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Rom, 16. Juli. Der preußische Gesandte v. Schlözer ist nach Deutsch- land ^u'l^, Zwischen Goulette und Marsa hat ein Zusammenstoß nnrt Eiicnbahnrügen stattgefunden, bei welchem 27 Personen verletzt worden sind, Carunter der deutsche Mceconsul und ein Sohn Ali Bey's.

StrißifiltH.

ßunaen, 16. Juli. Am Rreitap verunglückt- in dem b-nachbart-n St-inh-im -in Familienvater, welcher in einer Lehmgrube arbeitend, durch -usamm-nstürzend- Erdmassene^rückl wurde. ^andwirthschastltch- Landesausstellung^ Zur Aus­stellung sind bs°f-tzi angcmeldet: 184 Pserd^ 67 Zuchtstier- 334 Zuchtkühe, 48 Stück Milchvieh und 6 Stück Gangvieh. ferner 127 Schweine. Es steht indessen noch e.ne «rnü? Anrabl Anmeldungen m Aussicht, da noch nicht von allen Bezirkscommffsionen dem ^Cntt r a lausschusse"dA n m el d e bo g e n eingeliefert sind und dürfen sich sonach obige Ziffern noch bedeutend erhöhen. Am reichhaltigsten wird ledenfalls die Abthettung VIII. landwirthschaftliche Maschinen, land- und hauswirthfchastliche u^s. w. beschE

werden, denn d>e Anmeldungen hierzu smd so umfangreich, daß das Material noch nicht vollständig gesichtet werden konnte. Die Stadt Darmstadt hat für die Aus- stelluna 3 Ehrenpreise von 250, 150 und 100 «X, im Ganzen 500 ^stiftet.

£>aaV 12 Juli. Der Schraubendampfer 2. Kl. .Adder", welcher am Mittwoch den 5. ds. von Nmuiden nach Hellevoetfluis abging, um Rekruten an Bord zu nehmen, -ist, den bis jetzt eingelaufenen Berichten zufolge, mit Mann und Maus untergegangen. Die Bemannung betrug ungefähr 50 bis 60 Mann, wovon bereits ca. 30 als Leichen, welche alle mit Schwimmgürtel versehen waren, aufgefunden wurden. Auch die Leichen Zweier Offiziere und des Commandantcn E- Simon van der Aa wurden bereits onqespült. DerAdder" wurde zuletzt am Donnerstag Nachmittags 4 Uhr am der Höhe von Schevenmgen in der Nordsee gesehen. Die Dampfer, welche vom Vice- ndmiral de Haas zur Hülfeleistung ausgeschickt waren berichten, daß nur noch ver­einzelte auf See treibende Reste des untergegangenen Monitors vorgefunden wurden. Da allem Anschein nach Niemand gerettet worden ist, so wird die Ursache des Unglücks wohl ein Geheimniß bleiben; es wird dem Marine-Ministerium sehr verargt, bis Samstag gewartet zu haben, ehe Hülfe ausgesendet wurde. Der Dampfer wurde längstens Mittwoch Abends 6 bis 7 Uhr in Hellevoetfluis erwartet und anstatt gleich lim Hülse zu telegraphiren, wurde erst am Samstag nach Nieuwediep Seitens des Marineministeriums telegraphirt, ein Kriegsschiff zur Hülfeleistung auszusenden. Wenn auch nicht das Schiff, so hätten doch wenigstens viele der Unglüctlichen, welche wie oben angeführt, alle mit Schwimmgürteln versehen waren, gerettet werden können, falls am Mittwoch Abend oder gleich am Donnerstag Morgen Hülfe gekommen wäre. Die Obduction verschiedener Leichen hat ergeben, daß der Tod durch langsames Eindringen von Wasser in die Lunge erfolgt ist; die Unglücklichen müssen also schrecklA gelitten haben. Ein paar Unglückliche wurden angespült, welche krampfhaft ihren Schwimm- flürtel umklammert halten, wahrscheinlich um sich dessen zu entledigen und ihren Leiden Lin Ende zu machen. Von einigen Seiten wird behauptet, derAdder" soll weniger -seetüchtig gewesen sein und treffe die Schuld das Marineministertum, welches den Damvfer allein ausgeschickt habe. _ ryl r . , trn... ,. .

