K-Kerreich.
LLgram, 5. September. Nach soeben etngelangten Nachrichten stehen bet Krapina 400 Bauern tm Kampf nut Gendarmen. Diese traten den Rückzug an. Ein Bauer blieb tobt, viele wurden verwundet, schließlich hat eine halbe Compagnie Infanterie die Rebellen ausetnandergesprengt. In Beduja wurde eine halbe Eskadron Husaren von Tumultuanten angegriffen und zum Weichen gebracht; dieselben erhielten sodann bedeutende Verstärkung, worauf die Militärmacht zurückkehrte und Beduja besetzte. Viele Bauern fielen, zahlreiche Verwundungen kamen vor. Nach Kraljevec mußte gleichfalls eine Compagnie Soldaten entsendet werden- Die Bauernschaft flüchtete ins Gebirge, wo Berathungen abgehalten werden- Der Aufruhr in Zagorten gewinnt eine besorgntß- erregrade Ausdehnung. Nachts verlangte der Regterungscommissar telegraphisch IV2 Bataillon Verstärkung. In Sopot Haden die Aufständischen die Gendarmerie und das Militär zurückgeschlagen, wobei es Todte und zahlreiche Verwundete beiderseits gab. In Jvan-c wurden die Husaren htnausgedrängt, dagegen eine Compagnie des heimischen Regiments willkommen geheißen. In Nagytabor (steirische Grenze) sammeln sich zahlreiche Massen und es wird tn Landsberg ein Herübergretfen des Aufstandes befürchtet.
Rußland.
Moskau, 4. September. Die „Moskauer Zeitung" sagt bei einer Besprechung des Artikels des „Standard" über die Sedanfeier: Seit einigen Jahren sei das absurde Gerücht der Möglichkeit eines französisch-russischen Bündnisses als Gegengewicht gegen das deutsch-österreichische Bündniß verbreitet. Frankreich habe nicht den Muth gehabt, seine wahren Interessen in Egypten zu verthetdtgen, wie sollte Frankreich Deutschland gegenüber etwas Ernstes unternehmen können? Die Wankelmüthigkeit und die Ohnmacht der französischen Regierung seien wohlbekannte Thatsachen, welche Macht würde eine Allianz aufsuchen, deren Bestand keinen Tag sicher sei? Und weshalb sollte Rußland eine solche Allianz aufsuchen? Was gehe es Rußland an, wenn die Chauvinisten von Revanche und von Elsaß-Lothringen träumen? Wenn Frankreich seine frühere herrschende, Rußland gegenüber aber stets feindliche Stellung jetzt etngebüßt habe, welche Tollheit könne Rußland antreiben, russisches Blut zu vergießen für das absurde Ziel, seinen Feind zu erhöhen auf Kosten einer Macht, die ein steter Bundesgenosse Rußlands gewesen sei und deren Interessen mit denjenigen Rußlands tn Bezug auf die europäische Politik solidarische seien. Das Toryblatt stimme nut der polnischen Presse auffällig überein, die auch fortwährend von den Absichten Rußlands auf Deutschland spreche und zwischen Rußland und Deutschland . gegenseitiges Mißtrauen zu erregen suche.
Aegypten.
Kairo, 4. September. Von gestern früh 8 Uhr bis heute früh 8 Uhr starben in Oberegypten 34 Personen an der Cholera.
Amerika.
New-Bork, 4. September. Nach hier eingegangenen Nachrichten hat in einer Chtffon-Manufaciur tn Cincinnati eine große Feuersbrunst stattgefunden, bei welcher 8 Frauen und ein Mann ums Leben kamen.
Telegraphische Depeschen.
WoLA's lelsgr. Correspondenz-Birrearr.
Dresden, 5. August. Der Kronprinz von Portugal ist heute Nachmittag nach Leipzig abgereist, um daselbst einen mehrtägigen Aufenthalt zu nehmen und sich dann über Coburg nach Berlin zu begeben. Dem Kronprinzen wurde vom König der Hausorden der Rautenkrone verliehen. Der König und die Königin begeben sich heute Abend nach Zittau und werden daselbst bis Samstag verweilen.
