Ausgabe 
17.9.1882 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Schreiner August Weber ein Sohn, Christian, geboren den

Porzellanofensetzer Georg Stadler ein Sohn, Johann Karl, Kaufmann Konrad Josef Keller ein Sohn, Karl Josef Daniel,

Der Inhalt dieser ersten Nummer ist ein äußerst mannigfaltiger und das Programm hat nicht zu viel versprochen. Wir finden Auszüge aus nicht weniger denn 169 Zettungen und Zeitschriften aus allen Ländern der Erde. Jedermann, der ernste Politiker wie die Hausfrau, wird hier reichlich seine Rechnung finden.

Der Preis ist so niedrig gehalten, daß auch der Minderbemittelte sich diese Wochenschau halten kann. Bierteljährltch 2,50 X, Probe-Abonnement für September 85 Pf. _________________________________________

7. August.

Denselben. Dem geboren den 17. August.

Denselben. Dem

Beerdigte.

Den 12. September. Katharina Loth, qeb. Nicolay, Wittwe des Schneidermeisters Johannes Loth, alt 76 Jahre, starb den 9. September.

Denselben. Balthasar Nies, pmsionirter Weichensteller, alt 57 Jahre, starb den 9. September.

Den 14. September. Konrad Hofmann Metzgermeifier, alt 31 Jahre, starb den 12. September.

Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen.

Aufgebote.

September. 13. Spengler Joh. Hemr. Walz mit Elise Scherff, Tochter deS Glasermeisters Joh. Konr. Scherff von Lich- 13. Taglöhner Jacob Schaaf mit Elisabethe Wießuer. Tochter des Taglöhners Heinrich Wietzner von Kesselbach. 13. Schneider Heinrich Schmidt von Lollar mit Margarethe Gerhardt von Ruppertenrod.

Eheschließungen.

September. 9. Schmiedmetster Heinrich Thomas mit Elisabethe Becker, Tochter des verstorbenen Schuhinachermeisters Philipp Becker von Gießen- 9. Architect Karl Heinrich Lüscher von Frankfurt a. M mit Marie Hardt, Tochter des verstorbenen Landwirths Heinrich Wilhelm Hardt von Kaichm. 13. Schaffner Johs. Kuhl von Nlederwelmar mit Doris Auguste Worstorff, Tochter des Schlossermeisters Friedrich Worftorff von Rinteln. 13. Bureaugchilfe Daniel Becker von Reinhardshain mit Margarethe Dietz, Tochter des Kutschers Johann Heinrich Dietz von Ober-Seemen.

Geborene.

September. 2. Dem Feldwebel Albert Jahn eine Tochter. 3. Dem Gärtner Friedrich Georg eine Tochter. 3. Dem Wagnermeister Karl Wunder eine Tochter, Mathilde Elisabeth Anna Johanna. 5. Dem Gastwirth Konrad Peter Prell ein Sohn. 5. Dem Schrelnermeifter Justus Heck ein Sohn, Wilhelm Karl. 6. Dem Gastwirth Louis Emil Textor eine Tochter. 7. Dem Bahnarbetter Ludwig Schmidt VI. eine Tochter, Margarethe. 7. Dem Schreiner Philipp Damm eine Tochter, Elisabeth- 7. Dem Schlossermeister Karl Wigandt eine Tochter. 8. Dem Schuhmacher Heinrich Krug ein Sohn. 8. Dem Bäckermeister Karl Plank eine Tochter, Luise. 9. Dem Korbmacher August Werner eine Tochter, Margarethe. 9- Dem Telegraphen-Secretär Joachim Johann Wiese eine Tochter, Marie Margarethe Christine Elisabethe. 9. Eme Tochter von auswärts, Luise Auguste. 10. Dem Metzgermeister Louis Vogt ein Sohn. 10. Dem Kaufmann Rodert Hecker eine Tochter, Christine Mathilde. 10. Ein Sohn von auswärts, Johannes- 10- Dem Arbeiter Jacob Harth von Ober-Mockstadt eine Tochter, Marie. 11. Dem Schreiner Christian Weber eine Tochter, Bertha Christiane Wilhelmine. 11. Ein Sohn von auswärts, Wilhelm-

Gestorbene.

