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desselben Arbeitgebers näh r zu pväc^iren Dr. Paasche will die Gemeind: zur Er­hebung von KlgnkenversiLerungs-Beiträgrn unter jeder Bedingung veipflichten. Nach § 6 sollen Krankenunterstützungen sofort bezahlt werben; Dr. Buhl und Dr. Müller beantragen, die Unterstützung nach 3 Tagen zahlen zu lassen, verlangen aber Nach­zahlung, wenn die Krankheil länger dauert. Außerdem will Dr. Buhl, daß die Unter­stützung mindestens in der Hälfte des ortsüblichen Tagelohns bestehen soll. Zu § 7 ist beantragt, statt ein Drittel di: Hälfte des festgesetzten Krankengeldes für die Familie des Erkrankten zu bezahlen. Zu § 8 verlangen Gutfleisch und Eberty, daß dte Gemeinde den durchschnittlichen Tagelohn feststelle. Zu 8 9 beantragen Dr. Buhl und Petersen, daß d e Gemeinden die Verwaltung der Krankenkassen ohne Entschädigung führen; von anderer Seite wird beantragt, daß die Gemeinden ihre Vorschüsse nur aus den Ueberschüsfen der Krankenkassen zurückerhalten dürfen. Zu § 10 beantragen Gut­fleisch und Paasche, daß 2 pCt. als Maxunum des Kassebetrages firirt werden, während von anderer Seite vorgeschlagen wird, bei Ueberschüsfen die Beiträge auf 1 */2 pCt. zurückmführen und noch weitere Ueberschüsse zur.Erhöhung der Kassenleistungen zu verwenden Dr. Buhl beantragt, nach § 10 einen neuen § 10a emzufügen, der die Bestimmungen der §§ 23 und 24 auch auf Geme ndekassen ausdehnt, so lange der Arbeiter seinen Aufenthalt nicht wechselt, d. h. dem Arbeiter das Recht gegeben wird, durch weitere Zahlung seiner Beiträge, auch nachdem er seine Beschäftigung verloren hat, Mitglied der Kasse zu bleiben und für den Fall der Erwerbslosigk it nach höchstens 6 Wochen im Fall der Erkrankung seine Ansprüche an die Kasse zu behalten. Nach langer Discussion zu 8 5 über die Frage, welche Gemeinde als verpflichtet anzusehen ist, an welcher sich Minister v. Bötticher mehrfach bethciügte, wird ein Anrrag Petersen, welcher dies präcisirt, angenommen; außerdem wird ein Antrag des Dr. Hirsch an­genommen, der im Alinea 3 des Paragraphen sagt: Im Fall.' einer Krankheit oder einer durch Krankheit herbeigeführt,n Gewerbsunfähigkett rc. Zu § 6 wird der Antrag Buhl und Müller, welcher besagt,die Geldunterstützungen sind vo:n dritten Tage nach Eintritt der Krankheit an für die Dauer der E<werbsunfähigke>t, jedoch höchstens für 13 Wochen zu leisten. Falls die Erwerbsunfähigkeit länger als 3 Tage dauert, so ist die Unterstützung vom ersten Tage an nachzuzahlen" angenommen. Ebenso wurde der oben mitgetheilte Antrag Buhl und Petersen, daß die Gemeinden die Verwaltung der Krankenkassen ohne Entschädigung zu führen haben", angenommen. Auf An­trag des Dr. Hirsch wurden hinter dem WorteArzn i" die Worteim Falle der Erwerbsunfähigkeit" eingefügt. Mit der Discussion des § 7 schließt die Sitzung.

Die Gewerbeordnungs Commission s tzte heute Vormittag ihre Berathungen fort und zwar über Art 5, betreffend den bestehenden Gewerbebetrieb, insbesondere auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder von Haus zu Haus. § 42 wurde unter Ablehnung des liberalen Amendements mit einem Amendement Fritzen, welches Abs. 2 unwesentlich modificirt, in der Fassung der Regierungsvorlagen mit 11 gegen 9 Stimmen angenommen.

