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9.7.1882 Erstes Blatt
 
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Lokales.

Gießen, 8. Juli. Dem Präsidium der hiesigen Rudergesellschaft ging folgende Depesche zu. Allerhöchsten Auftrage die Mittheilung, daß Seine König!. Hoheit der Großherzog in Folge Besuchs verhindert sind, der II. Hessischen Vereins- Regatta zu Gießen beizuwohnen.

gez. von Werner, Hofjägermeister.

Die Leiche des zweiten am Sonntag bet der Badenburg ertrunkenen Knaben wurde gestern Mittag oberhalb des neuen Wismarer Stegs von Sand-Baggerern aus der Lahn gefischt.

schwader tritt heute Abend mit zwei Regimentern Infanterie und einer Genie- Abteilung die Fahrt nach Alexandrien an, außerdem sollen noch von zwei Transport-Dampfern je 200 Mann an Vord genommen werden.

London, 7. Juli. Aus Alexandrien wird berichtet: Um 7 Uhr gestern Abend ist die Antwort auf Seymours Ultimatum eingetroffen; es ist von der Regierung oder Arabi nicht nur vom Platzkommandanten Fulwa Bey unterschrieben. Die Antwort ist durchaus ausweichend und unbestimmt; Egypten habe keine feindseligen Absichten und appellire an die Humanität des Admirals. Die Aufregung ist hier eine außer­ordentliche. Ob die Schanzenarbeiten überhaupt eingestellt sind, ist nicht zu erfahren. Die Haltung der britischen Flotte ist unverändert; die Schiffe liegen mit offenen Geschützpforten bereit, reden Augenblick das Feuer zu eröffnen. Es heißt, Arabi sei emaeschüchtert, namentlich durch das Auftreten Derwisch's, welcher ihm erklärte, er werde das Land nicht verlassen und Namens des Sultans in bestimmtester Weise den Befehl wiederholte, alle Arbeiten einzuftellen; gehorche Arabi diesem Befehle nicht, so werde Derwisch ihn seinem Schicksal überlassen und obreisen.

Aus Alexandrien von gestern Abend 11 Uhr wird gemeldet: Seymour erklärt die ihm ertheilte Antwort für ungenügend und beorderte alle unter seinen Befehl ge­stellten Verstärkungen an Schiffen hierher.

Petersburg, 7. Juli. DasJournal de St- Petersburg" sagt mit Bezug auf die Kölner Korrespondenz derAgence Havas" über den Einfluß Deutschlands: Sicher­lich höre die Pforte gern auf die Stimme des deutschen Reichskanzlers wegen des großen Ansehens desselben und weil Deutschland weniger directe Interessen im Orient habe, als andere Mächte; allerdings verliehen diese Thatsachen den Rathschlägen Deutschlands in Konstantinopel ein besonderes Gewicht. Es sei aber der französischen Correspondenz gegenüber zu constatiren, daß diese Rathschläge stets darauf gerichtet gewesen seien, der Pforte eine weise Mäßigung zu empfehlen. Die Pforte werde nur sich selbst die Schuld zuzuschreiben haben, wenn ihr Verhalten in der egyptischen Frage ihr Ansehen im Orient mindern sollte.

Petersburg, 7. Juli. In der Gesetzsammlung wird ein kaiserlicher Ukas veröffentlicht, wonach Weine, Spiritus, Arak, Rum, Franzbranntwein, Liqueure, Spirituslacke und Porterbier, welche in Fässern und Flaschen aus fremden Ländern nach Transbaikalien und nach dem Amur- und Oceanufer- Gebiete eingeführt werden, einem hohen Zolle unterliegen.

Moskau, 7. Juli. General Michael Skobeleff ist imHotel Duffaux" plötzlich gestorben.

Alexandrien, 7. Juli. (Meldung desReuter'schen Bureaus"). Die Befestigungsarbeiten haben seit der Absendung des Ultimatums des Admirals Seymour vollständig aufgehört. Während einer gestern von der See aus vor­genommenen Recognoscirung zählte man auf den Erdwerken um den Hafen von Alexandrien herum 98 Geschütze, die sämmtlich mit der Mündung nach dem Hasen gerichtet waren. Fast alle Handelsschiffe sind nach dem äußern Hafen gegangen und haben den innern Hafen für das Geschwader der Kriegs- schiffe sreigelassen.

