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d^r. TS» Freitag den 6. April 1683.
Gießener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
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Politische Uebersicht.
Gießen, 5. April.
Die parlamentarische Osterpause hat mit der am Dienstag, den 3. April, erfolgten Wiederaufnahme der Reichstags-Verhandlungen ihr Ende erreicht. Bereits am Sonnabend vorher hielt der Bundesrath eine Sitzung ab, in welcher er u. A. die Gleichstellung der Lieferungsfristen der Eisenbahnen für Viehtransporte mit jenem der Eilchiter beschloß. Der letzte Abschnitt der gegenwärtigen Reichstags-Session ist ein überaus bedeutungsvoller. Gleich zur Eröffnung desselben steht eine wichtige volkswirthschaftliche Frage auf der Tagesordnung, die Erhöhung der Holzzölle. Unter den übrigen wichtigen Gegenständen, mit denen sich der Reichstag zu beschäftigen haben wird, sind das Militärpensions-Gesetz, die Novelle zur Gewerbeordnung, das Arbeiterkrankenkassen-Gesetz und das Ärbeiterversicherungs-Gesetz hervorzuheben, Alles Vorlagen, welche die Arbeitskraft des Reichstages in höchstem Maße noch in Anspruch nehmen werden. Schade nur, daß der Reichstag durch die Concurrenz des preußischen Abgeordnetenhauses, welches seine Sitzungen am 16. d. Mts. wieder eröffnet, beeinträchtigt wird, außerdem kommt noch der Umstand hinzu, daß in dieser Woche die Landtage von Bayern und Württemberg zusammentreten, und da beiden parlamentarischen Körperschaften auch eine Anzahl von Vertretern bayerischer und württembergischer Reichstags-Wahlkreise angehört, so wird hierdurch dem Reichstage ebenfalls eine Anzahl seiner Mitglieder entzogen. Die Beschlußfähigkeit des Reichstages wird demnach wohl öfters auf die Probe gestellt werden.
Nachdem nunmehr die Antwort der preußischen Regierung — allerdings nur in extenso — auf die Note des Kardinal - Staatssecretärs Jacobini, bekannt geworden ist, muß nun die nächste Note Jocobini's Klarheit darüber bringen, ob der Vatikan zu einem annehmbaren Ausgleich bereit ist. Voraussichtlich werden aber Wochen darüber vergehen, bis man sich in Rom über die verlangten bestimmten Vorschläge schlüssig gemacht hat und so lange wird wohl die kirchenpolitijche Situation unverändert bleiben.
Die Ersatzwahl zum Reichstag im Wahlkreise Rügen-Stralsund- Franzburg ist zu Gunsten der Fortschrittspartei ausgefallen. Der Candidat derselben, Kaufmann Samm aus Berlin, erhielt nach amtlicher Feststellung des Wahlresultates 8491 Stimmen, auf den conservativen Gegen-Candidaten, Grafen Behr-Negendank, Oberpräsident der Provinz Pommern, fielen 7947 St.
Das österreichische Abgeordnetenhaus tritt im Laufe dieser Woche wieder zusammen und sieht man namentlich der Debatte über die Novelle zum Volksschulgesetze mit großer Spannung entgegen. Die czechischen Abgeordneten befinden sich dieser Vorlage gegenüber in einer eigentümlichen Klemme. Sie sind, da die czechische Fraktion im Reichsrathe mit zur „Regierungs-Mehrheit" gehört, gewissermaßen verpflichtet, für die Schul-Novelle zu stimmen und müssen dies eigentlich schon mit Rücksicht auf die klerikal-feudale Partei thun, welche der Vater der Schul-Novelle ist. Die Mehrzahl der czechischen Wähler ist aber der Volksschul-Novelle wenig geneigt und diese Abneigung giebt sich in den sich mehrenden Aufforderungen an die czechischen Abgeordneten, gegen die erwähnte Vorlage Stellung zu nehmen, kund. „Soll nicht", heißt es in einer Zuschrift an den Abg. Adamek, „das gesummte ideale Streben unserer Nation nur ein leerer Traum bleiben, dann muß die czechische Delegation wie Ein Mann dafür einstehen, daß die anstößigen Bestimmungen der Schul-Novelle beseitigt werden." In Anbetracht solcher Kundgebungen bangt es natürlich dem Czechen-Club des Abgeordnetenhauses vor dieser Discussion und es heißt darum, daß er bemüht sein werde, die Verhandlungen mit Hülfe des Schlußantrages auf das genaueste Maß zu beschränken.
