licher Glocken der Stadt, welches bis zur Einfahrt Sr. Maiestat des Kaisers ins Schloß anhielt. Im königlichen Schlosse war das Offizierkorps und eine Ehrenkompagnie des 2. Grenadier-Regiments Nr. 101 (Kaiser Wilhelm, König von Preußen) mit Fahne und Musik ausgestellt.
Dresden, ,14. September. In der Ansprache, welche der Oberbürgermeister Dr Stübel an Se. Majestät den Kaiser bei dem festlichen Einzug richtete, gab derselbe dem Danke dafür, oatz der Kaiser die festliche Begrüßung von Seiten der Stadt gestattet habe und der Versicherung wärmsten Ausoruck, daß Dresden keiner deutschen Stabt nachstehe an Treue zu des Kaisers Majestät und für des Reiches Herrlichkeit. Se. Majestät der Kaiser drückte, als der Oberbürgermeister seine Rede geendet, dem König Albert die Hand und grüßte bann banfenb ben Rebner. — Alle Häuser haben geflaggt und sind mit Blumen reich geschmückt, von allen Thürmen wehen Fahnen, die Hauptstraße, durch welche der Einzug erfolgte und die Brücke sind mit einem Wald von Flaggenmasten und Festons deconrt. Die von allen Seiten herbeigeellte Bevölkerung brachte dem Kaiser ihre Huldigung durch nicht endenwollende Jubelrufe dar.
Bromberg, 14. September. Reichstags Stichwahl. Nach dem nunmehr vollständig vorliegenden Resultat erhielt Hempel (Fortschr.) 5198 St., o. Schenck (kon.) 4837 St. Ersterer ist somit gewählt
Triest, 14. Sept. Ein orkanartiger Sturm durchriß heute Vormittag das Dach des eisernen Pavillons in der Ausstellung und beschädigte die im Mittelschiffe untergebrachten Objecte ziemlich erheblich. Restaurirungsarbelten wurden sofort begonnen und werden in ein paar Tagen beendigt sein.
m. Darmstadt, 14. September. Die soeben erschienene Festnummer der „Zeitschrift für die landwirthschaftlichen Vereine des Großherzogthums Hessen zur Feier des 50jährigen Jubiläums dieser Vereine enthält folgenden „Z »'n Fe ste überschriebenen Gruß: „Fünfzig Jahre sind verflossen, seitdem die landwirthschaftl'chen Vereine des Großherzogthums elstanden sind — Ehre den Mannern, welche das Werk vollbrachten und Denen, die es männialich unterstützten, eine dankbare Erinnerung an alle Freunde der Vereine, die aus dem Leben abberufen wurden und an die, welche einem entfernten Beiufskrerse folgend, dem Hessischen landwirthschaftlichen Veretnswesen in ihrem Herzen Theilnahme und Freundschaft bewahrten! — Welche Summe von Nutzen die landwirthschaftlichen Vereine Hessens in diesem halben Jahrhundert gebracht haben, wer vermag es zu ermessen? Wenn wir aber im Stande wären, alle die Vor- tbeile zusammenzuftellen, welche der Landwtrthschaft und damit auch der gesammten Volkswirthschaft mittelbar und unmittelbar aus der Wirksamkeit der landwtrthschafl- lichen Vereine des Landes erwuchsen — Millionen und abermals Millionen Capital- werth würden sich daraus ergeben. — Die schlummernden Geister wurden geweckt, der Gemeinsinn, die beste Tugend des Bürgers, wurde gepflegt und gehoben, die Erfahrungen des Einzelnen wurden zum Gemeingut der Gesammtheit gemacht und damit in ihren Erfolgen vertausendfacht, die Ausbildung der Gesetze und öffentlichen Einrichtungen, den Interessen der Landwirthschaft entsprechend, wurde angeregt und vorbereitet , der Melioration und rationellen Cultur des Bodens, des Grundkapitals des LandwirtyeS, sind die Wege geebnet worden und die Vervollkommnung der gesammten Betriebs mittel, der eigentlichen Lebensnerven des landwirthschaftlichen Gewerbes, wurde nach allen den verschiedenen dabei in Betracht kommenden Richtungen in einem Matze gefördert, wie es ohne die Macht der Vereinigung nimmermehr möglich gewesen wäre.