September. 9- Der pens. Weichenwärter Balth. Nies, 57 Jahre alt. 9. Katharine Loth, geb- Nicolay, 76 Jahre alt, Wittwe des Schneidermeisters Johs. Loth- 10. (Schneider Ludwig Ruckelshausen, 20 Jahre ult, von Watzenborn. 12. Metzgcrmeifter Konrad Hofmann, 31 Jahre alt.

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 9. September. Heinrich Marlin Thomas, Schmiedemeister zu Gießen und Georgine Elisabeth Becker, Tochter des oerftorbenen Schuhmachermeisters Philipp Becker m Gießen. _

Denselben. Karl Heinrich Lüscher, Architect zu Frankfurt a. M- und Marie Hardt, Tochter des verstorbenen Landwirths He'nrich Hardt zu Kaichen.

Den 13. September. Johannes Kuhl, Schaffner zu Gießen, ein Wittwer und Doris Auguste Worftorff, Tochter des Schlossecmetsters Friedrich Worstorff zu Rinteln.

Denselben. Daniel Becker, Bureaugchilfe zu Gießen und Margarethe Dietz, Tochter des Kutschers Johann Heinrich Dietz zu Frankfurt a. M.

Getaufte.

Den 9- September. Dem Calculator Ludwig Rullmann eine Tochter, Marie Luise, geboren den 5. August.

Den 10. September. Dem Schaffner Konrad Hartmann eine Tochter, Auguste, geboren den 23- August.

Denselben. Dem Lehrschmied Ernst Mohrmann eine Tochter, Anna Wilhelmine, geboren den 26. Juli.

Denselben. Dem Schuhmacher Max Simon eine Tochter, Susanne Elisabeth, geboren den 14. August-

Denselben. Dem Schmied Friedrich August Benk eine Tochter, Katharine Friederike, geboren den 8. Juni.

Denselben. Dem r

geboren den 1. August.

Den 15. September. Dem Fabrikanten Ludwig Heinrich Mylius eine Tochter, Luise, geboren den 21. August.

versuche vor Augen führen. Ferner wird die landwirthschastliche Winterschule zu Friedberg eine durch Herrn Dr. Tob.sch oaseldst sehr sorgfa l.g georonete Collection lmldwirlhschaftlicher Lehrmittel zur Anschauung bringen, welche eine besondere Auf­merksamkeit verdienen dürfte und ebenso hat d e bekannte Leyrmittclanstalt m Bensheim !m Verem mit dem dortigen Gewerbe-Museum eine fehr reichhaltige Ausstellung allerlei Unterrichts^t^^ af tltd? Bauwesen und Landesculiurwesen wird

bei der landwirthichaftlichen Ausstellung ebenfalls entsprechendoert"ten feln. Bet den landwirthschaftlichen Ausstellungen findet man fönst meistens diese Abthettung nicht, ein Beweis dafür, daß ihre Wichtigkeit leider noch vielfach verkannt wird.

Im landwirthschaftlichen Bauwesen kommt Rohmaterial: Holz, Steine, Ziegel, Kalk rc. zur Ausstellung, feiner werden Modelle von Gebäuden, sowie em elferner Hühnerhof eingeschickt. Leider werden Pläne über gelungene landwirthschaftli^c Ge­bäude fehlen- Dagegen werden von Culturtechnikern Plane über Dramagen, Be- und Entwässerungsanlagen, Consolidafionen, Bachregulirungen rc. ausgelegt, welche einen interessanten Einblick in den dermaligen Stand dieses Zweiges gewahren werden.

Den Bemühungen der Vergnügungscommlssion ist es gelungen, Herrn Securms für die Ausstellung zu gewinnen. Derselbe wird aller Voraussicht nach Dienstag den 19. l. M. seine Auffahrt unternehmen und sollen an diesem Tage die Emtttttspre se um 25 Pf erhöht roeibm. Darmstadt wird demnach das noch me gehabte Schauspiel einer Luftballonsahrt haben und steht zu erwarten, daß der Zudrang von Fremden ein öanj eminente^w^d. Hoheit ber Landgraf von Hessen hat einen Ehrenpreis

von 500 Mark gestiftet und stehen noch eine ganze Anzahl von Ehrenpreisen m Aussicht^ bm Ausstellungsräumlichkeiten herrscht nunmehr ein überaus reges Leben, indem Hunderte von Händen beschäftigt sind, d.e Äusstelluligsgegenstande zu ordnen und aufzustellen und die Gattenanlagen zu vollenden. Das Arrangement deS Ganzen ist als ein höchst gelungenes zu bezeichnen und haben Se. Konrgl. Hoheit,der Großherzog, welcher am 12. L M- die Räume mit seinem Besuch beehrte, feine Allerhöchste Aner­kennung ausgesprochen.

