Die der Verwaltung der letzteren zur Verfügung stehenden Mittel reichen indessen nicht hin, um einer größeren Anzahl dieser Unglücklichen — g schweige denn ihnen allen — die Wohlthaten einer humanen und geordneten häe slichen Verpfleguna zu verschaffen- dieselben w:rden voraussichtlich nicht einmal genügen, um das fraglich: Unternehmen in ferner gegenwäit gen Ausdehnung dauernd sicher zu stell n
Die Verwaltung der Hofheimer Untersiüyung?kasse hat sich unter diesen Umständen veranlaßt gesehen, d>e Hülse edler Menschenfreunde in weiteren Kreisen aufzusuchen und sich zu diesem Zwecke vor Kurzem, wie wir aus tinem uns vorliegenden Aufrufe er.tnehmen, zunächst an die evangelische und katholr'che Geistlichkeit, sowie an dte Rabbinate des Landes mit der Bitte gewendet, für das m Frage stehende Unternehmen in dem Kreise ihrer beruflichen Thätigk<it nach K>ästen wirken zu rrollcn.
Wünschen wir dieser uneigennützigen Bitte den besten E'solg.
Berlin- Das chinesische Neujahrsfest wurde am jüngsten Sonnabend (18. in der hi.sigen Gesandtschaft des himmlichen Reiches feierlich begangen. Zu Ehren d.s himmlichen Reiches feierlich begangen. Zu Ehren des Tag^s wurde schon am frühen Morgen hi: gelbe Fahne mit dem Drachen aus dem Ges mdtschafls Hotel in der Heydtstroße aufgeh ßt Sämmtliche Mitglieder der Gesandtschaft hatten Fefigewänder angelgt und um 10 Uhr begar n die gegenseitige Beglückwünschung in ch nesischer Weife Dieselbe nahm fast zwei Stunden m Anspruch Der jüngste der Attaches begab sich zuerst m das Z mmer seines nächst älteren Kollegen und zwar, nachdem er seinen Eintritt durch dreimaliges Niederschlag n nut der Thürklmke angeze?gl hatte. In das Zimmer tretend, warf er sich aus den Boden, stand w eder aus. wi-deiholte nach drei Schritten do wärts dieselbe A-t d:r B grüßung, die nun erst von dem Begrüßten erwidert wurde. Ein: Beglückwünschung von P rson m Person b ld te den vorläungen Abschluß. Darauf folgte das Grüßen des Kaisels durch sämmtliche Mitglieder der Legat en. S'e traten zu diesem Zwecke in den großen Fest aal, rro sie sich den Blick nach Osten gerichtet, nach dem Throne ihr-s Kaisers, auf den Boden warien Nachdem sie so ihrem Behen scher einen n llen Gruß zum n nen Jahre dargrbi ocht. beglückwünschten sie alsdann b:e Gemahl n d<s in Haag besindl'chen Gesandt n, Madame Ll-FilZ)eu, welche von ihrem 13jährigen Sohne begleitet, h-e Landslcuie empfing und b efelbe zu einem Dejeuner einlud, w lches a, s natwnalen Kucb n und Früchten, unter denen auch Pomeranzen, das Obn des Glückes, nicht sihl nd, bestand.
Von der Dtosel, 23. Februar. Auch bei uns h-t sich eine eingetragene Winzer-Genosslnschast gebildet, welche sich zur Aufgabe macht, den Ve>trieb von absolut reinen Natur-Moiel- und Saarweinen eneig sch zu sorc ren, um der für Pro- bucent wie Consum nt so nachthe l g w rkenden Wemiabr kation einen festen und sich.-ren Damm entgegenzusetzen. Frag!. Genossenschaft hat sich aus M tgliedern des Local- Weindailvereins für die mittlere Mosel zu Dussemond conftitimt und 'ft m ihrem Arran zements schon soweit gediehen, daß sie demnächst in piakt'sche Wi'ksomke-t treten w Yb. Gleich bem W inbandel ro rb b'es.lbe auch dem Weinbau volle Avfmnksamk it schmken und V2 °/u d s jährlichen Reingewinns zu Weinbergzw cken veiwenden. Sitz bet Genossenschait ;ft Dusemond vis-ä-vis Brauneberg.
Kassel, 22. F-b'uar. In der heutigtn S tzung der Strafkammer des Königlichen Landgerichts wurden die Handelsleute Moses und alomon Kak von Dieme- V02: Aafg^bXür MS
Ä'I ft erad)tet rouibe bau ft; bei ©eroabrung eines Darlehens an ben a 5'ß Schemmern sich b s strafbaren Eigennutz-s unter
Ausbeutung des ^.erchtltnns bes Hartmann schuldig gemacht haben. Dieselben haben ^ml ch bem Hartmann SN Thaler 150 g lichen unb sich dabet 20 Tbaler rnv^'p-ech-n lassen also N'cht w Niger al§ 165 pCt. Zinsen genommen, w.nn man d>e orbnungsmaß-gen -> pCt. Zmsen, b.e hnm außerdem noch gewährt wurden, hinzurechn t. Das Urtherl des Genchts lautete gegen jeden der^ beiden Angeklagten auf e'tv Gcfangmhstrafe von drei Monaten, eine Geldbuße von 300 je u b Aberkennung btr bürgerlichen Ehrenrechte aus die Dauer ein s Jahres.
bLv Nachmittags, in der englischen Kohlengrube Tremden- Orange e.folgte Explosion schlagenbcr Wetter war der neulich t learavb sck mit geth ulte erste Bericht leider durchaus nicht, wie das wohlsonst zu -reich h n vf^gt ftnbr, "Onk. b o1 Rettungsmanruchasten 70 Leich n an die Obe^r
•« >n ro?rbten* °“f’n b,c Zahl der Geiodteten dürste zum Mmbesten 80 be iragen. 33 Bergleute wurden unversehrt geborgen, 27 werden noch ver miht Die Grube galt bisher als gastr-t, wetzhalb ohne S'cherhertslampen gearbeitet wurde. ^bl°si°n war so sm ch,bar. daß der Nachdamps nr eme 2 Meilen entfernt gelegene Kohlenzeche getrieben wurde und doit 4 Bergleute erstickte. 0
an ^bnn dock nO? £nge Sonntag wär'! be ßt es in einem Liede. Dieser
Wunsch ist aber völlig überflüssig, denn in Wirklichkeit ist alle Tage Sonntag: Sonn- tags bei den Chnsten, Montags bei den Griechen Dienftaps bei ben Persern, M-tt- Vn Donnerstags bet ben Egyptern, Freitags bei ben Türken und
Samstags bei ben Juden.
r? v [® ine n eue J^op ter pr cfic.] Wie wichtig häufig Notizen sind, die man sig nd einer Gelegenheit gemacht hat, wird swou mancher erfahren haben.
?ber?rkfp'. 'u welchen man seine Gedanken ausführlich nieder- fcmeidt und wie ort hat der eine oder andere es bereut, eine Abschrift (Kop c) nicht genommen zu haben — Diesem Mißstand ist am besten dadurch abgeholsen, daß man kV" me.p1? ^uä) nur privaten Inhalts - kopiert- Bisher mußte man davon -chi.and n hm n, indem die Kopierprefsen nur für größere Bureaux gefertigt wurden. ™ kleinen Geschäftsmann oder Privaten wegen Raummangel nicht angeschafft
Herr F. Soennecken in Bonn, welcher im Schrechsache schon so - l'^e Uttnfuten gebracht, bat nun auch eine Kopierpresse patentiren lassen, welche ^pkchattsmann beso dets aber für ben Privatgebrauch ein prakt sches Requi- cc (Saiy Schmiedeeisen gefertigt, elegant ausgestatttt. nimmt die Presse, geschlossen und offen nicht m-hr Raum ein als bas Kopierbuch selbst, sie bedarf keines brfonberen Kopiertischks unb kann wie ein Buch anfbewahit werden.
Betr.: Das Ableben des Heinrich Rühl I. von Burkhardsfelden.
Aufgebot.
Christine (Elisabethe Katharine) Nühl von Burkhardsfelden, jetzt mit unbekanntem Aufenthalt abwesend, — sowie alle Diejenigen, welche sonst Crb- ansprüche an den stark verschuldeten Nachlaß des
Heinrich Rühl I. von Burk- dardSfelden
zu bilden haben, werden hiermit auf Antrag des Curators Christian Brück und der H. Rühl l. Wittme von Burkhardsfelden aufgefordert, ihre bezüglichen Crbansprüche sogewiß spätestens in den: Aufgebotstermin Mittwoch den 3. April l. I.,
Vormittags 9 Uhr, vor unterzeichnetem Gericht anzumelden, als s. nst Verzicht auf die Erbrechte und Einverständniß mit der beantragten Ueberweisung der Nachlaßmasse an Heinrich Rühl I. Wittwe unterstellt werden würde.
Gießen, den 3. Februar 1882. Großherzogliches Amtsgericht.
916 Pückel.
JeilgeLotenes.
1285 Ein Schimmelpferd, 8 Jahre alt, leicht unb schön, nebst neuem silber- plattirtcm Geschirr und einem leichten Halvoerdeck in noch sehr gutem Zustand preiswürdig zu verkaufen.
Auskunft ertheilt W. Lange, Bäcker in Gießen._______
BeiZilnugess, Strieklmumwoile
in allen modernen Farben zu billigsten Preisen.