Ein englisch-französischer Mdzug gegen Egypten in Sicht.

Die egyptische Frage spitzt sich zu einer jähen, stürmischen Lösung zusammen. England und Frankreich, welche Lebensinteressen an den Ufern des Nil, in Alexandrien und Kairo, zu vertheid-gen haben, sind zu der Ueberzeugung gelangt, daß, so lange Arabi Pascha seine maßgebende Stellung in Egypten behält, tue und nimmer die alte Ruhe in das Pharaonenland zurückkehren und niemals England und Frankreich seine alte Stellung daselbst wieder einnehmen können. Beide Großmächte, zumal England, erklären Arabi Pascha als den Führer einer Revolutionspartei, die durch Handlungen des Ungehorsams die Autorität der vtceköniglichen Regierung untergraben habe und sicher auch zukünftig bet passenden Gelegenheiten aufs Neue seinen Ungehorsam wieder­holen und die staatliche Ordnung in Egypten ständig gefährden werde.Arabi Pascha muß entfernt, muß unschädlich gemacht werden", dies ist daher jetzt die Parole ^Ug­lands und Frankreichs in der egypttsche» Frage geworden. Der Sultan, der Ober- lchnsherr Egyptens, ist allerdings noch anderer Meinung, er will Arabi Pascha ent­weder erhalten sehen oder ihn durch ein passendes Jntriguenstückchen ohne Krieg und ohne Schwertstreich beseitigen. Damit sind aber England und Frankreich nicht ein­verstanden, sie verlangen in Hinblick auf ihre gefährdeten Interessen eine loforttge Beseitigung Arabi Pascha's und weil der Sultan dies ablehnt, der Vicekönig von Egypten aber ganz machtlos ist, um sich des über das egyptische Heer und die Flotte verfügenden Arabi Pascha zu entledigen, so sind England und Frankreich entschlossen, durch einen gemeinschaftlichcn Feldzug in Egypten dort selbst Aradi Pascha zu beseitigen und die Autorität des Vicekömgö wieder herzuftellen.

Nachrichten aus London, Paris und Alexandrien lassen über diesen Plan keinen Zweifel, denn in den Kriegbhäfen Englands und Frankreichs wird in aller Eile ein Expeditionscorps ausgerüstet, alle beurlaubten Martnesoldaten einberufen, große Trans­portschiffe gemiethet u. s. w. Auch haben die Befehlshaber der englischen und franzö­sischen Flotte vor Alexandrien strenge Befehle erhalten, die Armirung der Hafen- befestigungen durch Arabi Pascha zu verhindern. Im Uebrigen glaubt man überhaupt nicht, daß Arabi Pascha mit seinem Heere dem englisch-franwsischen Expeditionskorps große Hindernisse entgegenzusetzen im Stande ist, denn das nur 20,000 Mann zählende egyptische Heer steht nicht im Rufe einer besonderen Kriegstüchttgkeit. Schwieriger würde Arabi Pascha allerdings zu besiegen sein, wenn das gesammte fanatische Araber- thum Egyptens sich auf seine Seite stellt und einen Glaubens- und Rassenkampf gegen die Engländer und Franzosen kämpft. Jedenfalls stehen in Egypten in Hinblick auf bie englisch-französische Expedition ganz g:waltige Catastrophen in Aussicht. Aber fast alle Europäer sind schon aus Egypten verjagt worden, Anarchie und Elend herrschen bereits im ganzen Lande und wenn England und Frankreich, ja ganz Europa nicht allen Credit, alles Ansehen und sein dort angelegtes Geld verlieren will, so bleibt tben nur die englisch-französische Intervention mit Waffengewalt übrig.

