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Hause.^lhet^ahm einem Artikel über das Ergebniß der Urwahlen,

dasselbe gewähre" einen freundlichen, hoffnungsvollen Blick in die Zukunft, indem es der der Besserung der wirthschaftlichen und socialen Lage, vornehmlich der ärmeren Elasten, und der dem kirchlichen Frieden b-enenben kaiserlichen Reformpolitck die Wege ebene. Möge bte Stimmung des Landes, die sich unzweideutig für das Festhalten an der Reformpolitik und für ein wirksames vertrauensvolles Zusammengehen mit der Staotsregierung ausgesprochen hat, nunmehr auch auf die Wahlmanner, zumal bte un­entschlossenen, von wohlthätigem Einfluß sein und in deren Abstimmung zu um so klarerem Ausdruck gelangen. r , ,rx

Bremen, 25. Octbr. Die Rettungsstation Wangeroog der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphirt am 25. October von dem deutschen MudschiffHenkedina", Kapitän Kramer, gestrandet am Sudftrande, 2 Personen gerettet durch das Rettungsboot der Station Wangeroog. Sturm aU§ London, 25. Octbr. Gestern herrschte in England und Wales ein furchtbarer Sturm, von Regen und Schneewetter begleitet, der auf dem Lande und auf dem See große Verheerungen angerichtet und zahlreiche Unglücksfälle verursacht hat. An Stelle Pauncefote's ist Philipp Currie zum Hülfs-Unter- staatssecretär im Auswärtigen Amte ernannt worden.

London, 25. Oktober. Meldung desReuter'schen Bureaus" aus Kairo von gestern' Unter der bereits einer Prüfung unterzogenen^Correspondenz Arabt's be­finden sich ein wichtiger Brief eines Flügeladjutanten des Sultans, der augenscheinlich auf Befehl des Sultans geschrieben ist, sowie mehrere Briefe Achmet Essad Pascha, die nach der Ansicht der Vertheidiger Arabt's auf die in Tel-el-Kebtr aufgefundcnen Tele- gramme Licht metfen. Die Vertheidiger werden einen Aufschub des Prozesses bean­tragen, damit die Briefe übersetzt und mehrere gegenwärtig in Konstantinopel befind­liche Entlastungszeugen, namentlich Derwisch Pascha und Achmet Essad Pascha, ferner mehrere Ulemas und Flügeladjutanten des Sultans, sowie gegen 40 andere, bereits namhaft gemachten Entlastungszeugen vernommen werben können- Der Agent des Sultans, Kadri B«y hat bent Minister bes Innern, Riaz Pascha, einen Besuch ab- qestattet; es geht bas Gerücht, ber Sultan verlange, baß der Prozeß gegen Arab. uiebergeschlagen werbe. ,

Der Herzog von Connaught wirb voraussichtlich Freitags die Rückfahrt nach England antreten. , , ,, ,

Die Veröffentlichung des Amnestie-Dekrekts bes Khedive erfolgt wahrschein­lich nächsten Freitag.

Alexandrien, 25. Octbr. Das Amnestie-Dekret des Khedive, dessen Unterzeichnung gestern erfolgen follte, bewilligt dem Vernehmen nach für alle Officiere von Hauptmannsrang und darunter eine partielle Anmeftie. Ausge­nommen sind diejenigen, die an aufrührerischen Kundgebungen theilnahmen oder bis zur Ergebung Arabi's an die Engländer im Heere Arabi's bleiben oder sich seit dem 12. Juli d. Js. in das Heer einreihen ließen.

Ein Triumph der neuen Armenpflege.

