Ausgabe 
4.2.1883 Erstes Blatt
 
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Nr. 2S. Erstes Blatt. Sonntag den 4. Februar 1883.

Gießener «Anzeiger

Amts- tmb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

, ,, , . . . a PreiK vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. httt Vrinaerlohn.

Bureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Amtlicher Hheil.

Gießen, den 3. Februar 1883.

Betreffend: Aufstellung eines Hauptverzeichnisses der der Aufsicht des Großh. Fabrikinspectors unterstellten gewerblichen Anlagen.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Grotzherzoglicherr Bürgermeistereien des Kreises.

Diejenigen von Ihnen, denen am 15. Januar l. I. ein Auszug in obigem Betreff zugestellt wurde und welche solchen noch nicht ausgefüllt zurück gesendet haben, erinnern wir an die unverzügliche Erledigung.

Dr. Boekmann.__

Gießen, am 1. Februar 1883.

Betreffend: Die dem Rechner der Schullehrer-Wittwenkasse bezüglich der Schullehrer-Wittwen und Waisen zu machenden Anzeigen.

Die Großyerzogliche Kreis-Schul-Commissiou Gießen

» an die Schulvorstände des Kreises.

Indem wir Ihnen nachstehend von der Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegmheiten, vom 23. Januar 1883 Kenntniß geben, empfehlen wir den betreffenden Schulvorständen den in unserem Alntsblatt Nr. 4 vom 20. Juli 1878 enthaltenen Bestimmungen in rubr. Betreff auf das pünktlichste nachzukommen. n .

Danach hat der Schulvorstand nicht nur uns, sondern auch dem Rechner alsbald Anzeige zu machen, wenn eine Schulleyrer-Wtttwe

a. stirbt oder

b. sich wieder verheirathet.

Dabei ist zugleich zu bemerken, ob aus der Ehe der Wittwe mit dem verstorbenen Lehrer herrührende Kinder unter- 20 Jahren vorhanden pud oder nicht, und sind im Bejahungsfälle deren Namen und Geburtsjahre und Tage anzugeben.

Dr. Boekmann.

Betreffend: Wie oben. Darmstadt, am 23. Januar 1883.

Das Großherzoglichc Ministerium des Innern und der Justiz

Äbtheilung für J5d)ulangdcgrnl)titrn

an die Großberzoglicbcn Kreis-Sckulcommifflonen.

Der Rechner der Schnllehrer-Wittwenkaffe hat angezeigt, daß bei dem Ableben von Schullehrer-Wittwen ihm in den meisten Fällen die vorgeschriebene Mittheilung seitens der Schulvorstände nicht zukoinmen und er häufig erst nach mehreren Monaten durch- die mit Auszahlung der Pension beanftragteu Rentämter hiervon Kenntniß erhalten, wodurch ihm nicht allein unnöthige Arbeit und Weiterungen, sondern auch der Kaffe selbst nicht unbeträchtliche Porto­kosten entständen. ,

Wir beauftragen Sie daher, den Schulvorständen die Bestimmungen unseres Ausschreibens vom 12. Juli 18 <8 Amtsblatt Ar. 11 in Erinnerung zu bringen und denselben die genaue Befolgung dieser Bestimmungen auflö Dringendste zu empfehlen.

Knorr. Achenbach.

Gefundene Gegenstände:

1 Armband, 1 Paar Handschuhe, 1 Trauerflor, 3 Portemonnaie's mit Inhalt, 1 Taschenmesser, 1 Griffelkästchen, mehrere Schlüssel.

Gießen, den 3. Januar 1883. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen.

^^^^encku s. ______

Darmstadt, 1. Februar. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Bei­lage Nr. 1) enthält:

1. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend.

2. Bekanntmachung Großh. General-Adjutantur, die Freiherrl. v. Weyhe- rische Eleonoren-Stiftung betreffend.

3. Uebersicht der für das Jahr 1883 von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Heppenheim.

4. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Bingen, den Ausschlag der Um­lagen der israelitischen Religions-Gemeinde Gau-ÄlgeSheim betreffend.

5. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern unb der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions- Gemeinden des Kreises Erbach pro 1883.

6. Uebersicht der für das Jahr 1883 genehmigten Umlagen zur Bestrei­tung der Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Alzey.

7. Ordensverleihung.

8. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen eines sremden Ordens.

Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 17. Januar dem Dr. med. Friedrich Maurer zu Darmstadt die nachgesuchte Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihni von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog von Baden verliehenen Ritterkreuzes 2. Klaffe des Ordens vom Zähringer Löwen, am 24. Januar dem Kaiserlichen Postdirector Richard Ame- lung in Offenbach die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem deutschen Kaiser, König von Preußen, verliehenen Rothen Adler­ordens 4. Klasse zu ertheilen.

9. Namensveränderungen.

10. Dienstnachrichten:

Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 20. Decbr. 1882 dem evang. Pfarrer Wilhelm Christian Schimpff zu Gettenau die evang. Psarrstelle zu Goddelau zu übertragen; am 23. Decbr. den in Ge­mäßheit der Art. 2, 3 und 4 der Declaration vom 31. Januar 1837 über die Rückgabe der Verwaltung des diesseitigen Kaufunger Stistssonds an die Alt- hessische Ritterschaft des Großherzogthums Hessen von den betheiligten adeligen

Familien, an Stelle des verstorbenen Obervorstehers Oberstkammerherrn Frhru. v. Nordeck zu Rabenau, zu einem der drei Obervorsteher gewühlten und präsen- tirten Kammerherrn Frhru. Karl Schenk zu Schweinsberg-Wäldershausen für die Dauer der gegenwärtigen, bis Ende 1884 laufenden Wahlperiode in der gedachten Eigenschaft Landesherrlich zu bestätigen; an dems. Tage der Ernennung des Bezirks-Ingenieurs Klöß zum Ober-Güter-Jnspector bei der Hessischen Lud­wigs - Eisenbahn - Gesellschaft die Landesherrliche Bestätigung zu ertheilen ; am 28. Decbr. dem Mitprediger Otto Offenbächer von Darmstadt die evang. Pfarr­stelle zu Kirtorf zu übertragen. .

Am 24. Novbr. 1882 wurde dem Schullehrer Heinrich Psaff zu Runz- hausen eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Gießen übertragen.

11. Charakterertheilungen.

12. Dienstentlassung. n ar

Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Ani 17. Decbr. 1882 den evang. Pfarrer Emil Knodt zu Rothenberg auf Nach,uchen aus dem Dienste der evang. Kirche des Großherzogthums mit Wirkung vom 31. Januar 1883 zu entlassen.

13. Ruhestandüversetzungen: , u ~ r e

Am 30. Decbr. 1882 wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Wie!eck Georg Hansnlt auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung ferner lang­jährigen, treu geleisteten Dienste, in den Ruhestand versetzt.

ErledjEsind "^Die"evang. Psarrstelle zu Spachbrücken; dotationüinäßiger Gehalt 2486 JL Die evang. Psarrstelle zu Schwanhemii;d°tatwnSinäbiger Gebalt 2854 «X Die evang. Psarrstelle zu Echzell, dotationSmaßiger Gehalt 4796 Äeüe zu Lauterbach; dotatEmäßiger Gehalt

3884 M.; das Präsentationsrecht steht sanuntliche» Rudesel Frecherrn zu Ersen­bach zu. Die evang. Psarrstelle zu Freien-Stelnau i datatronSinäßiger Oehalt 2170 Jl; das Präsentationsrecht steht sainmtlrchen Rredesel Frhrn. zu Erfenbach -u Die Stelle eines Kreisassistenzarztes des KrerS.GesundhertsanrteS Gießen nut den, Amtssitze zu Grünberg und Gehalt von 600 JL nebst eurem Jmpsbezrrk; Bewerbungen sind binnen 10 Tagen emrnrerchen. Dre nut erne», evang. Lehrer ,n besetzende Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Billertshausen mit einem Gehalt von 900 Jt; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden.