichem Gebiete dethätigen und durch die Aneignung der ungarischen Sprache sich die Qualifikation für die höheren Staatsämter erwerben würden- Sie möchten lieber durch sanitäre Maßnahmen auf Vermehrung ihre« Stammes hinwirken und durch Aufrechterhaltung der deutschen Cultur sich auch die ungarische Cultur aneignen. Der Minister empfahl die Vorlage, sollte dieselbe jedoch wtder Erwarten abgelehnt werden, so müsse er bitten, gleichzeitig zu beschließen, baj diese Angelegenheit vor 5 Jahren nicht wieder aufs Tapet gebracht unb das bisherige unwürdige Spiel nicht fortgesetzt würde. (Lebhafter Beifall )
Hermann, der Antragsteller der Minorität, vertritt den interkonfessionellen nationalen Standpunkt unb erklärt, der Gesetzentwurf fei in konfefsionell-nat'Onaler Hinsicht unbefrübigenb unb verletze bestehenbe Gesetze. Der 9t ebn er proteftirt bagegen, daß die Unabhängigkettspartei mit dem Schulverein gleiche Sache mache, denn wenn sie zur Regierung gelangen sollte, so würbe sie mit der Magyartfirung radikal vor- gehen. Gyoergy (Protestant) tritt für die Vorlage ein unb bemerkt, die k rchliche Autonomie biene feit langer Zeit schon als Deckmantel für Rat onalitäts-H tzereien, a g n welche man schon lange hätte ankämpfen sollen Eme autonome Kirche kämpfe j tzi gegen Ungarns Freiheit unb Verfassung das dürfe nicht geduldet werben. Kooach (Protestant) spricht ebenfalls für die Vorlage und führte aus, daß die bisherige kirch- l.che Politik der Regierung die Konfeisionen inißtlauttch gemacht habe, weßhalb er die Vorlage begrüße. Die Minorität wolle die M ttelschule'nhnt Die protestantische Autonomie fei wohl wertvoll für Ungarn, denn in der Bedrängnitz Ungarns sei sie für die Konstitution unb d e Freiheit eingetreten, weßhalb sie auch von den Katholiken unt rstützt worden fei; sie dürfe aber heute den nationalen Forisch tt nicht hindern.
Telegraphische Depeschen.
Wolffs telegr. Correspondenr-Bureau.
Berlin, 6. März. Abgeordnetenhaus. Das Haus erledigte die Positionen, bitreffenb die Gwährung von Wohnungsgelbzuschuß an Gymnasial- unb Realgymnasiallehrer seitens der Communen durch Ueberw.isung un die Regierung als Material für Oie künftige Gesetzgebung. Anstatt des Antrags Oetker auf Aenberung der Stempel« gesctzgebu' g bezüglich des Kaut-, Pacht- und Miethst mpels, welchen der Finauzminister als unausführbar bekämpfte, wurde der Antrag Minmgerode angenommen, nie Regierung aufzuforbern, die Umsätze des beweglichen Vermögens nachdrücklich zum Stempel heranzuzt hen, dagegen den Jmmob'lienstempel zu ermäßigen. Darauf erledigte bat Haus verschiedene Wahlprüiung m zumeist nach den Commissionsanträgen, nur die Wahl Katzler's wurde dem Commissionsantrag entgegen beanstandet.
Morgen dritte Lffung deS Etats
— Der „Nationalzeitung" zufolge ist General Blumenthal zum Nachfolger Karneke'S bestimmt unb soll die Ernennung bereits erfolgt sei.
— Der Kaiser ernannte den Prinzen von Wales zum preuß schen Gcneral- Fcldmarschall. Der Prinz reist Mittwoch Abend über Brüssel nach London ab, wo er Samstag eintrifft.
Karlsruhe, 6. März. Der Großherzog und die Großherzogin finb heute Mittag hier wieder eingetroffen.
Leipzig, 6. März. Die vereinigten Strafsenate des Reichsgerichts entschieden in heutiger Sitzung, daß die mit geschliffenen Schlägern ausgefuhrten Studenten-Duells unter allen Umständen als Zweikampf mit tödtlichen Waffen im Sinne des § 205 des Strafgesetzbuches zu betrachten seien, gleichviel, welche Schutzmaßregeln dabei angewandt würden.
Pefth, 6. Marz. Abgeordnetenhaus. Bei der Fortsetzung der M ttetschul- bebatle bezeichnete Gull (Sachse) als Grundfehler der Vorlage, daß bte Verfügungen nicht im Einverständnis, mit den Konfessionen zu Stande kämen- Es sei nicht die Rede von einer bloßen Schulangelegenbeit, sondern es handle fich um die protestantische Autonomie. Es sei sehr unbillig, konfessionelle Schulen der Staatsaufsicht unterzuordnen unb nur solche Lehrer anzustellen, bereu Qualifikation durch eine staatliche Comrn.sfior. appvobirt wäre. D-e Konfessionen hätten nur Lasten zu tragen unb Der; n-d)fe bte Vorlage bas Recht bes Nätionalgesetzes. Der Rebner wies den Gesetzentwurf zurück unb verwahrte sich gegen bte Vorwürfe der Agitation und des Maltgets au Patriotismus. Zuletzt brachte er einen Schlußantrag ein, durch dess n Annahme der Gcsetzentwnrs nicht einmal bis zur Sp cialdebattc kommen würde.