W ederholl qi ausgeführl worden, daß die hier und da schoir jetzt alle Grenzen überschreitende Rttsebettelei allmählich zur Unerträglichkeit werden müsse, wenn in den ulten Geleisen fortgefahren werde. Nicht Alle, gewiß aber bie große Mehrzahl jener wett und breit zur Landplage gewordenen Schaaren, bte unsere Gefängnisse und Land- armenhäuser füllen unb Krankheiten umherschleppen, waren ursprünglich arme Menschen, hie ernstlich Arbeit suchten, nicht fanben unb so allmählich verlotterten. Unter biefen v:ibt es aber noch immer eine gute Anzahl, beren Rettung möglich, ja, wahrscheinlich ist, wenn sie nur ber Lanbftrcicherei unb bem Umgänge mit Gesindel entzogen werben. Jeder solchen Leuten, nur um sielos zu werden", gereichte baare Zehrpfennkg hilft sie auf bte schiefe Ebene brängen. Meist fließen biefe Gaben den Vagabondenwirthen zu, iner äußerst gefährlichen, noch viel zu wenig beachteten Menschenklasse. Diese Settcn- verkäufer legen es ganz methodisch darauf an, Bettler zu erziehen, um ihr schmachvolles Gewerbe zu fördern. Planmäßig sorgen sie dafür, baß ein noch mit Hanbwerkszeug und ordentlichen Kleidern versehener Bursche btes etnbüßt und eine förmliche Unter­weisung tm Bettelgewerbe erhält. Alte Vagabonden nehmen bie jungen Anfänger in bte neue Lehrlingschaft, bie meist in bie Verbrecherlaufbahn ausmündet. Alles hängt davon ab, Arbeitsangebote zu beschaffen unb gleichzeitig jebe Möglichkeit des Schnapsens abzuschneiden. Wie ein Zauberschlag bewirkt dies eine Klärung des trüben Bettler­stroms, denn ber ausgemachte Strolch haßt Arbeit ebenso leidenschaftlich, wie er ben Branntwein liebt, flieht darum auf's Sorgfältigste Orte, wo ihm jene zugemuthtt uno dieser norcntbalteu wird. Natürliche Folge ist, daß Bezirke, in denen dieses Verfahren aufkommt, fast nur von ber besseren Klasse der fahrenden Leute aufgesucht werben, Der Ausschuß hingegen bte tragen Sausdrüber, sich um so massenhafter tu Gegenden, wo man noch bem Schlendrian huldigt, wälzt.Auf die Walze gehen", lautet ja aua) ber Ausbruck im D'ttlerrolhwälsch. In dieser Thatsache liegt offenbar eine Doppelte Mahnung für Behörden unb Vereine, wie für bas Publikum, burch Festhaltung jener Grunbsätze sich selbst von einer Last zu befreien unb Anbere zu Gleichem zu nöthtgen.

Die Arbeiterkolonte Wilhelmsborf in ber Senne bet Btelefelb, ^ine Gründung bes Pastors von Bodelschwingh (beffeibcn oerbtenten, in wohlausgebachten Werken ber Menschenliebe unermüdlichen Mannes, bem wir badAsyl für Fallsüchtige" ver-

Ueber 200,000 Lanbstreichcr mit 120 Millionen X Jahreskosten rechnet man auf Deutschlanb. Wir stehen vor ber Wahl, biefe bem Reiche wett gefährlichere Armee als alle nur denkbaren feindlichen militärischen fort unb fort wachsen ober all­mählich auf ein erträgliches Maß sinken zu sehen. \

(Hannoversches Land - und Forstwirthschaftl. Veremsblatt.)

banEen) bat solgcnd- Grundsatz- ausgestellt: J-d-r ankommend- Arb-ü-r unt-rzUchn-t eine Arbeits- und Hausordnung; erhält, nachdem er gebadet und seine Kleiber des. inficirt sind, bte fehlenden Kleidungsstücke einstweilen leihweise g-gm -inen schein, der ausdiücklich besagt, datz der Mann wegen Unterschlagung polizeilich zu versolgeN i-1, wenn er jenes mit sich nehme. Hat er die Kleider abveroieni, 10 erhalt er darüber em Q£vaIu6. Die ersten 14 Tage wird unentgeltlich g-ard-li-t, di-zweiten 1t Tage werden

25 von da an 40 H in's Lohnbuch eingetragen. Wahrend seines Aufenthalts in der Colon«- erhält er kein baar Geld, sondern nur, bei seinem Abgänge den ihm zukommenden Rest, nachdem Kleidung und Arbeitsgerath abgezogen. Hat er dieses Siel erreicht so muh er Die Kolonie verlassen, wenn ihm anderweit-Beschäftigung nach- aewiefen worden zu welchem stwecke die Anstalt sich mit Unternehmern und Hande Werkern'in Verbindung gesetzt hat. V-ieinsmitgltedern können auch Mr Ansnahm-- fälle zeitweilig Arbeiter überlassen werden. Alles ist so berechnet, daß ein fleißiger Mensch binnen 4 Monaten fein Atel erreicht, d. h. woh gekleidet zui genannt und sckulbenfrei bie Anstalt verlassen kann, um neuen Ankömmlingen Platz zu machen.

