vorgeschlagen und habe ferner den Vorschlag gemacht, England und Frankreich sollten durch ihre Vertreter in Konstantinopel die Pforte ersuchen, vorläufig sich feder Einmischung in Egypten zu enthalten; gleichzeitig sollten die übrigen Großmächte von der Entsendung des Geschwaders in Kenntniß gesetzt werden mit dem Ersuchen, ähnliche Weisungen nach Konstantinopel zu senden. Die französische Regierung fahre fort, die Intervention der Türkei zu bekämpfen. Sie würde es aber nicht als eine Jotervention ansehen, wenn die nach Egypten berufenen türkischen Truppen unter der Controle der Westmächte operiren würden- Sollte die französische Regierung es nach Ankunft der Geschwader für rathsam erachten, Truppen zu landen, so würden sre hierzu die türkischen Truppen unter der erwähnten Bedingung requiriren. Granville antwortete am 13. Ma' auf die Vorschläge Freycinet's zustimmend, indem er zugleich den Einwendungen der französischen Regierung gegen den Vorschlag auf Entsendung von Generälen nach Egypten nachgab. In einer Depesche Granmlle's an den Botschafter in Paris, Lord Lyons, vom 15. Mai heißt es, Granville und Gladstone bedauern, daß die übrigen Mächte nicht zur Cooperation eingeladen worden seien, die englische Regierung halte dies für einen Fehler, aber da die französische Regierung sich dagegen ablehnend verhalte, so wolle England dem eingeschlagenen Verfahren seine Zustimmung nicht versagen.
Petersburg, 23. Juni. Eine Circularversügung des Ministers des Innern, Grafen Tolstoy, an die Gouverneure giebt denselben kund, daß die Verantwortung für fernere antisemitische Demonstrationen auf die Gouverneure falle, und daß jede derartige Demonstration die sofortige Entlassung und gerichtliche Verfolgung derjenigen amtlichen Personen nach sich ziehen werde, deren erste Aufgabe die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung sei.
— Das „Journal de St. Petersbourg" bespricht das letzte Rundschreiben der Pforte. Abweichend von derselben hielten England und Frankreich es nicht für erwiesen, daß die Ruhe in Egypten wieder hergestellt sei. Die Pforte sage, es sei die Mission Derwisch Pascha's, den Status quo wieder herzustellen. Sei dies das Ziel, so sei es eins und dasselbe, welches die europäischen Cabinete verfolgen. Die Conferenz könne also den Interessen der Türkei keinen Eintrag thun, noch die Bemühungen Derwisch Pascha's paralisiren.
Alexandrien, 23. Juni. (Meldung des „Reuter'schen Bureaus"). Arabi Pascha erklärte sich in seiner Antwort aus die Depesche des Sultans bereit, der an ihn ergangenen Aufforderung, nach Konstantinopel zu kommen, Folge zu leisten, wies gleichzeitig aber auch daraus hin, daß ihm die Armee nicht gestatten würde, das Land zu verlassen.
Konstantinopel, 23. Juni. Die Eröffnung der Conferenz-Verhand- lungen hat gestern wegen mangelnder Instructionen einzelner Vertreter, inson- ders des Vertreters Oesterreichs, nicht stattftnden können.
— Die Pforte setzt in allen Aeußerungen chre Bemühungen fort, die Brächte zu überzeugen, daß die Mission Derwisch Pascha's zum erwünschten Ziel geführt habe, indem gegenwärtig Beruhigung in Egypten herrsche; es scheine ein Zustand geschaffen, der auch oen fremden Interessen genügen und besondere Conferenzberathungen überflüssig machen dürfte.
Die Krisis im preußischen Ministerium.
