Ausgabe 
31.8.1881
 
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1*81

Mittwoch den 31. August

Nr. 201

Hichener Wütiger

AvM. nub Amtsblatt fit bti Llki, Gichll

tAfllid) mit Lusntchme brt VoalagS.

). Lorentz.

von Trier.

nm

Ditzen,

Mainz,

Worms, Bingen, von Schlußnoten rc. und Rechnurgen re.,

Darmstadt,

Gießen,

oll

ensel.

izeige:

) nach langem und Schwieger-

toOD, iwittwe.

den 30. Äug16', iae (Frankfurter- (5633

e 1 Maik,

lt, SelterSwig anl,

allen Anforketunqtz (563?

Prei» 6irrtdj«Jrfi4 1 »ad 20 W. mit Brtngnl. In

Durch bi» Post b»|og«l mrrteijLchrllch 2 Wad !>U p-

2) da« Hauplsteueraml

3) .

4) .

5) .

6) .

II. Mit der Erhebung bei Abgabe 3tr. 4 h. unb 4 b. bt# Xartfi!

1) bas Hauplsteuerawt

2) .

FeutschlLAd.

Darmstadt, 27. »uz. Da« Grohhet,»gliche Regierungsblatt (Beilage Är. 20) enthält:

1. Bekanntmachung Gtoßhetzoglichen Ministeriums bet ginanzen, bte Erhebung von Reich« stempelabgaben beir.ffenb.

Unter Bezugnahme aus bie Bestimmungen bei ReichsgesetzeS vom 1. Juli 1881, bte Erhebung bet Reichsstempelabgaben betriffenb, wirb nachfolgend das verzeichniß der Dienststellen bekannt gegeben, welchen im Sroßherzogthum bie «.sugniß ,ur Erhebung der betr. Abgaben betgelegl trotben ist.

Sl find bi« auf Weiteres beauftragt worden:

1 M t bet Eihebung bet Reichsftewpelabgaben von Werihpapieren (inlän- dgchen und auslä,.bischen edlen, Renten unb Schulbverfchteibungen), Rr. 13 des Tatis«:

3) , Mainz.

111. Mit dem Verkaufe von Reichsstempelmarken zu ben stempelpflichligen

«ig-nt Hm $b. "^burg und b,s caufitj.

,m Selben unfere * geb. Schild ,:rs*

rblieb*60'.

g 4 Uhr »*

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1) bie Hauptstaatskaste zu Darmstabt.

gemer vorübetgedenb während ber ßeit Boni 1. Sep embet bis 2». Tecem. bet b. I«. mit der Erhebung bet fixen Stempelabgabe von autlLnb,. scheu Wertbp-P eren (Ausnahmen zu den Larstnummern 1 m b 2) neben der unter 1 genannten Behörde:

Offenbach,

Schriftstücken:

n da- Hauptsteueramt Darmstadt,

2) , Offenbach,

3) Gießen,

4) Mainz,

5) * w Worms,

6) * , Dingen.

7) Steueramt Bershetm. ,,

IV. Mit der Erhebung der Abgabe für Lotterie-Loose und Ausweise über Svteleinlagen, Rr. 5 des Tarffs: e ,

1) da« Havptsteuetawt Datmstadl füt bie Provinz Dtttikenburz,

21 «Ließen , , §be,besten,

3) Mainz , » Rheinhessen.

Zugleich wird bemerkt, daß Anmeldung« Foimulare von allen vorge- nannten Diti.fi stellen verabfolgt werben.

Darmstadt, ben 20. August 1881.

(Lchluß folg»)-

Berlin 27. August. Die Angaben, welche bezüglich einer erschütterten Ltellmg den deutschen Botfchalters in Rom, v. «eud-ll, fett ewigen Tagen verbieüel werden, beg.gnen berechl'gtem Zweifel. In ben Krednr bet te« fi., iLonfiivattven ist man ick Allgemeinen wenig ton den Ausichlusten «baut, welche der Profestot Adolf Wagnet gen.achl hat. Man hatte gehofft, die Tabak. Mvnvpolfrage noch nicht bei ben bevorpehe: ben Wahlen ui b rechnete baiauf, baß bie Erträge des ^bakSmonvpvls ausschließlich»zur Dickung der bereit« rorbandet.en Bedürfniste unter Herab itzvnz der M-trtcu. larbeittäge vernerbet weiden sollten. Man ist, wie 3'sugt, jetzt in 8 Verlegenheit, und man darf gespannt darauf sein, wie man fich au« berselben berauSwickeln wird. t . -*6ln: .