Auf diesen Giundlagen hat man dort seit einem halben Jahre zu arbeiten be­gonnen. Es gilt, weite, unfruchtbare Strecken durch Aufbr-ch-n des Bodens urbar zu machen Dr-i Bauernhof- von etwa 5OO Morgen sind e> worben und bte angrenzenden Kreis- haben sich znsammengeschlossen. Obgleich das Unternehmen noch Nicht gaiij vollendet, haben di- bisherigen E.gebnisse doch alle Erwartungen übertroffen; undr 118 solcher armer, wirklich nothleidender, abgerissener, im Laufe bes Winters und Früh, lings aufgenommener Pilger haben sich nur 4 als Faulenzer ober Betrüger entpuppt, alle anderen bei Frost, Nässe unb Hitze treulich ausgehalten ohne einen Pfennig Bacn- gelb ober einen Tropfen Schnaps zu empfangen; bie meisten stehen bereits anberwett in Arbeit Gleichzeitig hat bte Lanbstreicherer in ben angeschlossenen Kreisen völlig oufgehört (!), wie allseitig von Bauernhöfen unb Gütern, bie bisher von Vagabonden üb rfluthet waren, freub g bezeugt wirb. Einzelne, vorzugsweise von Reisebettlern aus­gesuchte Wirthe haben ihr Geschäft als nicht mehr lohnend ausgegeben.

9Dennoch", heißt es im Berichte,ist unsere Lage autzerorbentl ch ernst. Zwar haben bie Stänbe 40,000 X verzinslich geliehen und noch weitere ^,O0O ./L ver­sprochen, man braucht aber noch mindestens 80,000 X- Der bescheidene Vorstand bittet nunalle Bewohner Westfalens" um Beisteuern; wir hoffen jedoch, baß auch aus anberen Lanbestheilen unaufgefordert Zuschüsse eingehen und würben uns freuen, wenn biefe Zeilen dazu beitrügen. Denn bas Unternehmen in der That em voi- bilbliches, eine treffliche Ergänzung berHerbergen zur Heimath"; je besser es sich be­währt, um so mehr Nachfolge wirb, muß es finden .

eveber Kreis sollte sich unter dem Lanbrath zu solchem Vereine zusammen- schließen, blefer sich roteber in kleinere Kreise theilen, je nachbem Unterstutzungsstellen nöthig sinb. Größere Stabte können befonbere Vereine bilben, müssen aber burchaus einig fein mit bem Landkreise, weil biefer sonst unter Anleitung ber siabtischen Vagabondenwirthe um so grünbl'cher ausgefogen wird. Die Zahl ber Vereine richtet sich banach. wie west man mit gutem Gewissen einen Wanbeier pügern lassen kann, nachbem er gesättigt. Zwei bis brei Stunden scheint nicht zu viel Jede Herberge ist zugleich Arbeiter - Nachweisungsanstalt für Meister unb Fabrikanten, ebenso weist sie Unterstützungsstellen nach. Für bie ze tweil-g feine Anstellung Fmbenben ist die

di- tuv.sfsch- EN'-dMonund Rdust^schwärme^u^

°-m-° D-vutüt^wahl stMt, in w-Ich-r, wi- Rochefort w-nigst-ns vorhersogt dt° Opportunisten burchfallen unb ein Rabicclcr gewählt weiden wirb. (K. Z)

England.

