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163» Erftes Blatt Sonntag den 16. Juli L882.
(fiicßcncr Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
,r ., . . . _ . .. k,_ Preis vierteljährlich 2 Mnr? ‘20 mit ^rtnqerlobn.
^>*>T3<tw : Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Aufnahme des Montag». die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf.
Amtlicher Hheit.
Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. Gießen, am 15. Juli 1882.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großherroalichen Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn. Beller-Heim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Oberstadt, Grüningen, Hol,heim, Hungen, Inheiden, Klein-Linden. Langd, Lang-Göns. Langsdorf, Leihgestern, Lich, Mufchenheiw, Obbornhofen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodhelm, Steinheim, Trais-Horloff und Utvh«.
Wir erinneru Sie an Einsendung der Tabellen über die im ersten halben Jahre 1882 krepirten Thiere, soweit Sie noch nicht Vorlage gemacht haben und verweisen hierbei auf unser Ausschreiben vom 24. Dccember 1881, Anzeiger Nr. 302.
Dr. Boekmann.
Gefundene Gegenstände:
1 Taschenmesser, 95 Pfennige, 1 Brache, 10 Jt, 1 Kinderstrohhut, mehrere Schlüssel.
Gießen, am 15. Juli 1882. Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Fresenius. ____________________________________
Programm
für die XXI. Wander-Versammlung des oberhessifchen BirnenMchter-Vereins )U Hungen am 19. Juli 1882.
1) Am 18. Juli, Abends 8—10 Uhr, vorberathende Sitzung des Ausschusses und des Local-Comites in dem Local des Herrn Gastwirth Kohlheyer, zur „Traube".
2) Am 19. Juli, Vormittags 8—10 Uhr, Besichtigung der Ausstellung und Vornahme practischer Demonstrationen an Stöcken mit lebenden Bienen.
3) Verhandlung von 10 Uhr an beginnend:
a. Einleitende Berichterstattung des Vorsitzenden;
b. Rechnungsablage;
c. Wahl der Commissionen für die Prämiirung, Verloosung und zum Ankauf der zu verloosenden Gegenstände;
d. Specielle Gegenstände der Discussiou:
1. Welches ist beim Kleinbetrieb die zweckmäßigste Art, Ableger zu machen? Eingeleitet von Herrn v. Gehren-Gießen.
2. Der leichteste imd zugleich sicherste Weg, auf welchem auch unbemittelte und noch wenig unterrichtete Anfänger in der Bienenzucht ohne erhebliches Anlage-Kapital und mit ihrer vorerst noch geringen Kenntniß, es möglichst bald zu einem einträglichen Dzierzonbetrieb bringen können. Refr. Herr cand. med. Stad e-Gießen aus Arnstadt in Thüringen.
3. Revue der bekanntesten, noch immer landläufigen verkehrten Ansichten über die Biene und ihre Zucht, und Kritik derselben. Refr. noch unbestimmt. Eventuell Pfarrer Deichert-Groß-Buseck.
3) Wahl des nächstjährigen Versammlungsorts und Ergänzungswahl des Vorstandes.
5) Ausgezeichnete Gegenstände werden prämiirt, und wird daher gebeten, die Ausstellung mit lebenden Bienenvölkern, musterhaft gearbeiteten Dzierzon- stöcken, Bienenzuchtsgeräthschaften und besonders mit Honig in jeder Form und Wachs reichlich zu beschicken.
6) Auf dem mit der Ausstellung verbundenen Honigmarkt wird Gelegenheit zu Honigankäufen auch im Großen geboten werden. Das Nähere ist in dem nachstehenden Programm des Local-Comitö's enthalten.
Alle Mitglieder des engeren Vereins, wie des weiteren von beiden He ssen und Nassau, Frankfurt a. M. und Kreuznach, insbesondere alle Freunde und Gönner der Bienenzucht und des Vereins laden wir hierdurch freundlichst zu recht zahlreichem Besuch der Wanderversammlung ein.
Hungen, am 31. Mai 1882.
Der Vorstand.
In Folge Mittheilung des Herrn Präsidenten des Oberhessischen Biei-en- züchter-Vereins, wonach in Hungen am 19. Juli d. I. die Wanderversammlung abgehalten werden soll, sind folgende Herrn mit dem Unterzeichneten zu einem Local-Comitö zusammengetreten, nämlich: die Herren Bürgermeister Bender,
Steuercommissär Snell, Dr. Kellner, Lehrer Vach zu Langsdorf, Rechner Weck, Apotheker Leuchtweis, Kaufmann Louis Buch, Lehrer Gunsch- mann, Dr. Rouge, Kaufmann Georg Fendt, Lehrer Gauert, Stadlrath Wil h. Jokel IL, Kammerrath Demme.
