— An Stelle des zum Höchstcommandirenden in Egypten ernannten Generals Sir Garnet Wolseley ist der Generallieutenant Taylor zum Generaladjutanten der englischen Streitkräfte für den üblichen Zeitraum von 5 Jahren ernannt worden.
— Lord Granville hat eine Circularnote an die europäischen Großmächte gerichtet, welche die Eröffnung der Feindseligkeiten in Egypten anzeigt und Versicherungen betreffs der künftigen Absichten Großbritanniens mit Bezug auf die Lösung der egyptischen Frage enthält.
Dublin, 21. August. In Scarlem, unweit Killarney, wurde in der Nacht vom Sonntag zum Montag ein Pächter Namens Daniel Leahy ermordet. Eine Anzahl vermummter Männer erschien in seinem Hause, schleppten ihn aus dem Bette und tödteten ihn durch mehrere Flintenschüffe. Die Mörder entkamen. Als Motiv des grausamen Mordes wird angegeben, daß Leahy eine Wiese gepachtet, von welcher der frühere Pächter vertrieben worden. In Parliament- street zu Dublin zertrümmerte ein Mann das Schaufenster eines Waffenladens und lief mit einem Revolver davon. Er wurde von einem Commis des Geschäfts bis zur Essex-Brücke verfolgt; dort drehte der Dieb sich um und brachte seinem Verfolger mit einem Messer zwei schwere Wunden bei. Der Verbrecher wurde schließlich verhaftet.
Aegypten.
Alexandrien, 23. August. Wie verlautet, soll Arabi Pascha Kafre- Dowar verlaffen haben und Tulba Pascha bei Kafre-Dowar den Oberbefehl führen. — In Bezug auf Kairo werden ernstliche Befürchtungen laut, mehrere Häuser im Jsmallieh-Viertel sollen geplündert und in Brand gesteckt worden sein. — Aus Jsmailia meldet man, die Anhänger Arabi Pascha's hätten den Jsmailieh-Kanal abgeschnitten, doch würden die noch vorhandenen Vorräthe von Süßwasser auf einige Zeit ausreichen. Die Engländer haben 10 Griechen, welche beim Plündern betroffen wurden, erschossen.
— Der österreichische Admiral hat an den „Nautilus" Befehl ertheilt, nach Abukir zurückmkehren.
Port Satd, 23. August. Die Araber besetzen wieder das Fort Che- mileh und errichten daselbst Erdwerke. Sieben Officiere der Armee Arabi Pascha's, unter ihnen ein Commandant mit seinem Stabe, sind in der verflossenen Nacht hier angekommen und haben sich ergeben.
JSurailia, 23. August. Die gegenwärtig in Nefiche befindlichen Truppen werden morgen früh in der Richtung auf Magfar marschiren und nur ein Regiment zur Bewachung der Brücke zurücklassen. — Man versichert wiederholt, die egyptijche Streitmacht bei Tel-el-Kebir sei 25,000 Mann stark und führe 60 Kanonen. — General Wolseley hat beschlossen, unverzüglich vorzurücken.
— Bis jetzt sind 10,000 Mann englischer Truppen an's Land gesetzt, die Ausschiffung der Truppen dauert ununterbrochen fort; der Gesundheitszustand derselben ist ein vorzüglicher. Die Herstellung einer Eisenbahn vom Hafen bis nach Nefiche ist in Angriff genommen. Zur Recognoscirung der von Arabi Pascha's Truppen eingenommenen Stellungen sind Truppen-Abtheilungen abgesendet worden. Die mllttärischen Operationen werden hier von General Wolseley persönlich geleitet. Die telegraphische Verbindung mit Suez ist noch immer unterbrochen.
Telegraphische Depeschen.
Wolffs telegr. Corresponderrz-Bureau.
Berlin, 24. August. Der Gesandte v. Schlözer hat sich heute früh nach Varzin begeben.
