Ausgabe 
24.11.1882
 
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TekgrapWche Depeicheu.

gerichtet in-

Lokales.

erweisen.

Literarisches.

Australien" von Dr. Karl Emil Jung (Verlag von g. T-mpsky in Prag unb m" Kreviaa in Leipzig). Der achte Band der rasch sortschreitcnden deutschen Uni- versachibliothek ,Das Wissen der Gegenwart" enthält die zweite Adtheilung des ungemein instruct'vcn Werkes:Der Welttdeil Australien" von ®r. Karl Emil Jung. Auch hier wiederum wie in der ersten Adtheilung wird -in s-lbstständ'g-s Ganze aebotem Der Autor der eine lange R ih- von Jahren als Inspektor der Schulen Südaustraliens aewirkt und auf fernen zahlreichen Berufsreifen Gelegenheit genommen hat, Land und leute zu studtren, macht uns in dem vorliegenden Buche rnst den Colo men des Austral-Continents, mit Tasmanien und mit den ethnologischen Verhaltmssen Melanesiens bekannt. Die Darstellung geht in lichtvoller Übersicht auf die natürlichen und kulturellen Verhältnisse ein. Der Leser erhalt die gründlichste Mitth-'lungenüber die Colonien Nm Süd Wales, Victoria, Queensland, über SüdaustraUen, das Nord- terrttorium Westaustralien, Tasmanien, sowie über das Jnfelgebiet Melanesien. In geographischer und geologischer Beziehung, in Betreff der Fauna und Flora sowie bezüglich der jungen landwirthschastlichen, industriellen und montanistischen Bestrebungen werden Au'kläruugen über diese Gebiete -rth-stt Zu der Fall-d°rn°.g°n-hm-r Form mttgetheilten Daten gesellen sich volkerpsychomgische, höchst inttrestanre JJl£ tbeilungen über Geschichte, Charakter und Sitten der Eingeborenen- Besonders tiefe Einblicke hat der Autor in den Volkscharakter der Urbewohnergetb - Seine Mittheilungen über die Paguas sind von hobem ethnographischen Wl.rthe, fff

I interessant und überdies geeignet menschenfreundlich«« Clvillsastonsverfuch,^ Wege zu weisen. Di- austührliche Geschichte der Misstonen welche viel lOpse^efordertz aber nach blutigen Kämpfen, die bis in die allerjüngste Zstt hmeinretchfin, sich ch einen fruchtbaren Boden geschaffen haben, die Berichte über die Fehden z sch. Protestanten und Katholiken, deren Gegensatz sich unter den-Neubekehrten mit auf­fallender Schärfe entwickelt hat, die Darstellung des Behältnisses der^Co s *

den Eingeborenen, sowie die Belehrungen über die beider oft gewaltsam " B f ch ' die Wilden zur Arbeit heranzuziehen, verbreiten Ltcht über wen g gekanntes Ent- wicklungsgebiet und enthalten wichtige Beitrage zur Culturgesch chte Das Werk, dem etwa 50 Illustrationen, Städtebilder, Abbildungender australischenWtlden u.f.ro., ferner 6 Landkarten beigegeben sind, kommt der W^bepierde der Gebildeten entgegen, ist ein schätzenswertster Beitrag zur Länder- und Völkerkunde und von besonderem praktischen Wertbe für Jeden, der, sei es int Hinblick aus industrielle B.ztehungin ob^ auf Reise- und Auswanderungspläne, ein specielleS Interesse daran hat, sich - ften Welttbeil au orientiren.

Handel und Derkebr.

Limbura, 22. November. Rother Weizen 17 15, Weißer Weizen 17.--, Korn X 12.25, Gerste X 8.60, Hafer X 6.40, Erbsen X Kartoffeln X .

ZJZZ gehörige Landgebiet habe er mit einer Mamrmw fdebl9Xmburfl, 22. November. DerRegierungs-Anzeiger" meldet daß in Jolae der am 10 November stattgehabten Studenten-Unruhen, welche anlaß sich der Rckaatton eines Studenten wegen Beleidigung des den Rector vertre- itnden Vrosessor Frissow ausgebrochen waren, die Universität zu Kasan zett« weüig geschlossen und unter'militärischen Schutz gestellt worden sen Di Gerüchte über die Schließung anderer Unvlversttaten erklärt da-- Blatt sur

t t ttt I f 4 t H.

