Einzelbild herunterladen

nperron

S

!okalzug)

lhof waren gestern M er sie 9 Uhr 52 MW« hr hatte bewirft, M ta i aus Berlin chlß« Bahnbarrteren jililr Personenzug erst iiftr^a iten, In bemfelben äa.T angte der PersunW ü [bot, um die andmz«!! ach der ßocomoliat jijiv schenstrom ergoß sich i- eise, das bem WW den Courierjllg hßiaü me folgt rangtrt: jte wie es heißt, vA- erst hieraus eblich geschlchmV^ " 3"«"' f opbe war gesM irmalmt, was PE reden voUftönblß ;6t, und mit

Das Bild,- ibung. 3« 1*5 pulten, ®««*K i yicnntoi aanje W« S

die L Nersonü!

rK

Ä

»üSK »<' * b,(leist »RtSiw«*?.

Ä >b weltj trü,. ,|| >« 950[ sA»1! ottüWÄbeä*:, ,od) und wWJ«« i1 18gintt ®?L- (e ®dh! ,,, iiM!'»

K d-K. tf*Ä;

®W« L Ufif

tzrSngle. Der nun mit voller Schnelligkeit durch die Massen schneidende Courierzug zermalmte und zerstückelte Alles, was sich m seiner Fluchtlinie befand; Männer, Frauen, Kinder. Die Feder sträubt sich, die Schreckensscene wtederzugeben, welche sich dem entsetzten Auge bot. Zuckende, blutüberströmte Körperthetle lagen rings umher. Der Platz glich einem Schlachifelde, auf welchem ein mörderischer Granatenregen die Menschen In Tausende von Fetzen zerrissen hat. Hunderte von Schritten von dem Bahnhofe entfernt fand man spät in der Nacht ein mit einem Damenstiefcl bekleidetes, von seinem übrigen Körperthetle abgerissenes Bein, welches anscheinend von einem Rade dorthin geschleift worden war. An dem Rade einer Locornolive, welche nach der Unglücks- ratastrophe in den Potsdamer Bahnhof eingelaufen war und welche auf der Dreh­scheibe stand, wurde noch ein mit einem Haarbüschel bedecktes Stück Kopfhaut einer Mannsperson gefunden. 39 Leichen, theils zur Unkenntlichkeit zerstückelt, liegen im Warlesaal der dritten Classe; die Verwundeten wurden nach Krankenhäusern in Berlin befördert, u. A. nach dem Elisabeth-Kcankenhause in der Lützowstrahe. Unter den Tobten befindet sich der nach Steglitz zum Besuch gekommene Schwiegersohn des Directors der Blindenanstalt zu Steglitz und der Schützenkönig der Berliner Schützen, welche am Sonntag in Steglitz ein Schützenfest gefeiert hatten. Die von Wannsee ii. s. w. anlangenden Züge mußten längere Zett anhalten, well die sofort herbei­geeilte Steglitzer Feuerwehr den Bahnkörper nach Menschen und Menschenthetlen übsuchte.

Vermischtes.

Bettenhausen, 3. September. Bei der am 1. d. M. stattgehabten hiesigen Bürgermetsterwahl wurden von 90 Stimmberechtigten 82 Stimmen abgegeben und sieten 81 Stimmen dem seitherigen Bürgermeister Rückel zu. Ein Beweis, daß bei gutem Willen auch der Parteihaß schwindet.

Mainz, 2. September. Das hiesige 3. Brandenburgische Festungs-Artillerie- Regiment ist, wie dasM. Tgbl." mittheitt, in einer Umgestaltung begriffen, die sich bis Oktober vollzogen haben wird; es erhält nach und nach Mannschaften aus Hessen und Nassau, während die brandenburgischen Mannschaften fortgeschickt werden. Das Regiment wird am Ende dieser Procedur die Nr. 11 erhalten und auch den Namen m Hessisches Festungs-Artillerie-Regiment abändern; es ist mit einem Worte eine völlige Neuformation theilweise im alten Rahmen.