J. Kaau jr.,
1276 Kreuz.
Haus-Verkauf.
Die Gebäude der Kleinkinderschule in der Wolkengasse sind zu verkaufen.
Näheres wolle man erfragen bei Herrn Lehrer Jung und dem Unterzeichneten. Der Vorstand d. Kleinkinder-Bewahranstalt. ____________Dr. N a u m ann, Pfarrer.
Schwämme und Fensterleder, Waschserle und Kordel, Bürsten unb Korlmmaren empfiehlt 971
Louis Louy.
Allgemeiner Anzeiger. BckKnntmachung.
1304 Das (>. Ziel Communalstener pro ISS 1/82 kann in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne kosten bezahlt werden.
Gießen, den 24. Februar 1882.
Der Stadtrentmeister:
Enders.
Beka nun« achnng.
1296 Nächsten Mittwoch den 1 März l. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen im Saale be» Deutschen Hofs in Vad-Nanheim folgende Gegenstände meistbietend gegen sofortige Baarzahlung versteigert werden:
5 Dtzd. Christoffle-Löffel, 5 Dtzd. Christoffle-Gabeln,' 4'/., Dtzd. Hristoffle-Kaffeelöffel, I Dtzd. Christoffle-Zuckerteller, 9 Stück Milchgießer, 4 St. Vsrleglöffel, 4 Dtzd. große desgleichen, 12 St runde Britannia-Platten, 4 St. viereckige desgleichen, (> Christoffle-Spick- nadelu/ l Fleischgabel, 1 Salatlbffel, 4 St. Dortschaufeln, 2 Huilier, 1 Pfeffer- und Salzgestell, \ Flaschenschilder, 8 St. Christoffle- Leuchter, I Milchkanne mit Wasserkessel, 5 Dtzd. große Tischmesser mit weißem Stiel, 8 St. desgleichen geringere Dualität, 11 St. Christoffle- Söffet, 2 Theeseien, .! -salzfasser, 2 seufbüchseu, 1 Brustpumpe, 120 St. Küchenhandtücher, 71 St. Kürchenschürzen, 48 St. schöne große Betttücher, 23 St. Tafeltücher, 54 St. Tischtücher, 75 St. Bettkissenüberzüge, 77 Sch feine Handtücher, 16 St. leinene bunte Decken, 1 Tischdecke, 1 Reisedecke, 7 St. Vorlagen, 4 große Vorhänge, 1_4 kleine desgleichen, 2 Dtzd. verschiedene Deckchen und Schoner, 11 St. Deckbett- und Plümeaux-Ueberzüge, 26 Dtzd. Servietten, 15 St. Kaffeeservietten ec. ec.
Bemerkt wird, daß die Versteigerung zurück-
genommen wird.
Sämmtliche zum Verkauf kommende Sachen sind noch sehr gut erhalten und größtentheils als nahezu neu zu bezeichnen. Das Weißgerath ist von bester Qualität und sehr werthvoll; ebenso ist das Tischgeräth — die Christoffle- Sachen rc. — noch sehr gut und zun, großcu Theil erst ganz kurze Zeit in Gebrauch gewesen.
Bad-Nauheim, den 23. Februar 1882.
Hcutzenröder, Gr. Gerichtsvollzieher.
Gebrannten Kaffee
in reinen, feinschmeckenden -Sorten von Jt. 1.20, 1.40, 1.60 und 1.80 Per Pfund, stets frisch gebrannt, empfiehlt
O» M et $• /' 19
^30 ____________Neuenweg B. 203.
UAsverkarßf7
362 Durch Verkauf meines Geschäftes findet der von mir schon früher annoncirte Ausverkauf noch bis 1. Mai statt und erlasse ich meine
sämmtlrehen Artikel,
da damit vollständig räumen muß, zu enorm billigen Preisen.
Wilk» Sckitmfi:.
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v. GiMvorM's
Schreib- unb Copir-Tinten zeiämen sich burdi lebhafte Farbe, große Flüssigkeit und schnelles Trocknen aus unb liefern nach längerer Zeit scharfe, nie bleichenbe Eopien.
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Stollwerck’sche | Brust-Borons I
eine nach ärztlicher Vorschrift be- fe reitete Vereinigung von Zucker und 8 Krauter-Extrakten, welche bei Hals- i und Brust-Affectionen unbedingt wohl- 8 thuend wirken. Naturell genommen A und in heisser Milch aufgelöst, sind 8 dieselben Kindern wie Erwachsenen &| zu empfehlen.
Vorräthig in versiegelten Packeten H mit Gebrauchsanweisung ä 50 Pf. in D (liessen bei:
100
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elv v Gebrauch von
Kolhe’s Zahnwasser
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Job George Kothe Nachf. H. Gritters Berlin 8., Prinzenstr. 99.
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