21. Voranschlag der Realschule für das Jahr 1882/83.
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Wasserwärme der Lahn.
Am 13. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + Kst/? R-, Luftwärme +10° R.
L- Chr. Rübsamen.
bedauern, die Fraciionen bildeten für ihn einen Ring, den er nicht durchbrechen kann und durchbrechen will. Wenn Sie mich fragen, weshalb ich das Monopol von Ihnen fordere, trotzdem ich es nicht bewilligt erhalte, so erwidere ich, daß ich aus persönlichen Rücksichten, die ich gegen Seine Majestät habe, verhindert bin, der Absicht weitere Folge zu geben, die ich 1877 ausgesprochen hatte; ich bin daran verhindert, zurückzu- treten, weil ich von Jugend auf daran gewöhnt bin, so lange ich dazu verpflichtet bin, meine Schuldigkeit zu thun. Es ist mir damals die Erlaubniß zum Rücktritt nicht ertheilt worden und als ich nach dem Robiling'schen Attentat den Kaiser- in seinem Blute liegen sah, da habe ich geschworen, gegen den Willen des Kaisers nicht aus dem Dienst zu gehen. Das allein ist der Grund, weshalb Sie mich noch immer hier an dieser Stelle sehen Als die Verfassung geschaffen wurde, habe ich unter dem Eindrücke gehandelt, daß dem Reichstage möglichst viel Rechte und Freiheiten aeaeben werden müßen, weil ich ganz von den Gedanken der Einheit und Freiheit beherrscht war; deshalb habe ich damals mich in die Möglichkeit gesetzt, seine Aufgabe vollständig erfüllen zu können. Aber mein Vertrauen für die Zukunft des Vaterlandes beruht vorzugsweise m der Dynastie. Gegen ausländische Gefahren haben wir feste Verbindung mit außerhalb des deutschen Reiches gelegenen Monarchien und ich glaube, daß diese Verbindungen dauernde fein werden. ö '
Hoffe, daß in der Mitte Europas sich diese Verbindung als fest gegen alle Gefahren erweisen wird und ich habe das Vertrauen zu der preußischen Monarchie 6aB ne ihrerseits den nationalen Gedanken niemals aufgeben und die politische und militärische Einheit unverbrüchlich halten und jeden Versuch, sie zu stören, zurückweisen wird. An den Marasmus der Fractionskrantheit wird unsere Dynastie niemals zu leiden haben. Ich möchte nicht von der Tribüne abtreten, ohne Sie zu mahnen: Seien Sie einig und lassen Sie den nationalen Gedanken von dem Fractionstreiben Bravo'rechts^" trübcn' be^cn Himmel in der Verfinsterung begriffen ist. (Lebhaftes Referent Abg. Dr. Barth erläutert kurz den Bericht über die Commissionsarbeiten und spricht sein Bedauern aus, daß die Vorlage der Rechnungen der Straßburger Tabaksmanufactur nicht erfolgt ist. ö
Abg. Dr. v. Treitschke: Wenn Sie jetzt das Tabaksmonopol ablehnen, so thun Sie es zum eignen Schaden, denn da das Bedürfniß einmal unleugbar ist so wird das Monopol doch unvermeidlich fein. Das Reich muß Einnahmen haben, um ^I'/ ^blbststandigkeit zu behaupten. Deshalb muß unser ganz veraltetes Steuersystem endlich reformirt werden. Auf dem Gebiete der eommunalen Steuern herrscht gradezu Anarchie. Die Geschichte des alten deutschen Reiches, das an der Erbärmlichkeit seiner Tendenzen zu Grunde gegangen ist, sollte uns zur Warnung dienen Ein Genußmittel ber, Tabak darf nicht unbefteuert bleiben. Redner geht ferner auf die Verhältnisse des ^abaksbaues ein und behauptet auf Grund feiner eigenen Erfahrungen, daß das Monopol dem deulfchen Tabaksbau zum Segen gereichen würde Er bitte daher das Daus, dre Schwierigkeiten, welche der Einführung des Monopols entgegenstehen, zu uberwmden und für das Monopol zu stimmen. (Beifall rechts.) 0 ? 3
