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fübruna und der Bilanzen pro 1881 in Anspruch genommen worden. Was die Ein- iührung einer Vorstands.Jnstruction anbelangt, so hat die auf dem vorigen Verbandslag mit der Ausstellung einer solchen beauftragte Commission >m Lause des Monats Mai lN Heppenheim eine Gonferenz abgehalten, aus deren Berathung em Entwurf b^rvor- aeaangen ist, der zur Berathung und Annahme auf dem diesmaligen Verbandstage empfohlen werden soll. Die Angelegenheit wegen des außergerichtlichen Verkaufsrechts von Faustpfändern ist immer noch nicht zu einem ernsten ßreijfcaren Resultate ge­kommen. Die Sache liegt noch bei Großh. Ministerium des Innern Aus einem Rescrtvte desselben erhielt man Kenntmß davon, daß diese Behörde sich mit den Ge- ilebten, über die etngereichte Petition in's Benehmen gesetzt hat, um sich über die Zweckmäßigkeit der beantragten gesetzlichen Bestimmungen Bericht erstatten zu lassen. ° Bezüglich des Standes der Verbandskasse wird bemerkt: Der Vermogenöstand betrug laut 1880er Rechnung 553,05 JL; im Geschäftsjahr 1881 sind eingegangen : allgemeine Vereins- und Verbandsrückstände pro 1880 131,68 JL, Beitrage zur allge­meinen und Verbandskasse pro 1881 722,18 JL, ^lnsen für 1881 von der Darmstadter Volksbank 15,90 JL, zusammen 1422,81 JL Im Geschäftsjahre ^81 wurden veraus­gabt: an die allgemeine Vereinskasse Rückstände pro 1880 65,84 ^'^'trage pro 1881 855,94 JL, an die Verbandstagsabgeordneten zum Kasseler Vereinstag loO JL, an bie bestellten Abgeordneten für die Gonferenzen in Heppenheim und Weinheim 62IJL, ferner für Porto, Reisekosten, Druäsachen rc. 125,72 JL, zusammen 7o9,5O Es bleibt sonach ein Bestand von 663,31 JL .

Nachdem zu Revisoren der Rechnung die Herren B er ch e lmann und Habicht erwählt worden, wird die Berichterstattung ans den einzelnen Verbandsoereinen entgcgen- genommen. Es wird dabei vorzugsweise die Frage ventilirt, ob den Vorstands- und Aussichtsrathsmitgliedern Credite gewährt und dieselben zur Bürgschaftsleistung iuflelaüen werden sollen- Bezüglich der Vorstandsmitglieder war man allgemein der Ansicht, daß eine Creditgewährung an dieselben nicht zu empfehlen sei, wahrend die Frage hin­sichtlich der AufsichtSrathsmitglieder namentlich mit Rücksicht auf die kleineren Vereine zu einer definitiven Entscheidung nicht gebracht wird. .2ln ber$eba*le außer den Delegirten der einzelnen Vereine namentl.ch der Vertreter der Anwaltschaft Herr Dr. Schneider, welcher namentlich auf die Wichtigkeit von Instructionen für die Vorstände und auf die Nothwendigkett, dieselben durch Die Generalversammlungen her Vereine genehmigen zu lassen, hinweift. t ,