London, 24. Oktober. Unterhaus. Gladstone kündigte für nächsten Donners- taa den Antrag aus ein Dankesvotum für das Heer am Lawson erklärte daß er den

fürßbie Vorlagen, betreffend bie Reform ber Geschäftsorbnung. Wenn er auch an den f>auvtvunkten brr rsten Resolution, betreffend den Debattenschluß, festhalte, sei es doch Uche des Hausis, darüber zu urtheilen, denn bie Frage berühre die Würde des h ß Würde ber Regierung, ßu ber anberen Resolution würbe er Mobi-

September hinein umfasse, werde bem Hause bemnachst zugehen. Was Egypten an- Wae o sei es zweifellos, baß Englanbs Stellung letzt eine tn dem sehr wichtigen fünfte'oeranberte fei, baß die Sache mehr 'n den Händen Englanbs liege und daß die Regierung jetzt nicht mehr in einer so extremen Weise wie vor 6 Monatenl durch Nervflichtung gefesselt sei. Die bestehenden Beziehungen seien allerdings sehr delikater und schwieriger Natur, einen systematischen Plan könne er vor dem Ablauf der^Session nicht vorlegen. Wolle Northcote bte Politik ber Regierung angreifen, fo werde er ihm dazu Gelegenheit geben. Der Umfang ber Kriegskosten sei noch nicht fest gestellt,bte Kosten für das (Kontingent anlangend, so werde der Voranschlag nicht erheblich Über, stiegen T$er Antrag Gladstsne's, bett, die Priorität für bie Reform der Geschaftsorbnung, würbe mit 98 gegen 47 Stimmen angenommen, bie Debatte über bie Geschäftsordnung wurde auf morgen vertagt.

Telegraphische Depeschen.

WoM's telegr. Correspondenz-Bureav.

Berlin, 25. Oktober. Der japanische Prinz Artsugawa hielt heute Nachmittag seine fetetliche Auffahrt bei Hofe und wurde von dem Kaiser in besonderer Audienz empfangen. Zu Ehren desselben sand ein größeres Diner bei Seiner Molestat dem Kaiser statt, an welchem auch ber Kronprinz und bie übrigen Prinzen bes Königlichen

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Darmstadt, 22. Oktober. Auswärtige Unternehmer sollen beabsichtigen, da­hier eine Leichenverbrennungsstation nach dem Gothaischen Vorbilde zu errichten. Cm Platz in der Nähe des städtischen Friedhofs wird bereits als derjenige bezeichnet, auf welchem sich bas moberne Krematorium erheben mürbe.

Kenzingen, 23. Oktober. Seit heute früh wüthet hier ein großer Brand. Acht Wohnhäuser unb drei Scheunen sind abgebrannt drei beschädigt. Der ange­strengten Thätigkeit ber Feuerwehr gelang es, um 12 Uhr des Feuers soweit Herr zu werden, daß ein Weitergreifen nicht mehr zu befürchten ist.

Frankfurt a. Ml, 23. Oktober. Den Haupttreffer von 60,000 X der badischen Lotterie gewann Schutzmann Nagel vom 5. Polizeirevier am ZUnmerweg. - Wahrend sich kürzlich ein junges Paar auf dem Stanbesamte trauen l', versteigerte 'dm ber Gerichtsvollzieher baheim bie gepfänbeten Möbel. Ein Kaufmann welcher sich vor zwei Jahren verheirathete unb bem seine Braut bamals 60000 ^ cs-

ist mit unbekanntem Aufenthalt von hier verschwunben. Zerr üttete^schaftsoerhaltn ss sollen bie Motwe sein. - Das Sinken bes Miethpreife ist wirklich Tdalsache. Eine im Jahre 1878 zu 1900 X vermiethete Wohnung ist heute einem Miether noch fui 1000 ^^lim"^Die Fortschritte auf ben Gebieten ber Technik raumen mit ber Romantik unnachsichtlich auf. Das electrische L'cht verwanbelt bas trauliche Dunkel welches geheimen Renbezvous rc. bisher schützenb zu Statten kam, in ^erratherisch Helle unb nun kommen auch noch bie photographstcheu Momentaufnahmen bazu, wttch. den harmlosen unb ben weniger harmlosen Straßenpassanten ohne seinen Willen ja selbst ohne fein Wissen gradezu meuchlings auf bie empfinbliche Gclatinplatte zaubern. Derartige Momentbilber, welche Ansichten ber belebtesten Straßen unb Platze geben, sinb gegenwärtig in ben Schaufenstern ber Kunsthaiiblungm zu sehen, seldli.die unwissentlich unb burchaus gratis aufgenommenen Personen, welche d e Bilder beleben sinb zu erkennen, theilwcise nur zu leicht zu erkennen. Unter ben Beschauern, welch, biefer Tage vor einem Kunsthänblerlaben standen, befanb sich auch eine Dame, welche einem dieser photographischen Straßenbilber eine befonbere, lang anhal enbe Auf­merksamkeit mibmete, benn bas Mutterauge hatte auf einem bte Leipzigerstraße bar- stellenben Bilde sofort unb mit Sicherheit bte eigene Heranwachsende - Tochter erkannt, welche, wie es schien, im vertraulichen Geplauder mit einem yerrn emberging. Die Mutter schüttelte ben Kopf, bann betrat sie bm Laben. Eine halbe Stunde spater hatte eine kleine Dame ein peinliches Verhör zu bestehen. Sie leugnete.Ich weiß es bestimmt'" rief Mama drohend. Emma leugnete verzweiflungsvoll. Da zog Mama eine Photographie aus der Tasche jene unselige Momentaufnahme . . . Der bisherige Klavierlehrer wurde abgeschafft. .

