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am 18. April Vormittags 7 Uhr. Gießen, am 10. April 1882.
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Großherzogliche Realschul-Direktion.
Soldan.
Die Baugewerkschule w etzlar.
Eröffnung des Sommer-Semesters am 20. April d. I. — Programm kostenfrei. (2639) Director Baumbaeh.
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Grvßh. Realschule I. und II Ordnung zu Gießen.
Die Anmeldungen neuer Schüler werden am 15. April von 8—12 und 2—4 Uhr im Schulgebäude entgegengenominen. Die Aufnahmeprüfung findet am 17. April Vormittags von 8 Uhr an statt. Der Unterricht beginnt
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Frankfurt a. M., 12. April, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 281‘/i, Staatsbahnactien 277%, Galizier 266%, Oesterr. Silberrente 65% 4% Ungar. Goldrente 75%, 4% 1880er Russen —, 2. Orient-Anleihe 57%, 5% Rumänische Mente 88*/i, Lombarden 120. Tendenz fest.
Gesellschaft pi gegenseil. Hagelschäden-Uergütung in Leipzig
Errichtet im Jahre 1824.
Bezahlte Schäden seit Bestehen der Gesellschaft ca- 16000000 Mark.
Die Gesellschaft übernimmt Versicherungen auf Feldfrüchte aller Art mit oder ohne Stroh nach einem einheitlichen Prämiensatz für alle Gegenden und mit proportioneller Erhöhung nur im Schadenfalle und leistet bei Hagelschaden Ersatz bis zu y15, resp. V8 Verlust. Im letzteren Falle gegen 20% Prämien- Ermäßigung.
Innerhalb 6 Jahren von: Hagel nicht betroffene Mitglieder erhalten (zuerst 1883) einen Prämien-Rabatt von 24 resp. 36 und 48%.
Bezahlung der Schäden 4 Wochen nach Taxe.
Gestaltete Anmeldungsfrist der Schäden nach 96 Stunden noch 28 Tage. Schaden-Regulirung unter Zuziehung von Vertrauensmännern.
Weitere Auskunst ertheilt und Anträge vermittelt
Landwirth I. I. Burck in Garbcnteich.
Kaufmann Carl Hosch in Gießen
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Auswanderer nach Amerika befördert billigst Ohr. Wallenfels
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Handel und Verkehr.
Grünberg, 8. April. (Fruchtpreise vom 8. April.) Weizen A 24.24 Korn A 00.00, Gerste A 00 00, Hafer A 17.56, Erbsen A 00.00, Lein A 30.00 Samen A 00.00, Kartoffeln A 0.00, Wicken A 00.00.
Die Dampf-Kaffee-Brennerei
von
A. Zuntz sei» Wwe.»
Gegründet 1837. Bonn und Berlin C-. Gegründet 1837. empfiehlt ihren nach eigener Methode
gebrannten Java-Kaflee,
la Qualität ä Ulk. 1.60 per % Ko-> in Packeten von ’/2 und Vi Ko.
Jedes Packet ist mit Firma und nebenstehender
___ Schutzmarke versehen
Dieser Kaffee ist nach einer eigenen, auf langjährige Erfahrung gestützten Methode gebrannt, wodurch die bei gewöhnlicher Röstung sich verflüchtigenden aromatischen Beslandlheile gebunden werden.
Hierdurch wird beim Gebrauche dieses Kaffee s anderen gegenüber de8* vierte Tfiicil erspart.
Die Mischung ist so gewählt, dass kräftige und aromatische Kalfee’s vereinigt das wohlschmeckendste Getränk liefern, wodurch sich dieser Kaffee in ganz Deutschland zahlreiche Freunde erworben hat. goß
Alleinige Niederlage in Giessen bei oo
J. M. Schulhof.
NB Bei Abnahme von 9 Pfund Franco-Zusendung nach auswärts.
„ Friedrich Drenth in Krofdorf
„ I Fritz in Langsdorf.
Die Bank hat für das Jahr 1881 den größten Zugang an neuen Versicherungen seit ihrem 27jährigen Bestände zu verzeichnen mit A 21,047,400 (die gestellten Anträge beliefen sich auf A 26,533,000). Ebenso hat sie e.nen reinen Ueverschuß, der seiner Zeit ungeschmälert an die Versicherten als Dividende zur Austheilung gelangen wird, erzielt, wie er in dieser Höhe noch nie erreicht worden. Er beträgt A 1,835,431. Die Prämieneinnahme stieg gegen das Vorjahr von A 5,667,990 auf A 6,206,018, die Zinseneinnahme von A 1,337.324 auf A 1,553,816 und die Gesammteinnahme von A 7,047,884 auf A 7,832,540.
