Anträge erst dann einzutreten, wenn das dieselben begiündende Referat gedruckt vor- licge. Zugleich ei klärte man sich mit der Fortführung der entsprechenden Untersuchungen, vorerst jedoch unter Beschränkung auf die größeren Städte des Landes, einverstanden.
In der am 20- November 1880 abgehaltenen Sitzung des Central-Ausschusses, in welcher gegenwärtig waren die Herren: Mlnistertalrath Weber, Vorsitzender der Abtheilung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz für öffentliche Gesundheitspflege, als Vorsitzender, die Grotzherzogl. Ober-Medictnalräthe Dr. Pfeiffer und Dr. Reißner, der Grotzherzogl. Ober-Medtcinalassessor Dr. Uloth, Mitglieder der Mintsterialabtheilung für öffentl. Gesundheitspflege, ordentl. Professor Dr. v. Hippel von Gießen als Abgeordneter der medicinischen Fakultät der LandeS-Universität, Geh. Medicinalrath Dr. Adolf Weber von Darmstadt, Medictnalrath Dr. W. Heß von Mainz, die Großh. Kreisärzte Geh. Medicinalrath Dr. Helwig von Mainz, Medt- cinalräthe Dr. Glasor von Gießen und Dr. Neid hart von Darmstadt, ferner die pruft Aerzte Medicinalrath Hospitaldirector Dr. Jäger von Darmstadt, Dr. Kritzler von Schaafheim, Dr. Dorn seif von Gießen, Dr. Wecker! in g von Friedberg, Dr. Salzer von Worms und Dr. Weber von Alzey, Delegirte der ärztlichen Kreisvereine*), lag nunmehr das gedruckte Referat des Herrn Dr. Weber, sowie eine Zusammenstellung der in dem Gymnasium zu Gießen von Herrn Professor Dr. v. Hippel und der in dem Gymnasium und der Realschule zu Mainz von Herrn Medicinalrath Dr. Heß gemachten Untersuchungen vor. Es ergibt sich aus allen diesen Zusammenstellungen, datz in den höheren Schulen des Landes, soweit sie in dieser Beziehung untersucht worden sind, die Zahl der nicht normalsichtigen Schüler, insbesondere die kurzsichtigen, eine sehr beträchtliche ist und die anderwärts für gleichartige Schulen gefundenen Zahlen erheblich übersteigt- Mehr als die Hälfte der untersuchten Schüler sind nicht normalsichtig, der bet Weitem größte Theil dieser letzteren ist kurzsichtig, theils in Folge erblicher Anlage, theils und hauptsächlich erst während der Schulzeit kurzsichtig geworden und in den oberen Klassen häufen sich die Kurzsichtigen in geradezu erschreckenden Verhältnissen. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß die untersuchten Schulen sich sämmtltch in Gebäuden befinden, welche theils vor längeren Jahren, theils wenigstens zu einer Zeit aufgeführt worden sind, in der es nicht üblich war, bet solchen Einrichtungen auf die Forderungen der Augenhygteine Rücksicht zu nehmen.
Der Centralausschuß hielt es für seine Pflicht, Angesichts des bestehenden Noth- standes diese Forderungen an der Hand des Weber'schen Referats zu formuliren. Er war selbstverständlich nicht der Ansicht, weder daß damit die sämmtltchen Forderungen, welche die öffentliche Gesundheitspflege an die Dchule zu stellen hat, erschöpft seien, noch daß durch die Einführung der von ihm angerathenen Maßregeln sofort eine gründliche Beseitigung der vorhandenen Gefahren bewirkt werden könne. Er hielt es aber für unerläßlich, daß die Bekämpfung der vorhandenen Uebelstände schleunigst und systematisch in die Hand genommen werde, da mit halben und zögernden Maßregeln nichts zu erreichen ist und unter dem wachsenden Einfluß der Erblichkeit die Verhältnisse sich alljährlich verschlimmern müssen.