Abs. 2 lautet nunmehr:

E ne gewerbliche Niederlassung gilt nicht als vorhanden, wenn der Gewerbe­treibende im Jnlande ein zu dauernden G-brauch beständig oder doch in regelmäßiger Wiederkehr von ihm benutztes Local zum Gewerbebetriebe (Vorlage: Geschäftslocal) nicht besitzt.

Die Tabakmonopol-Commission trat heute um 1 Uhr zusammen und verlas Dr. Barth fenen Bericht- Staatssecretär Scholz wünscht zu conftatiren, daß die Com- m'.snon den Beschluß der Wiederaufnahme der Berathungen nach E ngang der Vor­lagen über die Ergebnisse der Straßburger Manufactur n cht vorbehalten hab: und deßhalb die Vorlegung mehl mehr erfolgt sei. Vom Vorsitzenden wird auf die Mög­lichkeit der Wiederaufnahme der Berathungen hmgewiesen und um Ueberfendung der Vorlage gebeten. Nachdem der Bericht zur Hälfte verlesen und festgestellt war, ver­tagt sich die Commission bis morgen Abend 7 Uhr.

Berlin, 4. Juni. In den Tunnels der Eisenbahn, welche Elsaß und Lothringen verbindet, werden soeben, wie wir erfahren, Versuche gemacht, diesel­ben aus elektrischem Wege so lange zu erleuchten, als die Züge durchfahren, wobei die Locomotiven der Züge als Erzeuger des elektrischen Lichtes fungiren. Diese Versuche sind die ersten, die in dieser Art stattgesunden haben, und haben sich so gut bewährt, daß das neue Beleuchtungs-Verfahren alsbald zur allge­meinen Einführung gelangen dürfte.

Türkei.

Konstantinopel, 4. Juni. (Meldung derAgence Havas"). In Beantwortung der englisch-französischen Aufforderung zur Conferenz telegraphirte die Pforte gestern Abend ihren Botschaftern in London und Paris, daß sie An­gesichts der Entsendung einer Mission nach Egypten den Zusammentritt einer Conferenz für inopportun halte. In gleichem Sinne wurde auch an die treter der Pforte in Wien, Berlin, Petersburg und Rom telegraphirt.

Zum Wiederzusammentritt des Reichstages.

^'Evstag den 6 Juni, ist der Reichstag nach dreiwöchentlicher, durch die ÖOr0^f,;nJn P wse, für den Rest seiner gegenwärtigen Session wieder ate btt X ?'' 'n Abschn tt d-r R-lchstagss-sst°n ift bei ffieitcm wichtiger fämm*U4.f ber tbm »Ä l°° nun seine Entscheidung über

h on der Reichsregierung oorgelegten wichtigen Gesetzentwürfe treffen

Telegraphische Depeschen.

Wolffs telegr. Correspondenz-Bureau.

Berlin, 5. Juni. Zu den Tausfeierlichkeiten am 11. ds. wird auch der Komg von Sachsen und der Prinz und die Prinzessin Christian von Schleswtg-Holstem nebst Kmdern hier erwartet. Nach dem heute Mittag über das Befinden des Prinzen Karl eingegangenen Nachrichten haben die Schmerzen nach der Anlegung des Verbandes nachgelassen. Fieber ist bisher nicht einqe- treten. Appetit ist vorhanden. J

. . m 5. Zum. Se. Königs. Hoheit Prinz Karl von Preußen hat

die Nacht ziemlich befriedigend verbracht. Geheimrath Dr. v. Lanqenbeck ist gestern Abend hier eingetroffen. Gegenivärtig berathen die Aerzte darüber ob die Ueberfuhrung des hohen Patienten von dem Hütet nach dem Palais am Friedrichsplatz angängig ist.

Berlin, 5. Juni. Fürst Bismarck ist heute Abend 9 Uhr 20 Min hier eingetroffen.

Pesth. 5. Juni. Im Unterhause beantragte Helft), deut Beileid des Hauses über den großen Verlust, welchen Italien und die Menschheit durch den Tod Garibaldi's erlitten, protokollarisch Ausdruck zu geben. Der Antrag wurde einstimmig angenoininen.