Die Schlacht bei Tel-el-Kebir.
Allem Anscheine nach ist die Schlacht, die am M'twoch bei Tel-el-Kebir geschlagen worden ist, eine entscheidende. Es gelang den Engländern, m guter Ordnung und mit frischen Kräften an dir seindllchen Stellungen heranzukommcn und so das Treffen unter günstigen Umständen zu eröffnen. Die englische Ariiller e begann das Feuer; die Egypter antworteten Anfangs unregelmäßig, da sie offenbar des Angriffs sich nicht versahen, dann aber besserte sich ihr Feuer. Jetzt griff die englische Infanterie ein; unter stetem Feuer näherte sie sich den feindlichen Linien und gma dann zum Sturm mit dem Bayonnet über. Dem konnten die Egypter nicht widerstehen, sie wandten sich zur Flucht. Aber ihr nördlicher Flügel war bereits von der englischen Eavallerie umgangen und nur im Süden stand bei Weg zur Wüste noch offen. So geschah es, baß 3000 Egypter als Gefangene ben Englänbern in die Hänbe fielen, nach- bem 2000 gefallen waren. Die Englänber geben ihren Verlust auf 200 Tobe und mehrere Hundert Verwundete an. Unter ben gefallenen Engländern befinden sich ctele Officiere, ein Beweis dafür, daß die Führer an Muth den Truppen nicht nachstandcn. Die Hochländer-Brigade soll sich in der Schlacht besonders ausgezeichnet haben.
Das weitere militärische Schicksal des englischen Feldzugs hängt von der Art und Weise ab, wie die Armee Arabt's das Schlachtfeld verläßt und wie die Engländer ihren Sieg auszunützen verstehen- Es ist schon glaublich, baß bie Egypter besorganisirt inb; es wirb sich aber erst zeigen müssen, ob sie zu einem wetteren W-berstanbe ab- olut unfähig sinb ober nicht. Die Englänber selbst haben ihre anfangs sehr abfällige Meinung über bie Wiberstandsfähigkett und den kriegerischen Geist der egyptlschen Truppen nachträglich einigermaßen rektifiziren müssen. Freilich ist nicht wahrscheir^ sich, daß Arabi seine Niederlage fo leicht verschmerzen wird. War ferne Armee auch wirklich, wie die am Samstag gefangenen Egypter aussagten, etwa 30,000 Mann stark, o ist ein Verlust von 2000 Tobten, ca. doppelt so viel Verwundeten und 3000 Ge- angenen schon ein tödtlicher Schlag, der Desorganisation in Folge der verlorenen Schlacht, des Rückzuges und der Flucht nicht zu gedenken. Außerdem muß man bet dm Orientalen noch etwas Anderes in Rechnung ziehen: den moralischen Eindruck. Mehr wie bei anderen Völkern ist bei den Orientalen der Erfolg maßgebend; die Kraft, die That, die Macht sind für sie die Zeugnisse der gerechten Sache. Wer sich schlagen läßt, den hat Gott geschlagen. Arabi hat nicht umsonst in den letzten Tagen und Wochen überall in Egypten Siegesnachrichten verbreiten lassen, und wenn alle Engländer, die er angeblich tobtete, wirklich tobt wären, so gäbe es in der Welt kaum ein Dutzend Engländer mehr. Auch außerhalb Egyptens, in Tripolis, Tunis, Algier und in Syrien siegte Arabi beständig und wurden die Engländer Tag für Tag bis zur Vernichtung auf's Haupt geschlagen. Auf diese Weise hielt der Dictator die Zuversicht und die Anhänglichkeit seiner Leute aufrecht. Damit bat es nun wohl ein Ende. Die kolossale Niederlage von Tel el-Kebir kann nicht vertuscht werden, die Engländer rücken unaufhaltsam vor, und nunmehr wird es manchem Muhamedaner klar werden, daß Arabi doch nicht der rechte Prophet war. Ohnehin wartet ein Theil seiner Egypter, die längst enttäuscht sind, nur aus ben günstigen Moment, um zu ben vollen Fleischtöpfen des viceköniglichen Egyptens zurückzukehrcn. Das werden die nächsten Tage wohl bezeugen. Zu befürchten ist nur, daß an einzelnen Stellen auch der wildeste Fanatismus der Muhamedaner aufflammt und an L-ben und E'genthum der Europäer, wo es ihm noch zugänglich ist, Rache übt. Hoffentlich sind die Engländer im Stande,
•wnielbet daß eine Deputation von dort unter sicherem Geleit in Kafre-Dowar wartet um nach Alexandreen zu kommen.