„ Der Ausschuß einigte sich über folgende Thesen, welche sich in erster Linie auf die höheren Schulen beziehen, zum großen Thetle aber auch auf die Elementarschulen Anwendung finden können:
1. In jedem Schulzimmer muß zu allen Schulzeiten auch an der dunkelsten Stelle dasjenige Minimum von Helligkeit bestehen, welches noch das Arbeiten unter normaler Sehweite gestattet. Alles excentrische, blendende Licht muß ausgeschlossen fein.
So selbstverständlich diese Sätze erscheinen, so viel wird erfahrungsgemäß dagegen gesündigt, trotzdem Jedermann weiß, daß bel dunkler Beleuchtung die Arbeit naher an das Auge gebracht, letzteres also zu schädlicher Accomodation tn die Nähe gezwungen werden muß, und trotzdem die Feststellung der erforderlichen Helligkeitsmenge selbst in der Hand des Laien eine leichte Arbeit ist. Die meisten vorhandenen Schulzimmer entsprechen der gestellten ersten Forderung entweder überhaupt nicht oder wenigstens nicht an trüben Wintertagen, und die künstliche Beleuchtung fehlt entweder ganz oder ist ungenügend oder unpassend conftrutrt; ebenso ist die zweite Forderung in den weitaus meisten Fällen nicht erfüllt.
Der Ausschuß war der Ansicht, daß, wo es sich um seitliche Beleuchtung handle, diese ausschließlich von der linken Seite kommen dürfe und durch genügend große, oben möglichst bis zur Decke, nach unten nur bis zur Höhe des sitzenden Schülers, reichende Fenster gegeben werden müsse, daß aber jede andere aushülfsweise Vermehrung der Lichtmenge, fei es durch Fenster m der Front oder im Rücken des Schülers oder auf seiner rechten Seite, zu verwerfen sei. (Schluß folgt)
* ) Als Gäste wohnten den Verhandlungen bet und nahmen an der Berathung, nicht aber an den Abstimmungen Theil: Der Vorsitzende der Großh. Ministertal- Abthellung für Schulangelegenheiten Herr Geh. Staatsrath Dr. Knorr und die Mitglieder dieser Abtheilung, die Herren Öberschulräthe Gretm und Becker.
Lokales.
. Gietzen, 29. November. (Sterblichkeit in Gießen.) In unserer Stadt ereigneten sich im Laufe der Woche vom 19. bis 25. November im Ganzen 9 Todesfälle, davon o bet Kindern, 6 bei Erwachsenen. Die Kinder hatten ein Alter zwischen zwei und vier Jahren und starb das eine derselben an Gehirnentzündung, das zweite an Tuber- » t n Hunhaute, das dritte an Diphtherie. Bei den 6 erwachsenen Personen war Krebs 2mal, Lungenschwindsucht, Lungenödem, Brustfellentzündung, Altersschwäche je einmal Todesursache. G.
* * Gietzen, 29. November. [Watet.] Die Rücksicht auf die das Theater besuchenden Kreise drängt die Directoren dahin, von der Reprise alter und bewährter Stücke abzusehen und nach Novitäten auszuspähen und diese vorzuführen, trotzdem denselben oft schon von anderen Bühnen her der bedenklichste Ruf voranging. Wie mit Dampf werden Stücke herausgebracht, die den auf das Nollenstudium seitens der Schauspieler verwandten Fleiß in den meiste» Fällen gar nicht lohnen. So ist's auch mit „Reif-Reiflingen". Auch hier ist das Sujet Nebensache. Reif-Reiflingen läßt sich einen Jagdurlaub geben, besucht seinen ehemaligen Kameraden Kurt v. Folgen und das Ganze löst sich durch zwei Verlobungen in Wohlgefallen auf. Wer indeß die lustige Compagnie-Arbeit von Moser und Schönthan „Krieg im Frieden" gesehen hat, wird sich auch die Forschung nicht entgehen lassen wollen.
