Ausgabe 
6.12.1883 Zweites Blatt
 
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<mf dem Rahmen zu befestigen, indem dieses nach dem Trocknen und der Einwirkung der Lull fest wird, daß es der Feuchtigkeit Widerstand letflet; aber es erfordert, da sich die Goldbronze nur sehr schwierig mit demselben vermischt und die Masse immer dünn­flüssig bleibt, sehr viel Uebung und werden ohne solche die ausgebesserten Stellen fl ck'g erscheinen, weshalb dieses Verfahren nur den Geübten zu empfehlen ist. Der weniger G-übte verwende deshalb nur den arabischen Gummi. Es wird zu diesem drecke der Gummi mit möglichst wenig kochendem Wasser aufgelöst, und um die Holzstückchen zu entfernen, die Masse durch ein Stückchen Leinwand gepreßt. Zu dieser Lösung setzt man die der Farbe des Goldrahmens entsprechende Goldbronze, welche jedoch zuvor so lange ausgewaschen werden muß, bis das von derselben abgegossene Wasser völlig klar ist.

Mit der so erhaltenen Masse, welche, wie bereits erwähnt, möglichst dick sein muß, werden die beschädigten und beschmutzten Stellen mit einem Haarpinsel über» strichen, und falls ein einmaliges Ausbessern nicht genügt, muß dasselbe wiederholt werden, bis die beschädigte Stelle nicht mehr zu erkennen ist; jedoch darf mit dem Zweiten Aufträgen immer erst begonnen werden, wenn der erste Auftrag vollkommen trocken ist. Der auf diese Art behandelte Gegenstand erscheint wie neu und sind die ausgebesserten Stellen nicht zu erkennen; doch muß die Farbe der Goldbronze gmau der des Goldrahmens entsprechen. Der Einwirkung der Feuchtigkeit jedoch leisten die ousgebesserten Stellen tu diesem Zustande keinen Widerstand. Es ist dies zu erzielen, wenn die auf beschriebene Art behandelten Stellen mit einer verdünnten Boraxlösung Lberstrichen werden, wodurch der Gummi in eine Form verwandelt wird, welche der Feuchtigke't Widerstand leistet; da jedoch ein Ueberschuß dieses Salzes sich nicht ver­meiden läßt, welcher auf der Oberfläche sitzen bleibt und em mattes Aussehen ver­ursacht, so werde davon Abstand genommen und die ausgebesserte Stelle auf folgende Art vor der Einwirkung von Feuchtigkeit geschützt:

Die Oberfläche eines glattgeschlifsenen, gewöhnlichen Borstenpinsels, sog- Faust­pinsels, wird auf einem Stückchen gelben Wachses gerieben, bis derselbe durch daß abgeriebene Wachs etwas klebend sich anfühlt, und hierm t wird die ausgebesserie Stelle nur ganz leicht, als wollte man die Stelle abstäuben, übe,strichen, bis man glaubt, daß die ganze Stelle einen schwachen Wachsüberzug hat. Fühlt sich der Pinsel trocken an, so wird er aufs Neue auf dem Wachse gerieben und damit veriahren wie beschrieben; ein Zuviel kann auf diese Art nicht aufgetragen werden.

Durch das Ueberstretchen werden die gestrichenen Stellen mit einem schwachen Wachsüberzug versehen und geschieht dies in einer ganz feinen Schicht, welche unter Aufnahme von Sauerstoff der Luft so hart wird, daß sie die Bronze sowohl als auch den Gummi vor Einwirkung der Luftfeuchtigkeit schützt. Zu beachten ist, daß der aus­gebesserte Gegenstand, so lange das Wachs noch etwas weich ist, vor E nwükuvg des Staubes geschützt sei. Zwei bis drei Tage sind hierzu erforderlich, nach welcher Zeit der Ueberzug vollständig erhärtet ist. Am besten ist es, gleich den ganzen Rahmen auf diese Art mit Wachs zu überziehen; das Aussehen wird rin gl-ichmäßtgeres, und es wird die zuerst aufgetragene Bronze auf diese Art auch geschützt. Das Aufftretchen einer Wachslösung in Terpentin oder Spiritus ist nicht rathiam. Selbst bei der ver- dünntesten Lösung wird das Wachs zu dick aufgetragen und erhärtet in diesem Falle nicht; es setzt sich auf diesen Stellen der Staub erst recht fest; es w'.rd also mehr geschadet als genützt.

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Bitte!!

Das schönste Fest der Kinder, das liebe Wethnachtsfest, steht vor der Thüre und mit demselben tritt wiederum die Aufgabe an uns Heron, von freiwilligen Beiträgen und dem Eltrage gesammelter Cigarrenabfälle armen Kindern unserer Stadt dmch Anschaffung neuer Bekl'idung eine Weihnaästsfreude zu bereiten. In Folge allseitiger Anerkennung und wilksamer Unterstützung unserer Bestrebungen von Seiten des hiesigen Publikums ist es uns möglich geworden, im Jahre 1880 für sieben, 1881 für neun, im vorigen Jahre für elf ärmere Kinder vollständige, neue und solide Kleidung be­schaffen zu fonntn. Die uns in diesem Jahre vorgelegene Liste weist wiederum eine recht große Anzahl armer Kmder, Waisen und Halbwaisen auf, die oft sogar am regelmäßigen Schulbesuch verhindert sind, weil sie der nothdücftigsten Kleidungsstücke ermangeln.

Wir richten inßhalb auch in diesem Jahre an die Bewohner (Raucher und Nichtraucher) Gießens die herzliche Bitte, uns durch Uebermitt^lung etwaiger Cigarren- abfälle, sowie durch freiwillige Geldbeiträge unfern Fonds erhöhen zu helfen, damit es uns ermöglicht werbe, auch an dem diesjährigen Wethnachtsfeste einer größeren Anzahl armer Kinder eine geeignete Wethnachtsbescheerung in der seitherigen Weise bereiten zu können.

Cigarrenabsälle und Geldbeiträge werden an unfern Sammelstellen: Friseur Gerhardt, Kirchenplatz, Friseur Pc tri Wittwe, Seltersweg, Restaurateur Schnell, Brandgasse, gern enlgegengenommen.

Der Verein;um Sammeln von Cigarrenspihen.

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der Mttelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen vom Monat November 1883.

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