9 Es ist zur Zeit noch nicht entschieden, ob eine Aercherung de«

Unterstützurgswohnfitz-Eefetze« in der Thal schon die nächste Lession des Reichstage« beschästigen wird. Man hat fich tndeffen auf bie bereits im Sanae b-findlichen Erhebungin nicht beschtä.kl, lonbern >ß bem SBnntbmen nach'auch bereits in Verhandlungen mit ben Bunbttpaaten einzetteten, von denen manche das Bedürfn-.ß einer »bäi.derung be« Gesetzes vor Jahr und rag wenigstens noch nicht anerkennen wollten. Die Richtung deS -Jarrbuler- schrn Antrages begegnet übrigens »ach wie vor in leitenden Streifen mandjerlei Bedenken, sodaß auf bie etwaige Novelle bet gedachte Antrag Sin.

H d-UäntrSnb an bie Bekämpfung bet Arbeiterverfichetunz einem r#i»hneS6ii»r ^taat8tufd)u6 durch die(811010 12 weist dieXorbt. *lu^.

auf bie iurerläsfig-n ernsten konservativen Elemente des EenrrumS Hw, äntn Ä der M chrMlichen Negation unb ver B.käwpfung und Un ergra- bung der Regierung nicht gebient fei; die jetzige Opposiiwn erscheine al« Aus. druck der ^urckrl daß die gegenwärtig mit Rom schwebenden Verhandlungen eine thatfächliche' Annäherung herbelführen könnten, welche P°linkrmmchk erwünscht seien, die dem Kirchevstreite und dem Kampfe gegen die Regierung

Schluß de« Artikel« heißt t« : Die möglichste Heilung bet socialen Schalte durch da« ptaet sche Christenlhum sei eine Aufgabe, welche aus die Unter- pützung der katholischen wie evangelischen Ehristeu Anspruch habe. Wenn die Geimama" bemüht sei, die Regierung gleichzeitig in der versöhnlichen Be­handlung der socialen Frage und in den friedlichen Verhandlungen mit Rom zu bimvien. Io vertrete sie damit die Tendenzen der Wulfen, Polen und les Fortschritt-, aber gewiß nicht die cm servaiiven Katholiken, deren Anzahl viel größer sei, a!- diejenige der Revolutionäre.

Bezüglich der jetzt im Gange befindlichen erstmaligen Uebungen der Ersatzrefirvisten erster Klaffe, welche in der gejammten deutschen Armee statt» zufinden haben, ist fdgenbe Eintheilung festgesetzt Die Berusung bet Mann, ichasten erfolgt kurz nach ihrer Einreihung in die Eisatzreserve tu einer zehmröchent« lidjen Uebung. In ben fünf etfien Wochen ist ihte Autbilbung al« Rictuten zu beenden, in den zweiten fünf Wochen werden sie in Felbdienst, Schießen, Gefechtsübung u. s. w. unterwiesen. Im zweiten Jahre folgt während der sodann nur vier Wochen währenden Uebung eine Wiederholung de- Erlernten und ebenso tm dritten und vierten Jahre bet vierzehntägiger Uebung. ES soll erreicht werben, daß die Mannschaften dieser Kategorie damit in den Ltand aelttzi werden, füt den Fall ihret Heranziehung zum «riegsdienst sofort activ theilnehmen zu können, ohne daß e« dazu, wie bisher, wochenlanger Porberei. tungen bedürfe. Tie Mannfchaften bleiben bi« zum 31 Lebensjahre m bet Srfatzrrferve unb kommen gar nicht jur Landwehr, fonbeni werben bann fofort in den Lanbfiurm versetzt.

