zu Bosenheim die erledigte eo. Pfarrstelle zu Wahlen, am 24. Oct. dem eo. Pfarramts- Candtdaten Hugo Heumann aus Ober-Mockstadt die erledigte ev. Pfarrstelle zu Essenheim zu übertragen; an demselben Tage den von dem Herrn Fürsten zu Isenburg und Büdingen präsenurten prov. Gymnasialledrer zu Büdingen Otto Schädel aus Frankfurt a. M. zum Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen zu ernennen; am 10. Nov. dem ev. Hofcaplan Georg Vogel zu Schönberg die eo. Pfarrftelle zu Beuern zu übertragen; am 11. Nov. den von dem Herrn Fürsten zu Nsenburg-Birstein präfentirten prov. Reallrhrer Georg Volger in Offenbach zum Lehrer an der Realschule daselbst zu ernennen; am 14. Nov. den von den Frhrn. v. Schenck zu Schweinsberg auf die erledigte ev. Pfarrstelle zu Melbach präfentirten ev. Psarrarnts-Candidaten Konrad Veite zu Lang-Göns und den von dem Herrn Grafen zu Solms-Laubach auf die erledigte ev. Pfarrftelle zu Lardenbach präfentirten ev. Pfarramts-Candidaten Gotthilf Kleeberger aus Oberhörlen für diese Stelle zu bestätigen.
Am 4. Nov. wurde der prov. Inspektor an der Anstalt für Blödsinnige „Altce- Stift" bei Darmstadt Ernst Emil Roth zum Hausvater und ersten Lehrer an dieser Anstalt mit dem Amtstttel „Inspektor" ernannt; am 5. Nov. wurde dem Schulamts' Aspiranten Philipp Carl August Bender aus Södel die erledigte 2 Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Münzenberg übertragen; am 8. Nov. wurden die Crimtnalschutz- männer zu Darmstadt Jakob Knapp und Jakob Daniel als Schutzmänner für den criminalpolizeilichen Dienst der Staatsanwaltschaft bestellt; am 9. Nov. wurde der Schulamtsaspirantin Katharina Weber aus Kirschhausen eine Lchrerinnenstelle an der Gemetndeschule zu Münster, am 11. Nov. wurde dem Schullehrer Friedrich Gottfried Coft zu Hofhetm die 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein-Karben übertragen; an dems. Tage wurden der Hauptsteueramtsdtener bet dem Hauptsteueramt Offenbach Anton Blüm zum Aufseher am Haftlocal zu Offenbach, sowie der Gefangenwärter am Haftlocale zu Gießen Heinrich Seim zum Aufseher bet dem gedachten Haftlocale, an dems. Tage wurde der von dem Herrn Fürsten zu Nfenburz-Birstetn präsentirte Schullehrer Georg Keßler zu Offenbach zum Lehrer an der Realschule zu Offenbach, unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer, an dems. Tage wurde der Garten- gehtlfenaspirant August Köhn aus Neu-Brandenburg zum Gehilfen bet dem botanischen Garten der Landes-Universität auf Widerruf ernannt; an dems. Tage wurde der Schul- amtsaspiranttn Constanze von D-emar aus Darmstadt eine erledigte Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Bessungen, am 12. Nov. wurde dem Schulamtsaspiranten Jakob Niebergall aus Mommenheim eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Vendersheim übertragen; am 15. Nov. wurde der Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgerichte Ulrichstein Johann Georg Wilhelm zum Amtsgertchtsdiener bei dem Amtsgerichte Lorsch und der Amtsgerichtsdiener bet dem Amtsgerichte Grünberg Johannes Lerch zum Amtsgertchtsdiener bei dem Amtsgerichte Ulrichstein, an dems. Tage wurden der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Bad Nauheim Jakob Heutzenröder zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitz- zu Büdingen und der Gerichtsvollzieher-Aspirant Valentin Joseph Schwarz aus Mainz zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Alsfeld, sowie der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Alsfeld Ludwig Weitzel zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Bad Nauheim ernannt; am 24. Nov. wurde dem Schulamtsaspiranten Johannes Wehrheim aus Rodhetm ö d H. eine Lchrer- stelle an der Volksschule zu Gießen übertragen; am 27. Novbr. wurde dem Geometer 2. Classe Wilhelm Schaubach aus Wöllstein das Patent 1. Classe für den Kreis Alzey erihetlt. —
11. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft.
12. Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft.
Rechtsanwalt Karl Ludwig zu Darmstadt hat die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg aufgegeben. *
13 Charakterverleihungen.
14. Dienstentlassungen.
15. Ruhestandsvecsetzungen.
Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 24. Oct den evang. Pfarrer JSH. Philipp Olberter zu Siefersheim auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen.
Am 24. Octbr. wurde der Schullehrer an der Volksschule zu Friedberg Johs. Ramspeck auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen und treuen Dienste, an demselben Tage wurde der Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgerichte Lorsch Gerhard Freisens auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste am 24. November wurde die Lehrerin an der kath. Schule zu Kastel Sophie Lim- berger auf ihr Nachsuchen in den Ruhestand versetzt.
(Schluß folgt.)
V e r m i f ch t e
Darmstadt, 13. Decemder. Seitens des Landescomite's zur Unterstützung der Wasserbeschädigten im Großherzogthum wird den „Neuen Hess. Volksbl." die Mit- tHeilung, daß nach zuverlässigen Erhebungen an den hauptsächlich vom Wasser geschädigten Orten dem Mangel an Kleidungsstücken vorläufig tu genügendem Umfana abgeholfen ist. Das genannte Comite verbindet daher mit dem aufrichtigsten Dank für die ihm bisher gewordenen großen und hochherzigen Spenden an Kleidungsstücken die Bitte, ihm vorläufig weitere Gaben an Kleidungsstücken nicht mehr zukommen zu lassen.
Paris, im December. sModeüberraschungen.) Die Mode bereitet uns neue Ueberraschungeu vor. Nachdem das so nützliche, aber so wenig ästhetische Schwein lange genug die Ehre genossen hat, an Halsspangen, Armbändern und anderen Schmuck- sachrn zu prangen, hat man es nacheinander m>t verschiedenen fremdländischen Thteren versucht. Ebenso haben die ausländischen Vögel schnell den einheimischen auf den Damenhüten Platz gemacht. Die sanften Tauben, welche als die Verkörperung der Reinheit und trauten Freundschaft galten, dürften aber ihren Platz nicht mehr lange behaupten. Den Vogel frißt die Katze, diese alte Erfahrung soll sich nunmehr von Neuem bewähren. Die Katze wird nun auf den Schild gehoben. Sie erscheint in echtem und unechtem Metall in den eigentlichen Schmucksachen und in natura auf dem Hute. Alle Pariser Modistinnen züchten seit Monaten massenhaft junge Katzen, was bet der kaninchenhaften Fruchtbarkeit dieses Geschlecktes nicht schwer fallen kann. Alt brauchen die Tbierchen dabei nicht zu werden, denn es sollen vorerst nur „Kätzchen" auf den Damenhüten zur Schau getragen werden. In gar manchen Fällen werden der Kopf und die Vorderpfoten genügen, um die Katzenhaftigkeit der Hutgier zu bestätigen. Die neue Mode wird für Neujahr von Stapel gelassen. Da wir keinen rechten Winter mehr haben, genügt ja ein Katzenpelz auf dem Hute, um anzuzeigen, daß mir in Winter- zeit lebm. Den Vortheil wird die neue Mode jedenfalls haben, daß die Nachstellungen gegen Tauben und Singvögel aufboren, die Katze dagegen, deren einzige Verwendung bis jetzt der Mäufekrieg war, erhält nun noch eine wirkliche geschäftliche Bedeutung, sie erhalt Bürgerrecht unter den nützlichen, zuchtlohnenden Thteren. Wenn die Damen schließlich all- Katzenbälge beanspruchen, bann bleiben noch die Mäuse übrig, um nachher als Modethier nützlich zu werden.
Allgemeine
Spar- und Vorschußverein zu Alleudors a. d. Lumda.