— Der Bergmannstag hat heute Düsseldorf al s nächsten Versammlungsort gewählt.
Wien, 5. September. Heute Nachmittag 1 Uhr fand in Laxenburg die feierliche Taufe der Tochter des Kronprinzltchen Paares nach dem vorgeschriebenen Ceremoniell durch den Fürsterzbischof Ganglbauer statt. Die Kaiserin versah Pathenftelle. Die Erzherzogin erhielt die Namen Elisabeth Marie Henriette Stephanie Gisela. Nach der Tafel fand ein Cercle statt.
— Von den Theilnehmern an der Arbeiterdemonstration am Schottenring wurden einer wegen Gewaltthätigkeii und schwerer Körperverletzung zu 4jährigem, einer wegen Gewaltthätigkeit und Theilnahme an einem Auflauf zu Monatlichem schweren Kerker, 14 andere Angeklagte zu Arreststrafen von 4 Tagen bls zu 3 Monaten verurthetlt, 5 Angeklagte wurden freigesprochen.
— In der Nacht brach an der Nußdorfer Lände, wo ausgebreitete Holzoorräthe lagern, abermals Feuer aus, das sehr bedeutende Dimensionen annahm. Die Holzplätze bildeten ein weites Feuerfeld; um 2 Uhr Morgens roütbete der Brand noch fort, scheint jedoch bereits lokaltsirt zu sein. Der Schaden beträgt über 100,000 fl. Die Entstehungsursache ist unbekannt
Halle a. S., 5. September. Von der gestern stattgesundenen Reichstag swahl im ersten Merseburger Wahlbezirk (Torgau-Liebenwerda) liegen bis jetzt die Resultate aus 44 Städten und Orten vor, welche für Justizrath Dr. Horwitz in Berlin (lib.) 3472, für Wirkl. Geh. Oberjustizrath Dr. Claus- witz (conf.) 1175 Stimmen ergeben.
Port Said, 5. September. Meldung des „Reuter'schen Bureaus." Die Quarantäne ist aufgehoben, die Durchfahrt durch den Suezkanal erfolgt wieder wie vor dem Auftreten der Cholera, die englischen Truppen kehren nach Kairo zurück.
New-Uork, 5. Septbr. Ein heftiger Orkan an der Küste von Neu- England hat eine große Anzahl von Schiffen schwer geschädigt und zahlreiche Menschenopfer gefordert, es werden 30 Schiffe vermißt.
Neapel, 5. September. In der letzten Nacht wurden auf Ischia in den Ortschaften Torio, Serrara-Sontana und Barano zwei schwache Erdstöße wahrgenommen, die große Aufregung hervorriesen, aber keinen Schaden verursachten. Dem Central-Hülfscomito für die Hinterbliebenen in Ischia sind bereits 2 Mill. Frcs. zugegangen.
London, 5. September. Der chinesische Gesandte Marquis Tseng begibt sich heute nach Paris, um die Unterhandlungen fortzusetzen.
— Nach einer Meldung von gestern aus Kapstadt befindet sich der englische Missionär Shaw unter den Passagieren des Dampfers „Casth Castle", der heute nach England abgegangen ist.
— Carey's Familie und die Zeugen haben die Klage gegen O'Donnel erhoben.
Verwischte s.