Arabi und Tulba Pascha sind Gefangene in Kairo. ®r- StQ-J
_ Die „Times" bespricht die politische Lage nach der Niederwerfung Arabi Pascha's und meint, nach der Auflösung der rebellischen Armee müsse Sie Autorität des Khedwe in ganz Egypten Herg-Mt werden. Hierzu sei natürlich die Unterstützung der englischen Waffen erforderlich. Die Herstellung des An eben des Khediue und der socialen Ordnung durfte Monate beanspruchen und fei ein Ausgabe, wobei England den Beistand Anderer weder brauchen noch zulasten werde. Die Hand, ivelche gekämpft und gesiegt muffe die Fnedensbedin- aungen dictiren. Die Nation, welche Blut und Geld an das Werk gewendet, S die Regelung bewirken. Glücklicher Weise sei Grund zur Annahme vorhanden, diese Anschauung werde sich der gesunden Vernunft Europas empfehlen und die Zustimmung aller Mächte finden.
-Mehrere Abend-Journale lassen sich aus Alexandrien telegraphiren, daß dort das Gerücht verbreitet sei, Arabi sei bei Benha gesangen genommen, sowie daß eine Deputation aus Kairo sich auf dem Wege nach Alexandrien befinde und bereits in Kafre-Dowar emgetroffen sei.
Alexandrien, 14. September- Es sind Verhandlungen wegen der Uebergabe von Kasr-Dowar angetnüpft, die englischen Truppen haben Beseht erhalten, sich zur lNeikvuna der Stellung von Kasr-Dowar bereit zu halten.
Besitzung m s ”frs5Don,ar ben Beseht sührende Offtcier hat em Schreiben an iSAerlf Vascha gerichtet, worin er seine Ergebung anbietet.
Alerandrien, 14. September. Nach einer Depesche des General Wolseley vom 13 d sindstn Tel-el'Kebsi 50 bis 60 Kanonen erobert worben. .Arabi Pascha hat sich nach Kaüo begeben. Die englische Cav-llerie hat am 13. d Belbeis besetzt. General Wolselcy gebenft heute mit ber Infanterie baselbst einzutreffen unb hofft auch Benha N zu besetzen. Wenn alles gut geht, wollte Wolseley nach Galiub vorrücken, anderer- seits mit ber Garbe nach Kairo rnarschiren.
— Die Vorarbeiten zur Unterwassersetzung bes trocken legenden Theiles des Mariutsees sinb beenbet; es würben die Dämme bei Mex durchstochen, das Wasser füllte ben Graben sofort dreiundeinhalb Fuß hoch. Die Operation ist indeß nicht genügend; neue Arbeiten sind erforderlich, um dem Wasserlaufe Richtung zu geben.
— Der Commandant von Alexandrien meldet unter dem heutigen Tage, ein Officier aus Kafre-Dowar habe ein Schreiben überbracht, in welchem erklärt wird, die militärischen Führer der Insurgenten seien bereit, stch dem Mdwe ru unterwerfen und hätten Befehl gegeben, den un Kanal aufgefuhrten Damm zu öffnen. Der Officier habe General Wood ersucht, die telegraphische Verbindung wieder herzustellen und habe gleichzeitig bemerkt, daß die Insurgenten alle Feindseligkeiten eingestellt hätten.