Es ist seit Jahren bekannt, daß Fürst Bismarck als Reichskanzler und als Präsident des preußischen Ministeriums seiner Rolle als leitender und verantwortlicher Staatsmann eine dominirenbe Stellung gegeben hat und daß im Großen und Ganzen die preußischen Minister und Staatssecretäre der Reichsregierung keine eigenen, selbst gewollten politischen und wirthschaftlichen Systeme zu vertreten haben, sondern berufen sind, als erste Mitarbeiter an den Plänen und Reorganisationen des Fürsten Bismarck mitzuwtrken. Aus diesem Grunde hat daher, so lange Fürst Bismarck Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident bleibt und nur ein anderer Minister ausscheidet, eine Ministerkrisis in Berlin keine tiefe, etwa einen politischen Systemwechsel bezweckende Bedeutung. Immerhin bleibt aber eine Mimsterkrisis ein wichtiges Ere!gniß im politischen Leben und deßhald erwähnen wir auch die gegenwärtige, wonach der preußische Minister Bitter um seine Entlassung gebeten hatte, und der preußische Minister des Innern, v. Puttkamer, ebenfalls Differenzen mit dem Reichskanzler haben soll. Bewahrheitet sich, daß wirklich beide Minister gehen wollen, so wäre allerdings die Krisis eine außergewöhnliche und sie könnte vielleicht doch der Vorbote zu einigen Aenderungen in der Politik und Taktik des Reichskanzlers fein. Scheidet aber nur der Finanzminister Bitter aus dem preußischen Cabinet, so ist diesem Personenwechsel jedenfalls gar keine politische Bedeutung beizumessen, denn es wird gemeldet, daß der Finanzminister Bitter sich schon längere Zeit mit dem Gedanken getragen, feine Entlassung zu nehmen, wobei die Ursache allerdings diejenige zu fein scheint, daß der Finanzminister Bitter nicht in allen Punkten mit den Steuerreformplänen des Fürsten Bismarck übereinstimmt. Wahrscheinlich will der Reichskanzler aber auch als Finanzminister einen Staatsmann zur Seite haben, der in allen Punkten seine Reformpläne mit ihm energisch und zäh durchzukämpfen entschlossen ist. Dem Nachfolger des Herrn Bitter wartet daher ein sehr dornenvolles Amt und man darf gespannt darauf sein, welcher Staatsmann dasselbe mit Feuereifer übernimmt. Die meisten Chancen sollen in dieser Richtung der Staatssecretär des Reichsschatzamtes, Scholz, und der Geheimerath Tiedemann, letzterer ein besonderer Vertrauter des Fürsten Bismarck, haben. In der Ministerkrisis selbst hat sich indessen noch gar keine definitive Thatsache vollzogen, denn der Kaiser und König hat bis jetzt weder das Entlassungsgesuch des Ministers Bitter angenommen, noch abgelehnt. Immerhin glaubt man aber mit Sicherheit onnehmen zu müssen, daß Herr Bitter als Finanzminifter aus dem preußischen Cabinet ausscheiden wird und zwar mit dem Ruhme eines der begabtesten und verdienstvollsten Beamten, den er sich in seinen langjährigen Verwaltungsdiensten erworben hat. Lorbeeren als Ftnanzminister hat sich Herr Bitter allerdings nicht erwerben können, in dieser Stellung scheint es für ihn, wie für die meisten seiner Vorgänger nur Dornen gegeben zu haben, wie ja anerkanntermaßen das Amt eines Finanzministers fast immer das schwierigste und undankbarste ist. Mag Herr Bitter einen glücklicheren und erfolgreicheren Nachfolger erhalten. Allzuviel Hoffnung kann man in dieser Richtung allerdings nicht haben, da sich zur Zeit unser politisches und wtrtbschaftliches Leben in scharfen Gegensätzen bewegt, die m großen Kämpfen wahrscheinlich nicht geschlichtet werden können.
Lokale»
Gießen, 24. Juni. [11 Sitzung der Handelskammer am 19.Juni.j Anwesend die Herren Ed. Stlbereisen, L. Georgi, S. Heichelheim, A. Katz und F. C. B. Koch.
Der in voriger S'tzung unerledigt gebliebene Antrag des Herrn Heichelheim zur Geschäftsordnung, betreffend das mehrtägige Auflegen der Acten im Handels- kammerlokal vor Erstattung von nicht eiligen Referaten wird abgelehnt.