Aus Thüringen, 13. September. In dem großen Gothaischen DorfeHerbs- leben, 3 Stunden von Langensalza, sind nicht nur die in diesem Jahre geimpften kleinen Kinder, sondern auch die revaccinirten 12jährigen Schnlkmder in Folge der Impfung gefährlich erkrankt. Das Fleisch fault an den Impfstellen förmlich vom Leibe und der Körper ist über und über mit Blasen bedeckt- Man befürchtet für das Leben fammt- licher Kinder. (Indem wir diese Mittheilung eines Factums geben, zweifeln wir nicht, daß das Reichs-Gesundheitsamt sich der Sache annehmen und die nöthigen Unter? fuchungen über die benutzte Lymphe rc. anstellen wird. D. Reo )

Eine neue Art von Panorama wird demnächst tn Boston eröffnet werden. Der große Brand in Chicago wird nämlich naturgetreu zur Anschauung gebracht werden. Die Vorstellung beginnt m dem Momente, wo eine Kuh in einem Stalle eine Cerostn- lampe umfloßt und steigert sich allmälig, bis die Feuersbrunst die nachgraymte Stadt gänzlich verzehrt hat. An 150 Personen, Feuerwehrmänner und Einwohner von Chigago vorstellend wird man aus den brennenden Gebäuden flüchten und vergebliche An­strengungen zur Bewältigung d-s verheerenden Elements unter Zuhilfenahme von Dampfspritzen u. s. w. machen sehen. Die Details des großen Brandes und namentlich die locale Topographie werden bis in das Minutiöseste dargestellt werden. Dabei ift i jede Gefahr für die Zuschauer ausgeschlosien, da die Vorstellung tn einem großen offenen Garten stattfindet und ein Teich die Scene von dem Zuschauerraum trennt. Der ganze Apparat ist so eingerichtet, daß die Vorstellung täglich mehrmals wiederholt werden_kanm .] Eine eigenthümliche kleine Schwäche hat der Präsident der französischen Republik Mr. Grevy. Er ist was man im Küchenjargon nenntTopf­gucker" und wieFigaro" erzählt, führt ihn das bisweilen sogar in kleine Conflicte mit feinen weiblichen Küchenpotentaten, welche überall den Hausherrn nicht allzugern im Küchendepartement sehen. Herr Grevy soll allerdings neben ferner Leidenschaft für Angeln und Billardspielen noch eine andere haben, welche ihn von Zett zu Zeit in feine KÜche führt: er ist biletttrenber Conditor und soll recht delikate Törtchen und Pastetchcn zu backen wissen. Daneben regiert er denn auch die französische Republik.

Eine aufregende Scene spielte sich dieser Tage tn Dresden ab. Das fünf­jährige Söhnchen des Schuhmachers Süß wurde nämlich plötzlich an der in der butten (Sterne des Particushaufes am Antonsplatz angebrachten Dachrinne hängend gesehen. Die Aufregung, welche dieser Anblick unter den zahlreichen Passanten heroorrief, spottet jeder Beschreibung. Ein allgemeiner, greller Aufschrei wurde laut,, worauf während der drei Minuten Pause, welche bis zum Herabsallen verstrich, eine ängstliche Stille eintrat. Aus dem Schnädelbach'schen Geschäfte wurden schnell Flanellballen herausgelegt, die Marktweiber gaben ihre Regenplanen zum Auffangen des K'ndes, Betten wurden heruntergeworfen und dem mit den Händchen an den Haken der Rinne hängenden Kinde nun zugerufen, die Händchen loszulassen. Dies geschah; der Knabe schlug tm Herabfallln mit den Beinen an die Meyer'sche Firma, überichlug sich und fiel in die aufgespannte Leinwand, welche zwar zerriß, aber den Anprall doch wesentlich milderte, so daß das Kmd unbeschädigt aus den unterlegten Betten hcivor- geholt werden konnte. , r

Musik und Kochkunst in schönem Verein finden wir in einem Inserat des Graudenzer Geselligen" verschwistert. Ein Musikalienhändler empfiehlt eineEier- Polka" mit folgender Gebrauchsanweisung:Man stelle die Polka auf das Noten­pult des Claviers, lege sodann die Eier in kochendes Wasser und spiele nun die Polka in gemüthltchem Tempo durch. Ist man beim Ende angelangt, sind gerade 4 Minuten verflossen, die Eier sind somit pflaumenweich geworden." Es ist dies jedenfalls eine ganz neue Abart desEiertanzes".

