Watte und die Lahn führen große Wassermasien zu, die Bäche sind ange- -schwollen, die Felder stehen weithin unter Wasser.
Mannheim, 27. Novbr. Der Wasserstand des Rheins betrug heute früh hier 810 Ctm. und hatte somit hier den bisherigen Höhepunkt dieses Jahres erreicht, der Neckar ist hier auf 858 Ctm. gestiegen, dagegen bei Heidelberg auf 5t0 Ctm. gefallen. Das Wetter scheint sich jetzt aufzuklären und ist daher eine Abnahme des Wassers zu erwartem
Mannheim, 27. Novbr., 10 Uhr 15 Min., Abends. Soeben läutet es Sturm; die Pechfabrik von Well auf dem Lindenhos steht in Flammen.
Leipzig, 27. Novbr. Der kaiserliche Disciplinarhof hob heute das Urtheil der Disciplinarkamnier in Danzig vom 13. Mai d. Js., durch welches die Marine-Ingenieure Hoßfeld und Veit freigesprochen worden waren, auf, und verurtheilte Hoßfeld zu einem Verweise und 400 X Geldstrafe, Veit zu einem Verweise. Der Disciplinarhof erachtet zwar gleich der Disciplinarkammer den Mißbrauch der Amtsgewalt nicht für erwiesen, findet aber ein Disciplinarver- gehen der Angeschuldigten darin, daß dieselben auf offener Straße Stimmzettel für den Abg. Rickert vertheilten.
Stockholm, 27. November. Dec Wortlaut des Toastes, welchen der König bei dem Galadmer auf den Großherzog und die Großyerzogin von Baden ausbrachte, ist der folgende:
„Ew. K. Hoheit, lieber Bruder und Vetter! Die Ereignisse dieser Tage dürften ganz besonders dazu geeignet sein, manche erhebende Gedanken zu erwecken. Vor Kurzem durch Gottes Gnade von todesgefährlicher Krankheit gerettet und, zur Freude eines treuen Volkes, vollständig wtederhergeftellt, sind Ew. Hoheit, um der Aufnahme des ersten Enkels in den heiligen Taufbund beizuwohnen, nun zu diesem fernen nordischen Land gekommen; dieses selbe Land, welches das Vaterland Ihrer erhabenen Mutter, sowie deren Vorväter war und die Hetmath der geliebten Tochter geworden; und Sie stehen jetzt innerhalb der Mauern dieses Schlosses, wo sowohl Ihre verewigte Frau Mutter als deren eben geborener Urenkel das Licht der Welt zum ersten Mal geschaut! Wer mag nicht hierin ein neues Zeugniß erkennen, w'e die Fügungen Gottes der Menschen höchstes Gut, wie die Macht der Liebe das schönste Vermächtniß der Geschichte ist.
Kömgl. Hoheit! Liebe Schwester und Cousine! Es ist der Königin und Mir ein Bedürfnitz unserer Herzen, auszusprechen, wie sehr Ihr Aufenthalt in unserem Lande und in unserem Familienkreise uns hoch beglückt hat.
Aufrichtig dankbar blicken wir zurück auf die eben erlebte bedeutungsvolle Zett mit ihren Sorgen und Freuden, durch welche, wie wir zu hoffen wagen, das Bund treuer verwandtschaftlicher Liebe, das uns bereits vorher verbunden, noch enger befestigt worden ist!
Auf das Wohl Ihrer Königl. Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin von Baden!"
Paris, 27. November. Da es in Folge der übertriebenen Forderungen der Negierung von Madagaskar für jetzt unmöglich scheint, ein Einvernehmen zwischen dieser und der französischen Regierung zu erzielen, so sind die madagaskischen Gesandten heute Vormittag noch London abgereist.
Nizza, 27. November. Durch das Platzen einer Dynamitpatrone, welche an den Eingang zu den Spielsälen von Montecarlo gelegt war, wurde gestern Abend ein Aufseher verwundet. Ein als der That verdächtiger Italiener wurde in Haft genominen.