Konstantinopel, 5. Juni. (Meldung desReuter'schen Bureaus") Die Pforte versandte gestern eine Circularnote, in welcher sie das Conferem- Project ablehnt. 5

Kairo, 5. Juni. (Meldung desReuter'schen Bureaus"). In Folge Protestes der englischen Regierung gegen die militärischen Vorbereitungen in Egypten telegraphirte der Sultan an den Khedive, er möge Arabi Pascha veran­lassen, daß diese Vorbereitungen, insbesondere die Arbeiten an den Befestigungen von Alexandrien, eingestellt werden.

Rom, 5. Juni. Der Tag der Feuerbestattung Garibaldi's ist officiell noch unbekannt. Die Vertreter des Königs, der Negierung, des Senates, der Kammer und der Stadt reisen wahrscheinlich morgen nach Caprera ab. ' Der Maire von Nont erbat sich den Degen Garibaldi's, um ihn auf dem Kapitale aufzubewahren.

und es ift daher bte Spannung b.gre fl-ch, mit der man allseitig den wieder begonnenen parlamentarischen Verhandlungen entgegensieht. - Wie befand, sind es die zweiten Äsungen der Vorlage über dte Abänderung des Zolltarifs, der Tabakvinonopol-Vorlage U"d ^ Novelle zur Gewerbeordnung, welche der Reichstag in erster Linie zu erledigen hat- Was dagegen das Unfall- und Krankenversicherungsgefetz anbelangt, so ist iur Kit nur seh ' geringe Aussicht vorhanden, daß dasselbe noch in der gegenwärtigen ©effton erledig, werden wird. Thesis sprechen hiergegen die großen sachlichen Schwierig- keKn, welchen die beiden Bei sicherungsoorlagen begegnen, thesis der Umstand, daß eine gründliche Berathung derselben längere Zeil erfordern würde, als die wenigen Wochen welche der Reichstag allenfalls in der Sommerhitze noch wfammennibalten ift imh M daher fast gewiß, daß erst die nächste Reichstagssession^e@n^^^^eib«na belüaIi^^

bedeutungsvollen Vorlage bringen wird. Mit Ausnahme des Gesetzentwurfs betreffend die Abänderung des Zolltarifs, sind sowohl die Monopol-Vottage und die Novelle zur Gewerbeordnung, als auch die beiden Versicherung^ Vorlagen besonderen Commissionen zur weiteren Berathung überwiesen worden. Die eine b.rfeiben die Tabakmonopol-Coinmission hat noch während der Pfingstpause des Plnums'ihre Berathungen zu Ende geführt, deren Ergebniß bekanntlich barm bestand, daß die Com miffton mit 21 gegen 3 Stimmen den Monopol-Entwurf abg lehnt hat- Da kein Grund vorhanden ist, anzunehmen, daß das Plenum des Reichstags in anderem Sinne entscheiden werde als die aus seinem Schooße h.rvorgegangene Commission, so darf man wohl die Ablehnung des Tabakmonopols du, ch den Reichstag als gewiß betrachten eine Enstch^dung, die den Wünschen der großen Mehrheit des deutschen Volk s sicher- lich entsprechen mürbe. Dagegen haben die Verhandlungen über den Zolltarif und namentlich über die Novelle zur Gewerbeordnung e-geben, daß auf diesen Gebieten eine «erftaiibigung zwischen Regierung und Parlament nicht unmöglich ift. Hw ar bieten . betreffenben Vorlagen noch manche schwierige Punkte bar, die einer neueren Aus- eruandersetzung zwstchen der Regierung unb den emzsinm Parteien sowohl, als auch unter letzteren selbst bebürfen, aber es ist trotzbem Aussicht vorhanden, baß über biefe fragen bet ben unmittelbar bevorstehmben zwe-ten Lesungen schließlich eine Ner- Jianbigung erjtdt wird und scho i dies wäre ein namhafte Erfolg für d:e gegenwärtige

^^er ben genannten Gesetzentwürfen w rd ber Reichstag noch eine Reihe, aus seiner M>tte bestimmt in Aussicht stehender Anträge verschiedener Richtung zu er- lebigen haben benen, wie dem socialbcmokratischen Anträge auf Beseitigung aller roU-^beil eine hohe Bedeutung nicht abzusprechen ist, so daß die mdlungen auch nach dieser N'chiung hin bas öff ntliche Interesse in ausgebehutem Maße tn Anspruch nehmen warben.

