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Spanien gegenüber hebt dieNordd. Allg. Ztg." hervor, Spanien habe eine Verlängerung der bestehenden Verträge nur mit denjenigen Staaten vereinbart, mit welchen über die Grundlagen eines neuen Vertrages eine Verständigung bereits erfolgt sei. Eine Verlängerung des deutsch-spanischen Vertrages sei aber erfolgt und die Befürchtungen somit ungerechtfertigt.

Gegenüber den Zeitungs-Erörterungen über die Frage, welche Partei- Eombination die Negierung versuchen werde, um sich die Majorität zu ver- jchaffen, hebt dieNordd. AÜg. Ztg." hervor, daß in Preußen ein Partei- Negiment weder rechtlich noch faktisch irgendwelchen Boden habe. Eine Regie­rung, welche ihre Aufgabe darin finde, als listiger Makler von Fraktion zu Fraktion herumzuziehen, um ein Geschäft zu Stande zu bringen und die erwünschte Courtage emzuheimseH, stehe im schroffsten Gegensatz zur Auffassung derjenigen, denen die Erhaltung des preußischen Staatswesens am Herzen liege. Die Regierung werde bei den Vorlagen an die Volksvertretung lediglich das Staatswohl im Auge haben. Die Partei, welche die Regierung dabei unter­stütze, werde naturgemäß Einfluß aus die Regierung gewinnen, weil sich beide auf ihren Wegen treffen müßten. Die Regierung werde aber abwarten, daß ihr die Unterstützung entgegengebracht werde.

Bonn, 6. Novbr. Der Professor der Zoologie, Franz Herrn. Troschel, ist hier gestorben.

Hannover, 6. Novbr. Schatzrath Hugenberg ist heute Morgen nach längerem Brustleiden am Blutsturz gestorben.

Petersburg, 6. Novbr. Die Newa ist voll Eis, der Eisgang aus dem Ladogasee dauert fort, die Schifffahrt ist geschlossen.

Wernigerode, 6. September. Seine Majestät der Kaiser, welcher sich heute Vormittag mit dem Grasen zu Stolberg in das Jagdrevier Hasserode begeben hatte, traf Nachmittags 472 Uhr wohlbehalten hier wieder ein. Seine Majestät erlegte 4 Hirsche, 3 Rehe und 23 Sauen. Das Frühstück wurde im Jagdzelt eingenommen und nahmen an demselben auch die Gräfin Otto Stolberg, die Prinzessin Reuß und die Gräfin Udo Stolberg Theil. Um 7 Uhr findet ein Galadrner statt, zu welchem auch die Generäle v. Bose, v. Lyncker und v. Chevallerie geladen sind. Für morgen s>üh ist eine Treibjagd auf Hasen in Aussicht genommen- Um 12 Uhr wird ein dejeuner dinatoire eingenommen werden und um 4 Uhr gedenkt Se. Maj. nach Berlin zurückzukehren.

London, 6. November. Unterhaus. Northcoce kündigt an, er werde sobald als möglich die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Verwendung der englischen Truppen in Egypten lenken und eine Resolution beantragen, des Inhalts, das; das Haus be­rechtigt sei, eingehender als das bisher geschehen, hierüber informirt zu werden, sowie auch über die Kosten der Okkupation. Er werde morgen an den Premierminister die Anfrage stellen, wann er einen Tag zur Diskussion dieser Fragen ansetzen könne.

Stockholm, 6. November. Zur Feier des 250. Jahrestages der Schlacht bei Lützen und des Todes Gustav Adolfs fand heute Vormittag in der RUterholmskn-che ein von dem Erzbischof celebrirter Festgottesdienst statt, welchem die Mitglieder der königlichen Familie, sowie die Frau Großherzogin von Baden beiwohnten. Das Denk­mal Gustav Adolfs am Gustav-Adolfs-Platze war mit Lorbeeren und mit in der Schlacht bet Lützen erbeuteten Trophäen geschmückt. Die Truppen der Garnison desi- lirten vor dem Monument. Trotz des ungünstigen Wetters nahm die Bevölkerung m reger Weise an den Festlichkeiten Tyeil. Abends findet bei dem Denkmal Gustav Adolfs eine Gesangsaufführung statt.