-London, 24. August. Wie der „Times" aus Alexandrien gemeldet wird, hat der Gouverneur von Sudan einen Officier nach Alexandrien geschickt, um dem Khedive die Versicherung zu überbringen, daß er, seine Officiere und Truppen dem Khedive stets treubleiben und Arabi Pascha nicht anerkennen würden.
— Die Abendblätter melden telegraphisch aus Jsmailia, die englische Kavallerie und Artillerie habe heute Morgen den Vormarsch begonnen.
Alexandrien, 24. August. Nach dem Khedive zugegangenen Nachrichten soll die Eisenbahnverbindung bei Bulak-Dakrur in der Nähe von Elkithh unterbrochen sein; man vermuthet, es fei dies durch Beduinen geschehen, luelcije den Truppen Arabi Pascha's den Rückzug nach Ober-Egypten abschneiden wollten. Die Stimmung der Bevölkerung in Ober-Egypten sei eine gegen Arabi Pascha sehr feindselige und durch dessen Beitreibungen erbitterte.
BrrMisehtstz
Darmstadt, 24. August. Die Uebergabe der Fahne an das Füsilterbataillon des 2. Großh. Infanterie-Regiments (Großherzog) Nr. 116 findet morgen Vormittag W2 Uhr auf dem Jnfanterie-Exercierplatz statt. Hierbei sei bemerkt, daß bereits vor 10 Jahren, als die JägerbataiUone in Füsilierbataillone umgewandelt und das Füsilter- bataillon des 3. Großh. Infanterie-Regiments (Leib-Regiments) Nr. 117 neu errichtet wurde, diese Fahne angefertigt worden ist. — Die Nachricht des „Frans. Journ.", welche wir in Nr. 195 reproducirten und in welcher es hieß, daß eine alte, aus dem vorigen Jahrhundert stammende Fahne dem Füsilterbatatllon des 116. Regiments verliehen werden soll, ist demnach eine irrige gewesen.
Mainz. 20. August. sEnthüllungsfeter des Kriegerdenkmals des Veteranenvereins Siegeskranz.j Unsere Stadt war heut.- wieder in ein Festgewand gehüllt, da es galt, die fremden Gäste würdig zu empfangen, die aus Nah und Fern gekommen waren, um der Feier des auf dem Friedhof zu enthüllenden Denkmals für die in dem Feldzuge 1870/71 gefallenen Mainzer beizuwohnen. Schon am Samstag Abend herrschte in unserer Stadt ein reges Treiben; die Kriegeroereine aus weiter Ferne, von Crefeld, Met-, Straßburg rc., kamen bereits hier an und wurden dieselben auf dem Bahnhof enthusiastisch empfangen und durch Musikcorps in ihre Quartiere geleitet, worauf später in dem Vereinslokal zum Greiffenklauer Hof eine gesellige Zusammenkunft abgehalten wurde. Schon um 6 Uhr heute Morgen wurde es an allen Ecken und Enden unserer Stadt lebendig. Zu allen Thoren zogen die benachbarten Kriegervereine mit ihren Fahnen und durch Deputationen begrüßt zumeist mit Musikbegleitung in die Stadt; alle Züge, die hier und in Castel ankamen, ebenso die Dampfboote brachten neue Gäste, welche durch die mit Fahnen und Wimpeln, mit Tannenreisig und Eichenlaub, mit Triumphbogen und Guirlanden reich geschmückten Straßen, begünstigt von einem herrl-cben Witter ihren Einzug hielten. Gegen 10 Uhr des Vormittags versammelten sich auf dem neuen Boulevard sämmtliche Krtegervereine mit ihren Fahnen, die Feuer- wchr, ebenso die hiesigen Gesangvereine, Rudervereine, Turner, die Mitglieder des Ludwigsoereins, des Vereins der Hess. Division mit ihren Emblemen und Fahnen und nahmen allda Aufstellung, um sich in feierlichem Zuge, von Tausenden von Menschen begleitet, nach dem Friedhof zu begeben und dorten der Enthüllungsfeierlichkeit betzuwohnen. Es war ein imposanter Zug, an welchem sich ca. 120 Vereine behelligten und ebenso viel Banner und Fahnen gaben dem Ganzen ein feierliches Gepräge. Die Anzahl der Krieger betrug ca. 3500 Mann.