Dr. Bamberger: Die Ausführungen des Reichskaiizlers über Steuerreformen seien wiederholt gründlich widerlegt worden, selbst von Mitgliedern der conservativen Partei. In der Commission seien neue Gründe für das Monopol von ^ä^-i^^0^nlngsvertreter mcht angeführt worden, die ganze diesmalige Session b£ hauptsächlich für das Monopol bestimmt ist, erscheine zwecklos. ^mef^em^?8r b^nr$° gegen das Monopol sei längs? bekannt
h ™ lkswirthschaftsrath, der doch lediglich Feigenblatt für das Monopol
gemefen, habe sich ebenfalls dagegen erklärt, weshalb solle denn der Reichstag offene ^üren einstoßen. Em solches Verfahren könne das Ansehen des Reichstages nicht ^an^.errr mit dem Monopol immer roieberfommen, so möge das w L ausstellen daß es das Monopol nicht wolle Gründlich genug
L ?£01 tn der Commission erörtert, der Gedanke einer Zwischencommffsion
m deshalb ichon gefallen, wie eine Blume, noch ehe der Sturm sie geknickt. Die !"hnrii'hpnrrrtfbet Netchskanzlers auf den französischen Nationalöconomen Beaulieu habe ’nh benn -ÖeauUeuJulbige, wie er (Redner), dem Moloch des Freihandels
und tet für directe Steuern. Er (Redner) sei gar fein fanatischer Gegn.r des Tabak- werd°en°soll C ” @e0ner ber ärt unb Weise, wie das Monopol bei uns e-ngesühtt k,^S?il=1lgcrcrr Ausführung schließt Redner mit der Aufforderung, daß, nachdem es dem Reichskanzler fo lange gelungen sei. den europäischen Frieden zu erhalten nunmehr der Reichstag den inneren Frieden der Parteien schaffen möge. Nach einer Sienftag um 11 SFÜß°8Uhr'^ fii> 6ierauf baä bis
Erbbegräbnisse betr.
. . Die Holzoersteigerungen vom 1. Mai und 3- Juni.
Jla0e 0e0en ben Ortsarmenverband Dortmund.
Je £Ia0e 0e0en ben Ortsarmenverband Odenbausen.
v?' Tau|chvertrag mit Bierbrauer Eduard Pöschel dahier.
^^ucVLr®Wft^eCrS K°ch dahier um F°r,s°tzung des
18 Das Mittelrhein sche Turnfest im Jahre 1883 betr.
ly. Nummerirung der Gebäude.
20. Kostendecreturen.
7 ‘btir Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man eich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von M A ASENSTEIJV VOtiLEK in hrankturt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch insic s der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
Vermischtes.
?Unt ne furiofc Insolvenz-Erklärung ist dieser Tage einem hiesigen Geschaftshause zugegungen. Daffelbe liegt dem .Mainzer Anreiaer" m lautet mörtlicb wie folgt: „Herrn N- N- in Mainz! ^Pf.
©« ungünfttgen ^eitoev^iältniffe, welche größtenthnls aus der Schöofuna des verwerflichen Liberalismus auf dem großen Gebiete oes socialen Daseins beroor- mngen und den Rmn mit sich liefern und noch liefern werden wenn mcht mesew G/undübel in Balde ein Halt! zugerufen wird, dann auch verschiedene^dazwffchen^ tretene Familien.Unglucksfalle oeranlasseu mich, meine Zahlungen einzustellen uno in?rh somit dem Wohlwollen meiner geehrten Gläubiger zu empfehlen w." ' " *
,W o r m s, 9. Juni. Als heute der um 1 Uhr hier abgehende Schnellzua nack Mannheim den &»abuct an der 2lfoenerftrQ§e paffirte ftüritc ftcr nns
s. u . q* i # ' — j,, vorn Trittbrett und verletzte^sich^an der Viaductrnauer derart, daß der Tod des Unglücklichen sofort eintrat
~ Lebensoersicherungs- und Ersparniß-Bank in Stuttgart hat nach ihren neuesten Ausweisen im laufenden Jahre wiederum eine gesteigerte Zunahme au verzeichnen. Vom Januar bis Mai d. I. sind 1882 Anträge mit al 11 40'") oon st>p17 MaTbn^fUau^V185b807?00nLein8ert?rnaen' Der V-rsich-rungsstand ’ift 'per Ende P-rson°,?mtt'yh^
so ma?tt/^'^kLits-Anftall-Zullen und jeden Gewinn an die Versicherten vertheilt (V lVOhU ^"p^chlich auch die niedrigen Verwaltungskosten von ca. 5pCt'.
