Karlsruhe, 27. December. Eine schauerliche Kunde wird durch Ausschrctben des Ersten Staatsanwalts beim Landgericht Offenburg bekannt. In der Nacht vom 22.-23. d. M- wurden zuTheunenbronn auf dem Schwarzwald nah- an her württem- bergischen Grenze fünf Personen im Gehöfte her Wittwe Storz schwer verwundet von denen eine ihren Wunden erlegen ist. Es scheint ein Raubmord vorzulieaen Ans hip Beibringung des Thaters ist cm Preis von 200 JL ausgesetzt. * '
— Ein allerliebstes Weihnachtsmärchen erzählt Iwan Turgeniew in der Revue plitique et literaire": „Zwei oder bret Tage vor Weihnachten gab der liebe Gott ein Fest m feinem Azurpalast Sämrntliche Tugenden waren dazu emgeladen aber nur die Tugenden. Kerne Herren, lauter Damen. Da sah man denn auch viele' Tugenden bei einanber, große und kleine. Die Kleinen waren gefälliger und hübscher als die Großen, aber alle schienen miteinander wohl bekannt und befreundet zu sein Plök- lich aber sah der liebe Gott zwei schöne Damen, die sich einander dem Anscheine nach gar nicht kannten Der pausherr nahm nun die eine derselben bei der Hand um sie der andern vorzustellen. Die „Wohlthättgkeit", sagte er mit einem Blicke' auf die erstere. Die „Dankbarkeit", fügte er hinzu, indem er auf die andere zeigte. Die beiden Tugenden waren höchst <r|taunt. Seit Erschaffung der Welt begegneten ste sich hier zum ersten Male." ' v
— Weinhandel und Weinproduction gehen augenscheinlich einer sehr ernsten Krisis entgegen. Das zu Bordeaux, also im Brennpunkte des französischen Wein- dandels, erscheinende republikanische Blatt „Lagironde" meldet in feiner Nummer vom 18. d. M, daß in der vorhergehenden Woche sich eine Bewegung vollzogen habe die nt bet G-schützle dies-s Artik-Is g-radezu ohne Beispiel fei. In den Jahren 1868, 1874 und 1878 hatten sich die Umsätze in Wem „mii Dampf" vollzogen- aber jene Erscheinungen biteben hinter den gegenwärtigen so weit zurück, daß man nur das Gleichniß brauchen könne, der Handel werde jetzt durch electrische Kraft regiert Die Käufer hätten, so bemerkt das Blatt mit bitterer Ironie, in dem Rebensaft von 1882 urplötzlich Eigenschaften entdeckt, welche sich der Aufmerksamkeit erfahrener Weinkäufebisher entzogen hätten. Die Wahrheit, welche dem grausamen Scherze zu Grunde liegt, ist die, daß bei der höchst zweifelhaften Qualität der 82er Weine die Nachfrage danach nur durch die Sorg- erklärt werden kann, in naher Zeit nicht mehr genügenden Wein im Handel zu besitzen. Schon drei Viertheile der Crescenz feien aus den Händen der Winzer in diejenigen des Handels und zwar zu stark anziehenden Preisen über- gegangen. Auch in Deutschland ist der Ertrag der letzten Lese ein sehr unerfreulicher In dem Circular einer Pfälzer Weinfirma, das vor uns liegt, finden wir' folgende Auslastung: ö