Lokales.

1 J /XX /». a:...... . m t im Sommer-

Semester lc<82 tm Ganzen 43o Stubirende. Von biefen sind 349 Hessen unb 86 Nicht-

Theologie 59, Rechtswissenschaft 70, Mebicin 73 ^i'^^hellkunbe 1, Cameralmstsenschaft 8, Forstwissenschaft 40,

Mi ^ilologte 31, neueren B iologie 29, Philo.ophie, Naturwissen- schasün ^0 Geschichte 9, Pharmac.e 16 unb Chemie 17 Stubirende. - Im Winter- Semester 1881/82 besuchten uniere Umv rfitat 433 Stubirende.

Gießen, 6 Jun>. sLandwuthschaftlichesst Das Gießener landwirthschaftliche ^a?3Änp Vlt °£iDer.?an0e^n Sonntag zu Groß L nden eine Versammlung unter bes Herrn Theodor Wortmann ab, zu w Icher sich viele Landwirth: aus dem Ort selbst, sowie aus Lang-Gons cingefunben hatt'N. Herr Johs. Wagner IX. von Lang-Gons hielt einen Vortrag über ben Nutzen einer guten Viehhaltung wobei er namentlich betonte, baß ein kleiner, kräftig genährter Viehstanb besser fei, als ein großer unb schlecht genährter. In ber Discussion würbe besonbers heroorgehoben, baß der>andw^rth sich vollständig bewußt fein müsse, wieviel Futter er pro Jahr und Stuck nothig habe, was nur durch W eg?n feflgefteUt werd n könne.

.. Herr Johs. Weber V. von Lang-Göns darüber gesprochen, wi.' es

möglich sei die Vogelsberger Viehrasse wieder auf ben früheren Stanbpunkt zu bringen,

H^tr Krelsasiessor Nover einen längeren Vortrag über die Bildung eines Vere ns zur Züchtung und Veredlung der Vogelsberger V'ehrafse. Da man längst anerkannt hat, daß diese Rasse für unsere Gegend, nam ntlich für den kleinen und m ttleren Bauernstand die geeignetste ift, weil sie alle Vorzüge in Bezug auf Milch, Fleisch Ausdauer tm Zug, billigere Haltung u. s. w in sich vereinigt, da die mst großen Opfern aus der Schweiz eingeführten Viehrass-n andere Lebensbedingungen erfordern, als sie hier beim kleineren Landwirthe finden und deshalb rasch durch N-chzucht begenerirt roeiben, also fortwährenbe Einführung frember Zuchtthiere erforb-rn, ba ferner die Vog.'lsberger Raffe nur burd) schlechte Haltung unb zu frühe Nachzucht heruntergekommen ift, so erscheint es gewiß als ein anerkennenswerth's Streben, wenn die Lanbwirthe sich oeretn-gen unb die Zucht und Veredlung der Vogelsberger Viehrasse sich zur Aufgabe machen Hierzu kommt noch der weitere Umstand, daß dteThiere der Vogelsberger Nasse am wenigsten von der Perlsucht befallen werden, was aus dem Grund.- sehr zu beachten ift, weil nach den neuesten w-ssenschastlichen Forschung.n die Perlsucht mit ber Tuberkulose bei b n Menschen ibentisch ist unb letztere burd) ben Gmuß von Milch unb Fleisch verlsüchtiger Th ere auf ben Mensch n übertragen werben kann Daß bie Lanbwirthe in hiesigem Kreise Interesse für diese Sache haben, zeigte tn den Versammlungen zu Grünberg und Groß-L>nden, denn in ersterer erklärten sich 39 unb in letzterer 30 burd) Unterschrift bereit, genannten Verein zu grünb.m event. bemfelben beizutreten