Mainz, 3. September. Heute Vormittag hat sich im Ludwigsbahnhof ein bedauerlicher Unglücksfall ereignet. Ein Bureaudiener der Bahn, Namens Jac. Rumpf von Heidesheim, war in dem Moment in dem Begriff, über den Schienenstrang im Bahnhof zu gehen, als der um 10 Uhr 15 Min. von Darmstadt kommende Bahnzug in den Bahnhof einlaufen wollte. Die Locornolive des Zuges erfaßte aber noch den Unglücklichen und wurde derselbe von den Rädern derselben.und den nachfolgenden Wagen vollständig zerquetscht und zerrissen.

Bei der heute Vormittag in dem Stadthaussaale abgehaltenen öffentlichen Submission für die Vergebung der Restauration der neuen Stadthalle am Rhein blieb Herr H. Stein von Frankfurt a. M. mit einer jährlichen Pachtsumme von 12,200 Mark Höchstbietender; Herr Joh. Riedel-Frankfurt a. M. bot 6000 Mark, Herr Wledmayer-Mainz dieselbe Summe und Herr Fritz Bruch-Mainz 4000 Mark.

Massenheim. 31. August. sVerunglückt.j Bei den heutigen Exercierübungen in unserem Felde stürzten drei Dragoner mit den Pferden in eine leere Dickwurzgrube und zwar so unglücklich, daß ein Mann, nach hier verbracht, sofort verschied; die andern beiden sind sehr schwer versetzt. Der eine erlitt zwei Bernbrüche, dem andern drang der Säbel in den Kopf.

Frank en Holz, 29. August. Am Sonntag hat sich auf der hiesigen Grube ein entsetzliches Unglück ereignet. In dem untersten, 300 Meter tiefen Flötze ist vor 8 Tagen in Folge eines zur Durchbrechung nötigen Schusses ein Brand ausgebrochen, dessen Heftigkeit nur dadurch erklärt werden kann, daß dieses unterste der sieben bis jetzt er­schlossenen Flötze eine sehr gashaltige Fettkohle enthält. Um diesen Brand zu ersticken, hat man sogleich den nöthigen Damm aufgesühtt, durch welchen jeder Luftzug abge­sperrt werden sollte. Acht Tage später, letzten Sonntag, glaubte der Betriebsführer der Gesellschaft sicher zu fe n, daß der Brand erloschen sei und stieg mit vier Arbeitern in die Tiefe, um den Damm zu entfernen. Kaum jevoch war diese Arbeit begonnen, als et ne fürchterliche Explosion schlagender Wetter erfolgte und alle fünf Personen töbtete. Drei, wahrscheinlich die hintersten, konnten noch am Sonntag, unmittelbar nach der Explosion hervorgeholt werden; die zwei andern, namentlich der Betriebs­führer, mehr nach vorn an der Dammöffnung gelegen, war bis jetzt nicht möglich, herauszuschaffen, da die Luft noch mit Gasen überfüllt ist.

