Zweckmäßiger, wie man nachher einsah. wäre es gewesen, wenn man die ersten im Mm und ^unt etiuln fliegenden Schmettert nge hätte fangen lassen und etwa für 90 Ktück 10 Pfg. bezahlt hätte. Denn diese zuerst erscheinenden Schmetterlinge legen den Grund zu den zahlreich fliegenden Nachkommen - der Nachsommer- oder Herdst- Generation - und verursacht den Hauptschaden an den nun großer gewordenen Kohl- rt/mfiAfen ^ür die noch 'M August und September fliegenden Schmetterlinge würde mTn^nabcifK gern noch für 50 getödtete Sch-netterlmge 10 Psg. zahlen können. Tausende ^von Thalern werden oft genug durch menschlichen Hochmuth und Eitelkeit nicktsnuNend weggeworfen; man kann doch auch wohl arme Kinder für ihre nutzen- schaffende Müde ein Paar Groschen verdienen lassen. .
lajanciivt hat die Königl. Polizei-Direction die L>ache m die Hand genommen.
mnfh hmn Bekanntmachung sind für das Abliefern von Kohlweißling-Puppen und S»m.mMng,n G-"p°Smi-n und zwar für 10 Puppm (di° aber „tot Mch, ,u finden
«BfA für je 10 weibliche Weißlinge 8 Pfg. und je 10 männliche 4 Psg. gezahlt. Die lrmvsan'anahme der Puppen und Schmetterlinge und die Auszahlung der Prämien batten ^inchrer^e der dortigen Herren, bei denen das Abliefern täglich mit Ausnahme d?r Sonn und Festtage geschehen konnte, bereitwillig übernommen. An bedürftige Knaben wurden Fangnetze unentgeltlich abgegeben.
Der Osnabrücker Gartenbau-Verein zahlt zur Verminderung derKohlraupen- vlaae 10 Pfa für je 100 Kohlweißlinge. Im Jahre 1880 hat er gegen 60,000 Sckmetterlinge zu bezahlen gehabt. Dafür litt aber auch die Umgebung weniger von diesem Ungeziefer. (Vgl. General-Anzeiger von Beruh. Freyer in Leipzig, 10. Marz 4QQ4 101
möchte doch dies Verfahren durch gemeinsames Bestreben allgemeinere Nach- obmuna finden' - Daß der Mensch Herr eines schädlichen Jnsccts werden kann, bemeiit das jetzt nur noch seltene Vorkommen des Baumweißlings (Pontia crataegi), deren Raupen sich in kleinen Raupcnnestern einspinnen, die nebst den großen des Goldafters (Liparis chrysorrhoea) auf obrigkeitliche Anordnung Ende Marz von den Baumen entfernt ^hensmittel vermehrt, hat Anspruch auf die Dankbarkeit der Menschen. Denn der Magen ist der mächtigste Gebieter, dem Alles, was da lebt, willig gehorcht und der seinen Tribut rücksichtslos einfordert. Die physischen Bedürfnisse und die Bedürfnisse des Herzens halten den Bau der menschlichen Gesellschaft zusammen.
sli.-rbog, R-gi«ungs-v.-,rk Potsdam. g de<-er, I M. L-hr-r.
Vermischte-.