(Eingetragene Genossenschaft.)
Der Spar- und Vorjchußverein zu Alleudors a. d. Lumda, der schon seit dem Jahre 1865 besteht, hat es für geeignet gehalten, das bisherige Statut einer Revision zu unterziehen und solches behufs Erwerbung der Rechte einer Genossenschaft nach Maßgabe des Genossenschafts-Gesetzes für den Norddeutschen Bund vom 4. Juli 1868 festzusetzen.
Eine hierauf bezügliche Bekanntmachung Großherzoglichen Amtsgerichts Gießen vom 28. Oktober 1882 ist bereits in den hierzu vorgeschriebenen Blättern veröffentlicht worden.
In dieser gerichtlichen Bekanntmachung ist auch ber.its der engere Vorstand namhaft gemacht worden. Derselbe besteht aus den Unterzeichneten.
Der wertere Vorstand besteht nun aus folgenden Herren:
1) Gustav Strack,
2) Christoph Wallenfels II.,
3) Lehrer Schmehl,
4) Leonhard Wagner,
5) Martin Wießner,
6) Johannes Kloos.
Die bei der Generalversammlung am 15. Oktober 1882 gefaßten Beschlüsse bringen wir sodann hier ebenfalls noch zur öffentlichen Kenntniß.
1) Sollen allen Gemeinden, aus denen Einlagen in die Vereinskasse gemacht worden sind, je nach Verhältniß der Einlagen, aus dem vorhandenen Reservefonds Unterstützungen zu wohlthätigen Zwecken überwiesen werden.
Mit Übersendung der Beträge an die einzelnen Vürgerineistereien soll zugleich einer jeden derselben ein gedrucktes Exemplar des neuen Statuts beigeschlossen werden.
2) Soll mit Unterstützung des Vereins nebenbei auch noch eine Pfennig - sparkasse errichtet werden, in welche Erwachsene sowohl als Kinder Ersparnisse von 5 Pfennigen an einlegen können.
Mit dem 1. Januar 1883 nimmt dieselbe ihren Ansang.
Bei dieser Gelegenheit bringen wir auch noch wiederholt die Geschäftstage der Kasse zur öffentlichen Kenntniß.
1) In den Monaten December und Januar jeden Montag und Dienstag.
2) In den Monaten Februar, März und November jeden Montag.
3) In allen anderen Monaten jeden Montag, Vormittags von 7-12 Uhr. 8321
Allendorf a. d. Lumda, den 14. December 1882.
Der engere Vorstand.
Der Director: Der Controleur: Der Rechner:
Bieber, Gr. Bürgermeister. Konrad Wagner. Christian Rein.
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r Anzeiger.
Die Zahlung der noch im Rückstände befindlichen, Martini fällig gewesenen Pachtgelder zur Armenkasse und Plock'schen Stiftung wird hiermit in Erinnerung gebracht.
Gießen, am 14. December 1882.
Der Rechner: _______________________________________Lauber._____________________________________
Laut Ausschreiben von Großherzoglichem Ministerium der Finanzen wird am 1. Mai 1883 eine Prüfung für Kreisbauaufseher stattfinden.
Da die Prüfungsaufgaben sich über das ganze Gebiet der Bautechnik erstrecken, so ist bei dieser Prüsung auch den verschiedenen Bauhandwerkern, wie Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Dachdecker, Schreiner, Schlosser u. s. w., Gelegenheit geboten, sich über ihre Kenntnisse auszuweisen.
Da im Großherzogthum Hessen keine Meisterprüfungen bestehen, so liegt es im eigenen Interesse der Baugewerksmeister, sich durch Bestehen dieser Prüfung ein amtliches Zeugniß über ihre Fähigkeiten zu erwerben.
Unsere erweiterte Handwerkerschule bietet den Interessenten Gelegenheit, sich auf obige Prüsung vorzubereiten; es wollen sich die Teilnehmer baldigst bei unserem Hauptlehrer, Herrn Hu g, am Asterweg, anmelden.
Der Dorstand des Gewerbevereins.
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