Alle Welt wird nun wohl fragen, was denn bie europäische Conferenz zu diesem Vorgehen Englands und Frank, eichs sage. Die Conferenz der Großmächte hätte jedenfalls nur die Aufgabe, die Interessen Englands und Frankreichs in Egypten im Einklänge mit denjenigen Europas und des Sultans zu regeln- Friedliche Vo> schlage helfen nichts, der Sultan lehnt es ab, militärisch in Egypten etnzuschreiten, also blieb der Conferenz nichts übrig, als England und Frankreich das Executionsmandat gegen Arabl Pascha zu ertheilen, wobei beide Großmächte das Versprechen abgegeben haben, Egypten nicht in ihren Besitz zu nehmen, sondern dort nur den durch die Verträge mit den Großmächten und dem Sultan gewährleisteten ßtatus quo unter der Herrschaft eines Vicekönigs wieder herzuftellen. Dies ist jetzt der zu einer harten Lösung treibende Zustand der egyptischen Frage, die nur dann einen anderen Verlauf nehmen kann, wenn plötzliche Entschließungen des Sultans oder Arabi Pascha's die Lage ändern-

Vermischte-.

Mannheim, 6. Juli. Die Vorarbeiten zu dem vom 9. bis 16. Juli dahier abzuhaltenden VI. Verbsndschießen sind in der Hauptsache beendet, die Festbauten, Portal, Fefthalle, Gabentempel, Schießstände stehen fertig ba, an die innere Aus­schmückung wird die letzte Hand gelegt, mit dem Schmucke der Häuser der Stadt wird

schon jetzt begonnen, so daß unsere Festgäste würdig empfangen werden. Das Ver­zeichnis der Ehrengaben war bis jetzt ein reichhaltiges, 140 Gaben über 11000 JL. Werth repräsentirend sind bis gestern schon eingegangen, dazu kommen noch für circa 1600 JL vom Comtt6 und der hiesigen Schützengesellschaft aus eigenen Mitteln ange­kaufte Ehrengaben, dann die aus den Einsatz n gegebenen reichen Baardotirungen. Angemeldet sind dis gestern über 500 Schützen, so daß nach alten Erfahrungen wohl auf über 1000 Schützen gerechnet werden darf. Der Feftzug am 9. b. (Vormittags 11 Uhr beginnend) wird nach dem ausgegebenen Programm brillant werdm. Die Festwirthschaft ist in den bewährten Händen der Herren Adlon und Bruch aus Mainz. Die zum Feste beschafften vorzüglichen Getränke werden munden.

Bei der jetzigen Gewitterperiode wollen wir einige alte Vorsichtsmaßregeln beim Ausbruch eines Gewitters in Anregung bringen, die nicht immer beachtet werden. Man hüte sich, in Gebäuden in einer unterbrochenen Leitung die vorhandenen Lücken mit seinem Körper auszufüllen. Am gefährlichsten sind die Stellen unter Kron­leuchtern, unter Drahtzügen, in der Küche unterm Rauchfang. Auch die Nähe der Spiegel, welche hinten mit Metall belegt sind, sowie die Nähe größerer Metallmassen kann die Gefahr vermehren. Der beste Platz ist die Mitte einer hohen Stube; in einem niedrigen Zimmer thut man besser, zu sitzen als zu stehen. Das ängstliche Schließen der Fenster eines mit Menschen angefüllten Raumes vermehrt nicht blos unnöthiger Weise die Schwüle und Beklommenheit, sondern auch die Gefahr des Er­stickens in dem Falle, daß wirklich ein Blitzstrahl in das Zimmer dringen sollte. Zug­lust, zumal trockene, vergrößert die Gefahr nicht. Das Feuer auf dem Küchenherde lasse man ausgehen, da aufsteigender Rauch dem Blitz den Sprung nach dem Schorn» steine erleichtert- Auf der Straße ist man in der Nähe von Mauern, vorzüglich unter Thüren und Thorwegen, mehr gefährdet, als in der Mitte der Straßen; besonders müssen solche Stellen, wo das Wasser von den Dächern läuft gemieden werben. Das Stehen unter Bäumen ist gefahrvoll. Es kann Gefahr bringen, im flachen Felde als einziger hoher Gegenstand dazustehen; besser ist es, sich in der Nähe eines hohen Baumes, etwa 10 Schritte von den längsten Zweigen entfernt, zu befinden. Schnelles Laufen vermehrt die Gefahr nicht unwesentlich-