— Der „T B." veröffentlicht die Ordre de bataille für den markirten Feind, gegen den das XI. Armeccorps am 22. September zu operiren haben wird. Der markirte Feind repräsentirt ein feindliches Corps in der Stärke von 24 Bataillonen Infanterie, 24 Schwadronen Cavallerie und 16 Batterien Artillerie. Commandeur des (markirten) feindlichen Corps ist Generalmajor v. Radecke, Generalstabsoffizier: Hauptmann v. Heeringcn, Commandeur der Artillerie Oberstlieutenant v. Prittwitz. Dieses Corps repräsentirt zwei Infanteriedivisionen zu je drei Jnfanteriebrigaden, einem Regiment Divisionscavallerie und vier Batterien Artillerie; ferner eine selbstständige Cavallerie-Division und die zugehörige selbstständige Corps-Artillerie. I. Infanteriedivision, Commandeur Oberst v Malotki, ist zusammengesetzt wie folgt: 1. Jnsanterie- brigade (4 Bat ), markirt durch das Füsilierbataillon des 1. nassauischen Infanterie- Regiments Nr. 87, commandirt von Major v. Holbach. — 2. Jnfanteriebrigade: FüsilierdÄtaillon des Infanterie-Regiments Nr. 95, commandirt von Major v. Tyszka. - 3. Jnfanteriebrigade: 2. Bataillon des (Großh. Hess.) Infanterie Regiments Nr. 118,
commandirt von Ooerstlieutenant v. Rettberg. — Divisions-Cavallerie (4 Escadrons) markirt durch 45 Pferde des hessischen Husaren-RegimentS Nc. 14, commandirt von Rittmeister von Jtzenplitz. — Artillerie (4 Batterien): 7. Batterie d-s seloart.llerie- Regiments Nr. 11. II. Infanteriedivision, Commandeur Oberst v Struensee besteht aus der 4. Jnfanteriebrigade: 1. Bataillon des 1. hessischen Jafanterie-Regiments Nr. 81, commandirt von Major v. Oesfeld. - 5. Jnfanteriebrigade: 2. Bata llon des 1. hessischen Infanterie-Regiments Nr. 81, commandirt von Majo.- v. Koppllow — 6. Jnfanteriebrigade: Füsilierbataillon des 1. hessischen Jnfanterre-Reg'menks Nr. 81 commandnt von Ooerstlieutenant 0. Kusserow. — Dw sionscavallerie (4 Escadrons)' 45 Pferde des hessischen Husaren-Regiments Nr. 13, commandirt von Rittmeister Brinkmann. — Artillerie (4 Batterien): 8. Batterie des Feldartillerie-Regiments Nr.il. — Die Cavallerie-Division, Commandeur Oberst v. Dresky, setzt sich zusammen aus zwei Cavallerie-Brigaden zu je acht Schwadronen (zwei Regimenter) und zwar: 1. Cavallerie-Brigade, Commandani Major v. Trotta-Treydcn, umfaßt 45 Pferde (1 Regiment) des Ulanen-Regiments Nc. 6, commandirt von Major Schmidt. — 2. Cavallerie-Brigade, Commandeur Major v. Stockhausen, bestehl aus 45 Pferden (ein Regiment) des Großherzoglich hessischen Dragoner-Regimenls Nr. 23, commandirt von Major Graf von Matuschka, und 45 Pferden (ein Regiment) des Großherzoglich hessischen Dragoner-Regiments Nr. 24. Die Corpsartillerte steht unter Commando von Major v. Rippold und umfaßt die 4. und 5. Batterie des Feldartillcrie Regiments Nr. 25, welche je 4 Batterien repräsentiren.
Darmstadt, 1. September. Unter dem Vorgestrigen fand dahier eine Sitzung des Ausschusses des Landescomite's zur Unterstützung der Wasserbeschädigten im G.oß- herzogthum unter Zuziehung von Vertretern sämmllicher städtischen und Kcetscomite's, denen Beiträge aus Mitteln d.s Landescomite's bewilligt worden waren, statt. Es' wurde in dieser Zusammenkunft constatirt, daß im Allgemeinen alle durch die Überschwemmungen des letzten Winters entstandenen Schäden, soweit die Mittel des Landes- comrte's zu deren Heilung nach den Intentionen der Geber bestimmt waren entsprechend vergütet seien; einzelnen Comite's wurden indessen zur Heilung nachträglich hervor- getretener Schäden und zur Gleichstellung mit anderen ein Betrag von im Ganzen 21,100 «A bewilligt. Allseitig wurde anerkannt, daß die sofortige Verwendung des hiernach dem Landescomite noch verbleibenden Restbetrags von ca. 60,000 A nicht an gezeigt erscheint, daß es vielmehr zweckmäßig fei, diese Summe, sowie b:e demnächst aus der Erhebung des ganzen oder halben Betrages der Kosten des den geschädigten Landestheilen gelieferten Saatguts und Futters sich ergebenden Mitt l, die weitere 60,000 «A erreichen mögen, zur Verwendung zu Beihilfen bei späteren Wassercalamitäten zu reserviren, sei es, daß diese Reste den betreffenden Kreisen nach einem allerdings noch festzustellenden Maßstab zur Verwaltung überwiesen, sei es, daß sie im Ganzen als besonderer Fond unter noch näher zu bestimmenden Modalitäten reseroirt werden Die definitive Beschlußfassung hierüber ist btm Gesammtcomste, das in der nächsten Zeit zu diesem Zweck berufen werden wird, überlassen worden. Inzwischen ist Der Ausschuß des Landescomite's selbstredend nicht in der Lage, irgend welche weitere Bei. Hilfen aus den noch vorhandenen Mitteln zu bewilligen.