Mainz 25. April. Die Hebemaschine zur Herausnahme der Pfeiler der ehc- mal gen römischen Brücke wurde gestern Nachmittag, nachdem dieselbe den ganzen Winter in Ruhe gestanden, wieder in Thätlgke.t gesetzt. - Wie schon erwähnt, nndet in den Tagen vom 28. bis 30. Mai ds. Js. die Generalversammlung der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in unseren Mauern statt. Es ist das erste Mal seit dem Bestehen dieser so überaus menschenfreundlich und segensreich wirkenden Gesellschaft daß sie ihre Versammlung in einer Binnenstadt, weit von den Stätten ihrer praktischen Thätigkeff, abhält — gewiß eine hohe Ehre für unsere Stadt. - Sämmtliche Arbeiter der hiesigen Möbelfabrik von Bembe haben geflern Nachmittag Strike gemacht, nachdem die mit den jetzigen Besitzern oes Etablissements Natt- gehabten Verhandlungen wegen Erhöhung der Löhne nicht zu dem gewünschten Erfolge gefühit^hatttm Schweriner Brandstätte glimmt es noch immer fort. Am Sonnabend wurden sämmtliche Schornsteine der Theaterruine eingelegt. Die Gluth zwischen dem Schutt ist noch jetzt stellenweise so stark, daß eine Spritze häufig in Thatigkeit gesetzt werden muß. Beim Forträumen des Schuttes sind merkwürdiger Weise verschiedene geschmolzene Geldmünzen zu Tage gefördert, ferner ein glatter goldener Trauring m«t den Buchstaben T. U. und der Jahreszahl 1867 und, was sehr wunderbar erscheint, ein völlig unversehrter Brief. — Wie verlautet, wird in Schwerin zunächst ein Interims-Theater und sodann der Neubau des Schau,pielhauses auf der alten Stelle, wenn auch mit manchen Modificationen, intendirt.
Berlin. sDas historische Merkbuch des Kaisers ] Unser Kaiser blickt auf ein so überaus langes Leben zurück, wie es nur wenig Sterblichen gegeben ist. Es dürste wohl kein Tag im Jahr sein, der in dem Leben des greifen Monarchen nicht ein wichtiges, denkwürdiges Ereigniß bezeichnet. Um sich an den betreffenden Gedenktagen all' diese Ereignisse frisch in die Erinnerung zurückzurufen, Hai sich der Kaiser nach seinen genauen Angaben ein historisches Merkbuch anfertigen lassen, welches für jeden Tag des Jahres ein Blatt enthält Ja Blockform liegt dieses Merkbuch auf dem großen Lesepult des Kaisers in dem nach dem Opernhause zu gelegenen Zimmer des königlichen Palais. Auf jedem einzelnen dieser 365 Blätter sind die betreffenden Ereignisse aus dem Leben des Monarchen verzeichnet und an jedem Morgen wird das Blatt des betreffenden Datums zu oberit gelegt. Niemals versäumt der Kaiser, dieses Gedenkblatt genau duichzulesen. Das Merkbuch begleitet den Kaffer stets auf
allen seinen Reisen. Für den Geschichtssckreiber werden diese authentischen Aufzeichnungen dereinst ein hochinteressantes Material bilden.
Wiesbaden, 21. April. Eine nicht alltägliche Schöffengerichtsverhandlung hat gestern hier stattgefuriden. Angeklagt war der Pfarrer Molzberger von Frauenstein und die Kläger waren 4 Mitglieder des Kirchenvorstandes, die ersterer in der Weise beleidigt haben sollte, daß er nach Beendigung der Hochamtspredigt von der Kanzel herab nachstehende Bekanntmachung vor versammelter Gemeinde erließ: „Es hat Jemand einen Stein in meinen Garten geworfen und das war ein Mitglied des Kirchenvorstandes. Den Stein kann ich nicht gebrauchen; derjenige, welcher ihn warf, mag ihn sich zuiückholen. Und dann, erregter werdend, setzte er noch hinzu: „(Sin Mann, ein Kirchenvorsteher! Ich nenne sie gemeine Hunde, Hunde, die der göttliche Heiland als das niedrigste Thier angegeben. Sie sind schlimmer als die Bären, die sich niederlegen, wenn sie satt sind!" S>lbstverständlich erregte diese Auslassung allgemeinen Unwillen unter den Ktrchenbesuchern, und wenn auch während der Verhandlung unter Eid versichert wurde, einer der Kläger habe wirklich einen Stein nach dem Pfarrhause geschleudert und bei einer zweiten Gelegenheit sei ein Stern in das Zimmer geflogen, in welchem der Geistliche sich aufgehalten, so glaubte doch der Gerichtshof, daß die Art und Weise der Auslassungen eine Geldbuße von 100 Mark und Publikation dieses Urtheils verdiene.