Der reine Bankfonds hat sich von A 33,107,913 auf A 36,853,562 folglich um A 3,745,649 gehoben-
Die Fonds sind durchaus nach den Voischriften für Anlage von Mündel-Geldern ausgeliehen, alle und jede Speculation ist für die Bank ausgeschlossen.
A 29,838,990 — 81% sind gegen hypothekarische Sicherheit auf Pfandobjecte im Toxwerth von A 82,111,000 also gegen durchschnittlich beinahe dreifache Sicherheit angelegt.
In Folge der Festhaltung ihrer Grundsätze ist die Bank von ihrer Begründung an bis 1877 von allem und jedem Verluste, sowie von der Uebcrnahme von Pfandobjecten verschont geblieben und auch dis jetzt sind, trotz der schlimmen Zeitoerhältmsse, wo Zwangsverkäufe allüberall täglich vorkommen, der Bank nur wenige Pfandobjectr zugefallen, die ein durchschnittliches reines Erträgniß von 4—5% abwerfen und an welchen ein Verlust nicht zu erwarten steht- Diese der Bank zugefallcnen Oojecte betragen zusammen wenig über 1% des Vermögens, ein Verhältniß, das im Vergleich zu der Höhe solcher Anfälle bei anderen Instituten ähnlicher Ausdehnung em so außerordentlich günstiges ist, daß es besonders betont zu werden verdient. Der Rest der Fonds ist gegen Hmterlagc von durchaus sicheren Werthpapiercn, in Württ. Staats- Obligationen rc- rc. angelegt.
Schließlich sei noch bemerkt, daß die PrämienMeserve der Bank IM Jahre 1881 um A 3,039 000 und im Ganzen auf A 28,922,957 sich erhöhte und daß nach Auszahlung von A 1,842,314 für Sterbefälle, E nlösung von abgelaufenen Policen im Betrage von A 125,085 und Austheilung von A 1,229,011 an Dividenden, ein Divi- dendenfonds der Lebensversicherungen von A 7,111,375 verbleibt, welcher in den nächsten 4 Jahren zur Austheilung gelangt-
Die im Jahre 1882 zur Vertheilung kommende Dividende beträgt A 1,326,310 = 36% für die lebenslängl ch Versicherten und weitere 18% auf die Zusatz-Prämien der alternativen Versicherungen-
Der Versicherungsstand schließt pro Ende 1881 mit 40,470 Policen und A 179,380,082 Versicherungssumme Im laufenden Jahre gtebt sich bereits ein weiter verstärkter Zugang von neuen Versicherungen kund. Die Bank gewährt nun auch Cautions-Darlehen an Beamte und befinden sich die Regulative darüber in der Hand der Agenten. ______________________________
Schiffsbericht. Mitgetheilt vcn dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C- W- Dietz Nachfolger Gießen.
Bremen, 8. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Main, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. März von Bremen und am 28. März von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 8. April. Der Postdampfer Elbe, Capt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 29. März von Newyork abgegangen war, ist gestern 7% Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 8% Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 187 Passagiere uno volle Ladung-
Bremen, 11. April- (Per transatlantischen Telegraph-j Der Postdampser Ohio, Capt. Gust. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 22. März von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Bronchienentzündung, Schlagfluß, Herzbeutelentzündung je einmal als Todesursache angegeben. Die Leiche eines verunglückten Mannes wurde in einem Keller außerhalb der Stadt gefunden- G-
— sArtöt-Concert-j Obgleich wir unsere Leser schon mehrfach auf das am 13 d M ftalthnber.be Concert aufmerksam gemacht haben, wollen wir es doch nicht unterlassen, noch einmal barauf zurückzukommen. - Wir sühlen uns entschieden zu der Annahme berechtigt, baß ein solcher Musikabenb vom ganzen kunstsinnigen Publikum m.t ftreuben b grüßt wirb, um so mehr, da die Saison morte bereits begonnen hat und un'er böckst schätzenswerther Concertoerein nach den Mühen der Wintersaison seine wohlverdiente Ruhepause genießt- Wir glauben auch nicht zu viel zu sagen, wenn wir das Aitöt Concert in Gießen als ein musikalisches Ereigniß dmstellen, welches so leicht nickt wieder kehren dürfte. Der Name Artöt ist jedem