In Frankreich ist dem berühmten Manifeste des Prinzen Napoleon nunmehr eine ähnliche Kundgebung von orleanistischer Seite gefolgt. Das orleanistische Manifest führt den Titel: „Die Regentschaft des Herzogs von Aumale" und wird von sämmtlichen orleanistischen Blättern des Landes gebracht. Eigenthümlich ist nur, daß der Herzog von Aumale selbst die orleanistische Bewegung, die zu organistren versucht wird, als ein gegen ihn gerichtetes Manöver erklärt hat, und da der orleanistische Thronprätendent zugleich im Begriff steht, Frankreich zu verlassen und sich, wie es heißt, nach Sicilien zu begeben gedenkt, so scheint es allerdings nicht, als ob er zu dem orleanistischen Manifest in irgend einer Beziehung stünde. Am Dienstag sind die General- räthe in ganz Frankreich, mit Ausnahme des Seine-Departements, zur letzten Session in der gegenwärtigen Zusammensetzung dieser Institution zusammengetreten.
Der Haß der fenischen Verschwörer gegen die englische Regierung treibt gar sonderbare Blüthen. Wie die „St. James-Gazette"' meldet, haben kürzlich Fenier und andere irische Verschwörer Packete mit Wäsche, welche von Pocken- ober Fieberkranken herrührten und demnach von den betr. Krankheitsstoffen inficirt waren, an die Gemahlinnen verschiedener Minister gesandt. Eine derartige Handlungsweise läßt sich eigentlich gar nicht mehr qualificiren, sie grenzt schon an Wahnsinn und die Absender dieser inficirten Packete sollten daher, wenn sie je ermittelt würden, von Rechtswegen in das Irrenhaus kommen.
Zur Moskauer Krönungsfeier wird England, wie Unterstaats- secretär Fitzmaurice jüngst im Unterhause mittheilte, eine besondere Gesandtschaft unter Führung des Herzogs von Edinburgh entsenden. Der Papst wird, nach römischen Meldungen englischer Blätter, durch Msgre. Vanutelli, den neuernann
ten Jnternuntius für Brasilien, vertreten sein. Den Vertretern der russischen und ausländischen Preffe soll die möglichst beste Gelegenheit geboten werden, den Krönungsfeierlichkeiten an guter Beobachtungsstelle beizuwohnen. Die Berichterstatter sollen ein Abzeichen erhalten, durch welches sie kenntlich gemacht werden; alle Berichte müssen jedoch dem Minister des kaiserlichen Haushalts zur Durchsicht vorgelegt werden.
Die alte Feindschaft zwischen Albanesen und Montenegrinern macht sich gegenwärtig wieder in fortgesetzten blutigen Raufereien Luft. In vergangener Woche fand unweit der Insel Branjina ein heißer Kampf zwischen 25 Albanesen und 30 Montenegrinern statt, welcher dadurch nicht beeinträchtigt wurde, daß beide Parteien sich in Barken befanden. Der dreistündige Kampf endete damit, daß sämmtliche Albanesen erschossen ober niedergehauen wurden, auch die Montenegriner hatten 9 Todte und 11 Verwundete. Weiter fand bei Kamena ein Zusammenstoß zwischen Türken und Montenegrinern einerseits und einer Schaar Albanesen andererseits statt anläßlich der Ermordung eines reichen Türken durch einen Albanesen; die Montenegriner hatten sich deshalb den Türken angeschlossen, weil es ursprüglich hieß, der Ermordete sei ein Czernagorze gewesen. Der Kampf endete damit, daß die Albanesen in die Flucht geschlagen wurden. Die Pforte beabsichtigt, um diesen fortwährenden Conflicten ein Ende zu machen, einen Special-Commissar mit ausgedehnten Vollmachten nach Scutari zu entsenden.
Deutschland.
Darmstadt, 3. April Unterm 28. v. Mts. richteten die Abgeordneten Falk, Pennrich und Wolz in Betreff der m den Memoiren des Geheimen Regterungsralhs Dr. Stleber enthaltenen Verunglimpfung der Ehre der hessischen Dlvtsion an Großh. Staalsmintsterlum solgende Interpellation:
In den durch das „Berliner Tageblatt" veröffentlichten Memoiren des verstorbenen G Heimen R.gierungsrathS Dr. Streber ist die Behauptung ausgesprochen, die Hessen-Darmstädter hätten während des letzten Feldzugs in Frankreich geplündert, dieselben seien wahre Banditen rc.