Was man von Moser zu erwarten hat, weiß jeder Theaterfreund im Voraus, und so bleiben denn alle literarischen Ansprüche zu Hause, um dem leichteren Unter: haltungsbedürfniß Platz zu machen. Thatsache ist, daß „Reif-Reiflingen" gerade so belustigend im Ganzen und so unwahrscheinlich im Einzelnen, wie die übrigen Stücke dieses Autors sind. Die Figuren sind marionettenhaft und man muß viel Fadheit mit in Kauf nehmen. In der dankbaren Titelrolle, die das ganze Stück belebt und trägt, roar Herr E. Schubert wieder ausgezeichnet. Von den übrigen mitwirkenden Damen und Herren spielten einige recht gut. Wir heben namentlich hervor den für chargirte Jtollen wohlgeeigneten Herrn Ernst (Onkel des Herrn v. Folgen), Frau Schubert (Forsters Tochter), Frl. Hauptmann I., die die Schwester Prisca mehr tempera- mentooll als naiv, aber immerhin recht sympathisch darstellte, die Herren Kraatz (Provisor) und Frantz (Förster), die ihren Rollen ein scharfes Colorit zu geben wußten. Der Apotheker fand in Herrn Kubale eine gute Vertretung, nur stört uns an Ipm die pronondrte Mundart. Die kleineren Partien kamen tn ausreichender Besetzung zur Geltung.
aufgespeichert waren, zu Grunde gege
Rudervereins sind beschädigt, zum 21
o. ec Vermischtes.
c "f^rt a# M., 27. November. Einem Material- und Farbwaarenhändler sind durch das Hochwasser für einige Tausend Mark Maaren, welche in seinem Keller waren ju ©runbe gegangen. - Sämmtliche Boote des Frankfurter mpUrf£are n§ beschädigt, zum Theil sogar sehr stark, daß einige vollständig Äip* sind. Der Schaden ist ein beträchtlicher. — Ein junger Mann stMorgen von der Obermainbrücke aus in den Main, um den Tod zu Vp, A« l ,cr st^ Wasser befand, schrie er um Hilfe, jedoch zu spät. — Der Damm JV Offenbacher Localbahn ist derart beschädigt, daß viele Arbeiter fortwährend thätig sein müssen, um den Schaden einigermaßen auszubessern.
(SM«Jr r? k ??' November. Bis gestern Abend 8 Uhr blieb der Main im ? btc Hohe von 6,28 Meter erreichte. Der Strom überflutete den Heaenh? ffiÄ, fr™uSb Arhalb der Untermainbrücke und füllte das dahinter liegende Gelände mit Wasser bis zum Flußniveau. An der alten Brücke, welche gesperrt
blieb und vor der sich ein Berg von Flößen angeftaut hat, trat das Wasser, von der Schmidtstube kommend, bis in die Fahrgasse hinein. Die Predigergasse, die Dominikanergasse wurden unter Wasser gesetzt. Bis Nachts 11 Uhr war endlich ein Rückgang eingetreten, der etwa 2 Zentimeter betrug. 1 Uhr Nachts war der Wasserstand unverändert, so daß demnach der Main seinen jetzigen Wafferstand nicht mehr überschreiten dürfte. An allen bedrohten Punkten der übersch Hemmten Stadtthetle waren Pechpfannen in Brand gesetzt und Mannschaften der Berufsfeuerwehr postirt.
Frankfurt, 28. November. Der Main hatte, wie schon kurz mitgetheilt, gestern spät Abends seinen Höhepunkt erreicht, der immer noch um einige Zoll gegen den höchsten Wasserstand von 1845 zurückblieb. Nichtsdestoweniger ist auf dem linken Ufer der neue Hochquai oberhalb und unterhalb der Schwcizerstraße Überfluthet worden, sogar bis an das Städel'sche Institut drangen die Fluthen heran. Cataractartig stürzt- das Wasser in die hinter dem Hochquai liegende alte Straße hinab, die an derselben liegenden Häuser sämmtlich überschwemmend. Heute Morgen bis 9 Uhr war das Wasser von seinem höchsten Punkte etwa 1 Fuß gefallen. Gegen Mittag wurde jedoch durch Anschlag des Polizeipräsidiums die Wahrscheinlichkeit eines neuen Steigens angezeigt.
— Die Viaducie der Bebraer Bahn in der Schweizer- und Bruchstraße sind seit gestern Mittag gleichfalls überschwemmt. Es ist jetzt nur noch der Viaduct der Darmstädter Landstraße vom Wasser verschont.
