tt.rftn- vorausgegangen und stehe mit der letzteren in durchaus keinem Zusammenhang. Die kkr'eilassuna der Verdächtigen sei keine bedingte und der Grund sür diese Freilassung lei daü die Regierung glaube, dieselbe werde zur. Ausrechterhaltung von Gesetz, Ordnung und Frieden in Irland beitragen. Schließlich erklärte Gladstone noch, cs sei im Hinblick auf die gegenwärtige Lage der Dinge der Wunsch der Regierung, mit möglichster Schnelligkeit zu handeln.
— Als mulhmaßlichcr Nachfolger Forster's auf dem Posten des Obersecretars für Irland wird Shaw Lefevre oder auch Chamberlain genannt. Im letzteren Falle würde Unterstaatssecretär Dilke das Präsidium des Handelsamts mit dem Sitze im Kabinet übernehnien. Die Oppositionsvresse spricht sich gegen die Freilassung Parnclls auf das Heftigste aus, die „Times" bezweiselt, daß die Freilassungsmaßregel die Ruhe in Irland wiederherstellen werde. „ . „
Dublin, 3. Mai. Die Parlamentsmitglieder Parnell, Dillen und O Kelly sind gestern Abend 11 Uhr aus dem Gefängnisse in Kilmainham entlassen worden.
Petersburg, 3. Mai. Fürst Alexander von Bulgarien ist gestern Abend im „Hotel Demuth" abgestiegen. — Der Lieutenant Dannenhauer von der „Jeanette" speiste gestern Mittag bei dem deutschen Botschafter und begab sich sodann mittelst Extrazuges nach Gatschina zur Audienz beim Kaiser. Heute wird Dannenhauer von dem Großfürsten Alexis empfangen werden und dem Marineminister und dem Grafen Jgnatieff einen Besuch abstatten. — Der Präsident der Akademie der Wissenschaften, Graf Lütke, hat seine Entlassung einqereicht. , , , _ . . ±
New-Bork, 3. Mai. Die Waarenausfuhr aus den Veremigten Staaten im Monat März d. Js. überstieg den Werth der Waareneinsuhr um 6 Mill. Dollars. Die Ausfuhr von Metallgeld in dem gleichen Zeitraum überstieg die Einfuhr um 3'/» Mill. Dollars.
Lokale».
Gießen, 4. Mai. Seit drei Tagen hat sich im botanischen Garten eine Nachtigall niedergelassen. Sie erfreut mit ihrem wunderschönen Gesang bis in die späte Nacht hinein die Zuhörer. Es ist seit langen Jahren wieder die erst- der Philo- mclen, welch- sich bei uns eingestellt hat. Möge sie vor tückischen Feinden bewahrt bleiben.
Literarisches.
Im Verlage von G. Horstmann zu Frankfurt a. M. erschien kürzlich: Der Palmengarten zu Frankfurt a. M- Ein Führer durch denselben von R-O eh le r. Durch den Buchhandel und an den Eingängen des Palmengartens ist ein reich aus- gestattetes Buch zu haben, welches Gelegenheit bieten soll, sich besser wie bisber über alles das zu informiren, was der Palmengarten Jnteresfanles und Nützliches in sich b rgt. Zunächst macht uns der Verfasser mit der Veranlassung zur Entstedung dieses gärtnerifchen Musterinstlluts bekannt und erzählt uns alsdann den successiven Aus- und Ausbau desselben. Der folgende Abschnitt gliedert uns den Garten nach seinen verschiedenen interessanten Punkten. Die Schilderung derselben liefert ein ehrendes Zeugniß für den Gartendirector Siesmeyer, sowie auch für die Gärtner. Dereigeni- liche Schwerpunkt der inhaltsreichen Schrift ruht in der systematischen und hübschen Behandlung der im Palmenhaufe, in der Gallerie und in den Gewächshäusern ausgestellten Tropenpflanzen. Das Studium dieses botanifchen Theils wird Blumenfreunden zeigen, wie sehr der Verfasser bemüht war, ein gutes Vadernecum zu liefern. Es bietet ja der Aufenthalt im Palmengarten der edlen Genüsse viele und wer ihn sah, kommt gewiß wieder, zumal ihm nun Gelegenheit gegeben ist, sich stets in dem Wechsel der Pflanzengcuppen zu orientiren.
Am Schlüsse des Buches finden wir eine Schilderung der Restaurationslokale und eine systematische Zusammenstellung aller im Palmengarten vorkornmendcn Pflanzen Daß die Idee eines guten und doch billigen Führers (80 Pfg ) Anerkennung fand' beweist der Umstand, daß nach Fertigstellung des Buches eine Numm-rirung der' Palmenhauspflanzen in der von Oehler angegebenen Reihenfolge stattsand.___________
Handel und Verkehr.
Gießen, 3. Mai. Auf dem gestern dahier abgehaltenen Viehmarkt waren aus- getrieben: 1340 Stück Rindvieh und 992 Siück Schweine. Die Preise für Schlachtvieh aller Art standen denen deo vorhergehenden Marktes gleich, dagegen waren die Preise bei Zucht-, Arbeitsvieh und Schweinen niedriger.
Nächster Markt Dienstag den 16. und Mittwoch den 17. b. Mts., am letzteren Tage auch Krämermarkt (Himmelsahrtmarkt).
Limburg, 3. Mar. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen X 21.05, Weißer Weizen X 00 00 Korn X 14.95, Gerste X 11,30, Saatgerste X 12, Hafer X 8,50, Erbsen X 00 00, Kartoffeln X 00,00.
Frankfurt, 3. Mai. Aus dem heutigen Markte kostete der Centner Heu je nach Qualität x 3 50—5.00, Stroh X 3.50—000, Eier das Hundert 4.60—5.50 Ochsenfleisch das Pfund 65—70 H, Kuh- und Rindfleisch 45—55 .$, Kalbfleisch 40 bis 60H, Hammelfleisch 40—65 H, Schweinefleisch 75—80 4, 1 Hahn X 1.70—2.00 1 Huhn X 2.00—2.50, 1 Taube 45—50 H, 1 Poularde X 0.00—3.00, 1 Gans X 6 bis X 8, Welsche X 8—12, 1 Ente X 3.50, Butter 1. Qualität X 120—0.00, 2. Qualität X 1.10—0.00, Handkäs 45—50 H das Pfund, Kartoffeln das Malter X 4.50—7.00, Kopfsalat 10—00 gelbe Rüben das Gebund 7—12, Romainsalat 80—00 H, Rettig das Stück 6—8,$, Sellerie der Kopf 12—20,$, Blumenkohl 30 bis 70,$ Wirsing 10—15,$, Weißkraut 18—25 $ das Stück, Rothkraut 25—35 $, Kohlkraut 00 $, Kohlrabi 0-0 $, Endivien 20—00 $, Spargel 60—70 $ das Pfund, Zwiebel 10—12 x der Centner.
Frankfurt a. M., 4. Mai, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 292, Staatsbahnactien 287%, Galizier 265%, O-sterr. Silberrente 65<3/i6, 4% Ungar. Goldrente 75%, 4% 1880er Russen 70%, 2. Orient-Anleihe 57%6, 5% Rumänische Rente 90%, Lombarden 126%. Tendenz schwächer.
Für die Kinderhcilanstalt In Bad-Nauheim^erhielten wirUi" Bürgermeister Bramm 3 X
Für die nothlcidenden Juden in Rußland erhielten wir ferner: von Professor Pasch 10 X, Geh. Bauraih Eickemeyer 5 X, Bürgermeister Bramm 3 X, Fräulein Bi amm I. 2 X
Um weiter- Gaben bittet Die Exped. des „Gießener Anzeiger."
Bitte an edle Menschenfreunde.
Bei dem Brande im Schlabach'fchen Hause ist zwei Familien fast ihre ganze, nicht versicherte Habe vernichtet worden. Die'Neuanschaffung der nothwendigsten Mobilien rc. wird den vom Unglück Betroffenen schwer halten. Wir erklären uns dcßbalb zur Entgegennahme eines kleinen Scherfleins für di- beiden Familien gerne bereit, wohl wissend, daß gerade momentan die Wohlthätigkeit unserer Mitbürger etwas stramm in Anspruch genommen wird. Die kleinste Gabe wird jedoch willkommen fein.
Die Exped. d. Gieß. Anzeigers. _____Wir quittiren für obigen Zweck 3 X von Herrn Bürgermeister Bramm.
Wafferwärme der Lahn.
Am 3. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 11%° 3t, Lustwärme + 17° 91.
L. Chr. Rübsamen.
Holzversteigerung
im Gießener Stadtwald.
Montag den 8. Mai 1882, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Heingesboden nachverzeichnetes Hol; versteigert werden:
Lcheith. Knüppelh. Stockh Reish.
Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen.
Madel 3 505 87 3100
jDie Zusammenkunft ist auf der Straße nach Grünberg an der vierten Schneise.
sMießen, den 2. Mai 1882. Großherzoglichc Bürgermeisterei Gießen. 3201 Bramm.
Holzversteigerung
Nächsten Samstag den 6. d. Mts.,
Vormittags 8 Uhr, soll in der Allee der Gartenstraße hier ein abgängig gewordener Kastanienbaum versteigert werden. 3237
Gießen, den 4. Mai 1882.
Großh. Kreisbauamt Gießen.
In Vertretung:
Snell, Großh. Straßenmeister.
Auf dem Hofe des Oekonomen Friedrich Sang zu Cyriaxweimar bet Marburg werden den 9 und 10. Mai ds 38., jedesmal von Vormittags 10 Uhr an, versteigert:
4 Fahrochsen, >
13 Kühe, i Holländer Rape,
8 Rinder, (Berner Kreuzung,
1 Fasselochse, ’
10 Pferde,
1 Fohlen,
80 Schafe,
72 Lämmer,
1 Bock und
11 Schweine, wozu Kauflustige eingeladen werden.
Marburg, den 1. Mai 1882.
Eppelsheimer, 3218 Concurs-Verwalter.
Allgemeiner Anzeiger.
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Nr. 1. Ceylon-Perl mit braun Menado,
feinste Wiener Mischung, per Pfd. X 1.80,
Nr. 3a. Java-Perl . . . „ „ „ 1.60,
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Das Spccialitäts-Wäsihc- und Aus- stattlmgs-Gcftiäst
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Ausverkauf.
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Freitag den 16. Juni,
Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien der Karotin« Miß« dahier: Flur 40 4Oa%o, 481 Meter Grabgarten, links der Chauffe,
40 4Oa%o, 481 Mtr. Grabgarten das., 40 4Oa8/,o, 427 Mtr. Straße daselbst, 40 40a%0, 79 Mtr. Grabgarten das., 40 40a3%M, 353 Mtr. Hofraithe das., 4040a3S/)0l,, 403 Mtr. Grabgarten das. meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 4. Mai 1882.
Großh. Ortsgericht.
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Freitag den 5. Mai,
Nachmittags 3 Uhr, werden in der F l e t t 'schen Hofraithe dahier 1 Sopha, 1 Kleiderschrank, 1 Kommode, 4 Wanduhren, 7 Strohstühle und sonstige Gegenstände öffentlich meistbietend versteigert.
Gießen, den 4. Mai 1882.
Bauer,
3245 Großh. Gerichtsvollzieher.
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