Prag 11. Juli. Vor dem HotelBelgischer Hof" fand nach Mitternacht ein blutiger Zusammenstoß zwischen betrunkenen Czechen, an deren Spitze der czechffche Schauspieler Sedacek sich befand, mit zwei gleichfalls betrunkenen Deutschen, Aus- ländern, dem Reserveofficier Ernst Seybold aus Cannstatt und dem Peter Kamprath iius Cochanike statt. Die Czechen und Deutschen hatten im Bierhaus bei Donat getrunken und geriethen in einen Nationalttätenstreit. Den das Local verlassenden Deutschen folgten schimpfend die Czechen und erreichten sie beim Hotelthor. woselbst sie handgemein wurden. Seybold bekam Messerstiche von rückwärts und Faustschläge. Mehrere Angreifer wurden zu Boden geworfen. Heute fanden behördliche Erhebungen vnd gerichtsärztliche Untersuchungen der Wunden statt. r c

London, 12. Juli. Ein interessantes telephonisches Experiment fand gestern während der Beschießung der Forts von Alexandrien in Malta statt. Ein Telephon war in Malta an das Alexandriner Kabel angebracht und mit dem anderen Ende des Kabels an Bord des auf der Höhe von Alexandrien liegenden DampfersChiltern" in Verbindung g'bracht worden. Es ward gefunden, daß entweder in Folge der Distanz oder der durch das Feuern verursachten Schwingung thatsächliches unthunlich

war, eine mündliche Botschaft zu senden, aber das Bombardement von Alexandrien wurde durch das Telephon in Malta eine Ensernung von mehr als 1000 (englische) Meilen - deutlich gehört. _____________________

Eingesandt.

Die Kunst geht betteln. Denn anders ist wohl die Annonce eines Kaufmanns, welcher einen angehenden Commis bei freier Kost und Wohnung mit 120150 Mark Salair zu engagiren sucht, nicht zu verstehen. Muß der junge Mann auch sein Maturitäts-Examen abgelegt haben?r.

Schiffsbericht. Mttgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C- W. Dietz Nachfolger Gießen.

Bremen, 14. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Hermann, Capt. H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. Juni von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Newyork ange­kommen.

Handel und Derkebr.

Grün berg, 15. Juli. (Fruchtpreise vom 15. Juli.) Weizen -X 26., Korn «X 19.20, Gerste -X 17.56, Hafer X 15.44, Erbsen «X 19., Lein X., Samen -X 26.96, Kartoffeln «X. 4.96.

Frankfurt, 15. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu -X 5, neues .X 3.00, Stroh -X 2.50, Eier des Hundert X 4.305.30, Butter 1. Qualität «X 1.10, 2. Qualität -X 0.9095, neue Kartoffeln das Gescheid 1012^, Erbsen das Pfund 1520 H, Bohnen per 100 Stück X 0.90, Wirsing 1012 Blumen­kohl 0000 H das Stück, Schinken per, Pfd. X 1.101.20, Ochsenfleisch per Pfd. 6570^, Kuhfleisch 4560, Rindfleisch4560Kalbfleisch 5060^, Schweinefleisch 6575 /$, Hammelfleisch 4565 H, 1 Hahn -X 1.702.20, 1 Huhn -X. 2.2.50, 1 Poularde -X 3-3.30, 1 Ente X 3.50, 1 Taube 50 H, 1 Welschen X 812, 1 Gans X 6.008.

Das Königlich ungarische Ministerium für Landwirthschaft publicirt über die Ernteaussichten in Ungarn Folgendes:

Die Ernte ist, einzelne Districte der nördlichen Comitate ausgenommen, überall im ganzen Lande im Zuge.

Weizen giebt sowohl quantitativ, als insbesondere qualitativ im Allgemeinen eine gute, im südlichen Theile Nieder-Ungarns sogar eine ausgezeichnete Fechsung. In einigen Comstaten jenseits der Donau wird über Brand geklagt.

Die Roggen-Aehren sind vielfach beschädigt, die Ernte ist daher allgemein etwas weniger als mittelmäßig ausgefallen.