Mainz, 1. September. (Enthüllungsfeier des Nationaldenkmals.) Der Mainzer Festausschuß hat gestern em Verzeichmß derjenigen Schiffe zusammengestellt, welche in Folge des ergangenen Aufrufs zu der Festfahrt und Parade vor dem Kaiser bis jetzt angemeldet sind und theilnehmen werden. Das Resultat ist ein ganz glänzendes und übertrifft auch die weitgehendsten Erwartungen. Es sind nicht weniger als 24 Dampfer vorgemerkt, die von 16 verschiedenen Rbemsch fffahrts-Gesellschaften, resp. Firmen herrühren. Die Köln - Düsseldorfer Gesellschaft liefert dazu 5 ihrer besten Schiffe (2 große Salonboote und 3 sog. Glattdeckboote, Bismarck, Moltk, Arndt, die Niederländer Gesellschaft ein Boot („Crymhilde" für Worms), bte Hessische Ludwigs- bahn 2 Boote. Der größte Theil der Flottille wirb aus Schleppbampfbooten bestehen, durch welche beinahe sämmtliche den Rhein befahrende Schleppsch fffahrtsgesellschaften vertreten fern werden. Dieselben wetteifern miteinander, gerade ihre größten und schönsten Dampfer in den Zug einzustellen. Dazu kommen noch kleinere Dampfbooie, bte sich in Mainz oder zwischenwegs anschließen- Aus ber ursprünglich angesammelten Flottille wirb eine Flotte werben, wie sie vollzähliger unb majestätischer auf dem Rhein noch nicht gesehen worben ist. Sie wird em Gesammtlnld dessen bieten, was ber Vater Rhein Großes und Schönes auf seinem Rücken tragt und zugleich einen Begriff geben, was man mit einem solchen Aufwand von Kraft für den Verkehr auf dem Rhein zu leisten vermag.
Düsseldorf, 4. September. In der Baumwollspinnerei von Herzfeld u. Metz an der Duisburgerstraße entstand heute Morgen gegen 3 Uhr Feuer, welches mit rasender Schnelligkeit um sich griff unb bald das ganze Gebäude tn Flammen hüllte. Die Berufs- unb Reserve-Feuerwehr rückte aus, vermochte jedoch wenig auszurichten; das Gebäude ist vollständig ausgebrannt, nur die Umfassungsmauern ragen noch empor- Leiber ist ber Feuerwehrmann Wilhelm Dahmen in dem Feuer umgekommen, heute Morgen fanb man noch wenige Reste von ihm im Schutt. Der Kaminfeger Ehlebrecht schwebte ebenfalls in g'oßer Gefahr, er rettete sich an's Fenster und hing hier so lange, bis ein Tuch bete t gehalten wurde, auf welches er heradsprang. Einen Arm hat er sich bis auf bte Hand h.rab verbrannt. Etwa 115 Arbeiter sind durch den Brand arbeitslos geworden. Als Ursache des Feuers wird vorläufig Selbstentzündung feuchter Baumwolle angegeben.
