Ausgabe 
4.2.1883 Erstes Blatt
 
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Die

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MM

zur Ansicht aufgestellt.

fehlen. In Gießen nur bei Herrn Kriedr. Seibel.

wie oben unehelich

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1

Ausländerinnen

Zusammen ehelich

13 5

(Spitzwegerich-BonbonsWer hat sich nicht schon bei rauher Witterung erkältet uno bet ansängl'cher U Achtsamkeit einen iüchttgen Luftröhren- oder Bronchial- Catarrh geholt und wer verbringt nicht manche schlaflose Nacht, g quält von Husten­reiz, der sich oft bitz zum Erbrechen steigert? So Mancher kämpft des Morgens rott' ber Entfernung des über Nacht angesammelten vettrockneten Schleimes der Luft­röhrengänge und der Bronchie und steht raihloS vor einem ganzen Heere nutzloser Heilmittel, deren Anwendung in den seltensten Fällen von Erfolg gekrönt ist. Wir machen daher auf die echten Spitzwegerich-Bonbons Der Firma Victor Schmidt u Söhne in Wien aufmerksam, von deren ausgezeichneter Wirkung sich Jedermann durch einen Versuch überzeugen kann- Die unschätzbare Spitzwegerich- Pflanze schließt das bis heute unaufgeklärte Geheimniß in sich, der entzündeten Schleim-

Dle unehelichen Kinder a. von d- v.

Todtgedoren wurden: a. Knaben b. Mädchen

Gubenerinnen geboren ortsfremden Inländerinnen

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im Ganzen 501 vertheilen sich:

188L82 282^d)üUo^nung in 7 Elasten: Sommer 1881 165 Schüler, Winter 1891 83?®orhÄ?e7ür die Realschule 1. und II Ordnung in 3 Elasten: Sommer 1881 160 Schül r, Winter 1881/82 lo5 Schüler.

4 höhere Mädchenschule in 10 Elasten: Sommer 1881 409 Schülerinnen, Winter 1881/82 404 Schülerinnen , n,

5. Erweiterte Volksschule für Mädchen in 5 Elasten: Sommer 1881 158 Schüler­innen Winter 1881/82 156 Schülerinnen 4nn4 /on

' ß Stadtknabenschule m 7 Elasten: Sommer 1881 523 Schüler, Winter 1881/82 □29 ^^^odtmädchenschule in 7 Elasten: Sommer 1881 674 Schülerinnen, Winter 1881/82 681 Schülerinn-n. . .

Außerdem erhielten 6 geistig zurückgebliebene Kinder (2 Knaben und 4 Mädchen) besonderen ^'^ortsche Fortbildungsschule für Knaben wurde im Winter 1881/82 von 217 Schülern besucht, welche in 7 Elasten unterrichtet wurden Davon entfallen:

1 auf den 1. Jahrgang (14 bis 15. Lebensjahr) 66 Schüler,

2. 2. (15. 16. ) 55 n

3 3 (16 17 ff ) 54 ff

Die besonders "gering befähigten Schüler der verschied.nen Altersklassen, 42, von welchen 6 dem 1., 20. dem 2. und 16 dem 3. Jahrgang angehörten, erhielten gemein­schaftlichen Unterricht in der letzten Elaste. ,

^breui B rufe nach waren die Foitbildungsschüler: 187 Handweiker, 14 Kauf­leute 7 Kellner, 7 Fabrikarbeiter, Ausläufer, Dienftknechte u. s. w. (Schluß folgt)

** Gießen, 3. Februar. (Theater.) Die fidele OperetteFledermaus' fand gestern cn so zahlreich S Auditorium, daß die Sitze verdoppelt werden mußten Ueber das Stück selbst sind die Akten seitens der Kritik längst geschlossen Em Werk, das auf den Operetten-Bühnen aller giößenn Städte viele hundert Male ei schienen, besitzt ein Anrecht auf die mod rne Bühne, auf der jedes Genre außer demlang­weiligen" zulässig ist Mögen die Situationen hin und wieder die Grenze des Er­laubten hart streifen, so ist doch die Fabel des Stücks welcher Vorzug dieser Operette, i daß man bei ihr überhaupt von einem Inhalt sprechen kann! so übe.auS lustig, daß. selbst wenn die reizende Musik deS Walzerkönigs Strauß fortfiele, immer noch ein amüsanter Schwank übrig bliebe. Nun ist aber der musikalische Theil der Aufgabe vom Eompomsten ebenso glückl'ch gelöst, wie der textliche den ßibretteften, der bekannten Doppelfirma Meilbac und Hal vy gelungen ist. Von der Uederfülle der Melodieen kennt jeder balbwegS musikalischer Regungen Fähige mindestens den entzückenden FledermauS-Walzer und Jeder, selbst der Musik-Unkundigste, nahm von dem embarras de richesse an Melodieen eine oder die andere der am meisten in's Ohr fallenden mit nach Hause. Die Aufführung des graziösen Werkes war diS auf einige kleine, nicht störende Mängel eine vorzügliche.