Ein grauenvoller Mord wurde am Morgen des 19- d an dem Seeretar der städtischen Armenoerwaltung zu Duisburg, Herrn Diepenbruck, einem liebenswürdigen Beamten verübt- Die Entrüstung unb bas Mitgefühl ist allgemein in ber Stadt Der Unglückliche hinterläßt eine Frau und drei Kinder. Sein Ausbleiben gestern Abend, so wirb berElberf. Ztg." geschrieben, erregte bei seiner Gattin kein Aufsehen und keine Besorgniß. Er war um 5 Uhr nach Essen gefahren und weil er nicht kam, nahm feine Gattin an, daß er über Nacht bei ber Familie in Esten geblieben fet. um derent­willen er hinüber gefahren war. Die konnte bas um so mehr glauben, als er erft gegen Abenb bie Fahrt unternommen. Am Morgen vermuthcte sie sein Heimkommen um so weniger, als er blrect aufs Bureau gegangen fein konnte bezw. gehen mutzte. Unaufgeklärt ist es noch, wie er auf bie Ruhrorter Chaussee gekommen unb zwar gestern Abenb in ber elften Stunde. Um diese Zeit muß ber Raubmorb begangen fein. Um dieselbe haben sich wenigstens Strolche auf jener Straße aufgehalten. Em junger Mann ging halb nach 10 Uhr aus ber Stabt nach Kaßlerfelb, um sein Heim aufzusuchen. Er kam an zwei Personen vorüber, bie ihn veranlassen wollten, zumVater Rh-in" (einer Wirthschaft) zu gehen. Mit ben Worten, sein Weg führe ihn nicht borthin, uerboppelte er seine Schritte. Plötzlich hörte er ein Räuspern hinter ber Hecke unb in bemselben Augenblick griff eine Hanb hinter berfeiben hervor, fein Bein sassenb. Der Griff ging aber fehl unb mit größter Geschwinbigkeit eilte der junge Mann bem nächsten Hause zu. Er hörte bann nichts weiter unb gelangte glücklich nach Hause. Die Ver- muthung liegt nahe, baß biefer Attentäter unb seine Complicen auch ben Mord an Herrn D. vollbrachten. Der Griff eines Schiffermessers soll bei bem unglücklichen Opfer gtfunben fein. Die tödtliche Wunbe befinbet sich am Hälfe, tn welchem das Messer noch nach links unb rechts gedreht zu sein scheint. Heute Nachmittag fanb in ber Leichenhalle auf bem Friedhof bie Section ber Leiche durch den Herrn Kreisphysikus Dr. Mittenzweig statt. , z , _ . _ .

Ein fu chtbarts Unglück wird bemHamb. Corr." aus ©tupinfggi b^t Turin gemelbet. Dort fanb vor einigen Tagen ein großartiges Wettrennen statt. Gleich zu Anfang g'ng bas Pferb bes ältesten Sohnes des Prinzen Arnadeo durch. Man hatte bas Thier mit Mühe unb Noch zum Stehen gebracht, als bas Nennen auch schon begann. Allein zwei Pferbe wurden plötzlich scheu, übersprangen mit rapider Schnelltg^

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