Levin Schücktng, der bekannte Romanschriftsteller, ist am Freitag den 31. August im Bad Pyrmont nach längerem Leiden gestorben, noch ehe er fein 69. Lebensjahr hat vollenden können. Am 6 September 1814 war er zu Klemenswerth in Westfalen geboren, wo fein Vater als Amtmann waltete. Von der sinnigen, dichterisch begabten Mutter und später, als er das Gymnasium in Münster 1830 be­zogen, von Annette v. Droste-Hülshoff lebhaft angeregt und geistig gefördert, studirte er In München, Göttingen und Heidelberg die Rechte, gab aber 1837, als ihm der Eintritt in den preußischen Staatsdienst verwehrt wurde, bre juristische Laufbahn auf und widmete sich ganz der Literatur. Freiherr v. Laßberg auf Schloß Meersburg am Bodensee berief ihn zu sich und übertrug ihm die Ordnung seiner Bibliothek, nachdem her junge Schriftsteller sich bereits durch zwei Leistungen:Das malerische und roman­tische Westfalen" (im Verein mit Freiligrath, Leipz g 1842) undDer Dom zu Köln und seine Vollendung" (Köln 1842) bekannt gemacht hatte. Danach übernahm Schücktng 1843 in Oesterreich die Erziehung zweier Söhne des bayerischen Feldmarschalls Fürsten Wrede, 1844 ging er nach Augsburg an dieAllgemeine Zeitung" und im Herbst 1845 siedelte er nach Köln über, um das Feuilleton derKöln. Zeitung" zu nb'giren. Im Herbst 1852 löste er dieses Verhältnis! und zog sich auf sein Familienbesitzthum Sassen­berg bei Münster zurück, blieb aber auch dort ein fleißiger Mitarbeiter derKöln. Zig.", deren Feuilleton er durch mehrere längere Romane (roteDer Bauernfürst",Die Königin der Nacht",Die Sphinx",Paul Brontkborst",Die Marketenderin von Köln",Die Geschworenen und ihr Richter",Frauen und Räthsel",Der Weg zum

Glück") zu füllen bis 1868 fortfuhr. Auch in Buchform gab er nebenbei eine Reihe von Romanen heraus, die, wenn auch nicht alle gleichwerthig, doch zu den besten der Zeit gehörten. Vor Allem sind sie erfüllt von einem gesunden Realismus und einem kräftigen Patriotismus, der auf dem geschichtlichen Boden seiner westfälischen Heimath beruht. Auch einen frischen Humor wußte Schücking an rechter Stelle und maßvoll geltend zu machen und seine Stoffe durch einen philosophischen und psychologischen Grundgedanken zu vertiefen. Die sprachliche Fassung seines Vortrages war einfach unb gediegen. Im Jahre 1856 traf ihn der harte Schlag, seine Gattin Luise v. Gall (geb. 1815), die ebenfalls als Dichterin hochgeschätzt war, durch den Tod zu verlieren Seitdem hat er mehrfach größere Reisen nach Italien gemacht und ist bis in die letzte Zeit unermüdlich tbätig gewesen, Romane und Novellen zu schaffen. Seine ausge- wälten Romane erschienen 1864 und 1874 in 24 Bänden, seine Novellen 1866 in 6 Bänden. Seitdem sind aber noch so viele neue hinzugekommen, daß eine Gesammt- ausgabe roobl zu erwarten steht.

77 (Deutschenhaß in Petersburg.) In Petersburg scheint sich neuerdings die Animosität gewisser Kreise gegen Deutschland auch auf die harmlosesten Gebiete aus- zudehnen. Der Deutschenhaß zeigte sich bekanntlich vor einiger Zeit darin, daß das Publikum die Berliner Domsänger auspfiff. 1 Als nun neulich im Garten Alexandria eine harmlose tyioler Sänge,gesellschaft auftrat, wurde sie demB2Tgbl." zufolge mit bem Ruf empfangen:Nemzi won,Heraus die Deutschen", und als die verblüfften Leute, die ja den Sinn der Worte gar nicht verstanden, dennoch sangen, unterbrach der Mod durch ein fortgesetztes dowöljno tirdljkigenug von den Tyrolern." . . . . Also nicht einmal ein fröhlicher bergfrischer Jodler vermag im Lande des Wutki die Gemüther zu fänftigen I

Witterungskunde.')

6. September. Donnerstag. Fortdauer des frühmorgens nebeligen, nach Norden unb Nordosten zu aufgeheiterten, Mittags zerstreut wolkigen, Nachmittags kurze Zeit besseren, bann gewitterhaft bebeckten, Abenbs roieber besseren Wetters. Das nächtliche Minimum sinkt örtlich auf 6 bis 8° C Tagsüber ist bie Temperatur noch mäßig unb in Folge bes weniger bebeckten Himmels nach Norden zu höher.