ßur guten Darstellung einer Operette gehört außer stimmbegabten Sängerinnen und Sängern, welche zugleich tüchtige Schauspieler sein und namentlich über eine ge­wisse Dosis vis comica verfügen müssen, noch ein Anderes. Es tst dies ein undefintr- bares Etwas, ein gewisser humoristischer Geist der Ausgelassenheit, welcher über dem Ganzen schweben und von den Darstellern auf das Publikum ausftrömen muß. Nur wenn die Darsteller nvt diesem Fluidum die von ihnen darzustellenden Figuren durch­tränken, bringen sie das Publikum in die Disposition, um all das lustige, mitunter ein wenig unsinnige Zeug richtig zu erfassen und ohne Kritik sich dem augenblicklichen Eindruck hinzugeben. Dieses nothwendige Requisit war angesichts des zahlreichen Auditoriums wohl selten sah eine Vorstellung ein so gefülltes Haus ebenso wie die andern Erfordernisse vorhanden.

ES ist schwer zu entscheiden, wem die Palme des Abends gebührte. Ein Jeder leistete an seinem Platze Vortreffliches. DaS Publikum nahm die Gaben des Abends ta bester St-mmung auf und spendete, namentl'ch zum Schluß, regen Applaus.

Nach diesem unbestrittenen und durchschlagenden Eifolge finden wir es ganz gerechtfertigt, daß Herr Schubert sich entschlossen hat, dieFledermaus" heute Abend noch einmal vorzuführen.

Zusammen 18 10

Unter den Geborenen befanden sich 9 Paar Zwillinge.

DieGrenzboten" dringen folgenden Nachruf, den mir bei der allgemeinen Achtung, in welcher der Verstorbene stand, und bet dem großen Interesse, waches die Beziehung auf die Gießener katholisch-theologische Fakultät hat, unfern Lefern mittheilen ju ^^^^^o.^Decnnber deS verflossenen Jahres ist in Gießen ein Mann aus dem Leben geschieden, dessen Name mit den Kämpfen über bte neuere Entwickeln->g der fntholHAen ftirebe Deutschlands wohl für immer verknüpft bleiben wirb. Anton Bernhard Lutterbeck, geboren zu Münster am 23. Avril 1812 in M ü n f ter und Berlin, wo er in besonders nahem Verhaltmß zu Bockh ftand, durch philologische, philo­sophische und theologische Studien gebildet, ist durch sein Wir ken als Docenk wie durch eine Schriften lange Jahre, von 1842 diS 1859 als Professor der katholifchen Theo­logie, dann, nach Auflösung der katholischen Fakultät durch ^n Bifchof Ketteler, von 1859 bis 1877 als Professor der klassischen Philologie, eine ßterbe bei Gießener Uni­versität gewesen, ausgezeichnet durch Begabung, Tiefe des Geistes und durch Tiefe und Umfang des Wissens, gleich daheim tn den W sfenschaften des klassischen Altcr- thums rote der Philosophie und der Theologie, dem Systeme Franz von Baaders, dessen Werke er mit Hofmann in Würzburg herausgab, zugewandt und darum dem mittelalterlichen Myst'cismus geneigt, aber auch geschätzt von astronomischen Autoritäten wegen seiner Kenntnisse des gestirnten Himmels, die er für die Gesch chte des Neuen Testament verroerthete, dabei ein kindlich reines Gemüth, das in arahrer christlicher Demutb sich stets bewußt blieb, daß die Furcht Gottes aller Weisheit Anfang ist.