Hierauf begründet der Verbandsbirector Bernhardt seinen schon auf mehreren Verbandstagen ventiltrten Antrag auf Einführung regelmäßiger Revis tonen der Berbandsoereine, als im Interesse des Genossenschaftslebens und der Ge­nossenschaftsbewegung. Er empfiehlt, die Frage als eine innere Frage der Verbände zu betrachten. Eine im Juni in Weinheim ftattgehabte^Conferenz benachbarter Ver­bände habe ein Statut entworfen, bestimmt für einen größeren Reoisionsverband, an welchen sich anzuschließen er nicht empfehlen könne, da bei zu großen Verbanden der Revisor sich nicht so accomodtren könne den Verschiedenheiten, welche schon die land­schaftliche Lage der einzelnen Vereinsgebiete bedinge. Auch seien die Kosten der Revisionen bei einem großen Revisionsverbande zu bedeutend. Er legt sodann einen Entwmf von Bestimmungen über die Einrichtung einer Revision der Vereine des Verbandes der Starkenburger Erwerbs- und Wirthschaftsgenossen vor wonach die Vereine des Ver­bandes ihre Geschäftsführung und geschäftlichen Einrichtungen alljährlich, mindestens alle 2 Jahre, einer Revision durch den Verbandsdirector oder einen von demselben zu ernennenden Verbandsrevisor unterwerfen, welcher insbesondere zu prüfen haben soll, ob der Verein nicht über seine Kräfte hinaus Geschäfte macht, sowohlHinsicht auf die Höhe der einzelnen gewährten Credite, als auch in Hinsicht des Geschaftsgebietes. Der revidirte Verein hat dem Revisor für die ganze Revision 30 JL zu Zahlen. Aus der Verbandskasse erhält der Letztere die Erstattung seiner Reisekosten und als Honorar für seinen Bericht 15 JL Nach längerer Dlscussion, in welcher Herr Dr. Schneider Namens der Anwaltschaft die Zeitdauer von 2 Jahren als Norm für d.e Revisoren empfiehlt, wird der Entwurf mit einigen unwesentlichen Aenderungen angenommen.

Als Verbandsrevisor wird Herr Verbandsdirector Bernhardt gewählt und bestimmt, daß die Verbandsvereine ihren Beitritt zum Revisionsverbande bis zum 1. November d-I. erklären sollen. Für eine Instruction für die Vorstände der Verbandsvereine war von einer Commission ein Entwurf vorgelegt, ^ch mußte dieser Gegenstand der Tagesordnung gleichwie der folgende:Besprechung Über Pfennig- sparkassen" auf den nächsten Verbandstag der bereus sehr wett vorgerückten Zeit wegen vertagt werden. - Schließlich wird als Ort für den nächstjährigen Verbandstag Mörfelden bestimmt und als stellvertretender Verbandsdirector Herr Bauunter­nehmer Rückert (Darmstadt) gewählt. - Nach Schluß der Verhand ungen fand im Darmstädter Hof em gemeinschaftliches Mtttagesfen statt; für 4 Uhr ist eine Wagen­fahrt durch das Mühlthal Über Eoerstadt projectirt.

Lokales.

Gießen, 24. August. Wie man uns mittheilt, sind die seit Wochen gepflogenen Unterhandlungen insofern znm Abschlüsse gekommen, als sich die Offenbacher Ruder-

gesellschaft ^Undine" nunmehr endlich bereit erklärt hat, nochmals mit unserer Ruder­gesellschaft im 1 ruderigen outrigged Raceboot (Skiff) um den von Mitgliedern des Mandarinenkastens gestifteten Ehrenpreis zu fahren.

Der Austrag dieses Kampfes wird nächsten Sonntag den 27. August, Vormittags 91A Uhr auf dem Woog Hierselbst stattfinden und sieht man in hiesigen und auswärtigen Sportkreisen dem Ausgang mit großer Spannung entgegen. Das für diesen Tag in Nauheim projectirte Ruderfest fällt aus.h.

Gießen, 24. August. Ein Kellner eines hiesigen Hotels ging in der Nacht vom 22. zum 23. d. Mts. unter Mitnahme der ihm anvertrauten Kaffe rc. durch.

Heute Morgen wurde ein Kind von 6 Jahren auf dem Marktplatz von einem Oeconomiewagen überfahren und an einer Hand verletzt.

Vermischtes.

Darmstadt, 23. August. sMilitärdienstnachrichten.) Klingelhöffer, Sec.-Lieut. vom 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116, zum Premier-Lieut. befördert.

