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202. Samstag den 1. September
1683
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Bttktaur S.chulstraße 7. Erscheint tnc’lift mit AuLnabme des Montags. PreiK vierteljährlich 2 Msrl 20 Pf. mit Bringerlohn.
a Durch bie Post bezogen vierteljährlich 2 Mari öo Pf.
Amtlicher I h e i l.
Betretend: Drainirungen in Flur II, III, V und VI der Gemarkung Obbornhofen.
Bekanntmachung.
Auf Antrag beseitigter Grundbesitzer und mit Zustimmung des Gemeinderaths von Obbornhofen werden auf Grund des Gesetzes vom 2. Januar 1858, die Entwässerung der Grundstücke betr. (siehe Regierungsblatt von 1858, S. 33), folgende Pläne über Drainirungen in der Gemarkung Obbornhofen sammt dazu gehörigen Anlagen (Verzeichniß der Betheiligten mit Kosten-Ueberschlag und näherer Darlegung des Unternehmens) vier Wochen lang, nämlich vom 15. September bis 13. Oktober l. I. auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Obbornhofen offen gelegt:
1) In Flur II,
2) In Flur III in der Gewann Gänsberg und Heiligenkreuzfeld, wobei zur Ableitung des Wassers aus letzterer Gewann die Drainage der anstoßenden Flur II der Gemarkung Bellersheim benutzt werden soll.
3) In Flur V, wobei die Befugniß in Anspruch genommen wird, das Wasser in den in Flur IX der Gemarkung Trais- Münzenberg befindlichen Fluthgraben zu leiten.
4) In Flur VI der Gemarkung Obbornhofen, wobei der genannte Trais-Münzenberger Fluthgraben ebenfalls zur Ableitung des Wassers dienen soll.
Die Abstimmung über diese fünf Pläne soll
Donnerstag den 18. Mobrr l. I., Vormittags von 10—1 Uhr, auf dem Gemeindehaufe zu Bbbornhofen
stattfinden.
Stimmberechtigt sind hierbei diejenigen, welche im Grundbuche und in den offen gelegten Namensverzeichnissen der Beteiligten als Eigenthümer der in Betracht kommenden Grundstücke eingetragen find, oder deren Erben. Etwaige Berichtigungen des Grundbuchs und der Stimmberechtigten-Liste müssen daher noch vor dem genannten Termine bewirkt werden.
Alle diejenigen, welche glauben, daß ihnen durch die Ausführung vorbemerkter Pläne ein Schaden entstehe, oder welche es vorzögen, daß ihre Grundstücke ganz, oder zu dem zur Ausführung der Entwässerungsanftalt erforderlichen Theile derselben, abgetreten werden, oder welche, ohne im Plane und in der Liste der Stimmberechtigten aufgeführt zu fein, sich dem Unternehmen noch anschließen möchten, kurz alle, welche zur Sache etwas vorzubringen haben, können che Erklärungen während der angegebenen vierwöchigen Frist durch schriftlichen Vortrag bei uns einreichen, müssen solche aber spätestens in dem festgesetzten Termine bei Meidung späterer Nichtberücksichtigung schriftlich oder mündlich abgeben.
Von allen denjenigen, welche spätestens in diesem Termine weder in Selbstperson, noch durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte abgestimmt haben, mrd angenommen, daß sie mit der Ausführung des Unternehmens einverstanden sind und keine Ansprüche zu bilden haben. ES muffen daher nur -diejenigen in dem Termine erscheinen, welche gegen einen der Pläne stimmen oder sonst etwas zur Sache Vorbringen wollen und ihr Anliegen nicht vorher schon schriftlich vorgebracht haben.
Zur Bestreitung der Kosten der auszuführenden Arbeiten soll ein Anlehen bei der Großherzoglichen Landescultur - Rentenkasse aufgenommen werden. Der Antheil der Einzelnen an der Schuld wird später nach Maßgabe ihres Nutzens von den Anlagen bestimmt, worüber noch Hebregister offen gelegt ®erben wird.
... Schließlich wird noch bemerkt, daß alle künftigen Bekanntmachungen in dieser Sache nur noch im Gießener Anzeiger und zu Obbornhofen auf orts- udliche Weise erfolgen werden.
Gießen, den 28. August 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
_________________________________Dr. Boek mann. _______________________________________
Betreffend: Die Aufstellung der Voranschläge für die evang. Kirchenfonds pro 1884/85. Lang-Göns, den 30. August 1883.
Das Großherzogliche evangelische Dekanat Gießen
an sammtiiche Kirchenvorstände des Kreises»
■. . . 3m Auftrag Großherzoglichen Oberconsistoriums. setze ich Sie in Kenntniß, daß die Voranschläge evangelischer Kirchenfonds pro 1884/85 noch in A ^uger Weise ohne Rücksicht auf die Pachtgelder von Pfarrbesoldungsgrundstücken rc. aufzustellen sind. Sie wollen nun alsbald die Aufstellung der Voranschläge besorgen.______________________ Strack.