Literarisches.

Das Echo. Wir machen unsere Leser auf die neue, bei I. H. Schorer in Berlin, in dem bekannten Verlage desDeutschen Familienblatts" erscheinende Wochenschrift für Politik, Literatur, Kunst und Wissenschaft aufmerksam. Der Titel dieses Blattes Ist Das Echo" und fein Programm em ganz neues Es heißt darin:Das Echo" wird keiner bereits bestehenden Wochenschrift Concurrenz machen, sondern eine durchaus eigenartige, allumfassende Uebersicht des geistigen und öffentlichen Lebens bilden; es wird aus allen großen Pießerzeugniffen aller Länder umfassende Auszüge mit Quellenangabe bringen und dadurch das interessanteste Blatt unserer Zett zu werden r-eftrebt sein Die Flut der Literatur, wie der vierteljährlich, monatlich, wöchentlich oder täglich erscheinnden Journale schwillt immer mehr an; wer wäre heute noch im Stande ein ansehnliches Btuchtheilcken des Gebotenen zu bewältigen?Das Echo" wird seinen Abonnenten eine wohlgesichtete Auswahl alles Wissens- und Mitthettens, wenben nicht nur des Inlandes, sondern auch der ausländischen Journalliteratur liefern Stickt einzelne Schriftsteller, sondern die gefammte Presse der Welt wird an dem neuen Blatte mitarbetten. Auch alle hervorragenden Essays, alle wissenschaftlichen Artikel wie neuen Bucherscheinungen sollen Berücksichtigung finden. In ber Politik wird ,Das Echo" allen Parteischattirungen gerecht werden und die conservativen wie die liberalen, die fortschrittlichen, ultramontanen, fre,conservativen rc. Äußerungen, fnfern fie ckaracteriftisck und bedeutsam sind, parteilos verzeichnen.

' Vor uns liegt die erste Kummer d-s .Echo", ein st°,tlich-s Hest non 36 Seiten in Lüstern handlichem golioformat, mit Droht geheftet , überhaupt der äußeren Aus- ft all un a nack ein kleines Meisterwerk der modernen Buchdruckerkunft. Es ist dies unseres Wissens der erue Verbuch die Reichhaltigkeit und Billigkeit ber englischen Zeitschriften auf den Kontinent zu verpflanzen.

Handel und Verkehr.

Gießen, 16.Septbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfd. X 1.101.20, Hühnereier per Stück 6 4, 2 Stück 00 H, Enteneier per Stück 7 Käse per St. 59 Kasematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 20 F, Lmsen 1 Liter 25^, Tauben das Paar 5070 H, Hühner per Stück 0.851.30, Hahnen

per Stück X 0.551.00, Enten per Stück JL 1.4u1.70, Ochsenfleisch per Pfund 6670H, Kuh- und Rindfleisch 5660 4, Kalbfleisch 50 bis 54 H, Schweinefleisch 6264 Hammelfleisch 6066 4, Kartoffeln per 100 Kilo J4 5.007.00, Zwiebeln per Gentner X 6-8, Milch per Liter 1418^. Gänse X 4.00-5.00.

tftanffurt a. M., 16. Septbr., Nachmittags 2 Uhr Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditaclien 2753/4, Staatsbahnactien 302Vi, Galizier 277%, Lombarden 131%, Nord- westbahnactien 185%, Darmstädter-Bankactien 159%, Oberschlesische E.-B.-Act. 256%, Oesterr. Silberrente 663/i6, 4% Ungar. Goldrente 7513/16, 4% 1880er Russen 69%, 5% 1877r Nüssen, 2. Orient-Anleihe 56%, Spanier 643/16, 5% Rumänische Rente, 4% Unific. Egypter 68%. Tendenz schwankend, Egypter fest._____________

K

E-.

Allgemeiner Anzeiger.

Zum Bezug von Steinkohlen in Wugenludungen und kleineren XSwaotv täten empfiehlt sich 5716 Carl Hensel.

Auswanderer

nach Amerika befördert bMgst

1894 Ohr. Wallenfels.