Frühjahrsaaten versprechen mit wenigen Ausnahmen eine gute Mittelernte, im größten Theile Siebenbürgens eine sehr gute Ernte.

Behackfrüchte entwickeln sich trotz der letzthin eingetretenen Dürre schön.

Weintrauben stehen fast ausnahmslos gut.

Futter hat im ganzen Lande eine schwache Fechsung gegeben.

731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in ei oder mehre Zeitungon verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn n; u. von der Annoncen - Expedition von HAASElVSTEllli «fr VOGrDER Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt

Für die arme Wittwe gingen ferner bei uns ein: K. L. 3 X, G. N. 5 X, Frau St. 1 X, N. N. 1 X, Schmücker 2 X, Ungenannt 2 X, Gg. E- Wtb. 2 X, L. 3 X, M- 3 X, Ungenannt 3 X, G- 3 X, Wdg. H. 2 X, Summa 30 X, mit dem in Nr. 162 und 163 qu'ttirten Betrage insgesammt 80,70 X Indem wir allen freundlichen Gebern Dank sagen, schließen wir hiermit die Sammlung, da die bedrängte Frau ihren schweren Leiden erlegen ist und unserer Hilfe nicht mehr bedarf.

____________________Die Expedition des Gießener Anzeigers.

Wafferwärme der Lahn.

Am 17. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4- 17V? R-, Luftwärme + 16Vr R.

L. Chr. RübsaMen-

Oberhess. Eisenbahnen.

Mittwoch den 19. d. M., Morgens " 8 Uhr, soll ein Theil der der Ober- ücssischen Eisenbahn gehörigen, am unteren Riegelpfad dahier gelegenen Grabgärten an Ort und Stelle an die Meistbietenden auf 9 Jahr verpachtet werden.

Gießen, den 16. Juli 1882.

Der Eisenbahnbaumeister.

4781 Stegmayer.______

Dirnstafl den 1 August,

Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Im­mobilien der Konrad Krausch Eheleute dahier,

Flur i/824, 531 Mtr. Hofraithe in der Schloßgasse,

1/825, 362 Mtr. Grabgarten daselbst, in 84, 2100 Mtr. Acker am Krof- dorferweg,

XXXH/51, 2138 Mtr. Wiese am Heg­strauch bei der Schwalbachischen Wiese am Pfad

meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 16. Juni 1882.

Großh. Ortsgerrcht.

4219 Müller.

Aeilgeöotenes.

4778 Ein großer, runder, polirter Tisch, Zehr solid gearbeitet und zum Aufklappen Eingerichtet, ist zu verkaufen.

Näheres bei der Exped. ds. Bl.

Zchnschmrrrm

Äe Zähne hohl und angestockt sind, augen­blicklich durch den berühmten indischen Extract beseitigt. Derselbe sollte seiner Aortrefflichkeit halber in keiner Familie stehlen. Aecht ä Fl. 60 H im Alleindepot stiir Gießen bei Fr. Seibel. 3886

w Loose "Äu

Mr Landwirthschastl. Ausstellung 8n Darmstadt 66000 X Gewinn verkauft 1 x Julius Wallach in Gießen. 4773

Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

Die am 15. ds. Mts. fälligen Pachtgelder von den städt. Triebvierleln können in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur Stadtkasse bezahlt werden.

Gießen, den 14. Juli 1882.

4747 Der Stadtrenttneister: Enders.

Frucht- und Mehl-Verkauf.

Die auf der Heuchelheimer Mühle vorhandenen Frucht- und Mehl- vorräthe, als: Weizen, Brodfrucht, Kaiserauszug, Weizenmehl I, II, IV, Kleien und Futtermehl sollen aus freier Hand verkauft werden und wollen sich Kaufliebhaber an den Unterzeichneten wenden.

Gießen, den 15. Juli 1882.

4756 F. Hoffmann, Konkursverwalter.

Feinstes Frankfurter Export-Bier auf Eis, per Flasche 23 Pfg., empfehlen

4706 J. A. Busch Söhne.

Die UniverfitätsapothekeJum goldenen Engel", von H. Collmann empfiehlt:

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