33 Ä^n^a?1?>er?e’trU0enf,~«!inf.<?tQnbe' f2it ^rem Beiland Dividenden ^von
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?“§fleIi“n0 ei6ei?tbüm^rei Art soll im Laufe des Juni in Rochester ^Beleinigte Sta> ten) eröffnet werden. Dieselbe wird die nationale Begräbniß-Jnduurie- genannt. Die Aus,tellungsgegenüä.ide werden aus Leichenwagen, Trauer- tutlchen (Lar0en, Einbalsainirungsstoffen, Trauer-Livreen, geistlichen Gewändem Trauer-Pserdegeschrrren, Jmortellenkränzen u. s. w. bestehen ^eroanoe.n,
ch e n, 7. Juni. Uin die Controllvorschriften und deren Handhabung beim hiesigen „Allgemeinen Kranken-Unierstützungsverein" scheint es recht eigenthürnlich
Kurzem herausgesteUt, daß der Vorstand Limbeck sich großartige Unterschlagungen hatte zu Schulden kommen lassen, mußte in der jta° stattgefundenen Monatsoersammlung d,e Commission zur Reoision der Mitgliederkalten d'e u -angenehme Eröffnung machen, daß ein Einsammler ein ^Cf9Cnm°ü °20^ fa0c Mnftausendzweihundert Mark! — habe, wovon nur für ^. 2000 JL aus Deckung zu hoffen fei. Daß ein Einsammler ein solch' colossales 2)6 eiVfiin 11' 0l^a0t' stlr eine ganz inerkwürdige Controllführung.
— Jener Drechsleimeifter Damiani, welcher im Apr l d. I. auf offener Straße feine ZrE '^ckoß und dann dnr Revolver auf sich selbst losdrückte ist nunmehr zur roorbrt? UU0 eme§ ^bifteszustandes in der betr. Gffängn ßabtheilung untergebracht
8. Gesuch des Jacob Helsenbein dahier um Bauerlaubniß.
9. Geluch des nrartifrhpn 9Irrti'ä Dr r l cL " sc: - - < .
Äffu^^äbX Äbet ®arl 5el,i"0 bahi°r' um pachtweise
Das Feuerlöschwesen-
Die Dtehmärkte.
Br°>ue.k Ä ©iefien?'"1 bC§ «^bbeutf^en Lloyd in
Wnin transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer
Main, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. Mat von Bremen und am 30. Mai von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Mpspi■ ^unL transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser
^nC^r^n?n‘ ’öiun§' öom Norddeütschen Lloyd in Bremen, welcher am 24. Mai kommen"^" abgegangen war, ist heute Morgen wohlbehalten in Baltimore ange-
Der Postdampfer Oder, Capt. C. Undütsch, vom 9torb- ift hSifr welcher am 31. Mai von Newyork abgegangen roar,
Etugs wohlbehalten tn Southampton angekommen und hat nach m^tAnß0sfp Q)p-rü.r bestimmten Passagiere, Post und Ladung 3 Uhr Nach- Qnh t "ach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 156 Passagiere und uvUv -cU0U11ß •
Telegraphische Depeschen.
Wolff s telegr. Correspondenz-Bureau.
^2. Juni. Nachdem die Polizei das Duell der Deputirten Wahrmann und Jstoczy zweimal verhindert hatte, hat dasselbe Abends dennoch stattgefunden. Keiner von beiden wurde verwundet.
, Nom, 12 Juni. An der feierlichen Uebertragung der Büste Garibaldis nach deni Capitol nahmen gegen 170 politische, sowie Arbeiter- und vumamtäts-Vereme Theil. Ein achtspünniger Wagen führte die Kolossalbüste, welche von den Veranstaltern der Demonstration dem Syndikus der Stadt Nom übergeben wurde.