Dublin, 27. Novbr. Die Polizei verhaftete gestern einen Amerikaner, Namens Ryan, welcher der Betheiligung an dem Mord anfalle auf die Polizei verdächtig erscheint. Der Vicekönig hat sofort eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet.
Dublin, 28. Novbr. (Privat-Depesche). Gestern Abend wurde der Gerichtsvollstrecker Dublins von drei Männern überfallen und mit Dolchmessern verwundet. Der Thäter wurde verhaftet. Ferner ist gestern ein gewisser Field, welcher in dem Proceß gegen den kürzlich zum Tode verurtheilten Hynes als Geschworener fungirte, von einem Manne, welcher aus einem vorüberfahrenden Wagen sprang, mit einem Dolche tödtlich verwundet worden.
Lokales.
** Gießen, 28. November. (Theater.) Wenn die lustige Arbeit der Moser- Schönthan'schen Coalition „Krieg :m Frieden" bet ihrer wiederholten Aufführung noch eine solche Zugkraft auszuüben vermag, wie dies gestern Abend der Fall war, dann kann der Kunftwerth des Stückes doch nicht so fadenscheinig fein, als man ihn auszugeben pflegt. Allerdings liegt der Schwerpunkt in den zahllosen Schnurren und Schwänken, die sich Schlag auf Schlag folgen. Die Situationen sind nicht neu, aber unendlich komisch, und wer den Werth eines kräftigen, Zwerchfell erschütternden Lachens zu würdigen weiß, wird ihnen Gerechtigkeit widerfahren lassen. Die Rollenbesetzung war mit einigen durch die plötzliche Erkrankung eines Mitgliedes bedingten Ausnahmen die von früheren Aufführungen her bekannte und glückliche. Das animirte und dankbare Publikum zeichnete namentlich Frau Schubert-Schneeberger (Ilka) und Herrn Direktor Schubert (Reff-Reiflrngen) aus, doch dürfen sich auch die übrigen Mitwirkenden ihren Theil an dem Beifall anrechnen. Frau Schubert-Schneeberger hat ganz das Zeug für die heißblütige Ungarin Ilka Etvös. Auch das mit Ungarischem Accent gesprochene Deutsch, das sie bis zu Ende durchzuführen wußte, machte sich recht gut. Die köstliche Figur des „schneidigen" Lieutenants ist eine prächtige Leistung des Herrn Schubert. Auffassung und Durchführung der Rolle sind alles Beifalls werth.
Möge das Publikum fortfahren, dem Unternehmen des Herrn Schubert sein Interesse in einer Weise zuzuwenden, daß der finanzielle Erfolg mit den Anstrengungen der Darsteller Hand in Hand gehe.
— Anläßlich des in der Nacht vom 25. auf den 26. ds. Mts. dahier verübten Einbruchs wurde gestern Nachmittag in der Wohnung des Diebes zu Wetzlar eine Haussuchung abgehalten und dabet nicht allein die in fragt Nacht gestohlenen Gegenwände vorgefunden. sondern auch noch eir-e Menge andere demselben Wirtbe früher zu verschiedenen Malm in gleicher Weise abhanden gekommenen Sachen vorgefunden. Außerdem fand sich noch eine weiße Piquä-Betldecke und ein weißes Betttuch, gezeichnet J. E. ober C. (Gothisch), welch letztere Gegenstände bis j.tzt ohne Eigentümer sind, jedoch jedenfalls auch von Diebstählen herrühren.
Vermischtes.