Mainz, 20- November. Ein schrecklicher Unglücksfall Hst sich am Samstag Nachmittag in der Wagnerischen Perlenfabrik zugettagen. Ein 18iahrtges.Mädchen aus Hechtsheim war nämllch im Hose der Fabrik damit befchaftigt, mstteM nes Wafcblavvens rein zu machen, hierbet machte sich dasselbe auch an t,cy^ran^n?0 welle Waffen, wöbet der Waschlappen von der Transmission ergriffen wurde; das MädkLen wollte dcn Lappen wieder herauszerren, aber tm nächsten Moment war auch sckon d'e Hand des Mädchens von der Maschine ersaßt und säst gleichzeitig nut emem nndstm cken Kracken der Unglücklichen der Arm aus dem Körper herausgerissen.

r tnft Stablfcbtenen für die Hessische Ludwlgsbahn beladen, welche mittelst Damps- 0elffi2Bür'?burÖg" 22. November. Der Gegner Emmerich's, Medicmer Doudi, ist in

§ 3.6 gt,bofrpft:<6Un Ä<v«n au, and,,, nach S'äslcn

einzuwstken. g3fre.n 6äu rege[mä6lgc Zusammenkünfte, in welchen Alles, was zur Förderung seiner Zwecke 1bä,^t'egbc^0*uge®r^'angelegen sein, nach Außen hin durch geeignete Mittel Anregungen geben.Beitrag von mindestens 20 Pf.

X 7 Der Nere-.n wühlt alljährlich einen Vorstand, bestehend auS sieben Mit­gliedern Die Vorstandsmitglteder wählen unter sich einen Vorsitzenden, einen Schrift­führer un^d emen ^^i^d beruft die Versammlung des Vereins, in der Regel alle M°n°t^und i-tzi b''J*0lbtfefra Zuge, der 4 Uhr 29 Min. von Gaffel hier eintrifft ein Schaffner vermißt. Eine Maschine brachte denselben später und stellte es sich' h-raus, daß derselbe vor Lollar vom Trittbrett gefallen und sich leicht beschädigt hatte.^^ ffleld)t,T am 20. bei. eine Uhr hier stahl, wurde beute Morgen gesävglich eingebracht. Die Uhr sand sich noch bei thm vor. Die Kette hatte er bei einem wegen Diebstahls °-rh astet. Dieselben

hasten vor li Tagen einem anderen Arbeiter Kleidungsstücke re. aus dessen Schlafstelle gestohlen. 3 unb 4 uhr wurden die Einwohner von Garben­

teich von großer Wa sersnoth heimgesucht. Durch den hefttgen Regen am gestrigen Abehd schmolz rapid der Schnee und ungeheure Wassermassen walzten sich durch das Dorf Drei bis vier Fuß hoch standen Häuser und Stalle tm Wasser, so daß das Vieh ch der Nacht gerettet werden mußte (Lahn undWte°ck habenwr-derum rhren höchsten Stand erreicht. Was das noch werden soll, weiß Gott allein.)

WoM'» telegr. «orrespondem-Burea«.

Berlin 22 Novbr. Abgeordnetenhaus. (Etatsberathung). Rlcken jäS.S&5*»

Er billigt die vorgeschlagene Licenzsteuer. v. Schorlemer-Alst wünscht die, Lah-

kommen die pr ntnal Börsensteuer sei stets der ideale Wunsch seiner Partei aeMen und In der nächsten Woche werde dem Reichstage em sich tn b efer Mcktuna bewegender Antrag von Seiten der Conservatwen zugehen. Benda sti?eam den Stmererlaß, so lange Deficits vorhanden und behält sich eine Er- fläruna über die Aushebung der vier Steuerstusen bis zur Einbringung des betr G-s-tzes °°r Der Finanzminister erklärt, das Haus habe tm Borsah e dem Steuerlaß der Regierung zugestimmt und die Regierung sei dadurch mate­riell an die Steuererlässe gebunden. Fortsetzung morgen. nin .