Brüssel, 6. März. Neue Haussuchungen fanden hier bei einem russische» Studenten itatt unb wurden ausgedehnte Verzweigungen nach Frankreich mit dortigen geheimen Gesellschaften fonftattrt. Ein Student aus Lüttich, Namens Cheftapol-f, wurde an der belgischen Grenze feftgenommen; man fand 12,000 Frcs. bei ihm.
MM
Mit btm 1. b4.
M ObnbMiL M 1- September W Strfdb: Mche für btt dictzeu, im 5 j 161?
Lokales.
Gießen, 7. März. sSterblichkeit in Gießen.) Die Zahl der Todesfälle währeiß der Woche vom 25. Februar bis 3. März belief sich tm Ganzen auf 9. Von di es» ereigneten sich 6 bei erwachsenen Personen, 3 bei Kindern. Von den letzteren ftarb eins im ersten Lebensjahre an tubvrculöfer Gehirnentzündung, zwei schon ältere an D'phtherte. Bei den Erwachsenen war je einmal Lungenentzündung, Magenschwütt, Bauchfellentzündung, Gehirnerweichung, Ettervergiftung die Todesursache unb ein von auswärts h crher gebrachter Mann starb an einer SchußoeiUtzung, die er durch eines unglücklichen Zufall erlitten. 6.
— Der gestrige zweite (Schluß-)Vortrag des Herrn Realschuldirector Soldat im Volksbtldungsverein „über Electrtcität" war wiederum ganz außerordentliä zahlreich besucht. Redner zeigte an zahlreichen Experimenten und Apparaten die neueren Erfolge der Electrttitätslehre. Reicher unb wohlverdienter B ifall Seitens der Zuhörer lohnte den geschätzten Herrn Redner für seinen gediegenen unb feffelnben Vortrag.
Gießen, 7. März. Der Entwurf des Voranschlags der Gemeinde Gießen über das Etatsj'.hr 1883/84 ist uns zugegangen. Gleichwie im Vorjahr bemerkt der Hm Bürgermeister, daß der Ausschlag auf bte Steuercapitalien den vorjährigen Ausschlaff nicht überfteigen wird. Auch für das Etatsjahr 1883/84 beantragt er die Erhebung i« sechs Zielen. An Einnahmen sind in dem Entwurf vorgesehen: 1. ordentliche W- nahmen 408937,71 JL gegen 365 191,71 X in 1882/83; 2. außerordentli-he 195473 X (neu aufzuneomende Capitalien) gegm 92 970 X int Vo>jähre; 3 Umlagen 239 169,90 X gegen 238872,42 X, in Summa 843580,61 X Einnahme gegen 696 989,13 X in 1882,83. Unter den ordentlichen Einnahmen sind vorgesehen 73 883,50 Jk aus Waldungen gegen 90 969,60 X, Octrot 83 200 X gegen 81 200 X, Schul- uttb Holzgelb unb sonstige Beiträge zu den Schulkosten 91021,67 X gegen 93 682,21 Hundesteuer 2165 X gegen 2235 X in 1882/83. — Bei den Ausgaben sinb vorgesehen: für Zwecke der Wasserleitung 23 613 X gegen 13803 X, Feuerlöschanstalten 4579 gegen 1570 (hoffentlich wirb bte brennenbe Frage der Pflichtfeuerwehr in bieete Etatsjahr zur befrtebigenben Erl digung gelangen), für bte Unterstützung Hültt/ bedürftiger 21 022,63 X gegen 18 422,63 X tm Vorjahre. der Beitrag zur KreiskW erfordert wie früher 26 220 X, dagegen sind für Wachekosten 31000 X gegen 12 907,90 X fttpulirt u. s. f-, bet den außerordentlichen Ausgaben sind gleichwie W letzten Jahre 50 000 X für Erbauung gemeinheitl'cher Gebäude, dagegen 55 000 Jk für Erbauung von Schulhäusern unb 58 766,23 X für Erbauung von Straßen rc- vorgesehen.
Gießen, 7. März. Die mündlichen Abgangs-Prüfungen an unseren höhere« Lehranstalten sinb nun beendet- Am Gymnasium haben 11 Schüler bas Reifezeugnis erworben, nachdem einer wegen Theilnahme an Verbindungen zurückgewiesen worben und ein auswärtiger Examinand bte schriftliche Prüfung nicht bestanden. An der Realschule haben von 21 Schülern, die zur mündlichen Prüfung zugelassen würben. 17 bestanden.
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