.. .77 ^ach einer Meldung der „Agenzia Stefani". aus Port-Said ist das
italienische Panzerschiff „Castelfidardo" nach Alexandrien abgegangen.
t - 12. Juni. Der Storthing hat den aus's Neue einge-
brachten Antrag auf Erhöhung der Apanage des Kronprinzen anläßlich seiner Zermahlung inst der Prinzessin Victoria wiederum abgelehnt.
s- ™ • 1<2, . Deputirtenkammer. Tenot richtete eine Anfrage
an l xc Negierung bezüglich der Vorgänge in Alexandrien. Der Conseilpräsident ^reycmet bestätigte die bereits bekannten Thatsachen; der englische Consul sei verwundet der französische Consul bedroht worden. Er hoffe, daß kein fmn ö»
Horden sei. Der englische Botschafter habe noch keine Nachricht hinsichtlich der Landung von englischen Truppen erhalten. Freycinet siigte hinzu, er sei noch ohne ofsicielle Nachrichten, er wisse noch nicht, welche Maßregeln ergriffen werden müßten. „Was indessen die Frage beMich ber ranzo,ischen Staatsangehörigen angeht, so haben wir darüber nur mit uns ? -^ Nathe zu gehen. Die Negierung wird alle Maßregeln ergreifen, welche nothmendig sind für die Sicherheit der französischen Staatsangehörigen und der Ehre Frankreichs.". (Beifall). Der Gegenstand war bamit erledigt
(v, . Alexandrien,12. Juni. (Mldung der „Agence Havas"). Soweit bis jetzt bekannt, soll die Anzahl der Todten auf europäischer Seite 49 auf Setten der Eingeborenen 5, die Zahl der Verwundeten europäischerseits 80 auf Seiten der Eingeborenen 28 betragen. Die Verwundungen des englischen Con- suls sind schwere. Drei französische und drei englische Schiffe haben die Kessel geheizt und sind auf alle Ereignisse vorbereitet. In der Stadt herrscht große Erregung und die Cousuln sind sehr beunruhigt.
Kairo, 12. Juni. (Meldung des „Reuter'schen Bureaus"). Weitere Berichte aus Alexandrien melden, daß der Pöbel viele Läden plünderte. Das Gerücht, daß der Ingenieur des „Superb" tobt sei, ist noch nicht bestätigt. Die Patrouillen sollen verdoppelt sein. Die militärischen Chefs sollen beschlossen yaben, vom Khedive die Abdankung zu verlangen. Es wird als ungewiß dar- gestellt, ob die Kavallerie und Artillerie sich der Attlitärbewequng an- schtteßen wird. 9 9
Handel und Verkehr.
h n Qf^noÄ11'cÄ $ulli- Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfd. r -va Ar- 7 Hühnereier 1 Stück 5 H und 2 Stück 9 Enteneier per Stück rcTrl A o!n'eS?' per Stück 0 4, Käse per St. 5—10 Käsematte per Stück 3 X £l.Ku husten 1 Liter 30 4, Tauben das Paar 70—90 Hühner per
buck JL 1-^0—1J50, Hahnen per Stück JL 1.30—1.70, Enten per Stück JL 2.00—2.50, Ochsenfleisch per Pfund 64—66 H, Kuh- und Rindfleisch 54—56 Kalbfleisch 44 bis 50 ^Schweinefleisch 62-64 4, Hammelfleisch 60-70 A Kartoffeln per 100 Kilo per Centner 15—18, Milch per Liter 16—18 X Kirschen per Pfund 40 '
u Oft® Ia 11Uurt: .Juni. (Getreide-Preise.) Weizen ess. hiesiger und Wetterauer
Ma 1 241/2—25Va, Roggen eff. hiesiger JL 19, fremder JL 16*/2
ce^- W- und Wetterauer ./L 17—18, fremde JL 17—19, Hafer eff. hies.
at 15-17. Rüböl eff. ohne Faß hiesiges in Parthien vor o0 Cti. JL 31V2. Branntwein eff. ohne Faß 40.
Lokales.
Gießen, 13. Juni. Tagesordnung für die Stadtverordneten Donnerstag den 15. %uni 1882, Nachmittags 4 Uhr. oroneten-Sitzung am o $fn a?aru ctner Secundär-Bahn von Gladmbach nach Lollar.
2 Gießen" öon Feldwegen und Entwässerungsgraben in der Gemarkung
3- Den schadhaften Zustand des linken Lahnufers betr
4. Die Verbesserung des alten Badenburger Weas.
5. Die Taubentränke.
6. Die Verpachtung der Wieseckböschungen-
/. Gesuch des Heinrich Debus dahier um Erlaubniß zur Vflasteruna de« femem H°us° ™ Sch.ff°nb°rger Weg u'nd für Ebnung