Bezugnehmend auf obiges Programm, laden dieselben zu recht zahlreicher Betheiligung an der angekündigten Wanderversammlung ein, die sich des freundlichsten Entgegenkommens von Seiten der Stadt Hungen versichert halten darf und bringen zu diesem Behufs noch Folgendes zur allgemeinen Kenntniß.
1. Die Wanderversammlung, nebst Ausstellung und Honigmarkt, wird im Wirthslocal und Garten des Herrn Kohl hey er („zur Traube") abgehalten werden.
2. Alle Gegenstände für die Ausstellung und den Honigmarkt sind unter der Adresse des Herrn Gustav Kohlheyer („zur Traube") franco einzusenden. Dieselben müssen mit einer Etiquette versehen sein, welche den Namen des betreffenden Herrn Ausstellers und die Preisangabe enthält.
3. Freien Zutritt zu der Ausstellung und den Verhandlungen haben alle Mitglieder des Vereins, jedoch nur gegen Vorzeigung ihrer Aufnahmekarten, unter gleicher Voraussetzung die Mitglieder der mitverbundenen Vereine: Starkenburg, beiden Hessen, Nassau, Frankfurt a. M. und Kreuznach. Alle Uebrigen, die Mitglieder des Lokal-Comit6's und deren Familien ausgenommen, sind durch Abnahme eines Looses ä 50 Pf. zu freiem Eintritt berechtigt, Nichtabnehmer eines Looses bezahlen 20 Pfg. Eintrittsgeld und erhalten zu ihrer Legitimation auch eine Schleife in den Landesfarben.
Des Honigmarktes wegen ist der Eintritt von 4 Uhr Nachmittags an frei.
4. Am Vorabend des 18. Juli, von 7—10 Uhr, Empfang der Abends schon eintreffenden Gäste von Seilen des Lokal-Comitö's, gesellige Vereinigung im Gasthause „Zur Traube" und ebendaselbst Vorberathung des Lokal-Comite's mit dem Ausschüsse des Vereins.
5. Nach den Verhandlungen am 19. Juli findet Nachmittags um 2 Uhr im Gasthause „Zur Traube" das Mittagsmahl statt, das Gedeck zu 2.50 JL incl. 1 Schoppen Wein.
Diejenigen, welche an demselben Theil zu nehmen beabsichtigen, werden gebeten, gleich bei ihrer Anmeldung ihre Namen in eine aufgelegte Tafelliste einzeichnen zu lassen. -
6. Zu einer nach der Versammlung beabsichtigten Verloosung sind Looje zu 50 Pf. das Stück bei sämmtlichen Sektionsvorstehern und Vorständen der Zweigvereine, sowie den Mitgliedern des Lokal-Comitö s zu haben.
Hungen, den 31. Mai 1882.
Im Auftrag: Bender.
Berlin, 13. Juli. Dem Minister der öffentlichen Arbeiten ist ein Gesuch zugegangen, in welchem die nordwestliche Gruppe des Vereins deutscher Äsen- und Stahl-Industrieller bittet, eine generelle Frachtermäßigung für die zur Roheisenproduction erforderlichen Rohmaterialien, namentlich für Eisenerz- und Kalksteine auf den Staatsbahnen und den unter Staatsverwaltung stehenden Eisenbahnen eintreten zu laffen. In der Petition wird ausgeführt, daß die deutsche und vorzugsweise die rheinisch-westfälische Eisenindustrie zur Aufrechterhaltung chres Exports dringend einer Ermäßigung der Rohmaterial-Frachten bedürfe, daß von dieser Frage der Fortbetrieb der Werke und die ununterbrochene Beschäftigung der Arbeiter abhänge. Die Petition führt aus, daß die Frachtsätze sich in Deutschland fast doppelt so hoch stellen, als in Belgien (18,13 : 9,68), und daß durch das neu erfundene Thomas-Gilchrist'sche Verfahren ermöglicht sei, eine erhebliche Herabminderung des Imports ausländischer Erze und ausländischen Roheisens durchzuführen, und schlägt dann vor, die Eisenerz- und
Kalksteinfrachten zu bilden aus einer Expeditionsgebühr, wie sie bestehl, und einem Streckensatz, welcher bei Entftrnungen ^ '
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Tonne und Kilometer betragen soll. _ —
Aegypten.
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heute M?rg^ri Granaten^gegen das brennende Viertel, um das Gesindel sortzutreiben,


