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schtedeneri Gründen eine Verfasfungsvevision verlangen, erklärt Clemenceau, daß die neuen Erklärungen Ferry'S die Anfrage nolhwendig machten, ob das Votum vom 26. Januar 1882 zu Gunsten der Revision noch g'ltig sei und weSKalb der Senat diesem Votum nicht Rechnung getragen habe. Er beantragt, die Berathung auf morgen zu vertagen. Die Kammer nahm letzteren Antrag mit 276 gegen 207 Stimmen an-

Im Senat begann die Berathung des von Dufaure ausgearbiitettn Grsetz- entwurfs betreffend daS Associationsrecht. Mehrere Republikaner bekämpften die Vor­lage weil sie den religiösen Associationen nicht dieselben Rechte rote den anderen zugestehen wolle. Jules Simon trat für die Vorlage ein und erklärte, ein wirklich liberales Gesetz müsse für alle gleichmäßig fein. Er wies auf den hohen Nutzen der religiösen Associationen hin- Fortsetzung morgen.

Madrid, 5. März. Die Anarchisten-Agitation nimmt in Andalusien, nament­lich in der Umgegend von Leres, zu. ArcoS ist das Haupt derSchwarzen Hand". Gestern wurde ArcoS verhaftet. Anarchistische Zweiggesellschaften wurden in Granada und Malaga entdeckt. Bet Leres wurden die Ersendahnzüge mit Steinen beworfen und mehrere Reisende verletzt. _

Lokales

Gießen, 6. März. Montag den 12. und Dienstag den 13. l. Mts. finden öffentliche Sitzungen des Provinzial-AusichusseS der Provinz Oberhessen statt. Es kommt zur Verhandlung:

1. Gesuch des Jacob Meub IV. von Ober-Mockstadt um Ertheilung der Concession zum Wirtbf chaftsbetrid.

2. Klage des Ortsarmenverbondes Wolfgruben gegen den Ortsarmenverband Asienbeim wegen Unterstützung des Jost Ortmüller.

3. Reclamation des Straßcnmeifters Philipp Klein zu Heusenstamm wegen Zuziehung zu den Umlagen der Stadt Gießen für 1881/82 und dem Schulgeld für das 1. Quartal 1881.

4 Die Wahl des Bürgermeisters für die Gemeinde Udenhausen.

5. Wahl eines Mitgliedes und desien Stellvertreters zu der nach der Bekannt­machung vom 24. Februar l. I., betreffend die Leistung von Beibülsen zur Heilung der durch die Ueberschwemmungeu veranlaßten Beschädigungen aus Mitteln des Staats zu bildenden Landetzcommrssion.

6. Klage der Freiherrn von Schenck zu Schweinsberg gegen die Gemeinde Ober-Gleen wegen Gemarkungsrechtes.

7. Reclamation des Johannes Bogel und Consorten zu Usenborn wegen Zuziehung zur Bestreitung kirchlicher Bedürfniffe.

8. Hülfsbedürft'gkeit des Konrad Heiß zu Frischborn.

Gießen, 6. März. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 8. März 1883, Nachmittags 4 Ubr.

1. Die Erbauung eines neuen Schulhauses für die Stadtmädchenschule.

2- Die Vergebung der Lony'schen und von Krug'schen Stiftungszinsen.

3. Nivellirungtzplcm der Bleichstroße.

4. Umguß einer Glocke auf dem Stadtkirchthurm.

5. Die städtischen Baumpstanzungen.

6. Die Anschaffung von Klee- und Grasfamen für die städtischen Wiesen.

7. Anlagen auf der Nordanlage.

8. Den Gießener Eisveretn bftr.

9. Gesuch des Weißbindermeisters Louis Petri in. zu G'cßen um Er- laubntß zum Beftehenlassen eines Biunnens und zur Wasserabführung in einen städtischen Canal.

10. Gesuch deS Fabrikanten Ehri« W asserschleben dahier um Erlaubniß zur Legung eines eisernen Rohrs unter dem Leihgesterner Weg.