Mittlerweile hatten sich auf einer, auf dem Friedhof an dem Fuße des verhüllten Denkmals errichteten Tribüne die hohen Gäste eingefunden; anwesend waren der Ehren
präsident der „Hassia" Seine Großh. Hoheit Prinz Heinrich, Se. Excellenz der Herr Gouverneur von Woyna nebst Generalstab, Herr Territortalcommisfär und Kretsrath Küchler, die Herren Beigeordneten Dr. Oechsner und Reinach, die katholische Geistlichkeit, vertreten durch Mitglieder des Domcapitels, die evangelische und Garnisonsgeistlichkeit rc. Als der endlose Zug auf dem Friedhof anlangte, nahmen die Kneger- dereine zur Linken des Denkmals auf einer zum Friedhof gehörigen Fläche Aufstellung, während die Fahnen in einem Halbkreis um das Denkmal grupptrt wurden.
Die Enthüllungsfeter wurde hierauf durch den für Männerchor und Orchester- begleitung arrangirten Gesangsvortrag „Die Ehre Gottes in der Natur", von Beethoven unter der Dtrection des Herrn Eapcllmetfter Rusche etngeleitet, worauf Herr Pfarrer Sickinger, ein geborener Mainzer, gegenwärtig Pfarrer zu Heppenheim und ehemals Divisiorspfarrer der Hessischen Division in dem Kriege 1870—71, in ergreifenden Worten die Enthüllungsrede hielt. „Zu einer ernsten Feier, bemerkte der Redner, sind wir heute hier versammelt, an dem Orte des Todes, wie uns die vielen Leichensteine auch an die Macht des Todes erinnern; d'eses Denkmal soll enthüllt werden zu Ehren derjenigen Soldaten, die hinaus in das Schlachtfeld zogen und die entweder auf dem Feld der Ehre gefallen oder an ihren Wunden gestorben sind. Die Soldaten, die ihr Leben Hingaben für Fürst und Vaterland, die auf Frankreichs Erde gefallen sind, ihnen konnte kein Begräbniß, wie man es auf heimischer Erde wünscht, zu Theil werdm; ein stiller Händedruck, ein stilles Gebet war Alles, was man ihnen darbringen konnte, die Sorge für die Tobten mußte zurücktreten um die Sorge für die Lebenden, es mußte geschieden werden von dem bescheidenen Plätzchen, wo man die Krieger gebettet, denn es folgte wieder Schlacht auf Schlacht, nach Frankreich hinein. Dieser Tag war wieder ein Ehrentag für die Soldaten der Hessischen Division, der Tag von Gravelotte, der 18. August 1870; unter der Führung unseres allverehrten Großherzogs habt Ihr Kriegerkameraden den Sieg an Eure Fahnen zu heften gewußt; dieser Tag ist ein Ehrenkranz, geflochten für alle Zetten an die Fahnen der Hessischen Division. Bei Tagesgrauen am 19. August da lagen die tapferen Soldaten und Offiziere auf dem Schlachtfelde, die Offiziere noch mit dem Degen in der Faust, die Soldaten mit dem Gewehr im Arm, als ob sie noch gegen den Feind rücken wollten; sie starben wie Helden und wir haben sie beerdigt an derselben Stelle, an welcher jetzt bei Gravelotte das Hessendcnkmal steht. In zwei Gräber haben wir sie beerdigt, in derselben Uniform, die sie getragen für Fürst und Vaterland. Kein Sarg, keine Blumen, kein Kranz, auch sonst kein Zeichen der Liebe ward den Gefallenen zu Theil, nur kalte Erde lag auf ihren Wunden, während zu Hause in Deutschland ihre Lieben sich freuten Über den Sieg, nicht wissend, daß einer der Ihrigen diesen Sieg vielleicht mit seinem Herzblut erkämpft hatte. Ihnen wurde keine irdische Auszeichnung zu Theil, droben bei Gott wird Alles geordnet."