Port Said, 15. Sept. (Privat-Depesche). Dre Avantgarde der Engländer ist gestern Abend in Kairo mittelst der Eisenbahn eingetroffen und enthusiastrsch ausgenommen worden. Alle hervorragenden Persönlichkeiten der Jnsurrection haben sich unterworfen.
btes zu verhindern. _
Die politischen Folgen bes Sieges von T'l-el-Kebir machen sich auch bereits bemerkbar. Es tft gewiß kein Zufall, baß bie „Times" gerabe heute ber Ansicht ist, baß alle Hindernisse bezügl'ch ber Militär-Convention überwunben seien unb daß dieselbe unverzüglich werbe unterzeichnet werben. Im Rebactionsbureau ber „Times" ober vielmehr <m englischen Ministerium, hat man ben Erfolg des Tages bereits eskomptirt als ber „Times"-Artikel in bie Welt gesandt und Oberst Wilson zum britischen Commissär bei dem türkischen Contingent ernannt wurde. Wochenlang haben die Verhandlungen gedauert und jedem Unbefangenen mußte es den Eindruck machen, daß England die Convention gar nicht abschließen wollte, unb zwar so lange nicht, bis es ben alleinigen Erfolg für sich in ber Tasche hatte. Heute, nach ber entscheidenden Schlacht von Tel-el-Kebir, soll die Convention perfekt werden. Das klingt wie vollendeter Hohn- Denn einmal soll das türkische Kontingent nur 3000 Mann stark sein, sodann soll es an ber Küste angenagelt bleiben unb enblich ist bie Hauptarbeit durch die Englänber bereits gethan Den Letzteren mutz somit auch der Hauptoortheil ber Action zusallen. Was soll jetzt noch eine Convention? Sie ist nunmehr lediglich Formalität, ohne praktische Bedeutung. So ist den Engländern ber politische Haupt- streich gelungen, die Intervention in Egypten gegen bie Türken burchzuführen, ohne mit den Türken selbst in Conflict zu gerathen.
Ob der englische Sieg bei Tel-el-Kebir bie Entscheidung für ben ganzen Feldzug gibt, das kann zur Stunde noch nicht gesagt werden. Aber ein rasches Ende ist letzt vorauszusehen, denn wenn Arabi sich auch nochmals stellen sollte, so wird sein Schicksal fein anderes sein, als es bei Tel-el-Kebir gewesen. Die militärische Hauptarbeit ist jetzt so weit gethan, baß, nachdem die Kanonen gesprochen die Federn wieder zum Worte kommen können. Nach ben Solbaten kommen die Diplomaten. Sie werden bald von sich hören lassen. ___________
Telegraphische Depesche«.
Wotff's telegr. Corresporrdenr-Brrrearr.
Berlin, 14. September. Die „Proo.-Corresp." bringt einen 'Mißverständnisse" betitelten Artikel, worin dieselbe sagt, ihr letzter Artikel ^er die Classensteuer habe nichts weiter gesagt und sagen wollen, als baß, wenn Zur Befried.gung des B.darfs vorwiegend das inodile Capital herangezogen werben sollte.bie gut Volkswohlstandes unerläßliche Capitalsbildung nicht nur Erschwert, sondern geradezu unmöglich gemacht werde, ein Satz, welcher weder von Freund noch von Feind be- stritten werbe. Der Frage selbst, ob bas mobile Capital in irgend einer Form, sei es n Wege der Capitalrentensteuer ober ber Erbschaftssteuer ober ber Prozentualen Börsensteuer zur Deckung bes Staatsbebarfs mitheranzuziehen ist, sollte bamck kein s- wegs prajudicirt werden. Namentlich wirb auch nicht ausgesprochen, baß bic Staats- reateruna biefen Weg überhaupt für einen unzulässigen erachte.
— Dieselbe Korrespondenz sagt am Schlüsse eines längeren Artikels über die Auflösung der Berliner Stadtverordneten - Versammlmig : „Wenn das Vorgehen der Staatsregierung als eine gegen bieSenkenjen ber
luna gerichtcke politische Maßnahme bargestellt wird, so ist in Wirklichkeit dieser Gesichtspunkt bei ben stattgehabten Erörterungen gänzlich außer Frage geblieben.
Breslau, 14. September. General v. Wulffeu bringt den Kriegei vereinen Schlesiens zur Kenntniß, daß Se. Maj. der Kaiser am 10. bs. nach ber Vorstellung der Kriegcrvereine ihm mit tiefer Bewegung gesagt habe: Er habe sich herzlich gefreut, so viele brave Veteranen aus nah und fern versammelt gesehen zu haben und es habe chm wohlgethan, aus ben strahlenden Mienen unb ben Jubelrufen bie Freude b:r alten Soldaten, ihren Kaiser wiederzusehen, zu erkennen.