11. Gesuch d?s Maurermeisters Christian Haubach dahier um Ueberlassung von Kies.

12. Octroterhebung von Pferdefleisch.

13. Die Vergrößerung des ProvinzialarrestbauseS in Gießen betr.

14. Die Theilung der ersten Claffe der Stadlknabenschule.

Gießen, 6. März. Unsere gestrige Notiz, betr. den Kaffcediebstabl, ergänzend, theilen wir weiter mit, daß bei einer Durchsuchung in der Wohnung des Diebes ein fast completes Colonialwaaren-Lager vorgefunden wurde.

Zufolge der Neu-Equip rung der Schutzmannschaft mit Schstopsäb In 'st eine Anzahl dcr älteren noch wohl erhaltenen Säbel überflüssig geworden. Es b-etet sich vielleicht für Landgemeinden hierbei eine günstige Gelegenheit, tbre Gemeinde, bediensteten mit neuem Seitengewehr billig auszustatten. Ltebhabrr wollen sich auf der hiesigen Polizeiwache melden.

BeraffÄtel.

Darmstadt, 2. März. Die allgemeinen Gesundheitsvi'rhältnisse in den über­schwemmt gewesenen Landesiheilen sind, wie dieD. Z." mittheilt, bisher durchgängig n cht ungünstig gewesen. Einzelne Bezirke melden sogar einen auffallend geringe,- Krankenstand; aus anderen wird berichtet, daß zahlreichere rheumatische Krankheiten zur Beobachtung kommen, sowie namentlich, daß schon vor der Überschwemmung vorhanden gewesene chronische Leiden eine bedeutende Verschlimmerung erfahren hätten. Die Vermehrung der Sterblichkeit beschränkt sich wo sie vorhanden ist, auf wenige Fälle. Epidemische Kinderkrankheiten (Masern, Scharlach, Keuchhusten) zeigen sich hier und da in den überschwemmten rote in anderen ßandestheilen in kaum ver­schiedener Weise. Bedenklich war der Ausbruch eines recht bösartigen Scharlachs in dem von Aftheimer Flüchtlingen stark bevölkerten Griesheimer Barackenlager; doch gelang es zum Glück, der Weiterverbreitung Schranken zu setzen. Die Zahl der d phtheritischm Erkrankungen war nicht auffallend häufig. Wirkliche Ruhr wurde nicht beobachtet, ruhrartige Diarrhöen nur in einzelnen Fällen, welche auf den Genuß ver­dorbenen Trinkwassers zurückzuführen waren. Die einzige Krankheit, welch, eine ver­mehrte Verbreitung fand, war der Unterleibstyphus. Typhusfälle waren schon vor den Ueberschwemmungen in Mainz und Worms, in Nierstein, in Lampertheim, Biblitz und Wattenheim vorhanden. In den größeren Städten steigerte sich nach der Hebers schwemmung die Zahl der Erkrankungsfälle sehr beträchtlich. Bei der großen Zahl der Krankheitsherde ist die Gefahr einer noch weiteren Verbreitung des Typhus nicht ausgeschloffen und diese Gefahr erfordert immer noch die ernsteste Aufmerksamkeit der Sanitätsbeamten. Daß dieselben rechtzeitig in den Besitz der einschlägigen Nachrichten gelangen, ist durch dm überall erfolgten Erlaß von Localpolizetreglements, welche die Anzeigevflicht normiren, gewährleistet.

Mainz, 2. März. Gestern Nachmittag wurde in dem Raume der städtischen Pumpstation die für die Entwässerung der Kanäle im Gartenfeld, im Falle ein s Hochwassers, dieser Tage von Berl'n bezogene Centrisugalmaschme geprüft; die Maschine ist im Stande, täglich 7,000,000 Liter Wasser aus den Canälen in den Rhein zu heben.