Paris, 22. November. Ein an den Deputirten v. Vaucluse Gaillard aerickteter von Sagalo datirter Bries Soleiüet's meldet, er habe von der gerichieier, vuiivuy hnrtine Sultan abaetreten habe.

unbegründet. b 3n d,r Throniede, mit tvdeber b.e Kammern heule

Rom, 2- .Jtooemo . j Beziehungen zu den auswärtigen Regierungen stab

WLSMBS8

A Gießen, 23. November. Unsere Universität ist mit demWrntersemester 1R82/83 tn etn neues Univerfitätsjahr eingetreten, ohne eme ihrer bewahrten Lchrkraste an eine fremde Uni abtreten za müssen. Es ist das fett langem nicht vor-

tiekommen- doch können wir der Universität wie Dem Lande hierzu nur Gluck wünschen ® h hoffen wir daß noch recht viele der künftigen Semester die gleiche Erschernung bieten möchten.' Auch sonst sind tm Lehrkörper derselben nur wenig 93 er an D CTunfl en enaentretcii Unser bescheidenes chemisches Moratorium tn d^r Llebtgstraße, dereinst e-nget Welt hat seinen Letter gewechselt. Der als trefflicher Lehrer

de"r EvB-uch m wei eren Krelsen geschätzte Prozessor Dr. Will ist in den woh - sPnhpftant) aetret.'N. Zu seinem Nachfolger als ordentlicher Professor der

^md^Director chemischen Laboratoriums wurde der bisherige aufcerorbent; Ehemte und Dtreclor cus m^^aumann ernannt, welcher bereits teil längerer Qk Leb'rkörv 'r Unserer Universität angehört und sich durch seine Arbeiten aus dem ästete ?r physikalischen Chemie rühmlichst bekannt gemacht hat. Die 1878 begonnene

rSiffiaa-Ä*'? junfle Theologen letzt be^ uns » her Zahl der Assistenten war normal.

® aller- b*c i a^ b®ie SteOe bes allen Gießenern wohlbekannten bieberen alten ^"fophlfchen Faeultät - Ja 'Zs °rsr°uttcher H°^^ubi/-nb-^ne?^immattieulut Ä '"Di!^e7ammiM"1ettäg?L°^^^^^^ « Suriften,

83 Medicmer, 22 Veterinäre. Der Rest gehört der p^osophtschen FacultS^

Gießen, 23. November. Nachstehend thetlen wir die Statuten des Beretns

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ruhe der Handwerker, der Kaufleute und der Dtenstboten emgelegt wird, etn g Statt finden werd^^^ bcfennt Ju ber Ueberzeugung, daß die Sonntagsfeier für das getstiae und leibliche Wohl der menschlichen Gesellschaft unentbehrlich ist und deren Vernachlässigung schwere Schäden tm Gefolge hat

Die Maadeb. Ztg." verweist in dieser Beziehung Denkbaren schmutz. bJDer/e? eröff lCte ©^te vonBriefen aus Hambu g", die in nur auf b,e von berG-mania S> denkbar ist Durch eine Zu-

bi-fer Bezuhuvg bas Aeußerste lest n, gstsener Aussprüche und Aeußerungen

samm vstellung aus dem Zufammenhang y g^ u bestell,, das ihn zu einem

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Unterzeichner aufzuweisen.

Nutzland.

v erkauf" trugen.

-............- .............r **" 1 s'Ä'rs-M.

Namen W-stbourne-grove bekannten fashionablen Geschäftsstraße. Die oberen ©toef- merfe her mit Waaren aller Gattungen gefüllten Gebäude brannten völlig aus, wahrend die Erdaeschoff durch Rauch und Wasser arg beschädigt wurden. Der Schaden wird auf Übe? 100,000 Pfb. St veranschlagt, soll aber wie es hstßt, durch Verstcherung völlig gedeckt sein. Der Ursprung des Biandes ist noch nicht enntttelt. Verluste an Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu beklagen, aber ein Feuerwehrmann erlitt durch einen Sturz schwere Verletzungen. Aus Manchester wird telegtaphirt. Eme g^oße Feuersbrunst wüthst hier Dieselbe brach heute (Freitag) Nachmittag gegen D/2 Ubr tn dem Lokale der Ballenbtnder George Hodgkmson u. Co , einem fünf Stock-

&. s.'*x SAXRiSäig rnnes ber anftofienben Gebäude ist die Telephone Exchange und die ungeh ure Hitze bat lo viele Dräbie aetrennt, daß der Telephonbienst ernsiltch beeinträchtigt ft. Eine I Schätzung dks Schadens M noch nicht möglich, derselbe dürste sich als sehr groß