Alexandrien, 6- November. Von den bis jetzt vernommenen 380 Gefangenen sind 50 in der Voruntersuchung für schuldig befunden und werden dem Kriegsgerichte überwiesen werden.

Es sind Vorbereitungen im Gange, um ein Truopenkorps von etwa 8000 Mann innerhalv 14 Tagen nach Subkim zu senden, 3000 Mann sollen als Reserve in Korosco bleiben.

Verwischtes.

Wien, 1. November. Bei der entsetzlichen Katastrophe am 8. Deeember v. I. befand sich unter den im Ringtheater Verbrannten auch der 18jährige Student Gustav Petter aus Gotha. Er war der einzige Sohn der Kaufmannswittwe Amalie Petter, die nach Wien kam, um ihr theures Kind, dessen Leiche man aufgefunden, auf dem Centralfriedhofe bestatten zu lassen. Fünf Wochen später entriß ihr der Tod auch ihr zweites Kino, ein 17jähriges Mädchen. Dieser Schlag versetzte sie in die tiefste Schwer- muth und sie hegte nur noch den einen Wunsch mit ihren Kindern vereint zu sein. Vor mehreren Tagen verließ sie Gotha und traf am 27. v. M. in Wien ein. Nachdem sie sich tn einem Hotel in der inneren Stadt einlogirt hatte, bestellte sie sofort einen großen schönen Blumenkranz, welcher ihr gestern adgeltefert wurde. Unmittelbar darauf fuhr sie mit dem Kranze auf den Centralfriedhof un) legte ihn auf das Grab des Sohnes nieder. Ueber zwei Stunden kniete sie betend und laut schluchzend an der letzten Ruhestätte ihres Kindes. Spät Abends kam sie in das Hotel zurück, ließ sich von dem Stubenmädchen ein einfaches Nachtmahl bringen, berührte dasselbe aber nicht. Dem Stubenmädchen gab sie sodann ein Geschenk von 5 Fl Das Mädchen sträubte sich, diesen Betrag anzunehmen, da es wohl bemerkt hatte, daß die Frau sich keines­wegs tn glänzenden Verhältnissen befinde. Frau Petter drängte ihr jedoch das Geld auf und machte hierbei die Bemerkung, daß sie ohnehin in Wien fern Geld mehr brauchen werde. Als die Frau heute früh viel länger als gewöhnlich in ihrem Zimmer blieb und auf wiederholtes Klopsen an der Thüre nicht öffnete, entschloß man sich, mittelst des Hauptschlüssels aufzuschließen. Man fand Frau Pttter regungslos im Bette liegen; an der Bettwäsche klebte getrocknetes Blut; an der Seite der Frau ent­deckte man einen sechsläufigen Revolver sie hatte ihrem Leben em Ende gemacht. Man konstatlrte, daß sich die Unglückliche aus dem Revolver eine Kugel mitten durch das Herz gejagt hatte, worauf der Tod momentan eingetreten fern muß. Vor Aus­führung der That schrieb sie an ihre Angehörige drei Briefe, welche verschlossen auf dem Tische lagen. Daneben sand man einen offenen Zettel mit mehreren letztwilligen Anordnungen. Zunächst bittet sie, man möge ihr die Sünde verzeihen, daß sie, um mit ihren Kindern vereint zu sein, sich selbst den Tod gegeben hat; dann spricht sie den Wunsch aus, an der Seite ihres Sohnes bestattet zu werden; die Kosten des Leichenbegräbnisses möge man aus ihrer Baarschast, welche 84 Gulden und ungefähr 120 JL beträgt, bestreiten; den sodann verbleibenden Rest, sowie ihre Schmucksachen und Effekten möge man ihren Angehörigen in Gotha ausfolgen. Die unglückliche Frau zählte 51 Jahre.