Vor dem Münchener Landgericht I spielte sich neulich wieder eine Geister- und Schatzgräbergeschichte ab, rote sie kaum beschämender für unser 19. Jahrhundert gedacht werden kann Ein junges Ehepaar, mit dem ominösen Namen Schatzhuber, hatte einer Frau Anna Tafelmeier eine Summe von 1000 A nach und nach entlockt unter dem Vorgeben, der Geist des Sohnes der Tafelmeier könne nicht zur Ruhe kommen, wenn nicht der Schatz gehoben werde, den ein Verwandter der Tafelmeier an verschiedenen Orten hinterlassen habe. Zum Heben des Schatzes bedurfte man natürlich Geld und abermals Geld. Von dem Ehepaar scheint dieschönere Hälfte", Frau Babette, am meisten dabei in Action gewesen zu fein, denn sie will beim Raufen mit dem Teufel, rote sie der Tafelmeier erzählte, viele blaue Flecke davongetragen haben. Das saubere Ehepaar wurde denn auch vom Gerichtshof tüchtig verknurrt und zwar erhielt die Frau 1 Jahr und 4 Monate und der Mann 10 Monate Gesängniß. Sehr zutreffend bemerkte der Staatsanwalt am Schluffe seines Plaidoyers, man könnte über eine derartige Geschichte lachen, wenn sie nicht gar so traurig wäre.

Von der Orientreise des Prinzen Friedrich Karl erzählt Brugsch-Rey in der neuesten Nummer vonlieber Land und Meer" folgenden interessanten Zug: Vor der Abreise von Triest unternahmen die Reisenden einen Ausflug nach Schloß Mira- mare. Die Besichtigung der inneren Räume des Prachtbaues und die stille Prüfung der werthvollen Gegenstände, welch - im Treppenhause und in den Sälen und Ge­mächern seit dem Tode des unglücklichen Kaisers Maximilian ihren alten Platz nicht verlassen hatten, entlockten dem Prinzen das offene Geständniß, Miramare sei das schönste und geschmackvollste Schloß, das er je tm Leben bewundert habe. Vor Allem

verrathe die Anlage des Treppenhauses und die waidmännische Decoration der Wände desselben einen unvergleichlich feinen Geschmack. Wehmüthigen BlickeS betrachtete der große Feldherr das Icbensgetreue Bild des Kaisers Maximllian's, dessen sanfte, edle Züge ihm einen stummen Dank zuzurufen schienen, und seinen Lippen entrang sich ein des feierlichen Momentes würdiges Wort:Ich habe Dich an Bazaine gerächt."

[@in kurirter Ruhestörers In ein Wiener Caf6 kam täglich ein Herr, welcher seine Zeitung, vom Le'tart kel angefangen bis zur letzten Annonce, stets fo laut zu lese.i pflegte, daß die Übrigen Gäste, in ihrer ßectüre fortwährend gestört, vor Zorn beinahe platzten. Mehrere der geärgerten Gäste fragten den Wirth, ob der laut lesende Gast nicht zum Schweigen gebracht werden könnte. Der W rth zuckte die Achseln und ver­sicherte, unmöglich etwas thun zu können, weil der laute Leser sein Hausherr fei. Die Gäste beschloss n jetzt, ein drastisches Mittel in Anwendung zu bringen. Als sich der Hausherr wieder auf feinem Plätzchen niederließ, fand er tn feiner Umgebung zehn Herren, welche sich sehr eifrig mit der Leclüre ihrer Zeitung beschäftigten. Kaum begann er jedoch in gewohnter Weife laut zu lesen, als die zehn Herren mit sehr vernehmlicher St>mme daffelbe thaten, und da entstand ein solch gräuliches Durcheinander von Leit­artikeln, Feuilletons, Tagesneuigkeiten, Gertchtssaal- und Ballbertchten, daß die elf Lesenden unmöglich auch nur ein einziges Wort von dem verstehen konnten, was sie sich mit lauter Stimme selbst oorlafen. Der Hausherr sah anfangs verwundert hinter seiner Brille hervor, schüttelte bedenklich das Haupt und versuchte bann neuerb ng» sich in seine Zeitung zu vertiefen; da die übrigen Leser jedoch nicht inne hielten, schien es ihm unmöglich, das Gelesene zu verstehen, denn er legte die Zeitung beiseite. Kaum war er still geworden, als auch die anderen Herren schwiegen- Der Hausherr verstand bmzarten Wink" jedoch immer nicht, denn als es um ihn her ruhig wurde, gr>ff er wieder zur Zeitung und begann abermals laut zu lesen- Im selben Augenbl'cke ver­mengten sich jedoch die zehn Stimmen neuerdings mit der feinigen, so daß tr das Blatt wieder weglegen mußte. Dieses Manöver wiederholte sich noch dreimal dis der Haus­herr endlich erzürnt seinen Hut aufftüpte und wüthend davon lief. Am andern Morgen wiederholte sich dieselbe Geschichte. Da ihm kein anderer Ausweg übrig blieb, begann der Hausherr im Schweiße se nes Angesichts zu versuchen, ob er nicht still vor sich hin lesen könne. Es verursachte ihm unendliche Mühe, denn wohl zwanzigmal warf er das Blatt beiseite, aber endlich gelang es ihm und seit drei Tagen ist tm Kaffeehause vollständige Ruhe eingetreten. Wirth und Gäste leben im besten Einvernehmen, doch hat sich der Hausherr nicht enthalten können, den lauten Lesern eine ßection zu geben, indem er sagte, daß eS nichts Unartigeres gebe, als tm Kaffeehause laut zu lesen und andere Leute in ihrer ßectüre zu stören.