— sWanderversammlung deutscher und österreichischer Bjenenwirthe vom 10. bis 15. September zu Frankfurt a. M.) Um allenfallsigen Mißverständnissen vorzubeugen, bemerken wir, daß auf Grund eines Schreibens vom Hauptcomit^ eine Festkarte zu 3 Mark zur Anwohnung der Verhandlungen unb allen Festlichkeiten berechtigt. Wer dagegen bte Ausstellung besuchen will, bedarf einer Eintrittskarte für 30 Pf., die an ber Kasse zu haben ist. Ein Loos zu 50 Pf. berechtigt ebenfalls zum Besuch der Ausstellung — zu haben an der Kasse.
— Im Interesse der Angehörigen rc. von Reservisten, welche zu den diesjährigen Herbstmanövern zum Dienst mit der Waffe einberufen worden, sei darauf aufmerksam gemacht, daß die erngezogenen- Mannschaften und Unteroffiziere für die Dauer der Uebung rücksichtlich der an sie gerichteten Cortespondenz Portooergünst!gungen in gleichem Umfang rote bte bezüglichen activen Linientruppen gemeßen, also 1) volle Portofreiheit für gewöhnliche Briefsenbungen bis 50 Gramm, 2) Ermäßigung des Portos für Packele bis 3 Kilogramm auf 20 Pf., für Postanweisungen bis 15 Mark auf 10 Ps Diese Portovergünstigungen werden aber nur wirksam, wenn die bezüglichen Aufschriften den voll ausgeschriebenen Vermerk: „Soldatenbrief, eigene Angelegenheit des Empfängers" tragen.
Ottcnhöfen bet Achern, 3. September. Angeblich aus Eifer'ucht 6ot ber hiesige Unterlehrer Wickert heute Nacht einen 25jährigen Burschen durch 12 Messerstiche tödtlich verwundet. Der nette Jugendbildner ist dürchgebrannt.
Mülhausen, 4. September. Ein Schweizer aus St- Gallen, der von Californien zurückgekehrt war und in seine Heimath reisen wollte, war mit dem Befiorteir Zuge hier angekommen. Er stieg aus, befand sich schon auf dem Perron unb kehrte noch einmal zurück, um nachzusehen, ob er nichts im Wagen liegen gelassen hatte. Als er zurückkehrte, wurde er von dem einfahrendm Straßburg-Baseler Schnellzuge ersaßt unb getöbtet Gegen 30,000 Francs fanben sich, ber „B. L-Z." jufolge, in ben Taschen des Unglücklichen vor. Ein neuer Beweis für bte Gefährlichkeit der Geleste- übergänge.
— Ein sonderbares Naturereigniß hat sich letzten Sonntag in Neuenburg zu- g3tragen, welches die dortigen Bewohner sehr unliebsam an Ischia erinnerte. Gegen Nachmittags 3 Uhr ertönte in der Vorstadt Maladiere bei Hellem Sonnenschein ein furchtbarer Donnerschlag, b gleitet von einer so furchtbaren Erdbewegung, daß mehrere Personen umgeworfen wurden. Die Juraberge ob Boudry, sowie bte Alpen wa^enm Wolken gehüllt unb einige Zeit nachher hörte man in ber Richtung donnern. Fast zu gleicher Zeit hat man auch im Engadin (Graubünden) Erdveven
— (Ein Photograph im Löwenkäfig.) Man schreibt aus Paris: Bei den photographischen Ausnahmen, die bisher von Löwen, Tigern unb andern Rauothlere gemacht roorben sind, waren die Photographen stets so vorsichtig, ihren Apparat oub - halb des Käfigs zu plactren, um mit ihren Clienten nicht in allzu nahe Berührung z kommen. Die Gitterstäbe haben jedoch die photographische Wiedergabe solcher Ben stets sehr beeinträchtigt und so hat denn ein beherzter Pariser Photograph, verr Auguste Petit, den kühnen Entschluß gefaßt unb ausgeführt, Löwen und Tiger m tyren Käfigen zu photographiren. Das waghalsige Experiment fand in der ^enag Pinnet auf dem Boulevard Barbe's statt. Der Bändiger trat mit dem Pvotograpy.n zuerst in den Käfig eines Leoparden, welcher keinerlei Widerstand entgegensetzte, pier-