Mainz. Schon seit einer Reihe von Jahren ging in unserer Stadt das Gerücht, daß hier wohnende Persönlichkeiten ein Geschäft daraus machten, junge militär­pflichtige Leute vom Militärdienst zu befreien. Das Hauptaugenmerk dieser Persön­lichkeiten sei auf Militärpflichtige aus Elsaß-Lothringen gerichtet, doch verschmähten sie es durchaus nicht, auch hier und tn der Umgegend wohnenden wohlhabenden Eltern gegen gute Bezahlung ihre Dienste anzubieten. Ihr Hauptgeschäft war, militärdienst- untaugliche Männer aufzufinden, welche sich an Stelle der wirklich Milttärpflichiigen und unter deren Namen bei einem Arzte Dienstuntauglichkeitszeugmsse verschafften. Dieser Tage erschien nun ein Poltzelcommissär aus Mülhausen i. E in unserer Stadt, um in dieser Angelegenheit NachfIrschungen anzustellen. In Mülhausen und in Straßburg wurde nämlich die Sache verrathen und sind daraus ca. 60 junge Leute - scimmtlich Israeliten aus dem Mülhausener und Straßburger Kreis - wegen Zuwiderhandlung gegen § 143 des Str.-G -B- in die dortigen Gefängnisse abgeführt worden. Die im Elsaß eingeleitete Untersuchung hat ergeben, daß von Mainz aus ichon seit längerer Zett die Dienstuntauglichkeitszeugniffe ausgestellt und auch die übrigen Befreiungsmanipulattonen ins Werk gesetzt wurden. Eine Reihe hiesiger Personen sind nun in dieser Angelegenheit verwickelt, doch ist es leider dem Haupt- betbeiligten gelungen, vor seiner Verhaftung flüchtig zu gehen. Verhaftet sind bis jetzt in Mainz: Agent Hartwig Rosenthal und ein Schwager desselben, Eisenhandler Carl Reichert; flüchtig gegangen ist Friedrich Wilhelm Wolff, Makler und Instrumenten­macher und dessen Sohn Eugen Wolff, sämmtlich hier in Mainz wohnhaft, doch keiner geborener Mainzer. Gegen die flüchtigen Wolff ist bereits ein Steckbrief erlassen. Nachträglich erfahren wir noch, daß sich die emgeleitete Untersuchung auch auf einige unserer Nachbarstädte erstreckt. Auch soll ein gewesener Militärarzt bei der Sache stark

compromittirt fein Der oben angezogene § 143 des R.-Str.-G.-B. lautet:Wer in der Absicht, sich der Erfüllung der Wehrpflicht ganz oder theilweise zu entziehen, auf Täuschung berechnete Mittel anwendet, wird mit Gefängniß bestraft; auch kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. Dieselbe Strafvorschrift findet auf die Theilnehmer Anwenvung."

Unter den vielen Jnsecten, welche als Raupen großen Schaden an den Obst­bäumen anrichten, ist es besonders die Raupe des Frostnachtspanners, Geometra brumatra genannt- Dieselbe ist oft für die Obstbäume sehr nachtheilig. Das Weibchen des Schmetterlings, welches sehr kurz beflügelt ist und nicht fliegen kann, kriecht im Herbste (Oktober und November) am Stamme hinauf, um an den Zweig spitzen und Knospen ihre Eier zu legen. Diese entpuppen sich im ersten Frühlinge und fressen sich dann in die Knospen hinein. Am leichtesten schützt man die Bäume dagegen durch Anbringung eines klebrigen Gürtels am Stamme. Diese Gürtel verhindern sie nicht allein daran, sondern fangen dieselben auch auf. Man bereitet sich leicht solche klebrigen Gürtel, indem man starkes Papier ober Leinwand mit Bindfaden oder Draht fest an einer glatten Stelle des Stammes anbringt und mit dicken Theer ober Leinöl gemischt (oder Fischthran, dickem Terpentin) bestreicht. Diese klebrigen Stoffe müssen alle 3 bis 4 Tage erneuert werden. Ein den Apfelbäumen sehr gefährliches Jnsect ist die Blutlaus, welche namentlich dieses Jahr großen Schaden angerichtet hat. Da sich im Wrnter die meisten lebenden Blutläuse in den Boden hinabziehen und da in der Wurzel­krone ihre Zerstörung fortsetzen, so nehme man im Spätberbste ober Winter die Erde etroa 1 Meter im Durchmesser um den Baum bis zu den Wurzeln weg und man wird an diesen Wurzeln, sofern der Baum die Blutlaus hatte, gewöhnlich weiße Flocken wie Schimmel von Pilzen aussehend, finden Das sind Blutläuse, die sich im Spät- herbste zum Schutze in die Erde gezogen haben. Hier wird nun um die alten Wurzeln herum 12 Gießkannen Kalkwaffer oder Aschenlauge eingegossen und dann etwa 3 Ctm. hoch Kalk, gebrannter und zerfallener, darüber gebreitet, worauf man die Erde wieder anhäufelt. Dies ist das sicherste Vertilgungsmittel.