Coblenz, 1. März Der Bremser Joses Müller, der einen Lustmord begangen, ist heute zum Tode verurtheilt worden.

Aus Zürich, 1. Marz, wird uns geschrieben: Beim Bau des Seequai häufen sich die Fundgegenstände aus der Pfahlbauperiode m erstaunlicher Weise. Fast jede Umdrehung der Baggermaschine fördert Kleinigkeiten zu Tage und Querroste ober am gebrannte Pfählenden holt man häufig aus her Seetiefe. Verschiedene Tbonwaaren gehören zu den betvutenbfien Entdeckungen, ebenso ein Beil aus der Bluthe der -Stein­zeit, sodann ein Menschenschädel, der leider beschädigt war. Bei soigfält'.ger und systematischer Ausbeutung könnte die ohnehin reichste Pfahlbausammlung'ichs zu einer unschätzbaren antiquarischen Fundgrube dadurch werden. Indessen machen sich aus Gelehrienkreisen heftige Beschuldigungen Bahn, daß nur ein Minimum von diesem Material in Folge von Gleichgültigkeit ober Rücksichtslosigkeit gegen die inierefftrteH Kreise werde erhalten bleiben.?

fElcclrische Drähte in Grabern.) Der praktische Sinn der Amerikaner- hat schon manche Erfindung gemacht ober Anro.'ndungen von Erfindungen zur Geltung gebracht, non denen der an Gelehrsamkeit ibn weit übertreffende europäische Geist sich nichts hätte träumen lassen So hat man jetzt einen Kirchhof in Cincinnati mit einer electrifcben ßcitung versehen, welche einestbeils zur Rettung febeintobt Begrabener, anbercifeit? zur Entdeckung von Leichenräubern dienen soll. Der Kirchhof ist zu diesem Zwecke ti. Abtheilungen eingllheilt, benn jede emen Jndicator erhält, der durch Drähte mit den Gräbern verbunden w'rd. Diese Jndicatvrcn stehen sowohl untereinander, als m't dem Bureau und dem Schlafzimmer des Todtengräbers tn Verbindung, wo sich je eine ßärmglockc befindet. Ist Jemand al« Scheintodter beerdigt und kommt w'eder zu sich, so wird die leiseste feiner Bewegungen angezeigt und die Glocke im Schlaf­zimmer, sowie tm Bureau beginnt zu läuten, was so lange anbauert, bis sie In Ruhe gesetzt wird. Dcr Jnbicator zeigt an, von welcher Stelle des Kiichhoss die Bewegung ausging, so daß also schleunigst Hilfe gebracht werden kann. Außerdem steht ba8 Bureau mit dem Polizeiamt in Verbindung, so daß ein Druck auf einen Knopf genügt, um polizeilich Beistand herbeizurufen Endlich fit auch eine Vorrichtung get-offen. wodurch den^ Gräbern so lange, als man es wünscht, frische ßust zugeführt werden kann, um so bei Scheintodten dre Erstickung zu verhüten-