Daß ein solcher Mann, trotz feiner glühenden Liebe zur katholischen Kirche, nicht mit den mannigfachen Aeußerlichkeiten und Absonderlichkeiten um keine härteren Ausdrücke zu gebrauchen in denen so viele Katholcken das Wesen des Katholicismus | Pben und noch weniger mit dem Hiera, chischen Streben, in Summa mit dem ganzen Ultramontanismus, wie er durch jesuitischen Einfluß seit einigen Jahrzehriten sich wieder in Deutschland geltend macht, einverstanden fern konnte, ist selbstverständlich, und so tat er denn tn Gemeinschaft mit den andern Mitgliedern der im Ganzen dieselbe Richtung verfolgenden Gießener katholischen Fakultät das Ideal eines Kathol'cismuS <rftrebt her ebenso der Wissenschaft und den Staatsgesetzen als der evangelischen Kirche gerecht werde. Daher sein Kampf für eine bessere wissenschaftliche B.lduiig deS katho- i-icken Elerus gegen die Bildung *n den bischöflichen Seminarien, welche nur als Er­satz zulässig fein sollten, wo keine Unioersitätsbildung möglich sei. Daher aber auch die Brachlegung oder Aufhebung der katholischen Fakultät in Gießen durch den ultra- montanen Bischof Ketteler tn Mainz, weil wahre Wissenschaft, bte ja keineswegs un- Ariftlii ist Friede mit dem Staate und der evangelischen Kirche vom Standpunkte des römischen Katholicismus unmöglich ist. Aeußerstch ist freM tiutterberf unterlegen, iber waS er in diesem Kampfe geleistet, das, uno vornehmlich seineGeschichte der katholffch-theologischen Fakultät zu Gießen", wird ein Pfahl tm Fleische des Ultras montaistsmus blttden. h^eiflich, daß Lutterbeck nicht ungewiß sein konnte, welche Stelluna er zum Schutze des wahren Katholicismus gegen die Ungeheuerlichkeit des ^nfallibilitätsdogmas als Fälschung des wahren Katholicismus cinzunehmen habe. Er gehörte zu den vortrefflichen Männern, welche ihr besseres Wissen und Gewissen hoder aestellt haben als die Unwahrheit, und so hat er als würdiger, ebenbürtiger ftampf;

efiST SratnflerT Friedrich, Huber, Reinkens w a. für die wirklich katbolische Wahrheit ein mannhaftes Z ugniß abgelegt - namentlich durch sein Sendschreiben an Pius IX. - dessen Eindruck bleiben wird. Freilich hat er, wie feine Freunde und Parteigenossen, erst allmählich erkannt, daß ihr Streben mit der Herrschaft Noms über ote Kirche bet dem Jndifferentismus ober ber Schwache der sogenannten Gebildeten und bei d.r Urtheilslosigkeit der Massen unvereinbar sei, aber er hat noch d^ Trennung ber Attkatholiken von Rom als die endliche sichere Bürgschaft für die Rettung deS mabrmmtae2tt^^ift^T@i^nUln Swürd.g-Estalt g-sch.ed», welche bte Er- | s-ut'besHhIkovsi- mibTe§ Mtröbr"en:S9fiem6 ebento schnell als w.rks-m L'nberung tnnerung verkörperte an die eine Zeit lang so blühende Gießener katholisch theologische m geben und dadurch die Heilung der erkrankten, Organe 5?^ Verner ^Vamat Fakultät, an ber so ausgezeichnet Männer wie Staudenmayer, Kuhn Lüft, Leopold sollten daher b ete in ausgez^ichnetcr WEkung . x stirendcn Bonbons in keiner Famil Schmidt, Scharpff vor und mit ihm gewirkt haben. fehlen. In Gießen nur bei Herrn Ariedr. Seibel.

II. Eheschließungen: m f

ES wurden im Ganzen 82 Ehen geschlossen und zwar: zwischen ledigen Personen 54, zwischen ledigen ManneSprrsonen und Wrttwen 4, zwischen Wittwern und ledtgen Frauenspersonen 12, zwischen Wittwer und W'ttwen 2. 19

Unter den Eheschließungen sind 65 Paare evangelischer, 2 katholischer, 12 ge­mischter und 3 israelitischer Confefsion.

ES kmnc^n 412 Sterbfälle vor. Unter den Verstorbenen befinden sich 244 ledige, 114 verdeirathete und 54 verwittw te Personen.

aksdemischen Hospital und in der Entbindungsanstalt, sowie sonst vo> über­gehend hier anwesend starben 106 ortsfremde Personen, welche in obiger Zahl der Verstorbenen enthalten sind. ,, , . ... m

Die Frequenz ber Realschule, ber höheren Mabchenschule, der erroeitertcn Volks­schule für Mädchen und der städtischen Dokks sch ulen im Schuljahr ^881/82 ro ar folgende:

1. Realschule I. Ordnung in 9 Classen: Sommer 1881 280 Schüler, Winter

Kunstfreunde, die es intevefivt, das Porträt des Hofcapellmeisters Levi in München, von Lenbach gemalt, zu sehen, sind freundlichst dazu eingeladen. Das Bild ist 8 Tage lang in ber Morgenstunbe von 1112 bei Herrn Rabbiner Dr. Leot

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Anmerkung. Die Concurrenzeröffnung für die Lehrerstelle an der Gemeinde« schule zu Ober-Schmitten wird zurückgezogen.