Des Rauchers Freuden in Italien beschreibt dieMagd Ztg." mit köstlichem Humor folgendermaßen: Wie man gelbe Erbsen und Pökelfleisch am Saume der Apenninen nicht haben kann, so verzichtet man auf die heimische Cigarre und versucht das Landesübliche. Cavour, Toskana, Minghetti, Vevey stehen zur Wahl, von denen nur Minghetti tiefer in die Börse bineingreift Toskana geht am meisten. Dies Wunderwerk hat die Gestalt einer mäßig dicken, aber dafür desto längeren Nudel und liegt, wie beim menschlichen Leibe, die Beleibtheit hier in der Mitte; die Extremitäten sind dünner. Dieser gewickelte Tabak ist von wundervollster Eigenart. In unzer­brochenem Zustande scheint es unmöglich, einen Luftzug durch denselben zu letten, weshalb man oben und unten je zwei Finger breit abbricht. Es gereicht dieser Cigarre zur Ehre, daß sie sich dieses gefallen läßt; sie verträgt wirklich die Bruchschäden, ohne dabei zu zersplittern; die charaktervoll knorrigen Blätter wirken dabei werkthätig mit. Auch die so verkürzte Cigarre verlangt bann noch etwas Umsicht, wenn ihr natürliches Phlegma in Feuer gerathen soll. Die Leuchter der Geschäfte kommen uns dabei zu Hilfe. Sic zeigen über den Flammen eine fein erdachte Vorrichtung, ein behagliches metallenes Ruhebänkchen, auf das man diesen hartnäckigen Gegner gewöhnlich wagerechr hinstreckt Gesetzt, daß das Licht gut brennt, so kann man nach einigen Minuten die Cigarre brennend herunternehmen. Führt man sie wirklich zum Munde, so findet man die kleine Schattenseite, daß die vorher noch glatte Kehle etwas reibeisenartig rauh wird und der Kopf wenigstens so weit benommen, daß gerade diejenigen italienischen Phrasen, auf die man am meisten stolz war, das Hasenpanier ergreifen Da man diese nun bitter noth hat, so empfiehlt es sich im Ganzen am meisten, höchstens eine Toskana dicht vor Schlafengehen anzuzünden, da im Traume das Deutsche auch tn Bologna genügt und die Ermüdung des Tages die Lider auffällig zu schließen pflegt. Diese beliebte Cigarre kauft man beim Händler für 8, im Gasthof für 10 bis 15 Cmtesimi. Die Cavours enthalten einen Strohhalm, den man gratis bekommt, aber nicht mitzu- rauchen pflegt. Diese Abart fand ich im Ganzen noch etwas weniger tauglich- Die kostbareren Minahettis schmecken etwas widerlich süß. Die kleinen sehr kräftigen Veveys brauchen wenigstens nicht zerbrochen zu werden und haben im Ganzen das Gute, daß man bei fortgesetztem Gebrauche sich das Rauchen bald abgewöhnt.

LandwirthschaftlicheS.