Frankfurt, 27. November. Aus den vielen über das Hochwasser aus der Stadt zugehenden Berichten heben wir folgende Einzelheiten hervor: Der jetzige Wassei- stand übersteigt denjenigen am 3. Februar 1862 (19' 6") um 2 Fuß. Höhere Wasser- stände waren am 22. Juli 1342 (25'), an welchem Tage der Main den größten Theil der damals einzigen Mainbrücke wegriß; am 26. Januar 1683 (21' 9"), am 27. Februar 1784 (23 ) und am 30. März 1845 (22' 6"). lieber die verspätete und theilweise ganz unterlassene Anbringung von Pritschen beschweren sich die Bewohner der heim- gesuchten Straßen sehr. Es dürfte jedoch zu erwägen sein, daß ein derartiger Wasser- ftand im November noch niemals vorgekommen ist und auch kaum erwartet werden konnte. Die Berufsfeuerwchr ist Tag und Nacht auf den Beinen, um beim Aufräumen Hülfe zu leisten.^ Die freiwillige Feuerwehr wird geeignete Reserve stellen. Von den dem Main zunächst gelegenen Straßen sind die Flschergasse, Schlachthausgasse, die Kreuzung der Saalgasse und der alten Matnzergasse, der tiefere Theil der Borngasse und der Schüppengasse, der Predigerstraße, der untere Theil des Garküchenplatzes überschwemmt. Die Thüre der Leonhardskirchc ist mit Cement vermauert, um daS Eindringen des Wassers zu verhüten. Heute Morgen steht das Wasser auch in der Ostendstraße. Der „Frankfurter Hof" mußte das Feuer unter den Dampfkesseln löschen. Auch das „Hotel du Nord" hat Wasser im Keller. Die neue Schlachthaus- und Viehhofsanlage sind vollständig wasserfrei. Der niedriger gelegene Theil der Obermain- stratze mußte überbrückt werden. Das Hochwasser hat auch den erst mit vieler Mühe leergepumpten neuen Kessel der „Englischen Gasgesellschaft" gefüllt. Die Gesellschaft sah sich auch veranlaßt, wegen des Wassers ihre Krahnen höher zu legen.
— Die Dämme des Winterhafens, welche gestern noch etwa 2 Fuß über dem Wasserspiegel waren, sind jetzt ganz unter Wasser gesetzt, so daß den im Winterhafen befindlichen Fahrzeugen fein Schutz mehr geboten ist. An den Bäumen des äußeren Dammes nach der Flußseite zu hat sich ein großes Schiff festgefahren, welches seither an der Muschel vor der kurfürstlichen Villa vor Anker lag, jedoch in dec Nacht durch die Fluthen losgerissen und glücklich durch die Pfeiler der Main-Neckarbrücke getrieben war. Nicht so glücklich war em Theil des ehemaligen Volksbades, welcher noch am Untermainquai befestigt war; die gleichfalls losgerissenen Kusenböden zerschellten an der Brücke.
Nachschrift. Um 1 Uhr zeigt das Pegel 21' 8". Bis 6 Uhr erwartet man das Steigen von noch einem Fluß. Die alte Brücke wurde Mittags für den Verkehr geschlossen, da eine Menge Flöße gegen dieselbe getrieben sind und die ersten Bogen versperrt.
— 2 Uhr. Wenig Veränderung. Aus Haßfurt ist ein weiteres Steigen von 35 Zentimeter von 11 Uhr gemeldet. Der Stand ist noch 38 Ctm. unter 1845. An den vier ersten Bogen der alten Brücke haben sich zahlreiche angetriebene Floße und Balken übereinandergeschoben, jedock ist feine Gefahr für die Brücke. Tausende von Menschen bewegen sich auf den Quais und den zum Maine führenden Straßen. Die Röderhöfe sind ganz überschwemmt und haben polizeiliche Hülfe requtrirt. In Höchst, Kelsterbach, Flörsheim, Rüsselsheim hegt man große Besorgnisse.
Coblenz, 25 November. Unsere Stadt ist in großer Aufregung wegen eines entsetzlichen Verbrechens. Vorgestern nämlich wurde vor dem Moselweißerthor ein 16jähnges Mädchen, Dienstmädchen eines hiesigen Bäckermeisters, mit abgeschnittenem Halse und unter Umständen aufgefunden, die auf einen Lustmord schließen lassen. Der Thäter wurde am Freitag Abend zwischen 7 und 8 Uhr in ter Person des Bremsers Müller, verheirathet und Vater von 3 Kindern, am Bahnhose verhaftet und hat die That bereits eingestanden. Wie weiter verlautet, soll derselbe' früher in Bochum ftationirt gewesen sein. Die Art und Weise des Verbrechens lassen die Vermuthung auffommen, daß Müller auch Derjenige sei, der die befannten Lustmorde in der Gegend von Bochum.verübt hat.