Nachdem sich Herr Pfarrer Sickinger noch darüber verbreitet hatte, daß es auch denjenigen zur Ehre und zum Ruhm gereiche, die diesen Stein ihren gefallenen Brüdern errichtet hätten, gedachte er auch derjenigen, die hierzu betgesteuert hätten, dies Denkmal erstehen zu lassen. Nach noch einigen ergreifenden Worten fiel die Hülle, die Fahnen senkten sich und von der Höhe des Friedhofes donnerten die Geschütze ihre friedlichen Grüße ins Land hinaus. Die Enthüllungsfeierlichkeit war zu Ende. Das prachtvolle Denkmal, ein hoher Obelisk, wurde hierauf bekränzt und von Sr. Gr^ßh. Hoheit dein Prinzen Heinrich und seinem hohen Gefolge besichtigt. Der Gedenkstein trägt die einfache Inschrift: „Der Vcteranenverein Siegeskranz seinen Kameraden " In prächtiger Ordnung bewegte sich hierauf der Zug unter fröhlicher Musik zur Stadt zurück, woselbst im Festlokal Nachmittags 3 Uhr das Bankett stattfand.
Mainz, 21. August Das gestern Nachmittag in den Festräumen des Raimundi- gartens abgehaltene Banket, welches zu Ehren der Gäste, welche zur Enthüllungsfeier des Kriegerdenkmals hierher gekommen waren, abgehalten wurde, war so zahlreich besucht, daß Hunderte von Mainzern zu Gunsten der Gäste auf eine Betheiligung am Banket Verzicht leisteten. Der erste Toast wurde von Herrn Gouverneur von Woyna auf Se. Majestät den Deutschen Kaiser ausgebracht, hieraus folgte der mit gleicher Begeisterung aufgenommene Toast des Herrn Provinzial-Directors Küchler auf Se. König!. Hoheit den Großherzog, unseren Landesfürsten. Es toaftirte nun der Präsident des Landesverbandes Kriegerkameradschaft „Hassia", Herr Oberst Gerlach, auf Se. Großh Hoheit den Prinzen Heinrich von Hessen, Dr. Nies, Präsident des Kriegervercins Darmstadt, auf die Stadt Mainz, Herr Beigeordneter Dr. Oechsner auf den Gouverneur von Woyna und Provinzial-Director Küchler, de Bcrgh aus Crefeld auf den Verein „Siegeskranz". Dr Vogt-Butzbach auf Herrn Pfarrer Sickinger, dieser auf Herrn von Woyna und die Offiziere der Garnison, Herr von Woyna auf die Einigkeit von Militär und Civrl, Herr Dr. Hangen auf die Kriegervereine, Hase. Präsident des Verbandes Hessen-Nassau in Frankfurt a. M. auf das Deutsche Vaterland. Große Begeisterung rief em Telegramm hervor, welches Sc. Königl. Hoheit der Großherzog auf ein an denselben abgesendetes Ergebenhettstelegramm eingesenoet hatte. Die Depesche lautete: „Dank, daß Sie Meiner gedacht beim Gedenkfeste unserer lieben Kameraden, die zur Ehre unseres Vaterlandes den Heldentod ft arbeit. Ludwig."
