Freitag den 7. April
1882.
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
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Erscheint täglich mit Aufnahme des Montags.
Schulstraße B. 18.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlchn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Politische Uebersicht.
Gießen, 6. April.
ist am Sonntag Vormittag unter großer Teilnahme der Bevölkerung und unter Erweisung der militärischen Ehren beerdigt worden. — Das amtliche Journal de St. Petersburg" erklärt die Nachricht, daß die Negierung die Naturalisation aller Ausländer, welche 5 Jahre in Rußland wohnen, verlange, als unwahr und lächerlich. . , . <
Die aufständische Bewegung in Eatalonien scheint trotz der von der spanischen Regierung in Aussicht gestellten strengen Maßregeln weiter um sich greifen zu wollen. Nicht nur in der Hauptstadt Barcelona. sondern auch in allen übrigen großen Städten Cataloniens sind die meisten Fabriken geschlossen worden und an verschiedenen Orten Catalomens ist es bereits zu Zusammenstößen zwischen Fabrikarbeitern und der Aalitargewalt ge ommem Der Civilgouverneur von Barcelona hat bereits sem Amt mebergelegt , vo Generalcapitän Blanco wurden auf Befehl des KnegsmiNisters 6000 Ncann auf die Posten und Kasernen von Barcelona verthellt. _ f.
Der Sultan empsing am Sonnabend den englischen Botschafter bei der Pforte, Lord Dufferin, in einer Privataudienz, welche bemahe 3 Stunden dauerte. Ob dieses auffallende Ereigniß als eme Bemühung Englands, feinen gesunkenen Einfluß in Konstantinopel zu heben, aufgefaßt werden kann, muß noch dahingestellt bleiben. - In Belgrad wurde am Sonntag der Jahrestag des am 2. April 1815 unter Milosch.Obrenowllsch begonnenen serbischen . Unabhängigkeits-Kampfes gegen die Türkei festlich begangen.
Deutschland.
Darmstadt, 4. April. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 6) enthält: , _
1. Banntinachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die Verlegung des Königlich Preußischen Remonte-Depots betreffend. .
2 Uebersicht der für das Jahr 1882 genehmigten Umlagen zur Bestrei- tuug der Bedürfnisse in den israelitischen Religwns - Gemeinden des Kreises
W 2. Uebersicht der für das Jahr 1882 genehmigten Umlagen zur Bestrei- tnna der Bedürfniffe in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Alzey.
8 4 Übersicht d-r für das Rechnungsjahr 1882/83 van Großh. Ministerium de» Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Be|treitung von Communal-Bediirfniflen in den israelitischen Reügnms-Gem-md-n des KregeS Diebu^i Übersicht der für die Zeit vom 1. April 1882 bi» dahin 1883 von Großh. Ministerium des Innern nnd der Justiz genehmigten Umlagen zur Be- Itreitung von Communal-Bedurfnisfen in den israelmfcheu Religions-Gemeinden des Krechs Gwß-G-r°u.^r g^r ,882/83 von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Coinmunal- Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Dieburg.
5. Avril. Der Kug ler'fcke Antrag auf Verpachtung der Ober- gunzeni iRonU@rü noe1i*b^i1 $benf ^nan^u^^uT^eSer^ampr n,U den ge- E« ÄÄ äÄESää diesem einen Unternehmergewinn zuzuweisen. Uebrtgens würben be: der ^erpawlu,^ der Oberhessiichen Bahnen ähnliche und vermehrte Schwierigkeiten, wte solche beider vorherigen Obeihessischen Eisenbahn-Gesellschaft bestanden, wleberkehren.UebergangEzum und zwar gewiß mit vollem Recht gellend gemacht, daßnn bem Secundärbetrteb ber Hauptvortheil ^er Elsenbahnrn d ftf ett 2WÖ0lid^fe(t
die Pflege der persönlichen und geschäftlichen Bez.ehung . f[cjnere greifen
gewährt, mit geringem Zeitaufwand und sermgen Mitteln g ß Oberhessischen Eisen- vcrzunehmen, verloren geht und der ganze. Transrtoerkehr der^oe^e,i^ i bahnen bei fecundärem Betrieb voraussichtlich in W gf entfteben und auf den Güterbeförderung überhaupt wurde eine große Verzog 0 bte Nachtzeit fallen; ®nbftafIk°nKen l.Ütbe b6a§ fSDieÜaV$e6nögcTM0 Güterüberschlags auf den
es entstände eine große und kostspielige Berzogeri g „ Sachenbeförderung,
u-b-rgaagsftalion-u. fomtt .wirb Pbtersburg telegraphirt:
aSte. *roarm-3n
erregte die Nachricht die peinlichste Bestürz ng.
Italien.