Noä) diesen Vorgängen wird es gelingen, eine große Anzahl Landwirthe für ein Unternehmen zu gewinnen, bas für die Lanbwirthe bes Vogelbergs unb feiner nächsten Umgebung von größtem Vortheil sein wirb. Wie zu erwarten steht, werbe» R gierung ? » ^b^^rth'^afUiche Verein ben Vogelsberger Viehzuchtverein berart unterstützen, baß bie Mitglieber desselben außergewöhnliche G.'ldopser nicht zu bringen haben-

n T fielen Seiten wird über die heurige Größe der Kornhalme berichtet. Ein Unicum dieser Art dürfte wohl ein Halm sein, welcher uns auf unser Bureau aus der Krosdorfer Flur gebracht wurde. Derselbe mißt genau 2 Meter 65 Zentimeter. Gewiß eine refpcctable Größe.

Vermischte-.

,. r. ber ©etterau, 1. Juni. Die Errichtung einer Rübenzuckerfabrik in t)iefiger Gegend ist als gesichert zu betrachten, da die erforderliche Morg nzahl Rüden- cultur gezeichnet wurde. Die Constituirung der Gesellschaft soll nach d.r Ernt.- erfolgen. - Die Jünglten Hagelschäden, die freilich nicht die Verheerung wie in Rheinhessen zur Folge gehabt, haben wieder einmal recht deutlich die Nothwendigkeit der Versicherung gegen Hagelschaden^ gezeigt Leider steht eine gewisse Abneigung, die meist aus Un- kenntmß ber Verhältnisse refultirt, ber Versicherung in vielen Fällen entgegen.

Frankfurt a. M, 3. Juni. Ein schweres Unglück hat sich gestern auf der Jagd im Walde bei Oberursel zugetragen. Der hiesige Rentier Fuchs hat einen seiner Freunde, den Privatier Desch iuer von Oberursel, aus Unvorsichtigkeit erschossen in einer Entfernung von 6070 Schritten. Die Kugel ging dem Letztgenannten in den Rücken unb burch ben Körper hindurch Der Getroffene brach sofort zusammen und ist, obwohl sofort ärztliche Hülfe requirirt wurde, tn der verflossenen Nacht gestorben. Die Jagdgesellschaft bestand aus vier Herren, zwei von hier und zwei von Oberursel. Der Thäter Wittwer und Vater von 4 Kindern im Alter von 815 Jahren hat sich heute früh der Behörde gestellt.

Schweinsberg, 5. Juni. Selten ist wohl dem Oh nthale e'n solcher Gewittertag wie der gestrige gekommen. Bereits in den frühen Morgenstunden begann aus Nord­west ein schweres Gewitter heranzuzieh.n, das sich von 6 bis 7 Uhr Morgens mit überaus heftigen elektrischen Erscheinungen unb Regengüssen über unserem Thale zum Theile en Hub; es schlug in einem am Nordabhange der Amöneburg gelegenen Wirths- hause und in einer Kegelbahn vor Schweinsberg, jedesmal falt, ein, jedenfalls aber wird man in ben nächsten Tagen von einer großen Anzahl von Orten hören in welchen bieses Gewitter Schaben gethan hat- Währenb 4 Minuten würben allein 5 birect zur Erde niedergehende Zickzackblitze beobachtet. Zwischen 7 und 8 Uhr Morgens kam ein nicht minder heftiges, aber rasch vorübergehendes Gewitter aus Sübwest, dem dann im Laufe des Nachmittags noch meh ere andere folgten, von denen das um 6 Uhr Abends einen wahrhaft tropischen Regenguß (in 8 M nuten 26 Mm.) brachte. Im Ganzm lieferte der gestrige Tag an Niederschlag die außerordentliche Menge von 48 Mm. Regen- Das Barometer stand während des Morgeuwstters auf 741,6 Mm-, stieg dann in den Morg nftunben bis zu 742,0 unb befand sich während der Nichmittagsgewitter In beständigem Schwanken, um gegen Abend seine tiefste Stellung mit 740,5 Mm. einzunehmen Die Dunstspannung betrug bei einer Wärme von 21,4 C. 13,8 Mm-