Herr F. C. B Koch berichtet über die letzte Eisenbahnconferenz in Hannover. Die daselbst behandelten Gegenstände waren ohne besonderes Interesse für Gießen. Gesprächsweise erfuhr Herr Koch, daß der bei der Eisenbahndirection Hannover gestellte Antrag der Kammer, betreffend die Gültigkeit von Retourbillets Gießen, Friedberg, Frankfurt, auch für Hanau, Friedberg, Gießen wenig Aussicht habe. Dagegen wurde die Ausgabe von Rundreisebillets Gießen-Frankfurt-Hanau-Gießen in Aussicht gestellt. t Ä
Herr August Wehn ersucht um Vermittlung der Kammer für einige Desiderien belT. Eisenbahnangelegenheiten Die Kammer beschließt diese Wünsche für die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Eisenbahnbeiraths anzumelden.
Eine Zuschrift der Großh. Hauptstaatskasse theilt mit, daß der Kammer beim hiesigen Rentamt ein Credit von 1030 «4L eröffnet worden sei.
Laut Zuschrift Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz ist die Gült'g- keitsdauer des Handelsvertrags mit Italien bis 30. Juni 1883 verlängert worden.
Der Vorort des hessischen Handelskammertags, die Handelskammer Mainz zeigt an, daß der letzte Antrag der hiesigen Kammer, betr. das neue Handelskammergesetz, renn Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz abge-
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Für die Eisenbahnconferenz Frankfurt am 23. Juni wird Herr Silberetsen als Delegirter gewählt.
Auf Zuschrift des Generalsecretärs Bueck in Düsseldorf betr. das projectirte Exportfirmcnadreßbuch wird beschlossen, denselben um vorläufige Uebersendung von 10 Probebogen und Circulare zu ersuchen.
Der Entwurf eines Berichts an das Großh Ministerium des Innern und der Justiz betr. dcn Beschluß, in diesem Jahr keinen Jahresbericht herauszugeben, wird genehmigt.
Gießen, 24. Juni. Schwurgerichtssitzung am 23 Juni gegen Wilhelm Hofmann's Ehefrau von Grünmgen wegen Meineids.
Hofmann's Frau ist angeklagt:
daß sic am 6. Januar l. I in der Privatklagesache des Heinrich Weitz von Dorf-Gill gegen Heinrich Messerschmidt von da vor einer zur Abnahme von Eiden zuständigen Behörde, nämlich dem Gr. Schöffengericht Lich, den vor ihrer Vernehmung als Zeugin geleisteten Eid wissentlich durch ein falsches Zeugniß verletzt habe.
Die Geschworenen verneinten die Schuldfrage und wurde demgemäß die Beschuldigte von Strafe und Kosten freigesprochen.
Gießen, 24. Juni. In der gestern Abend im Cafä Schwinn abgehaltenen Generalversammlung des Thierschutzoereins wurde die Gründung eines Zweig-Thter- schutzvereins für Gießen einstimmig beschlossen. Die Versammlung genehmigte die vom Ausschuß entworfenen Statuten und wählte einen aus zwölf Mitgliedern bestehenden Ausschuß. Hoffentlich treten dem Vereine noch eine größere Anzahl Freunde der Thierwelt bei.
Vermischte».
Göttingen, 19. Juni. Der Professor der Chemie, v. Uslar Hierselbst, hat vor Kurzem in dem Magen und der Leber eines in Bremen plötzlich Verstorbenen beträchtliche Mengen des furchtbaren Pflanzengiftes Strychnin nach einem von v. Uslar selbst entdeckten oder zuerst empfohlenen Verfahren chemisch nachgewiesen, ifoltrt und sogar quantitativ bestimmt. Diese chemischen Untersuchungen waren von zwei Lebensversicherungsbanken, bei denen der Verstorbene sein Leben vor nicht gar langer Zeit hoch versichert hatte, besonders deßhald beantragt, weil man sich des Verdachtes eines Selbstmordes nicht erwehren konnte, nachdem sich die Vermögensverhältnisse des Versicherten als so sehr zerrüttet herausgestellt hatten, daß derselbe sogar seine beiden Policen schon vor einiger Zeit verpfänden mußte.