Würzburg, 18. November. In einer benachbarten Mainstadt gerieth einem Weinhändler fein „spanischer Weinberg" in Brand. Sein Büttner war eben daran, Malaga anzurühren, als er mit dem Lichte dem Sprite zu nahe fam Er wurde selbst von den Flammen ergriffen und rettete sich nur, indem er sich in einen Dunghaufen legte und seine brennenden Kleider löschte.
— Am 10. November 1883 vollendet sich das 4. Jahrhundert seit Luthers Geburt. In vielen Städten unseres deutschen Vaterlandes beschäftigt man sich schon lebhaft mit der Frage, wie der 400jährige Geburtstag dieses Reformators würdig gefeiert werden fönne. Besonders ist es der Magistrat Berlins, welcher m't lobenswerthem Beispiel vorangeht, indem er den Antrag der Schulcommission, 6000 Marf für die Feier zu bewilligen, bereits angenommen hat. Es fann und wird hoffentlich auf diese Weise jener Säculartag in demselben Umfange zu einem Nationalfest werden, wie es der 10. November 1859, der 100jährige Geburtstag Schillers, geworden ist.
Darmstadt, 24. November. „Nichts ist so fd)ledjt. es ist zu Etwas gut", können manche unserer Jagdfreunde eben sagen. Denn während sie noch mehr wie alle anderen Leute Ursache haben, das beftänd'ge Regenwetter, welches sie fast täglich gleich gebadeten Katzen von verunglückten Treibjagden nach Hause kommen läßt, zu verwünschen, hat ihnen dasselbe Wetter ebenso unerwartete als angenehme Gäste gebracht. In der „Tanne" nämlich und zwar da, wo sie am dürrsten ist und nur den Lavins das Terrain anlockend erscheint, zeigen sich seit einiger Zeit so viele Schnepfen, daß manchmal 12 bis 15 Stück an einem Nachmittag angetroffen und bis auf den gestrigen Tag deren noch erlegt wurden. Nicht nur der Aufenthaltsort und die Menge d.eser sonst leider immer seltener werdenden Wanderer 'st auffallend, sondern auch die Zeit des Vorkommens, indem der eigentliche Strich meist schon mit Anfang November bei uns vorübergeht und später nur noch einzelne, sogenannte Lagerschnepfen, die dann den ganzen Winter da bleiben, zu finden sind. Die Ursache dieser immerhin merkwürdigen Erscheinung liegt, wie bemerkt, in der abnormen Witterung. Während die S-imepfen, die nicht gegen den Wind ziehen, durch die seitherigen stürmischen Winde aus südlicher Richtung am Weiterziehen gehindert waren, wurden sie aus den Gebirgen durch den Schnee vertrieben und da ihnen die Laubwaldungen durch die allzugroße Nässe und die Kälte verleidet waren, so suchten sie die wärmeren und Gott sei's geklagt aber auch hinlänglich feuchten Nadelbestände unserer sonst so trockenen Tanne auf. Mit der stilleren Witterung der vorigen Woche hat denn auch die Mehrzahl der langschnäbeligen Pilgrimme den Zug nach Süden fortgesetzt, immerhin blieben aber doch noch einige zurück, so daß tn dem zunächst Bessungen gelegenen Jagdbezirke am Montag noch 5 und am Dienstag noch 1 Schnepfe erlegt werden konnten
Mühlheim e. Rh , 21. November. Hier sind falsche 50-Markscheine in Umlauf. Dieselben sind nur von einem geübten Auge von den ächten zu unterscheiden. Die Unterscheidungsmerkmale sind, laut „Köln. Vztg" folgende: In den Randeinfassungen ist die Bezeichnung „Reichs-Kassen-Schein" oben, sowie an den beiden Seiten die Bezeichnung „50 Mark 50" matter als bei den ächten, und etwas verwischt. Zwischen den letzteren Zeichen und den Adlern befindet sich bei den ächten em kleines weißes Kreuz, bei den unechten aber etn dunkler Stern. Dann sind in den Falsifikaten in den Strafandrohungen dir Buchstaben unregelmäßig. Ferner fehlen in der Mitte die Wasserzeichen „50". Auf der Rückseite ist der Druck mehr verschwommen. Der Abstand vom obern inneren Rande bis zur Bezeichnung „Ltt" und „Nr." ist bei den ächten noch einmal so groß rote bet den unächten. Bet den unächten fühlt sich das Papier glätter und dünner an als bei den ächten Alle sind Serie 8 Fol. 37 ßit D. gezeichnet, haben aber verschiedene Nummern. Die Nummern scheinen mit Tinte geschrieben zu sein.