[f Drei freiwillige . . . .] In berSaale-Ztg." vom 15. August finden wir nachstehende interessante Notiz: Vor wenigen Wochen wurde nachstehendes Geschichtchen erst erzählungsreif. Dem geehrten Mitleserkreis trag' ich's vor, so gut ichs kann und versichere strengste Wahrhaftigkeit: Das Kriegsgericht von Rastatt 1849 hatte die unglücklichen Dreizehn. Elsenhans und Genossen, begnadigtzu Pulver und Blei", wie es in Altöfterreich heißt. Meiner Compagnie, welche viele Mannschaften vom walde, fast sämmtlich wohlgeschulte und vielgeübte Büchsenschüßen hatte, wurde jedenfalls oder doch höchst wahrscheinlich die Executionsabthetlung entnommen. Da gehen sachte hinten herum: Nr. 1, August Th...... genanntder Pots ... er"

er stammte daher, war aber in S . . . beschäftigt und unverheirathet, Nr. 2, Martin Sch ... aus D bei S . . . und Nr. 3, Veit A....., genannt

D " aus H bei S . . ., zum Hauptmann und melden sich zum schrecklichen Dienste freiwillig. Gut geschossen hat dieses Kleeblatt; jedes der dreizehn Opfer hatte mindestens drei Stirnschüsse. Der Gestchtsausdruck der Gefallenen war Ruhe und Stolz. Sie hatten nicht gelitten. Dieser Schüsse rühmten sich die drei genannten Schützen gar oft, betonten habet jedesmal, daß sie commanbirt worden, ver­schwiegen aber auch jedesmal ihre heimliche vorgängige Meldung zum Commando. August Th .... . wilderte bann mehr, als er am Amboß unb Schraubstock stand. Dabei war er leidenschaftlicher Hazarbsvieler; aber auch ein hübscher, gefälliger und lustiger Mensch. Im nahe gelegenen G . . - ward nächtlich eingebrochen unb ber Verwandten eines Wildschützen eine namhafte Geldsumme gestohlen. Mit Jnstichlassung von Weib und Kindern floh Th nach den Vereinigten Staaten Nordamerikas. Dort ging es ihm, dem sehr geschickten Büchsenmacher, anfänglich auch recht gut. Aber unfleißig, wie er war unb nur wtlbes Leben liebend, nahm er bei Ausbruch des Secessionskrieges sofort das Werbegeld unb fand als Hauptmann ben Kugeltod. Das war Nr. 1. Veit 91 .... ., ein Maurer, stürzte 1878 im Branntweinrausche beim Bau der Villa Sch .....in S . . - von der Letter und brach das Genick- Das

war Nr. 3. Jrn soeben verflossenen Juli ist in D.........bei S . . - Martin

Sch ... . nach langem, peinlichem Siechthum, welches gerade für ihn, ber nur ben an Wild und Holz viel geplünderten Forst, sowie den wüsten Lärm der Schnapsschenke liebte, ber Schrecken ber Schrecken war, qualvoll verenbet unb von einer wahren Thräne nicht beweint worden. Das war Nr. 2. So endeten die Drei!

Handel und Verkehr.

Limburg, 23. August. Rother Weizen JL 19.20, Weißer Weizen JL Korn JL 12.30, neue Gerste JL 10.40, alter Hafer JL 8.80, neuer JL 7.20, Erbsen JL, Kartoffeln JL.

Frankfurt, 23. August. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu JL 2.803.70, Stroh JL 1.501.80, Eier das Hundert JL 4.805.50, Stück 5 u. 6 ^Butter 1. Qualität JL 1.30, 2. Qualität JL 1.25, Kartoffeln per Gentner JL. 2.503-50, ausgekernte Erbsen das Pfund 60 H, Bohnen per Pfund 5 H, Wirsing 68 H, Blumen­kohl 1560 4 das Stück, 1 Hahn JL 0.00, 1 Suppenhuhn JL 1.30, 1 Poularde JL 00.00, 1 Ente JL 1.802.00, 1 Taube 00 H, 1 Welschen JL 000, 1 Gans JL 4.30-5.00.