— Dem 51. Rechenschaftsberichte der Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig für das Jahr 1881, dessen Bilanz sich im Jnseratentheile unserer heutigen Nummer abgedruckt findet, entnehmen wir, daß die genannte Gesellschaft auch im vergangenen Jahre ihren Platz als eine der größten und besten deutschen Lebensversicherungsanftalten behauptet hat. Die Mitgliederzahl ist Ende 1881 auf 31390 Personen mit 171 Millionen Mark Versicherungssumme gestiegen. Das Vermögen, durchweg unbedingt sicher angelegt, belief sich auf über 34 Millionen Mark; darunter befinden sich gegen 7 Millionen Mark angesammelte Uederschüsse, welche innerhalb der nächsten 5 Jahre den Mitgliedern der bekanntlich aus reiner Gegenseitigkeit beruhenden Anstalt unverkürzt als Dividende zurückgewährt werden. Die letztere beträgt im laufenden wie im vergangenen und vorvergangenen Jahre 40 pCt. der ordentlichen Jahresprämie. Während ihres 51jährigen Bestehens hat die Gesellschaft gegen 88 Millionen Mark, hauptsächlich an Prämien und Zinsen, vereinnahmt, dagegen über SP/z Millionen Mark für Sterbefälle und über IO*/? Millionen Mark als Dividende an ihre Versicherten gezahlt.
— Victor v Scheffel hat kürzlich einer Autographen-Jägerin einen netten Streich gespielt. Erne Dame, die von allen literarischen und künstlerischen Berühmtheiten Autograph'en haben will und ihre Jagd systematisch, ja beinahe geschäftsmäßig ausübt, wollte sich auch an Scheffel wenden. „Bei Scheffel", sagt der Dame ein Freund, „müssen Sie es ganz besonders angreifen; der kann die Autographenjäger nicht leiden und giebt Ihnen gewiß keine Antwort " D>e Dame läßt sich das gesagt sein, setzt sich hin und schreibt: „Hochgeehrter Herr v. Scheffel! Gestatten Sie, daß eine Ihnen ganz Unbekannte sich in einer Angelegenheit an Sie wendet, in der Sie die zuverlässigste Autorität sind. In einer größeren Gesellschaft, in der Sie zahlreiche Verehrer besitze», wurden nämlich jüngst Ihre Dichtungen besprochen und dabei die Frage aufgeworfen, ob „Der Trompeter von Säckingen" oder der „Eckchard" früher gedichtet sei. Ich möchte Sie nun rc." — Es dauerte nicht lange, da lies mit dem Stempel von Scheffel's Wohnort ein Couvert ein, das die Dame mit frohem Herzklopfen öffnete. Darin befand sich ihr eigener Brief an Scheffel, keine Zeile, fein Wort weiter. Hingegen entdeckte sic bei näherer Prüfung in der Schlußfrage des Brieses vor dem „Trompeter" eine 1 und vor dem „Eckehard" eine 2 — das war Alles!
— [Eine recht freundliche Einladung.) Kürzlich wurde in Höxter ein neuer Todtenwagen angeschafft, aus welchem Anlaß das Stadtoberhaupt eine Bekanntmachung erlassen hat, worin wörtlich folgende Stelle vorkommt: „Die Einwohner werden ersucht, den Todtenwagen mehr als bisher zu benutzen "
— [Fälschungen.) Es waren einmal vier Fliegen und die hatten Hunger. Die erste machte sich über eine Wurst her. denn die Wurst schien zum Fressen schön. Aber die Fliege starb an Dünndarm-Entzündung, denn die Wurst war mit Anilin verfälscht. Die andere Fliege naschte am Mehl und siehe da! — sie verendete an Magenverengung sintemalen das Mehl mit Schwerspat verfälscht war. Die dritte Fliege trank aus dem Milchtopf; zu ihrem Unheil, sie frepirte elendiglich an Kolik, denn die Milch war mit Kalk gefälscht. — „Hin ist hin. gestorben muß sein!" dachte die vierte Fliege und flog auf ein Fliegenpapier, worauf ein Todtenkovs gemalt war, mit der Inschrift «Gift > Und die vierte Fliege trank und trank und war guter Dinge und starb nicht, auch das Fliegengift war — gefälscht! v.