HtSrrreich.

Pestd. 27. August. Du .Ungar. Post" zufolge hat die ungarifch- rumänische Commission für die Untersuchung der Gren-verletzung ihre Arbeiten beendigt. Dieselbe überzeugte sich, daß eine eigentliche Grenzverletzung un strengsten Sinne des Wortes nicht pattgefunden hat. Die von brr Evm- wi^-u aufgenommenen Protokolle tterben den beit erfettigen Regierungen vorqelegt.

KNpsitlld.

London, 27. August. Dr- Brabley, Direktor bei Universttäts-Colleg- in Orford ist zum Deian der Westminstet-Abtei ernannt worden. Der Times" wird au« Washington gemeldet, da« Cabinet sei enlfchloflen, feine Entlassung zu nehmen, sobald der Präsident Garfield stirbt.

Spanien.

Madrid, 27. August. Die Chronik der Verbrechen hat in Spanien in letatcr Zett eine ebenso ausfällige al« trostlose Erscheinung zu verzeichnen, für welche ein paffender Vergleich rur in ter Criminalgeschichte Rußland« zu finden sein dürste. S« find die« die häufigen Brandlegungen, welche sich seit einigen Wochen in nahezu allen span ischen Provinzen, namentlich in Estremadura, mit erschreckender Häufigkeit wieditholen und auch jetzt täglich an einem andern O>te ihre Fo-Is.tzung finden. Insbesondere find t« die gelternten, »el$e von ruchlosen Händen in Brand gesteckt werden, worou« der Landbevölkerung be­reit« sehr' beträchtliche Schäden erwachsen find. Welcher BeroIkerung«Naffe die M-ffethäter angehören und von welchen Gründen sie bei ihrem verbrecheri­schen Tdun geleitet n erben, ist bis zue Stunde noch nicht sefigestellt. Man will je ar in betn Dutzend Brandstifter, beten bie Polizei bereits habhaft wurde, Angehötige jener in Zerstörung schwelgenden internationalen Verbrecher- rotte erkennen, bie man trotz ihre« gegen den Bestand der menschlichin Socie- tät gelichteten Treben« Socialisten nennt, allein erst bie füt Del ober anbe» räumten Ger ch,«-Deihanblungen werden übet biefen Punkt volle Slarheit verbreiten können. _____________________________________lP°l't- Svrresp.)

Ttlkgraphische Tkpeschm.

Wolff'- telegr. Korrespondenz - Bureau.

Berlin, 29. August. DerReicks Anz." veröffentlicht ein Schreiben der Äaifnt.. an den Reichskanzler au- Scblen^ vom 27. August: Da ick nach langer jchmerzlicher Lrankheit nunmehr durch Gotte- Gna e in Rtconvale-cknz trete, fo jehne ich mich von ganzem Herzen danach, hierdurch meinen tiefempfun­denen Dank auSzujprrchen, den ich alljettig für Vie so große, mich wahcbaft ergreifende Thrlluahme schulde. Don nah und fern, von Veremm und Prtoat- Personen, von allen Stusen der Bevölkerung, tote au- ollen Massen der Gefell» schäft, au- dem weiten -reise aller Lekenntniffe und Stände und aus ftemven Landen find mir Zeichen jener Thellnahme zugegangev, die thren topn trügt in dem Bewußtsein, mir rrohlgeehan zu haben, die ich aber nie vcrgeffen darf, wenn es wir gelingt, nach Wiederkehr meiner noch fehlenden Kräfte meinen Beruf a.i der Seite d - Kaisers pflichtgetreu rveiterzusühren. Damit dtrser Dank rr arm und herzlich, wie ich ihn eu pfinde, Alle erreiche, die mein» so mitfühlend gedacht, so ersuche ich Sie, Vorstehendes entsprechender We,,e bekar.ntzuMn.^ g^ern ä6eub hier ^iugetroffen. - Der Sei««-

' Anzeiger" veröffentlicht die Ernennung Naffe's zum Rezierunz-.Prafldenten