Mannheim, 26. April. Einige Minuten vor 12 Uhr brach in dcn Speicherräumen des sogen. Zeughauses, eines alten monumentalen Gebäudes, dessen oberer und unterer Stock als Aufbewahrungsort von Mont'rungsstücken und Materialien dient, Feuer ans. In der zweiten und dritten Etage befinden sich die Caserwrnngs- Räume, aus denen sofort die Ausrüstungs-Gegenstände, Betten, Kleider, herausgeschafft wurden, doch blieben gerade diese Räume vollständig intact. Das Feuer verbreitete sich mit rasender Eile über die ganze Ausdehnung des mit den särnmtlichen Ersatz - garnituren des 2. bad. Jnfant.-Reg. Nr. 110 angefüllten Speichers und zerstörte die gefammten Vorräthe, welche einen immensen Werth (man spricht von ca. 800,000 X) repräfenttren. Das Gebäude selbst ist außerordentlich massiv und konnte der Brand daher nicht weiter nach unten um sich greifen; die Speicherräume waren alsbald zusammengebrannt und als der Dachstuhl eingestürzt war, wurde man des Feuers bald Herr. Die Feuerwehr mußte sich hauptsächlich auf den Schutz der Nachbargebäude beschränken, die bei dem starken Wind ernstlich bedroht erschienen. Bei der strengen Dtscipliu, die in Bezug auf den Aufenthalt in den niedergebrannien Montirungskammern mit Feuer und Licht stets beobachtet zu werden pflegt, erscheint die Entstehung des Brandes vollständig räthselhaft und hat man hierüber bis jetzt nur Vermuthungen.
— Von Dr. Anton Stecker ist ein Brief aus Makale in Abessinien, batirt vom 23. November 1881, in Berlin eingetroffen, worin er meldet, daß er mit Erlaubniß des Negus Johannes feine Reise nach Enarea, Gera und Kaffa angetreten und von demselben Empfehlungsbriefe an den Negus Tekla Haimanot von Godscham, die Königin von Gera und den Sultan von Kaffa erhalten habe. Ausdrücklich erklärte der Negus, er ließe ihn, Stecker, nur ziehen, um damit Deutschland einen Gefallen zu erweisen; nie würde er einem andern erlauben, die entlegenen Kaffa-Länder zu besuchen. Wenn möglich, soll der Sultan von Kaffa, welcher, ebenso wie die Königin von Gera, kurz zuvor durch eine große Gesandtschaft Geschenke geschickt und seine Unterwerfung hatte erklären lassen, den Reisenden bis nach Zanzibar schaffen, eine Reffe, deren Dauer Dr. Stecker auf mindestens 1 bis l*/2 Jahre veranschlagt. Zunächst stehen von demselben ausführliche Berichte über feine frühere Reffe nach Zabnl, den Aufenthalt dort, die Reise nach Makale u f. w. in Aussicht. (Globus.)
Thüringen. Wie die „Gothaer Zig " meldet, kam kürzlich vor einer Thüringer Strafkammer etn Fall zur Verhandlung, der zur Vorsicht beim Verkauf von Käse mahnt, weshalb wir denselben im Interesse von Kaufleuten, Händlern rc. mittheilen wollen. Ein Kaufmann verkaufte für 15 Pfg. ein stück Schweizerkäse. Er hatte einen krustigen angelaufenen Rest jener Käsesorte zur Hand und als Entschädigung für die geringe Qualität dieser Waare wog er dem Käufer sehr reichlich und glaubte dadurch einen Ausgleich zwischen Geld und Waare hergestellt zu haben. Dem war aber nicht so. Der Käufer ließ den Käse durch Vermittelung der Polizei mikroskopisch untersuchen, wobei sich herausstellte, daß fick an dem Käse zahlreiche Käsemilben und Käsemilben- eter befanden Gegen den Verkäufer wurde Strafantrag gestellt und es erfolgte ferne Verurtheilung wegen Uebertretung des § 367, Ziffer 7 des Strafgesetzbuchs in 10 X Geldstrafe und die säminttichen Kosten, wobei ihm noch zu statten kam, daß er die Gcsundheitsschädlichkeit jenes verkauften Stückes Käse nicht gekannt hatte. Hätte er von derselben Kenntniß gehabt, so würde er auf Grund des Nahrungsmittelgesetzes in eine höhere Strafe genommen worden sein
— Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen-und Stahl- industrieller belief sich die Robeisenproduction des deutschen Reichs (einschließlich Luxemburgs« im März 1882 auf 256 437 Tonnen, darunter 164 624 Tonnen Puddelroheisen, 10 707 Tonnen Spiegeleifen, 57 025 Tonnen Bessemer und 18 582 Tonnen Gießereiroheisen. Die Production im Marz 1881 betrug 234 892 Tonnen. Dom 1- Januar bis 31. März 1882 wurden probucirt 783 254 Tonnen gegen 668,059 Tonnen im Vorjahre.