Politische Neberstcht.
Gießen, 31. August.
Der Kaiser ist in den ersten Tagen dieser Woche aus seiner Sornrner- rmdenz Babelsberg bei Potsdam wieder nach dem Berliner Restdenzschlosse uvergesiedelt, wo er bis zum Beginn der großen Herbstmanöver in der Provinz ^achjen und bei Homburg v. d. H. verbleiben wird. Zu letzteren gevenkt sich oer Allerhöchste Kriegsherr in Begleitung eines außerordentlich glänzenden Ge- Ms zu begeben, in dem von Fürstlichkeiten außer dem deutschen Kronprinzen und den. Prinzen Friedrich Karl und Albrecht von Preußen auch unser Groß- ^rzog, )oroie der Großherzog von Weimar, die Herzöge von Coburg, von An- und von Altenburg, die Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt und ^?^^ourg-Sondershausen, sowie die beiden regierenden Fürsten von Reuß r7 ^finden werden; außerdem werden 31 fremdherrliche Offieiere in der kaiser- lHen Suite zugegen sein.
dem 2. September ist abermals jener Tag herangenaht, der in ^rischen Ruhmeskranze des deutschen Volkes für immer eine der leuch- kann - .^en bilden wird — der Tag von Sedan. Mit Genugthuung hur* ^^tirt werden, daß die Erinnerung an die Riesenschlacht von Sedan, erhin e eigentlich die junge deutsche Einheit ihre Blut- und Feuertaufe ^pim^s^och lebendig in unserem Volke wohnt und daß man sich allerorten in ui bk* ^schickt, die Wiederkehr dieses großen Tages in würdiger Weise getrübt roerben^0^ nationale Feier nirgends durch einen Mißton
orhpnff\m vergangenen Mittwoch ist der Reichstag zu seiner außer- di's hpjx Sommersession zusammengetreten, zu welcher er behufs Berathung Wont $ ni^en Handelsvertrages einberufen worden ist. Bereits am rae Jl.9 vorher hatte sich der Bundesrath versammelt, um über den genannten Schluß zu fassen; wie vorauszusehen war, ist der deutsch-spanische tmer t)ertra9 vom Bundesrath einstimmig genehmigt worden, auch hat letz- Wn stufigen Inkraftsetzung des Vertrages seine Zustimmung ertheilt. Ms läßt sich wohl auch vom Reichstag erwarten, nur werden hier die
Berathungen über den Handelsvertrag einen längeren Zeitraum beanspruchen, als im Bundesrathe und da es jetzt heißt, daß außer dem deutsch-spanischen Vertrag dem Reichstag auch noch andere Vorlagen zugehen sollen, so dürften sich die Debatten bis in nächste Woche hineinziehen. Erwähnt zu werden verdient, daß im Laufe der gegenwärtigen außerordentlichen Session auch die feierliche Grundsteinlegung für das neue Reichstagsgebäude stattfinden soll.
Die Mittheilung von der am Montag erfolgten Abreise des russischen Kaiserpaares von Peterhof nach Kopenhagen erregt auch in Deutschland Interesse, da sich hieran, dem Vernehmen nach, eine Zusammenkunft zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Alexander knüpfen foll. Als Ort der Entrevue wird Swinemünde bezeichnet; einstweilen wird dieses Gerücht wohl nur mit großer Reserve aufzunehmen sein.
Der Reichskanzler Fürst Bismarck empfing am Montag in Kissingen den Besuch der bayerischen Minister v. Lutz und v. Crailsheim und zog dieselben später zur Tafel. Ueber die Gründe dieses Besuches ist noch nichts Näheres bekannt, doch ist kaum zu bezweifeln, daß derselbe mit irgendwelchen politischen Fragen zusammenhängt, da sich beide Herren eigens von München nach Kissingen begaben. Ueber die angebliche Nachkur des Kanzlers in Gastein und seine Zusammenkunft mit dem österreichischen Minister des Auswärtigen. Grafen Kalnoky, courfiren bis jetzt nur unbestimmte Gerüchte; jedenfalls neigt sich aber der Aufenthalt des Fürsten Bismarck in Kissingen seinem Ende zu. (Siehe Depesche.)
In der östlichen Hälfte der österreichisch-ungarischen Monarchie haben die kroatische und die Judenfrage den Anlaß zu sich immer bedenklicher gestaltenden Unruhen gegeben. In Kroatien hat sich die nationale gegen das Magyarenthum gerichtete Bewegung aus den Städten auf das platte Land fortgepflanzt. Auf die anti-magyarischen Ausschreitungen der Bauern im Zagoriengebirge, einem Höhenzuge einige Stunden nördlich von Agram, sind neuerliche Unruhen in Oberstubieza gefolgt; hier wurden ebenfalls die ungarischen Wappenschilder von den Tabaks-Trafiken herabgerissen und der Gemeinde- Notar, der Geistliche und der Lehrer zu der Erklärung gezwungen, daß sie gute