— Aus den Verhandlungen des Chirurgen-Congresses in Berlin verdient einr gelegentlich mitgetheilte Beobachtung des Dr. Bidder aus Mannheim nachdrücklich hervorgehoben zu werden, welche für die Pflege der Kinder von erheblicher Tragweite ist. Derselbe hat bei Kindern von ein bis zwei Jahren wiederholt beobachtet, daß unter den zahlreichen Fuß- und Gelenksverkrümmungen, welche in seine Behandlung kamen, auch solche sich fanden, bet denen der eine Fuß ein sogenanntes „X-Bein (Genu valgum 1, der andere ein „O-Bein" (Genu varum) war. Er führt diese Verkrümmungen darauf zurück, daß die jungen Kinder von den Müttern resp. Ammcn oder Kindermädchen stets nur auf einem Arme getragen werden. Der Bau des weiblichen Körpers bedingt alsdann, daß die Knie des KindeS in die Vertiefung ■^ruit unö
Unterleib der Trägerin hineingepreßt werden. Durch diesen täglich wiederholten andauernden Druck werden die zarten Knochen und Gelenke des Kindes in ihremWachS- thum beeinflußt und verkrümmt So wird ein Kind, das von Mutter oder Wärterin stets auf dem linken Arme getragen wird, im Laufe der Zeit am rechten Fuß ein 0-Bein und am linken ein X-Bein erhalten, während umgekehrt durch fortwährendes Tragen auf dem rechten Arm am linken Fuß des Kindes ein O Bein und rechts ein X-Bein entsteht. Ohne Zweifel werden auch viele andere Arten von Verkrümmungen und Verwachsungen bei jungen Kindern auf diese Ursache zurückzuführen fein. Dr. Bidder hat, wenn solche Fälle frisch in seine Behandlung kamen, sie einfach dadurch curtrt, daß er die Mütter anwies, die Kinder nunmehr stets auf dem anderen Arme zu tragen, um durch bte entgegengesetzte Wirkung die Krümmung auszuglerchen. Bon andere Theilnehmern des Chirurgen-Congresses wurden diese Beobachtungen bestätigt und u dürfte für unsere Mütter beherzigenswerth fein, darauf zu achten, daß bte jungen Kinder abwechselnd auf beiden Armen getragen werden. _____
Gewerbliche und technische Notizen.
- [Wanzen.) Es tauchen jetzt in den öffentlichen Blattern wieder verschiedene Mittel gegen Wanzen auf, deren Anwendung theilweise umständlich und welche anoer- seits nicht stets und überall zur Hand sind, während das rothe doppelchromsaure ein billiges (ä Pfund ca. 60 Pfg), reinliches überall zu habendes, sicher wirkenoe Mittel und die Anwendung desselben sehr einfach fft. Bettstellen und Möbel werben mit einer Auflösung desselben (ca. 7 Gramm pro Liter) begossen, wahrend cs bei oen Wänden entweder unter der Tünche oder unter den Kleister beim Tapezieren gemtim wirb. Die Wanzen verschwinden hiernach größtentheils sofort und der lieber 1 und nach ganz. __ _____________
" SchiffsberiM Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd tn Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen. rnnfthnmofer
Bremen, 23. Juni. [Per transatlantischen Telegraph.) Der PosU>ampse Leipzig, Capt. Fr. Pfeiffer, vorn Norddeutschen Lloyd in.. , w ch
7. Juni von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten m Baltimore m g kommen.