Allgemeiner Anzeiger.
Pfanderverkanf.
Die aus früheren Versteigerungen übrig gebliebenen und weiter verfallenen Pfänder, bestehend in Herren- und Dainenkleidern, Weiß- und Bettzeug, Federbetten und Kiffen, goldenen und silbernen Taschenuhren, Wanduhren, Uhrketten, silbernen Eß- und Theelöfseln und sonstigen Gegenständen, werben aus der Hand verkauft. Inzwischen können die Pfänder, soweit sie noch nicht veräußert sind, eingelöst werden. 1091
A. Henrich.
xxxxxxxxxxxxoxxxxxxxxxxxxx X Um meinen Ausverkauf rasch zu beenden, £ M habe die Preise meines noch vollständig assor- X X tirten Waarenlagers nochmals ermäßigt. 2812 U Z Moritz Heichelheim. *5
SoniiMliInne und Eii-loites
in größter Auswahl von den billigsten bis zu den hochfeinsten Qualitäten empfiehlt
J. WeitsewlttoTH»
2011 3Ä5T Schulstrasse 19.
Das SpecialiMs-Wsche- und Aus- ßattungs-Geschäst
Sämmtliche an der Universität gebräuchlichen SefjtbUCfKr und Compendien sind neu und antiguarisch zu billigen Preisen vorräthig bei 2913
Gießen, E. E* Eehsenfetä,
Seltersweg.________Universitäts-Buchhandlung und Antiquariat.
Blumenpflanzen
zu Einfassungen für Gruppen und Rabatten, als Pencee, Phlox, Glockenblumen, Pechnelken, Rosen, Silenen, Vergißmeinnicht empfiehlt
2451_______Carl Deines, Asterweg.
Pir Kalkbrennerei
von
Carl Christian Schneider 8? C®. zu Steeden, Post Runkel a. d. Kahn, 3015 (Versandt ab Station Kerkerbach.)
empfiehlt ihren anerkannt vorzüglichen Hydraulischen Stückkalk, sowie fast chemisch reinen Marmorkalk in täglich frisch gebrannter Waare zu civilen Preisen.
Prompteste Effcctuirung auch der umfangreichsten Aufträge.________
‘ 1553 Ladenveränderungshalber verkaufe ich meine sännntlichen Waaren
zu bedeutend herabgesetzten Preisen, und mache ich _ besonders auf eine Partie sehr billiger Ringe und Medaillons aufmerksam.
Bei Baarzahlung 10 pCt. Rabatt.
Achtungsvoll
von ff. Hamu Kndenplatz bringt sein teichaffortirtes Lager in empfehlende Erinnerung. 3063
Julius Noll, G-old- und Silber arbeiter.
Zlibtst
»*** «»*
ZManerarbeih
-k wunoeuiiuwi Z,Malerarbeit
$no6) 'btn 3 " entweder bei V uitanii in 8W -i Uhr bei bem gielangt fein- ~ ProM anzuge ! p!ge>! von 2an x t dem Merze Mn. Die Eröffn lei: die Interessen am 3. Mw iti der dortigen S
8 Groß-Bnseck,
SÄ****
Am
ausHrmdei
Montag d
Jiomittagö von mittags vot vc'rden in der
Smrich Keck c dicn die zu de Mägen Holzi
hi. eichenen Boh
eichenen uno ta
9'ffoßenhoh und xDnittene Hö [«W, A/iG
Barzahlung vers zu verffe' Wen täglich s 1 Ziehen, den
darterzcug
Bar Leut wird wuch Grftr
PÄ;
*
Ȋo u. O." iit[ .