— Der hiesigen Feuerwehr ist es geglückt, auf den Röderhöfen die in Gefahr befindlichen 60 L-tück Rindvieh zu retten.
— Vergangene Nacht um 2 Uhr wurden die Bewohner der Obermainstadttheile durch Böllerschüsse, welche aus weiter Ferne sehr deutlich herübertönten, erschreckt. Es stellt sich heraus, daß ein Dorf bei Hanau, welches durch die Wasser vollständig überfluthet wurde, diese Nothsignale gegeben hatte.
— Der Schaden, welchen die Fluthen durch Zertrümmerung der Boote, des Bootshauses, Musiktempels und der Treppe dem Ruderverein verursacht haben, beläuft sich auf circa 22,000 «X '
Mainz, 28. November. Das Wasser hat den höchsten Stand des Jahrhunderts erreicht. Der gesammte Bahnverkehr ist eingestellt, die Packete, Geldsendungen und Nachnahmesendungen geschlossen. Das Wasser überschritt den Bahndamm. Der Telegraphenverkehr ist sehr bedeutend. Nachts wurde im Gartenfeld Sturm geläutet.
Rüdesheim, 26. November. Die Nahe bei Bingen führt dem Rhein noch eine kolossale Wassermasse zu. In der Stadt breitet sich die Fluth immer weiter aus. Man fährt heute bequem im Nachen vom „Adlerthurm" bis in die Nähe des Bahnhofs. Am „Darmstädter Hof" steht das Wasser im Gastzimmer. An einem Hanse in der Rheinftraße gelangt man auf einer Leiter in den 2. Stock. Das Dampfboot der Eisenbahn hat die Fahrt nach Bingen eingestellt und unterhalt blos noch die Verbindung der Bahn mit Bingerbrück bis Abends nach 6 Uhr. Die Uferbauten unterhalb der Rheinhalle mußten in Folge des Hochwassers eingestellt werden.
Offenbach, 27. November, 5 Uhr 10 Min. Abends. Ich komme soeben aus dem benachbarten Bürgel, das ich mittels Kahn erreichte. Das etwa 500 Einwohner zahlende Dorf ist bis auf einen kleinen erhöhten Theil vom Wasser überfluthet. Dorthin haben sich die meisten Einwohner mit Vieh und Habe vor dem Wasser geflüchtet, das während der Nacht in ihre Häuser drang. Gegen 5 Uhr Morgens stürzten drei Häuser ein. Zwei Kinder des Metzgers Sigmund Grünbaum im Alter von 4 und 12 Jahren nebst dem Dienstmädchen desselben wurden unter den Trümmern begraben und ertranken. Ein drittes Kind wurde wieder herausgearbeitet. Die Lage der Bewohner ist bedauernswerth, sie sehen mit Bangen der kommenden Nacht entgegen. Sie wollen während derselben zum großen Theil in der Kirche und in den wenigen höher gelegenen Gebäuden campiren, weil sie fürchten, daß ihre Häuser, welche dem Einstürze nahe sind, dem gewaltigen Wogenprall nicht Stand halten werden. Das Wasser steigt noch immer langsam. Hier tn Offenbach sind die Domstraße, Stiftstraße, Herrenstraße, Schloßftraße u. a. völlig überschwemmt. Das Wasser steht bis zum Marktplatz. So weit das Auge reicht, ist das ganze Mainthal ein großer See. Die Bebraer Bahn ist noch befahrbar, doch werden die Abendzüge, wenigstens auf der Localbahn eingestellt werden müssen, da das Wasser die Höhe des Bahndammes saft erreicht hat und derselbe bereits heute früh an mehreren Stellen zu Besorgniß Anlaß gab, weshalb an diesen langsam gefahren wird.
Haag, 28. November. Aus Limburg, Brabant, Geldern und dem nördlichen Holland werden große Ueberschwemmungen gemeldet. Die Situation ist gefährlich, obgleich die Maas fallt. Der Eisenbahnverkehr auf der Strecke Venlo-Kempen-Zevenaar ist unterbrochen. Die Waal ist 2 Decimeter gestiegen. Die zweite Kammer dtskuttrt ein Gesetz betreffs Maßregeln, die Ueberschwemmungen in Brabant zu verhüten.