Diese Beschuldigung eines deutschen Truppentheüs, zu deren Verbreitung sich ein in der Residenz des Kaisers erscheinendes Blatt hergegeben hat, hat nicht verfehlt, unter der Bevölkerung Hessens, welche in ihren Söhnen und Brüdern mitbeschtwpst ift, eine hochgradige Entrüstung wachzurufen, die auch bereits in zahlreichen Kundgebung n von Kriegervereinen, als den zunächst berührten Corporatlonen, Ausdruck gefunden hat. Auch das Commando de- Großh. Hessischen (25.) Division hat sich veranlaßt gesehen, eine die beregte Beschuldigung zurückwetsende und den Sachverhalt klarstellende Erklärung zu erlassen. , _ , r
In Anbetracht des berechtigten Aufsehens, welches die besagte Streber'sche Beschuldigung allerorts erregt, und tn Anbetracht, daß eine solche von dem Chef der Feldpolizei ausgegangene Kundgebung einen gewissen Schein von Glaubwürdigkeit hat und detzhalb einzig und allein von der höchsten Spitze der Armeelettung mit voller Wokung beseitigt werden kann, beehren sich die Unterzeichneten, an Großherzogl ches Staatsmin'.sterium die Anfrage zu richten: „Ob und welche Schritte dasselbe gethan hat oder zu thun gedenkt, um eine authentische Berichtigung jener die Ehre der hessischen Division verunglimpfenden Beschuldigung von berufener Seite zu erwirken."
m. Darmstadt, 4. April. Der von den Abgeordneten Schröder und Geter Namens des verpärklen Finanzausschusses der zweiten Kammer erstattete Bericht über das den Ständen von Großh. Finanzministerium mitgethetlte Gutachten der Commission zur Unteisuchung der hessischen Sttombquveihällmsse und der durch die hessischen Stiom- bauten hervorgerufenen Beschwerden hessischer Gemeinden und Gutsbesitzer ist erschienen. Wir beschränken uns für heute darauf, den Antrag des Ausschuss s mit- zutheilen. welcher dahin geht: Die Kammer wolle beschließen, nachfolgende Ersuchen an Großh. Regierung zu stellen: 1. Dieselbe wolle alle geeigneten Schr.tte thun ». für die rasche Entfernung des oberhalb Castel zum Schutze der Schiffe der rechtsrbeiv.schen Staatsbahn dort angelegten Hafendammes, soweit solcher über das Normalprosil des Rheines vorspringt, sowie b. für die baldige, vertragsmäßig längst festgestellte Abtreibung eines Theils der sich hier anschließenden Maaraue; 2. dieselbe wolle anordnen, daß die Weitererhöhung des am unteren Rhetnthore zu Mainz im f.üheren linksseitigen Rheinarm ausgeführten Querdammes vo'läusig eingestellt, dagegen der projecttrte Längsdamm an den neuen Hafenanlagen von dem Raimundithore bis zu der ^Znget- heimer Aue, ebenso die vertragsmäßig beschlossene Abtreibung eines Stücks der g-gen- überltegenden Petersaue ungesäumt ausgeführt werde behufs Herstellung der neuen Uferlimc und Ausbildung der Stromrinne innerhalb des auf eine lange Strecke verengten Hochfluthprofils. - Im Zusammenhang mit diesem Gegenstände steht der Antrag des Abg Metz, gerichtet auf schl unige Vorlage des Planes über die Regu- lirung des Rheinstromes von Worms bis Bingen, eventuell Wotms bis Mainz, unter Berücksichtigung der alsbald zu veröffentlichenden Denkschrift d^LandescomE sowie auf unverzügliche Einbringung der zur Ausführung dieses dl^nes erfor - ch Präpositionen. lieber diesen Antrag hat der Abg. Schroder Bericht erstattet und geht danach der Antrag des Ausschusses dahin : Die Kammer woüedenAntta^ M tz mit Rücksicht auf das bereits Geschehene und auf das von Großh. Regierung neuerdings Gesagte für erledigt erklären.
Berlin. 31. März Der wieder erwachte Unternehmungsgeist unserer vater- ländischen Industrie, im Bunde mit ihrer erstarkenden L^ungSfahigkest haben, wir an dieser Stelle schon mehrsach hing-wi-sen, den Spielraum der n i" currenz aus dem Weltmärkte in den letzten Jahren 8on3 haft bet bortlae
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hf"?^nVe ^Nm"die"sbancen"des australischen Marktes noch intensiver ausnutz.n zu k n™ nur wünsch-nsw-rth wenn s-t.-ns der deutschen Srpo.teure auf Aus
wahl^undVerpackung der Versandartikel größere Sorgfalt verwendet würde sowie, dast sie" gewissen Geschmacksrichtungen des australischen kaufenden Publikumsmehr Än mn hrinaen Hierin sind die Amerikaner den Deutschen einstweilen noch ent«= Nden überlegen,' obgleich letztere seit der austral'schen Ausstellung in Betreff dieses Punktes schon bedeutende Fortschritte gemacht haben — Fortschritte, bte unfere Industrie hoffentlich anspornen werden, nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben.