Offenbach. 24. August. Die Nachricht von einem gestern Abend verübten Mordversuch durcheilte heute Morgen rote ein Lauffeuer unsere Stadt. Das Opfer desselben n-t unser in der ganzen Stadt und von jedem Kinde gekannter Flurschütz Nagel, Vater von acht Kindern. Derselbe soll gestern Abend im Gasthaus „Zur Station" mit einem unbefanntm Menschen in Wortwechsel gerathen sein. Letzterer, dem infolge seines ungebührl'chen Benehmens vom Inhaber des Gasthauses die Thür gewiesen wurde, wandte sich der Tempelseeinühle zu, auf welchem Wege er Nagel, der bald nachher den Heimweg antrat und dessen Wohnung bekanntlich dort hinaus ye« legen ist, aufgelöst hat Vor der Stadt hat der Fremde, dessen Name bereits festgestellt sein soll, auf den des Weges kommenden, nichts Böses ahnenden Flur- schützen mehrere Schüsse abgefeuert, von denen der eine fehl ging, ein zweiter die Schulter streifte und ein dritter in den Oberschenkel deS einen Beines eindrang. Die Verwundungen sollen glücklicher Weise nicht lebensgefährlich sein. Der Thäter, den man für einen Amerikaner gehalten, ist flüchtig; unsere gesammte Polizei ist zu seiner Verfolgung aufgeboten und hoffentlich gelingt es dieser bald, des feigen Mörders habhaft zu werden. (Off. Ztg.)
Beiseförth, 20. August. Dem am verwichenen Dienstag hier niedergegangenen Wolkenbruch folgte heute früh gegen 4 Uhr, wie der „Kass. Tagespost" geschrieben wird, ein zweiter und zwar wiederum am Wildsberg und schädigte hauptsächlich das Hainaer Feld- Auch wurde die Eisenbahnstrecke zwischen hier und Morschen in Folge dessen wieder so arg verschüttet, daß der Betrieb seit heute Morgen gestört ist und die Passagiere an derselben Stelle und auf dieselbe Weise wo und wie am Dienstag von einem Zug zum andern wandern müssen. Einige hundert Leute sind beschäftigt, den Schutt weg- zuräumen und hofft man bis heute Nachmittag das Geleise wieder frei zu haben, obschon die Verschüttung starker als am Dienstag ist.
— Die am 18. d Mts. zu Eisenach versammelt gewesene zahlreich besuchte 19. ordentliche Generalversammlung des Vereins deutscher Eisengießereien hat die nachstehenden Resolutionen beschlossen:
1) Der Verein deutscher Eisengießereien spricht fein Bedauern darüber aus, daß die öffentliche Meinung durch einseitige und tendenziöse Angriffe in der Presse und in einzelnen Handelskammerberichten in Bezug auf die Wirksamkeit und die Folgen des neuen Zolltarifs beständig beunruhigt und dadurch das der Industrie vor Allem nothwendige Vertrauen in der Stetigkeit der bestehenden gesetzlichen Institutionen erschüttert wird.
2) Der Verein erklärt sich wiederholt dazu bereit, die Bestrebungen des Herrn Reichskanzlers, welche darauf abzielen, die Arbeiter gegen die Gefahren des industriellen und gewerblichen Betriebes zu schützen, nach Kräften fördern zu helfen und bittet Se. Durchlaucht den Herrn Fürsten Bismarck, seinen ganzen Einfluß dafür aufzu- wenden, daß die Kranken- und Unfallversicherungs-Vorlagen, mit deren Grundgedanken der Verein — von verbesserungsbedürftigen Einzelheiten der Entwürfe abgesehen — durchaus einverstanden ist, noch in dieser Reichstagssession zu Stande komme.
3) Der Verein deutscher Eisengießereien glaubt die Erwartung aussprechen zu dürfen, daß die Frage der Correctur des seit dem Jahre 1877 eingeführten Reforrn- Tarif-Schemas durch Einführung einer zweiten ermäßigten Stückgutklasse, im Sinne der vom Ausschuß der Verkehrsinteressenten der ständigen Tarifcommission der deutscher Eisenbahnen gemachten Vorschläge, nur einstweilen vertagt worden ist, weil die maßgebenden Behörden des Reichs zur Zeit durch dringlichere wirthschaftspolitische Aufgaben in Anspruch genommen sind.
Er wiederholt daher in Uebereinstimmung mit zahlreichen competenten Vertretungen wirthschaftlicher Interessen Deutschlands und speciell unter Bezugnahme auf die zuletzt im December 1881 gefaßten Resolutionen des Centralverbands deutscher Industrieller die Erklärung, daß die Einführung einer zweiten ermäßigten Stückgutklasse als unad-