Darmstadt, 27. November. Der wegen des Weiterstädter Eisenbahnunfalls unlängst zu zehn Monaten Gefängniß verurtheilte Bahnwärter H. Spalt hat sich erhängt.
Frankfurt, 28. November. Nach einer hier eingetroffenen M'ttheilung soll Albert Sachs aus dem Zuchthause zu Cöln durchgegangcn fein. (Bestätigung bleibt abzuwarten.)
— (Ein probates Mittel.) In H. hatte ein Bauer die üble Angewohnheit, sich sonntäglich tn der Kirche mit feinem Nachbar fast überlaut zu unterhalten. Da hatte der dortige Lehrer den Einfall, ein Radikalmittel anzuwenden. Als der Bauer beim Eintritt in die Kirche das gewohnte Gespräch mit seinem etwas schwerhörigen Nachbar aufnahm, begann der Lehrer fein Orgelpräludium mit den zartesten Stimmen und verstärkte nach und nach die Register, so daß der Bauer zu immer lauterem Sprechen genöthigt wurde. Als letzterer auf einmal sich seinem Nachbar mit weit geöffnetem Munde zuwendete, da macht der Lehrer, der den richtigen Zeitpunkt beobachtet, eine Kunstpause, die der geschwätzige Bauer im Eifer seines Gespräches mit den im höchsten Forte geschrieenen, weithin vernehmbaren Worten ausfüllt: „Der eine hat aber a krumm's Horn." Die beiden hatten vom Ochsenhandel gesprochen. Der Bauer war furirt. Er begab sich, wie die Dorfzeitung erzählt, nach der Kirche zum Lehrer und sagte zu ihm: „Herr Lehrer, wenn Sie mir die Schande nicht angethan hätten, cs wäre mir auf drei Simmern Korn nicht angenommen."
Literarisches.
Es dürfte für die Leser dieses Blattes von hohem Interesse sein, schon jetzt zu erfahren, daß von dem berühmten Physiologen Jac. Moleschott tn Rom ein kleines Werk schönwissenschaftlichen Inhalts sich unter der Presse befindet und noch rechtzeitig zum Weihnachtstische in vorzüglicher Ausstattung zur Ausgabe gelangen wird.
Der Titel desselben ist:
Hermann Hettner's Morgenroth von Jac. Moleschott.
Der Anfasser sagt darüber in einem Briefe:
„Unter dem Titel „Hermann Hettner's Morgenroth" ist mir „ein Buch aus dem Herzen gequollen, tn dem idj mit inniger Liebe die vier „Jahre (1847—50), in denen ich mit meinem brüderlichen Freunde, dem „berühmten Literarhistoriker in engster Verbindung lebte, geschildert habe, die „Schrift ist von allgemeinem Interesse, welche auf die Universitätszustände, „das politische Leben und mancherlei andere Dinge Streiflichter wirst, im „Wesentlichen aber kunftgeschichtltchen Inhalts ist. Unwillkürlich und noth- „wendigerweise liefert das Buch auch ein Stück meiner eigenen Lebens- Geschichte rc. rc."
Frankfurt a.M.. 29. November, Nachmittags 2 Uhr - Min. (Telegraphischer Coursbencht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Credttactien,251V«, Staatsbahnactien 295»/«, Galizier 262% Lombarden 117% Nord- weftbahnactien 170, Darmstädter-Bankactten 154% Oberschlesische E.-B.-Act. 259, Oesterr. Silberrente 653/g, 4<70 Ungar. Goldrente 723/4, 4«/o 1880er Russen 68% 50/0 1877r Russen 86% 2. Orient-Anleihe 54% Spanier 61% 5<V0 Rumänische Rente 92% 4°/o Unific. Egypter 68%, Disconto Comm. 199% Gotthardbahnactien 119. Tendenz: fest.
Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde Gießen.
Donnerstag den 30. November, Abends 8 Uhr, im Gymnasium: Bibelstunde, Bries Pauli an die Galater, Kapitel 4,12—31. Pfarrer Dr. Naumann.