Musikfreunde bekannt und hat in allen Städten, d>e Musik pflegen, einen guten Klang- Die Künstlerin kann mit ihren Rivalinnen Lucca, Mallmger, Wilt und Pattl getrost in die Schranken treten und sie hat Beweise geliefert, daß ihre Erfolge ebenso groß und ebenso zahlreich sind In Brüssel geboren, erhielt sie -hre Ausbildung auf den Conservatorien in Brüssel und Paris und die berühmte Sängerin Pauline Viardot-Garcra war es, der sie ihre vollendete Gesangskunst verdankt. Sie begann ihre Laufbahn als Concertsangerm in Paris und London und begründete in Berlin als Rosine im „Barbier von Sevilla" ihren Weltruhm. Der Enthusiasmus war em so großer, daß man seit Henriette Sonntag solche Beifallsstürme n'cht mehr gehört hatte, auch die Kritik verkündigte ihre Triumphe und Ernst Kossack, einer der scharfsichtigsten Kritiker und besten Musikkenner war es, der sich ihrer am wärmsten annahm. So war ein Stern am Kunsthimm- l aufgegangen, der überall glänzte, überall zur Bewunderung hinriß. Selbst in Gegenden, die niemals der Fuß einer Sanger'n betreten, brachte sie die Volker m Ertase Es sei hier erwähnt, daß Madame Artöt m Gudaisk (Kaukasus), wo das Publikum größtentheils aus Tscheikessen bestand, mit Beifallsooationen förmlich überschüttet wmde und daß man sich am Schluß des Concerts lärmend erbot, das Entiäe nochmals zu zahlen, wenn das Programm von Anfang an wuderholt würde und so leistete man Folge. Das Publikum geberdete sich wie rasend, die Künstlerin sollte beschenkt werden und da es in Gudaisk keinen Juwelcnladen gab, so wurde Madame Artöt ein rcichgeschmückter Helm, aus dem 15 Jahrhundert stammend, als Andenken überg> b^Ngnor Gatt- der Künstlerin, hat es ebenfalls verstanden, als
Baritonsänger einen Namen zu erringen, der in den Annalen der Gesangkunst einen hohen Rang einnimmt. Seine sympathische modulationsreiche Stimme gewinnt überall der Hörer ganzen Beifall- Wir machen deshalb nochmals auf den seltenen und hochinteressanten Corcertabend aufmerksam, den sich sicher Niemand, der für „des Gesanges edle Gabe" auch nur einiges Interesse hat, entgehen lassen darf-!
— Die Osterfeiertoge sind recht ruhig verlaufen. Das rauhe garstige Wetter verhinderte manchen beabsichtigten Ausflug. Nachts herrschte eine empfindliche Kalte, heute Nacht sogar 6 Grad-
— Die Polizei hat in einem vorige Woche verhasteten jungen Manne aus Wieseck den Dieb ergriffen, welcher im Schlessinger'schen Magazin den Lumpendiebstahl aussührte- Hartnäckiges Leugnen wurde dem Jnquiriren entgegengesetzt, bis beim Verkauf der gestohlenen Waare am verflossenen Samstag sich herausstellte, daß der Dieb die Lumpen an einen hiesigen Händler verkauft, letzterer jedoch trotz Unterschrift des Umlaufzettels den Ankauf geleugnet hat- Dieb und Hehler wurden zur Anzeige gebrach^ ^heiratheter Mann, welcher seit Monaten einem Dienstmädchen als angeblicher Bräutigam die Cour schnitt und dessen Ersparnisse abschwtndelte, wurde wegen Betrugs zur Anzeige gebracht. .
_ Em Blumenmarder, welcher wiederholt in der Nacht von Samstag zu Sonntag einem Garten in der Frankfurter Straße Besuch abstotten wollte, wurde dabei Übel empfangen. Dem Spitzbuben wurde eine Ladung Salz a posteriori verabreicht, nach welchem Lohne er heulend davoneilte.
— In der Nacht vom 2- zum 3. Feiertage wurden in einem Garten am Asterweg durch das Spalier hindurch einer Anzahl Fichtenbäumchen die Krone abgebrochen.
— Der Teufel der Zerstörungswuth scheint neuerlich in die Baumfievler gefahren zu sein- So wurden innerhalb weniger Tage zum drittenmal, diesmal auf der Heuchelheimer Chaussee, nicht weniger denn 50 junge Bäume mittels eines scharfen Instrument saygehauen!
— Die Lebensversicherungs- und Ersparniß-Bank in Stuttgart hat ihren Abschluß pro 1881 gefertigt und der eingehende Bericht wird binnen Kurzem an die Bankmitglieder vertheilt werden. , , ,,, „ .....
Das Rechnungs-Resultat ist gleich günstig, rote das bereits früher veröffentlichte Bersicherungsergebniß.