— Für das Rechtsbewußtsein russischer Geschworener legt ein Proceß Zeugniß ab, der in der vergangenen Woche in Moskau spielte. Ein Unteroffizier war wegen Bigamie angeklagt. Als Belastungszeugen waren seine beiden Frauen in der Verhandlung anwesend- Trotzdem wurde er freigesprochen. „Der Verstand Rußlands sitzt in Moskau" — so sagte ja wohl vor einigen Wochen der dortige Bischof.
— sVacante Stellen im Bereich des 11. Armeecorps.j Darmstadt, Postamt I, Landbriefträger, 855 X; Postamt II, Packetträger, 930 X; Kaltennordheim, Amtsgericht, Gerichtsvollzieher, 1500 X; Wannfrted, Stadtrath. Stadtsecretär, 500 X; Wasungen, Herzog!. Amtsgericht, Hilfsdiener, 50 X monatlich; Wiesbaden, städt. Kur- birection, Portier, 1200 X pro Jahr und freie Dienstkleidung.
Handel und Verkehr.
Gießen, 28. November. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 1.20—1.22, Hühnereier per Stück 7—8 Käse per Stück 4—8 Käsematte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 25 Tauben das Paar 60—70 H, Hühner per Stück X 0.90—1.20, Hahnen per Stück X 0.65 bis X 0.85, Euteu per Stück X 2.00, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 Kalbfleisch 54 bis 56 Schweinefleisch 62—64 H,
Hammelfleisch 60—66 Kartoffeln per 100 Kilo X 5.00—7.O0, Zwiebeln per Zentner
X 3.00, Milch per Liter 14—18 Gänse per Psd. 36—54 H. Weißkraut 100 Stück X 2-4.50.
Frankfurt, 27.Novbr. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer X19V4—3/4,fremberX21—22%, Roggen eff. hies. X 1312—15, fremder XW 2—16%, Gerste effectw hies. u. Wetterauer X. 17—18, fremde X 18—20, Hafer eff. hiesiger X 12%, fremder X 12%—13. Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ztr. X 35%. Branntwein eff. ohne Faß X 46.
Frankfurt, 27. Novbr. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren ca. 325 Ochsen, ca. 20 Bullen, ca. 300 Kühe jund Rinder, 190 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 70, 2. Qual. X 64. Kühe und Rinder 1. Qual. X 56, 2. Qual. X 50, Kälber 1. Qual. X 58—62, 2. Qual. X 50—54 per 100 Pfund Schlachtgewicht.
Frankfurt <u M., 28. November, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Zoursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Zreditactten 248%, Staatsbahnactien 294%, Galizier 262, Lombarden 117%, Nord- westbahnactien 171%, Darmstädter-Bankactieu 154%, Oberschlesische E.-B.-Act. 257%, Oesterr. Silberrente 65%e, 4% Ungar. Goldrente 72%, 4% 1880er Russen 68%, 5% 1877r Russen 86, 2. Orient-Anleihe —, Spanier 62%, 5% Rumänische Rente 92%, 4% Unific. Egypter 68%, Disconto Zomm. 1983/, Gotthardbahnactien 115%. Tendenz: besser.