Ein recht kurioser Druckfehler, offenbar einer recht verdammenswerthen Undankbarkeit entsprossen, verunzierte jüngst den Dankbericht des Bürgermeisters einer abgebrannten Gemeinde in der Normandie über bie eingelaufenen Spenben. Da hieß es nach der Darstellung des Brandelends:Et il se trouvait des änes charitables qui etc. und es fanden sich wohlthätige Esel, welche u. s. w-, anstatt ämes chari­tables, wohlthätige Seelen Absichtlichkeit liegt natürlich fern, dürfte aber um so eher von Böswilligen vermuthet werden, als die Normands in ganz Frankreich als arge Geizhälse bekannt sind, welche die ämes charitables leicht für änes halten dürften-

Carl Vogt erzählt von einer feiner Reisen im Winter über den St. Gott­hardt- Bei Hospenthal angekommen, spähten wir nach der Karawane, die hinter uns im Schnee stecken geblieben- Was ist vorgegangen? schrie der Hauptführer, der den ganzen Zug commandirte, den ersten Postillon an, der in Hörweite kam.Das graue Roß ist über bie Brücke gepurzelt, wir haben es soeben wieder heraufgeholt." Weiter nichts? Ich hab es gleich gesagt, ich wollte das Roß nicht nehmen, aber der Posthalter hat es mir aufgezwungen. Vorwärts!"Um Himmelswillen, sage ich, und die Reisenden?"Es ist nur ein Engländer gewesen er hat einen hübschen Purzelbaum geschlagen und stak mit dem Kopfe voran im Schnee und fuchtelte mit den langen Beinen in der Luft herum, bis wir ihn herauszogen", sagte lachend der Postillon!Nur ein Engländer!" rief der Führer. Macht nichts! Hüh!"

Kassel, 6. Juni. sDie Hinrichtung des Vatermörders Jakob.j Heute früh 6 Uhr ertönte bie Armesünderglocke von ber Unterncuftäbter Kirche unb verkündete den Umwohnern, daß der Vatermörder Jakob zum Richtplatz geführt wurde. Nachdem vor einigen Tagen die Allerhöchste Entschließung eingetroffen war, welche die Begnadigung ablehnte, waren die Vorbereitungen zu der Hinrichtung in aller Stille getroffen- Gestern traf der Scharsrichter Krauts aus Berlin mit seinen Gehilfen ein und ebenfalls die Frau des Delinquenten, welche gestern bis spät Abends und heute früh bet ihrem Manne in der Zelle war- Jakob empfing gestern den Zuspruch des Gefängnißgeistlichen, Metropolitan Hochhnth, dem gegenüber er eine aufrichtige Neue über sein Verbrechen zeigte unb ein umfassendes Geständniß desselben ablegtc. Die Erzählungen von einem Angriff seines Vaters, nut welchen er vor den Geschworenen feine That halte be­schönigen wollen, gab er als unwahr an. DieHenkersmahlzeit" wurde dem Delinquenten gestern in Form von Rindsbraten und einer Flasche Rothwetn ver­abreicht.

Nachdem der Richtblock gestern Nachmittag auf dem inneren Hofe des Land­gerichtsgefängnisses aufgeschlagen war, wurden im Laufe der Nacht sämmiliche nach dem Hof liegende Zellen des Gefängnisses von ihren Insassen geräumt. Heute früh um 6 Uhr versammelten sich an ber Richtstätte bie Beamten ber Staatsanwaltschaft, ber Landgerichtspräsident, der Untersuchungsrichter, mehrere Mitglieder des Landgerichts, sowie der Vertheidiger des Angeklagten unb zwölf auf Einladung des Herrn Ober­bürgermeisters als Zeugen erschienene hiesige Bürger. Noch ehe die Vorbereitungen gänzlich beendet waren, wurde der Verurtheilte auf den Richtplatz geführt, mußte aber nochmals in das Gebäude zurückgebracht werden. Nachdem der Scharfrichter Krauts tm Frack, Cylinder und weißen Handschuhen sich hinter einem Tisch ausgestellt hatte, erschien Jakob wieder in Begleitung des Herrn Metropolitans Hochhuth- Herr Staats­anwalt Wilhelms verlas das Todesurthe'l, überreichte es dem Scharfrichter unb forderte ihn auf, seines blutigen Amtes zu warten. Der Angeklagte kniete darauf vor dem Block nieder unb verrichtete ein Gebet, wiederholte auch mit leiser Stimme bas Be- kenntniß feiner Schuld. Darauf trat er Himer den Block und kniete nieder, worauf zwei Gehilfen des Scharfrichters seinen Kopf in der zu diesem Zweck am oberen Rand desselben angebrachten Aushöhlung durch Ueberziehen einer Leberkappe festschnallten, während zwei andere seine Hände auf dem Rücken befestigten. Alsbald führte Krauts den tödtl'chen Streich mit dem Handbeil, welcher sofort den Kopf vom Rumpfe trennte. Aus demselben sprang ein Blutstrom hervor, welcher den vor dem Block gestreuten weißen Sand weithin roth färbte. Die Gehülfen des Scharfrichters legten alsbald den entseelten Körper in den bereit gehaltenen Sarg unb in wenigen Minuten war bie ganze traurige Handlung beendet- Das Benehmen des Delinquenten war ein durchaus würdiges und gefaßtes.