Die im Laufe des Herbstes den Producenten der Pfalz ertheilte Erlaubniß, ihren Weinen ohne Steuerentrichtung Zucker zuzufetzen, bildet eine eigenthümPch - Illustration Zu dem Lebensmittelgesetz, da damit das Bedürsn'ß der Zulassung dieser Form der Wembehandlung anerkannt wird, während jenes Gesetz dieselbe bekanntlich wenn auch nur tnbirect, verbietet. Der Producent aber, der von jener Erlaubniß Gebrauch gemacht hat - und es dürfte dies vielfach geschehen sein - kommt in eine etgentbüm- l che Lage: als Wein schlechthin darf er, als etwas anderes kann er das so behandelte Product nicht verkaufen. Verkauft muß dasselbe aber doch werden da der flanier und seine Familie von den Früchten ihrer Arbeit leben müssen. Wie unsere «Bros bucenten sich in diesem Dilemma Helsen werden, mag ihnen überlassen bleiben. Ob
äsSsjSSB“- nach Haus- ging, erblickt. Der Minister Hef nun schnell lUi mm “m s'S1«.' iftm mit, bafi ein >mhcilp-rkündend-r ©ö terbote am Aimmer erf^n n L6e tc Quanp-su liefe sogleich die Hos-Astrolpg-N -u sich Kaiser
ihrem Herrscher, das Erscheinen d-S Kometen bedeute dafe dk Köittr mit dem
r--ch^ nX"na^L.ei'Lii^^^othecker Mackus j^de Waare ^5- Dedangtentnfürm20 4 Ps.ffermünwlStzchem" «pothekn ^uchttte"1hnen'g?ändlich
Ä» «-ssps-tcht. V Ä« MSMMZMS ZMLSZKSM Batr’Ä'h^ ,ynb ble Kartoffeln der Mehrheit litten Schoden Aber die M-brbiA w IÄS Ä ,J*; To', JSf M...--ri .«!{ hüertntionakn («äst n"°in it b" diese gewandten Leute beobachte h^t?t»/mitV?m
M in Sprachen zu vervollkommnen Für den, der die Mittel
Keffeutl. Aufforderung.
Die hiesige Handlungsfirma I. A. Busch Söhne hat unterm 25. April 1881 zur Sicherung übernommener Lieferungen für das hiesige Garnison- Lazareth eine Obligation der Freimaurerloge Ludwig zur Treue de 1857 Lit. A Nr. 62 über 50 fl. — ^.85.72 bei der Kasse obenbezeichneten Lazareths hinterlegt. Der hierüber ausgestellte Schein ist jedoch angeblich in Verlust gerathen und ergeht nunmehr auf Antrag hiermit öffentliche Aufforderung zur Erhebung Einwands gegen Rückgabe fraglichen Werthpapiers in der Gerichtsschreiberei unterzeichneten Gerichts, mit dem Anfügen daß, falls solcher Einwand nicht binnen 6 Wochen erhoben und begründet sei, die Rück- gabe von hier aus beantragt werden würde.
Gießen, den 21. December 1882. Großherzogliches Amtsgericht.
8543 Stammler.
Bekanntmachung.
Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, find nachstehende Termine festgesetzt, und zwar:
Dienstag den 2. Januar 1883
Mittwoch ,, 3. »„
Donnerstag „ 4. ”, ,,
Samstag „ 6.
Dienstag „ 9.
Mittwoch „ 10.
Donnerstag „ 11. „ „
Samstag „ 13. „ „
Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren.
Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Sadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt fiiw.
Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 24. November 1882.
Der Rechner der Spar- und Leihkasse.
Kehr.
200 Fstrntr. Fichten und Tanne-r- Starnrnholz, zum Bauen sehr geeignet, sind billig abzugeben bei
RaHpnr Jung IV., 8380 Kleinlinden.
Allgemeiner Anzeiger.
In Gieren lassen
Mittwoch den 31. Januar 1883, Nachmittags 2 Uhr
die Erben des Rentamtmanns Bott theilnngshalber ihre an einer der fre- qu ntejten Straßen Gießens (Seltersweg Nr. 81) gelegene
grosse StesilÄUity«
gur I Nr. 466 und 467 auf dem Bureau des Ortsgerichts (früheres Real- schulgebaude) öffentlich meistbietend unter den int Versteigerungstermin bekannt zu gebenden Bedingungen versteigern.