Gestoben''sind: Am 21. Decbr. 1882 oer penstonirte Forstwatt Hein« r: x. Forsistatts fBcttenfntttbot; tun 26. SDccbr. ber penstonirte Rendant ? ° z- - «*** »- rirksaettchtsrath Dr. Johann Kart Wllhelin Jung zu Mamz.

' 2 Fcbruar Seitens des Herrn Präsidenten des Reichstags ist

. 0®Ä6?'J u3nterfiüBun7 der Wasserbcschäbigten tm («rohherzogtbum aus

h^hran-n^sfertbetluna be^'ouä bcn Vereintsten Staaten von Norb-Amertka etn9e= 8mlg7nen 8i®\r6gabenn6bieb Summt non 42,350 Mark überwiesen worben.

Amerika.

n)zrm41orf 1 Februar. Wie jetzt festgestellt ist, war der größte Theil der ist ebenfalls beschädigt. ____________ .

Telegraphische Depeschen.

Wolff - lelcgr. Correspondenr-Bureau.

Berlin 2. Februar. Der Kaiser leidet in Folge einer leichten Erkäl­tung an Heiserkeit und empfing deshalb nicht die zur Vorstellung hierher beor­derten Kadetten, unterließ auch die Ausfahrt.

Mentone, 2. Februar. Der Großherzog und bte Erbgroßherzogm von Mcklenburg-Schwerin find gestern Abend zu längerem Aufenthalte hier "ng ^^anttnopel. 2. Februar. Der türkische Botschafter in Wien Edhem Pascha, ist hier angekommen und hat sich alsbald nach seiner Ankunft in das Palais begeben. Derselbe conferirte mit dem Minister des Aeußern, Aarifi Mascha bei welchem er zugleich den österreichischen Botschafter antraf.

Paris, 2 Februar? Der Senat genehmigte das von der Kammer ange: nommme Gesetz über bte gerichtliche Eidesformel nut wesentlichen Abänderungen. DaS Amendement üumbert's, wonach für jeben Geschworenen, der vor der S'tzung bezüg­lichen schriftlichen Antrag stellt, die Wortenor Gott und den Menschen Hinroegfallen, wNb rnü 151 geg.n 120 Sttmm-n angenomnun. Der Arttk- wonach bte rebglöfen Embleme auS Den Sitzungssälen entfernt werden sollen, wird abgdibnt. 6

Die Prinzenoorlage gebt dem Senat morgen zu. Duclerc ist letzt außer w* ÄSwXlfiSJlÄÄX- bet . ^emps", die Kammer habe

ganz ihre Kaltblüttgkett verloren; es sei zu hoffen, der Senat werde tndcm er bem Votum der Kammer volle Rechnung trage, doch nicht bietem Taumel sich bin geben, wovon Kamme? und Regierung ergriffen zu sein scheinen Viele andere Journale tadeln daS^g^ttige^Kamm av Königin beabsichtigt, d-e internationale Fifcherei-

Ä" Ä 112 «1. 22 e» « parlamentarische Eidesformel an, welche gestattet, dem Könige Treue zu oerfpr^en ObCT ^Reval,^' Februar. Die Rhede von Reval ist auf vier Werft vom Hafen eisfrei, Baltischport ganz etsfret. _______

Anion Lutterbeck

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toiefcen, 3- Februar. Der Verwaliungsrechenschaftsbericht des Henn Bürger­meister Bram m für das Etcitsjahr 1681/82 .st uns zugegangen. Wir entnehmen demselben nachstehende unsere Leser wohl intereffirenbe Notizen:

Die Stadtoerorbneten V if immlung eilebigle vom 1. Apr l 1881 bis zum 31 März 1882 tn 39 Sitzungen 1108 Gegenstände, welche zum Theil in 42Sitzungen der Bau-Deputation mit 430 Gegenständen, in 19 Sitzungen ber Finanz-Deputation mit 45 Gegenstänben. sowie durch die übrigen ständigen Deputat onen und für fpecielle Anaelegenheiten confiiiutrtcn besonderen Commissionen vorbereitet worden waren. Die ArmenOD.putat'on hielt 25 Sitzungen ab, in welchen 592 Gegenstände verhandelt würben. Das Geschäfts Journal weist vom 1. April 1881 bis bah in 1882 7414 Ein­läufe nach, tncl. berjen-gen für bte Armen-Drputat'on und für bas Stanbetzamt.

Einträge tn bte Stanbesamts-Reg'ster vom Jahre 1881 liefern folgenbe Nachweise.

I Geburten. ehelich unehelich zusammen

a. Knaben 248 84 332

b. Mädchen 253 73 0^"