Breslau, 14. September. Seine Majestät der Kaiser ist heute Vormittag 9 Uhr 20 Minuten, begleitet von S. K. K. H. dem Kronprinzen, I. K. Hoheiten den Vrinzen Wilhelm, Friedrich Carl und Albrecht, dem Großherzog von Mecklenburg- Schwerin, dem Herzog von Altenburg, dem Großsürsten Wladimir nach Dresden ab- aereist. In dichten Schaaren bildete bie Bevölkerung und die Schuljugend vom Schlosse bis zum Central-Bahnhöfe Spalier und begrüßte Se. Maj^ mit begeisterten Hochrufen. Hur Verabschiedung hatten sich auf dem Bahnhofe eingefunden die Grotz- iürstm Wladimir und bie Prinzessin Albrecht, der Oberpräsident, bie Generalität, ber nberbü-aermeifter, die Herzoae von Rst'bor unb von Ujest, ber Generalsuperintendent, irr Fürstbischof u A Se Mas begrüßte die Anwesenden, beehrte dieselben mit kurzen ylnlnracken insbesondere ben Oberbürgermeister, unb bestieg sodann ben Salonwagen, worauf siÄ ber kaiserliche Exkrazug unter ben enthusiastischen Ovationen ber Anwesenden in Bewegung setzte. Se. Majestät erschien am Fenster unb grüßte auf bas
September. Se. Majestät ber Kaiser unb König ist soeben, ,nnrfmi q ijgr 45 Min., mit dem deutschen Kronprinzen, dem Großfürsten Wladiimr poÄtanb ben Übri en Se. Majestät non Breslau aus begleitenden Fürstlichkeiten und böcksten Militärpersonen, sowie Mit einer glanzenden Suite deutscher und fremd- herzlicher Offiziere im besten Wohlsein auf hiesigem schlesischen Stadtbahnhof emge- t'offen Auf dem prachtvoll dekorirten Perron wurden Se. Maiestat und die übrigen Fürstlichkeiten oou dem König Albert und den Prinzen des königlichen Hauses sowie durch die schon hier anwesenden Fürstlichkeiten, die Staatsminister den preußischen Gesandten und das diplomatische Corps, die Generalität und die Spitzen der Behörden ans das herzlichste und Ehrfurchtsvollste begrüßt. Die Begrüßung setzte sich in dem Laus Z/dekorirten Könlgszimmer,. des Bahnhofs fort, Hiernach schritten der Vreifer und ber König Albert und die königlichen Prmzen die Front der Ehrenwache, welche aus einer Kompagnie des 1- Leib-Grenadier-Regiments bestand, unter den tilänacn der Reaimentskapelle ab. Sodann begann der festliche Einzug des Kaisers vom Scklesiscken^^Babnhch in dtt reich geschmückte Stadt, durck die Antonstraße, den Albe« u Bahnhof V? ins Residenzschloß/ildeten die zahlreichen
Vereine, Schulen und Innungen rc. Spalier. Zwischen derL"6ustusbrucke: und dem Itesidenzschloß erhob sich als Hauptdekoration eine mächtige Ehrenpforte, gebildet aus 4 prächtigen korinthischen Säulen, aut deren ffder Awne Prangte. Als der kaiserliche Zug am Albertsplatz in Sicht kam, stimmten ^000, auf einer Tribüne auf- gestellte Kinder mit Musikbegleitung ben Gesang des Liedes an. „fei^gegiufet »ul tausendmal, uns'res Reiches Krone u- s. ro." Der Gesang wahrte, bis der kaiserliche Wagen in die Nähe der offiziellen Tribüne am Ausgang der Koiiigsstratze kam, wo die Begrüßung des Kaisers durch die städtischen Behörden ffattfanb. Oberbürgermeister Dr. Stübel hielt an den Kaiser eine Ansprache, welche mit einem breifachen Hoch auf den Kaiser endete. Die Bevölkerung, welche trotz des Regens die Einzugsstraßen dicht besetzt hielt, stimmte begeistert in dasselbe ein. Gleichzeitig begann das Geläut sämmt-