ES lebe der Frühling! Der Winter muß den kräftigen Strahlen der Sonn< weichen, Itnb ßüfie locken Blatt um Blstt hervor und Alt wie Jung rüstet sich, den langeisehnten Frühling zu empfangen. Frisches Leben und fröhlich tz Weben walteti« der Natur und von all dem ßärmen erwacht auch die GöttinMode" nutz ihrenr Winterschlaf. Staunend sieht sie die Schöpfungen ihrer fleißigen Heinzelmännchen, die ihren Träuaien entftammenben buftig schimmernden und farbenprächt gen Stoffe, Bänder und Blumen! Groß ist die Fülle, sie reicht aus für eine ganze Welt! Und ohne langes Zaudem beginnt die launenhafte und dabei allmächtige Fee ihren Sieges­lauf, vo- ihr her eilen die Herolde der Mode, die Modezeitungen, Blumen streuend und das Lob der G-walfgen verkündend. Noch s-hen rote sie nicht, aber sie kommen sicherlich. Ist doch schon das tonang'bcnbe und deshalb weitverbreitete Modenjournoi für Dam nputz (Berlin SW. 4 Enckeplatz) erschienen, welches die thatsächlrch besten und chicvollften Modekupf.r unb Hutbilder, vortreffliche Holzschnittoorlagen und Berichte bringt und deshalb auch, alle derartigen französischen Journale überflügelnd, für aroße und kleine Putzgeschäfte geradrzu als unentbehrlich sich erwefft. Noch einige Tage, dann folgen Bazar, Modenro.lt unb wie sie alle beißen mögen, die glänz'nden Herolde der Mode, die m t roehenden Bannern dem einz'ehenden Frühling Honneurs erweisen. Es lebe der F-Ühüng, der bann wirklich eingekehrt ist!

Handel und Verkehr.

Gießen, den 6. März. Aus dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund «A 1.101.20, Hühnereier per Stuck 56 Käse per Stück 49 H, Käsematte 3

Erbsen per ßitcr 20 H, ßinsen 26 Tauben per Paar JL 0.801.20, Hühner per Stück .A 1.21.70, Hahnen per Stück «A 1 -502.00, Enten per Stück -A 0000, Ochsenfleisch per Pfund 6670 Ruh- und Rindfleisch 5660 H, Kalbfleisch 54 bis 56 > , Schweinefleisch 6264 H, Hammelfleisch 6670 H, Kartoffeln per 100 Kist <A 7.508.00, Zwiebeln per Malter <A 57.00, Milch per ßitcr 1418 H.

Frankfurt, 5. März. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Singe- trieben waren ca. 320 Ochsen, 18 Bullen, ca. 280 Kühe und Rinder, ca. 220 Kälber Die Preise stellten sich: -Ochsen 1. Qual. JL 67, 2. Qual. A 6062, Kühe und Rinder 1. Qual. <A 62, 2. Qual. .A 50-55, Kälber 1. Qual. A 68, 2- Qual. A 5560 per 100 Pfund Schlachtgewicht.

Frankfurt, 5. März. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer A 20, fremder A 202302, Roggen eff. hies. A 14, fremder A 1416, Gerste effectw hies. u. Wetterauer A 1718, fremde A 1820, Hafer eff. hiesiger A 12Vr, fremder A 12021304. Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien non 50 Ctr. A 41. Branntwein eff. ohne Faß A 46.

fttanffuti a. M., 6. März, Nachmittags 2 Uhr Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 271, Staatsbahnactien, Galizier 2618/*, ßombarden 1230«, Nord- westbahnactien, Darmstädter-Bankactien 1560g, Oberschlesifche E.-B.-Act. 251, Oefterr. Silberrente 66"/w, 4% Ungar. Goldrente 759/<, 4% 1880er Russen 720e- 5o/o 1877r Russen 89%, 2. Orient-Anleihe 58, Spanier 62/e, 5% Rumänische Rente 930«, 4°/., Unific. Egypter 74Oie, Disconto Comm. 2060s, Gotthardbahnactieu lll3/fl. Tendenz: matt. ___

Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde Gießen.

Mittwoch, den 7. März, Abends 6 Uhr, 5. Wochen - Passions- go11esdienst, Pfarrer Dingeldey.

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