7. September. Freitag. Frühmorgens kühl, dunstig, später aufgebessert, auf Mittag zu zerstreute dunkle Ballen bis bedeckt, örtlich mit kurzen Schauern, Nachmittags anfangs aufgebessert, spätnachmittags drohend im Süden mit Niederschlägen, Abends oufgebt'ssert, jedoch kühl. Nach Süden zu mehr allgemein regnerisch. Veränderlich mit Niederschlägen in West- unb Nordwestdeutschland. Im Osten und Norden trockener mit auffälligen Temperatursprüngen.

*) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat September, abgeschlossen am 15. August (Verlag der M- Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 JtY Nachdruck verboten.

731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrtidnmg einer Anzeige In eine oder mehre Zeitungen ver«aeoht, wird man sieh niemals enttfceseht »ehcn, wenn man von der Annoncen - Expedition von SLAAÄKÄU8TEI8? <Äe VOSZLESl In Frankfurt &. M. (Karlemhe, Stuttgart oder Manchen) zuvor Auskunft einfordert, die aaeh hinrichte der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuvorläarigeri Rath erthetit

Verzeichnis

der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbranchsgegenstände in der Stadt Gießen vom Monat August 1883.

Je 50 Kilogramm kosten:

8

10

40

2

25

3

11

75

13

50

24

o

25

22

s

69

87

©

Je V2 Kilogramm kostet:

r» e s

1025

X H

9 05

20i

21!

3-

<2

©

Wafferwärme der Lahn.

Am 5 Septbr., Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 130 R-, Luftwärme + 11° R.

L. Ehr. Rübsamen.

Allgemeiner Anzeiger.

Aahnhofflr. II

24. II.

Bahuhofflr.

24.

8665

Wandbecken, Küchenausgüsie, Pissoirs rc. emaill und in Porzellan.

5930 Mehrere Küchenschräuke mit ^Tlasaufsatz sind zu verkaufen.

K.-rl Zimmermann, Neuen-Bäue 15.

Wasserbranche.

P ampen jeder Art und Größe. Msen- und Bleiröhren.

5916 Ein Secretar (so gut wie neu) sowie ein Eisschrank sind zu verkaufen?

Wo? sagt die Exped. ds. Bl.

Rohguss in allen Metallen.

Reparaturen werden prompt und billig besorgt.

Metaliwaarenfabrik und Giesserei

empfiehlt sich zur Herstellung von Wasserleitungs - Anlagen, G-as - Leitungen, Pumpen-Anlagen für Kraft- u. Handbetrieb. Bade- und Closet-Einrichtungen etc.

Fabrik und Lager

von allen Armaturen der Damps' und Badewannen und Badeöfen.

5925

11 Uhr, entgegen

Missionsfest

Mittwoch den 12. September:

5934 Ein junges Mädchen aus guter Familie sucht Stelle in einem Laden. Näheres in der Exped. ds. Bl.

Friedr. Haustein,

Agentur und Bankcommisflonsgeschiift, BiSwarckstraße 14.

Ein Umtausch 4% Ung. Goldrente gegen 4%' Rusten 18S0t Anleihe scheint momentan empfehlenswert^5940

Lehrmädchen

werden gesucht von

5785 Geschw. Peth, Putzgeschäft.

Fest für innere Mission in Pohl-Göns.

Morgen-und Nachmittag-Gottesdienst. Prediger: Reiseprediger Deggau und Pfarrer Velte von Melbach. Strack, Dekan.

Anmeldungen für die neu zu emittirenden

4proe. Stockholmer StadtAnleihe

vom Jahre 1880

nimmt zum Subscriptionspreis von 933/4 D?arr für je 100 e/M Nominal-

Kapital bis spätestens Donnerstag den 6. September c., Vormittags