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d°ntM.°Äfch7ster Baron °. Kendell anläßlich de» Adl-bens feiner Gemahliu
Seitdem auch die letzten der gegenwärtig tagenden parlamentarischen Versaminlungen — die französichen Kammern und das engliKfie Unterhaus — des Osterfestes wegen ihre Sitzungen suspendtrt haben, herrsch in den Regionen der hohen Politik im Allgemeinen Windstille. Die Hoffnung, daß wir das Osterfest ohne ernstliche Störungen des europäischen F^ens werden feiern können, ist zur Gewißheit geworden, obwohl an verschiedenen Punkten Europas die öffentliche Ruhe gestört ist. Zunächst ist es den Oestcrreichern noch nicht gelungen, den südslavischen Aufstand gänzlich niederzurverfen, derselbe flackert immer von Neuen: empor und wird die österreichischen Waffen auch während der Osterzell in Thätigkeit erhalten. . Auch m Irland ist noch Nicht iin Entferntesten Sicherheit für Personen und Eigenthum wiedergekehrt und östlichen Spanien, in der von jeher unruhigen Provinz Eatalonien, plötzlich eine nicht unbedenkliche aufständische Bewegung ausgebrochen. Vorläufig n indessen alle diese Ereignisse nur interne Angelegenheiten der betr. Lander und Aufgabe der europäischen Politik nach der Osterruhe wird.es sem, diese Zlämmchen auf ihren ursprünglichen Herd zu beschränken, wie dies bezüglich deo südslavischen Aufstandes ja glücklicherweise bis jetzt gelimgen :,t. . ,
In unserer inneren Politik wird während der Osterferien das ; tlerikal-conservative Compromiß bezüglich der Kirchenvorlage, sowie das ^lbak- rnonopol, vorwiegend den Gegenstand der Besprechung bilden Hinsichtlich der Stellung der preußischeil Regierung gegenüber der vom Abgeordnetenhanse gemäß Len Anträgen Rauchhaupt angenommenen kirchenpolitischen Vorlage herrscht no ) keineswegs vollständige Klarheit. Zwar hat der Cultusminister v. (üoßler lerne Sympathie mit dem abgeschlossenen Conipromiß während der Verhandlungen im Abgeordnetenhause deutlich zu erkennen gegeben, aber eine bestimmte Eitkarung, daß der Regierung die Vorlage auch in der Rauchhaupt'schen Fassung genehm sei, liegt von ihm doch nicht vor. Auch darüber, ob Fürst Bismarck dem Eom- promiß unbedingt zugestlliinit habe, lagen bis in jüngste Zeit noch keine directen officiöseii Aeußerungen vor, doch weiß die „Köln. Ztg." zu melden, daß der Reichskanzler von Friedrichsruhe aus seine Genehmigung zii dem Eompromitz ausgesprochen habe. Indessen heißt es, daß die Regierung bemüht sem werde, an ihrer ursprünglichen Vorlage möglichst festzuhalten; wenn also das Herrenhaus etwa die Artikel 4 und 5 wieder herstellen sollte, so wird Ite-Jict) für die Wiederherstellung der kirchenpolitischen Vorlage in der Regierungs-Fassung aussprechen. Was die Verhandlungen des Herrn v. Schlözer in Rom anbelangt, so stehen dieselben mit der Kirchenvorlage in keinem Zusammenhänge, dieselben betrafen vielinehr laufende Fragen und nanientlich die Wiederbesetzuiig der erledigten preußischen Bisthümer. Diese persönlichen Fragen sind unter der Rcit- wirkung Herrn v. Schlözer's mittlerweile glücklich erledigt worden.
Die französische Regierung hat nun auch vom Senate die Bewilu- gung des geforderten Nachtrags-Kredits von 8 Blill. Frcs. für die tunefische Expedition erlangt. Es geschah dies in der letzten Sitzung, welche der Senat vor seiner Vertagung abhielt, doch unterließ hierbei die Rechte nicht, den Rl.m^ sterpräsidenten de Freycinet daran zu erinnern, daß die von der Regierung noch unter dem Ministerium Gambetta in Aussicht gestellte Discussion über die tunesischen Dinge bis jetzt noch immer nicht in's Werk gesetzt worden sei. * Freycinet gab das Versprechen, daß die Regierung im Lause des nächsten Monats ihre weiteren Absichten bezüglich Tunesiens den Kammern mittheilen werde; ein auf die Details der Verwaltung in Tunesien eingehender Gesetzentwurf werde jedoch den Kammern nicht unterbreitet werden.
Das englische Parlament ist in die Osterferien gegangen, ohne daß bis jetzt von ihm nach irgend welcher Seite hin definitive Beschlüsse gefaßt worden wären. Namentlich bezüglich der irischen Frage sind noch keine weiteren Schritte geschehen und doch ist der Zustand auf der „grünen Insel" jetzt ein derartiger geworden, daß die englische Regierung zu neuen gesetzgeberischen oder auch polizeilichen Akten wird schreiten muffen, um nur in etwas ihr Ansehen in England wieder herzustellen. Es heißt, daß die Regierung die Osterferien dazu benutzen wolle, nm über die Lage in Irland eingehend zu berathen und einen energifchen Entschluß zu fassen.
Weber die jüngste Blutthat in Rußland, die Ermordung des Generals Strelnikoff, liegen noch immer keine näheren Berichte vor. Die Namen der Mörder weiß man noch nicht und ebenso wenig ist bekannt, ob die- selben in der Dhat einer nihilistischen Verbindung angehören, wie gleich nach Bekanntwerden des Attentates behauptet wurde. Den Atördern des Generals wurde am 1. April vom Kriegsgericht zu Odessa das Todesurtheil gesprochen und dasselbe bereits am 3. April vollzogen. Die Leiche des Generals Strelmkoff
Betreffend: Den Unterricht in den F^lbildungsschulen. Gießen, nm S. April 1882.
Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commrsston Gießen
an die Schulvorstände des Kreises. .
Wir f-hen d-r Einfendnng der Berichte über d,e Zahl bet ertheilten Stnnden, die Leistungen nnd da» Verhalten der FortbüdungSfchnler Ml -auli be» Monat» entgegen. pr. Boelmann.