, /Besitzung besteht aus großem solid gebauten E8ohnhauA mit ewohnbarem Nebenhaus, einem seither zu Lagerzwecken benutzten Hofraum mit doppelter Einfahrt und einem 3^911 O tötetet haltenden Garten, welcher ein den Seltersweg mit der Sudanlage verbindendes werthvolleS Bauterraiu bildet.
Durch ihre Lage und Ausdehnung eignet sich die Besitzung vorzüglich sm* insbesondere auch zum Betriebe einer großen
^5trthschaft; auch kann sie zum Gegenstand einer gewinnbringenden Bauunternebmung gemacht werden. 8443
Nähere Auskunft ertheilt Rechtsanivalt Dr. Dittmar in Gießen.
Ausverkauf.
Wegen Verlegung meines Geschäfts nach Zeltersweg IS verkaufe, um rasch zu räumen, meine sämmtlichen Waaren zu Fabrikpreisen.
, besonders billig, empfehle außer meinen Seinen, Bettwaaren und Wascheartrkeln,
Tascbentücher, Tischzeuge, Handtücher, Tischdecken, Bettdecken, Unterzeuge Flanelle, Filzröcke, weiße farbige und schwarze Schürzen, Zwirn und engl. Tüll, Gardinen, schwarze und farbige Cachemirs, und Plaidstoffe re.
Mit Hochachtung
SSerm>. Ama. Mittler«
8.21?________________________Schulstraße.
l'laiiino's lTsä’ '
mehrere gut erhaltene a Mk. 250, einige feine, fast neue ä Mk. 480.
Taunusstr. 11,
nächst den Bahnhöfen.
Leid«n<dL“»1l^hut',"!.Erfolse Segen alle eatarrhallschen e den des Kehlkopfes, Kochens, Magens u. s. w. ist die
Emser Victoriaquelle, au*zeSieVn»^-,,ihenf-d"JrCh Jhron Mehrsehalt an Kohlrngfiure *s ist * a so fur deri haushvhen Gebrauch empfehlenswerther
Emser Quellsalz
König Wilhelm’s Felsenquellen, Bad Ems.
Gesangbücher.
Großes Lager hochfeiner Einbände.
tfar gut erhaltene Gesangbücher alter Ausgaben vergüte.
In guterh. Decken werden neue Texte ae- bunden bei Brust Bnlser, ^120_______Mäusburg.________
Die
Univerfitöls -Apotheke
Zum goldnm Engel
empfiehlt:
M e d i c i n i s c h e Seifen bester Qualität
ä Stück 20 Pfg,: Theerschwefelseife / Gegen Theerseife j Hautausschläge, Carboljeife / Salicylsäureseise i *uv Desinfection, Tanninseife / gegen Sommersprossen, Boraxseife \ Leberflecken rc., Gallseife (für feine Wäsche).
Emser Pastillen ber König Wilhelm's Felsenquelle in plomb. Schachteln » Schachtel 70 Pfg.
I Ntalaga, Medicinische Weine !> Tocayer, I Griech. Weine rc.
in bekannter Güte. 7377
Ball
neu eingetroffen in großer Auswahl bei 8521 2k. Fangmann»
In Marburg
lst em besonders für Metzger, Bäcker oder Kaufmann geeignetes Wohnhaus mit Garten und Hofraum preiswürdig bei geringer Anzahlung alsbald zu verkaufen.
Außerdem können Herrschafts- wie Geschäftshäuser von mir stets nachgewiesen werden und geschieht dasselbe kostenfrei. 8474
I. Hühner, Commissionär, Marburg.
Sämmtliche Neu-
in 50-, 30- und 10-Pfg.- 11611611 Artikeln wieder frisch ein- getroffen bei
E. Timm,
8545 Bahnhofstraße 12.
Ia neue holl. Dollhäringe
offerire zu ü per Stück.
5248 S. Elsoffer.