Die heutige Hinrichtung ist die elfte, welche rc- Krauts nach der des Kaiser­mörders Hödel vollzogen hat. Dem Vernehmen nach wird er bereits in wenigen Tagen wiederum in Berlin in Thätigk-it zu treten haben- Wie uns mitgetheilt wurde, erhielt der Nachrichter für die Ausübung seines schweren Amtes 500 JC. (Hess. M )

lieber den Stephanien, der im Londoner Alexandra-Palast einen Wärter Namens Charles Hodges dieser Tage getödiet hat, erzählen Londoner Blätter inter­essante Einzelheiten. Derselbe wurde bekanntlich bei den Vorstellungen in Myers Cirkus benützt. Wie der Unfall sich zugetragen haben mag, hat auch die^Untersuchung nicht genau feftzuftellen vermocht- Das Thier war schon alt, gewöhnlich äußerst fromm und wurde, da es blind war,Blind Bill" genannt- Der Verstorbene, ein noch junger Mann, verrichtete in ber Regel die Dienste eines Stallknechtes und behandelte die feiner Obhut anvertrauten Thiere nicht sehr gut. Nach ber Aussage bes Stallknechtes Wilkinson hatte ber Elephant am Sonntag Morgen seinen Rüssel in einen Kübel mit Futter gesteckt, ben Hodges mit den Worten:Geh weg, Bill!" mit dem Fuße fort­geschoben, worauf der Elephant ihn angegriffen und gegen die Wand gedrückt haben soll- Für die bekannte Klugheit der Elephanten neuerdings zeugend, war die Aussage des Clrkusbesitzers. Nach Myers Angabe hatte vor etwa 13 Jahren ein Wärter dem Elephanten ein Auge ausgestochen, in Folge deffen das Thier später auf dem anderen Auge ebenfalls erblindet war. Der Wärter war wegen seiner Grausamkeit sofort ent­lassen worden, betrat aber zwei Jahre später in Brighton zufällig den Stall, in welchem sich das Thier befand und schlug den Elephanten mit den Worten:Das ist das alte Vieh, dem ich meine Entlassung verdanke!" auf die Flanken. Der Elephant schien die Stimme seines Verfolgers wiedererkannt zu haben, denn er drehte sich sofort um unb drückte denselben dermaßen gegen die Wand, daß ihm die Augen aus dem Kopfe traten, so daß dieselben bis zum heutigen Tage noch ganz verdreht geblieben sind. Eine ähn­liche Fehde soll nun auch zwischen Hodges undBlind Bill" geherrscht haben; denn, wie Herr Myers mittheille, ging Hodges, der damals noch ein Gemüsehändler war, vor etwa acht Monaten in Reading mit zwei Körben voll Gemüse an dem Elephanten vorbei, der das Gemüse anneettrte und unter dem Gelächter der Umstehenden ganz gemüthlich verzehrte. Hierüber erbost, versetzte Hodges dem Thiere mit einem Feder­messer einen Stich in den Rüffel und von dem Augenblicke an scheint sich die Feind­schaft zu bativen, die in dem Tode Hodges' culminlrte. Uebrigens war Herr Myers ber Ansicht, bas Hobges das Thier mit der Heugabel mißhandelt haben müsse, da die Lippen desselben deutliche Spuren von Verletzungen trugen.

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