731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in ebi- oder mehre Zeitungon verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn mt> von der Annoncen - Expedition von MA-ASEW8TE1RJ VOGLEK Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, dio auch hinsichts der für den jeweiliges Zweck geeigneten Blätter auf Grund reiche - Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt

Allgemeiner Anzeiger.

Die Holzversteigerung in der Oberförsterei Schiffen­berg vom 22. l. M. ift genehmigt. Die Msuhrscheine können vom 1. n. M. an bei Großherzogl. Rentamt Gießen erhoben werden. Als Termin für Ueberlieserung des Holzes, sowie als erster Abfuhrtag ift Montag der 4. n. M. bestimmt. ,

Gießen, den 23. August 1882.

Großh. Oberförsterei Schiffenberg. 5510 Georgi.

Grummetgras- Verfteigerung

in der Oberförstern Schiffenberg.

Donnerstag den 31. l. M. soll Vormittags 9 Uhr das Gmmmet- gras von den fiscalischeu We,enim den Gemarkungen Leihgestern, Schisten-- derg und Watzenborn in dem Gemeinde­haus zu Watzenborn versteigert werden.

Gießen, am 24. August 1882.

Großh. Oberförsterei Schiffenberg.

5520 Georgi.

Samstag den 26. August,

Nachmittags 3 Uhr,

soll das in der Neustadt gelegene früher Klivgelhöfer'fche Haus, fowst die daselbst gelegene ftüher Burkhardt sche Scheuer, letztere in sehr gutemZustano, an Ort und Stelle an den Meistbietenden auf den Abbruch versteigert werden.

Gießen, den 22. August 1882. ,

p|_. Großherzogliches Ortsgericht.

5496 Lüdeking.

Heute, Feeitug den 23. August,

Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, wird die Waarenversteigerung im vormalsLange'schen" Hause fortgesetzt, und kommen Vormittags die Kleineisenwaaren und Nachmittags die Kochgeschirre und Haushaltungsgegenstände zum Ausgebot.

Gießen den 25. August 1882.

5521 M. Pilger, Concursverwalter.

Ausverkauf

Ich verkaufe, um damit zu raumen, bedeutend unter dem Selbst­kostenpreis : Kaminrohre, Sandsteinplatten, Tuffsteine und Häckselmaschinen.

5505 <Donr. Vogt III. in Li-h.

Augsburger

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5 Am 31. August und 1. September 1882. 2

g Braunschweiger Hauptgewinn JL 900Q0, a jl 229 u. h JL 160

-Hamburger ,, 157 500, 594 348 Z

I Pappenheimer

; ; 15428,;;;; 47;;;;; 35 Z

; 6000,42.70,, 30 e

excl. kleinstem Treffer- 5511Z

Antheile verhältnißmäßig. Pläne, Liften und Auskunft gratis- S

Moritz Stiebei Söhne, Bankgeschäft in Frankfurt a. M- 2

Die Univerfiläls-Apotheke Zum goldenen Engel

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Die Aepfel und Birnen von den Bäumen am Anneröder-, Krofdorfer-, Steinbacher- und Wiesecker-Weg, sowie auf den Anlagen vor dem Friedhof, auf dem Lutherberg und Lärchenwäld­chen und aus dem Berg bei der Schule in der Neustadt sollen

Samstag den 26 d. Mts.,

Nachmittags 4 Uhr, versteigert werden. Zusammenkunft am Neuwegerthor.

Gießen, den 23. August 1882.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

5515 A- Bramm.

Grummelgräs-Versteigerung.

Montag den 28. August,

Nachmittags 2 Uhr, soll das Grummetgras von den Wiesen des Ludwig Bingel zur Mittelst- Mühle in Abtbellungen an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden.

Alt-Buseck, am 24. August 1882.

Der Concurs-Verwalter:

5518 Seuling-__________

Freitag den 8. September,

Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Im­mobilien des Christian Malkomefiuö r Flur XXXX/40ai7/100, Hofraithe links der Ehauffee, meistbietend versteigert werden-

Gießen, den 27. Juli 1882.

Großherzogliches Ortsgericht. 5003 Müller.