Um fäuleverdächtige Kartoffeln im Keller oder,in der Miete zu conserviren, wird Folgendes rnitgetheilt: Hauptsächlich gilt es, die Feuchte von den Kartoffeln abzuhalten, sie derselben zu entziehen; dies geschieht durch Verwendung gebrannten, jedoch ungelöschten Kalkes; derselbe wird entweder als Staubkalk über die Kartoffeln gestreut ober es werden Kalkstücke in den Hausen ober in bie Miete eingelegt und mittelst Stroh, Reisig ober babureb, baß man ben Kalk in Körbe gibt, von ber unmittel­baren Berührung fern gehalten. Der Kalk zieht die Feuchte an, welche ben Kartoffeln und ber Luft entzogen wirb. Auch das Bestreuen mit Kalk, bas Bespritzen mit Kalkmilch ist räthlich, weil hierburch ber aur ber Oberfläche sitzenbe Krankheitspilz getöbtet wird- Als ein weiteres Mittel gilt bas Schwefeln. Sobald die Kartoffeln ausgeschwitzt haben, unb wenn ber Keller ober sonstige Aufbewahrungsraum sich gut absperren läßt, wirb in bernselben eine Schale voll gewöhnlichen Schwefels zum Verbrennen gebracht unb läßt man bie entstandenen Dämpfe einige Tage auf den Haufen einwirken. Kleinere Partien können korbweise geschwefelt werden, indem.man den mit Kartoffeln gefüllten Korb über den brennenden Schwefel stellt unb bie Dämpfe burchziehen läßt. In beiden Fällen wird ber Krankheitspilz theilweise vernichtet und hierburch die weitere Ansteckung verhindert- Solche Mittel und überhaupt die größte Sorgfalt, wende man insbesondere ber separaten Deponirung ber fürs Frühjahr bestimmten Saatkartoffeln zu; ein Mangel an Speisekartoffeln im Winter läßt sich burch anbere Nahrungsmittel ersetzen, aber bas nothwenbige Saatgut läßt sich oft nicht einmal um schweres Geld beschaffen.

Handel und Verkehr.

Gießen, 7. November. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfund cX 1.151.20, Hühnereier per Stück 78 H, Käse per Stück 57 H, Käsematte per Stück 3 4, Erbsen 1 Liter 22 Linsen 1 Liter 24 H, Tauben das Paar 5065 H, Hühner per Stück .X 0.801.00, Hahnen per Stück J4 0.60 bis 1.00, Enten per ' Stück 3L 1.702.00, Ochsenfleisch per Pfund 6670 Kuh- und Rindfleisch 5660 Kalbfleisch 54 bis 56 4, Schweinefleisch 6264 Hammelfleisch 6066 H, Kartoffeln per 100 Kilo <X 5.009.00, Zwiebeln per Centner 4.00, Milch per Liter 1418 4- Gänse per Pfd. 3552 Weißkraut 100 Stück <X 2-5.00.

Frankfurt, 6. November. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer <X202072, fremder cX217223, Roggen eff. hies. «X 14* 415. frember .X1516l/2, Gerste effecttv hies. u. Wetterauer -X 1819, fremde <x 1820, Hafer eff. hiesiger ,X 1314, fremder <X 1314V?. Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. <X 351 2. Branntwein eff. ohne Faß «X 45.

Frankfurt, 6. November. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Ange- trieben waren ca. 290 Ochsen, ca. 20 Bullen, ca- 250 Kühe und Rinder, 220 Kälber- Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. <X 7072, 2. Qual. «X 6667, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 6365, 2. Qual. «X 58, Kälber 1. Qual. -X 6870, 2. Qual. «X 5759 per 100 Pfund Schlachtgewicht.

(Postalisches.) Nachdem das Reichspostamt früher schon über die Form der Adreßseiten von Postkarten Anordnungen erlassen hatte, sind letztere nunmehr m Kraft getreten und es dürfen danach unter Anderem sich keine Fabrik- und Handelsmarken der abfenbenben Firma auf ber Adreßseite beftnben, dieselbe auch unter keinen Um­ständen Fortsetzung oder Anfänge des Inhalts der Rückseite enthalten, widrigenfalls die Karten nicht abgefanbt werden, also ihren Zweck vollständig verfehlen. Auch die Adressen der Briefe dürfen außer der eigentlichen Aufschrift nur sehr eng begrenzte Nebenbemerkungen enthalten.

Atrankfurt a. M., 7. November, Nachmittags 2 Uhr Mim (Telegrafischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 2637«, Staatsbahnactien 300%, Galizier 2697«, Lombarden 121%, Nord- westbahnactien 176%, Darmstädter-Bankactien 156%, Oberschlesische E.-B.-Act., Oesterr. Silberrente 663%, 4% Ungar. Goldrente 74%, 4% 1880er Russen 69%, 5% 1877r Russen, 2. Orient-Anleihe 553/ig, Spanier 63716, Rumänische Rente, 4o/o Unific. Egypter 71%, Disconto Comm. 2063/4, Gotthardbahnactren 103%. Tendenz.