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str. 174. Elftes Blatt. Sonntag den 31. Juli 1881.
Aichener Htn;eiger
A«lkize- an) Jaiteblatt fär brn Kreis Gichn.
Murrei : Schulftraße B. 18.
Erscheint täglich mit Ausnahme del Montag-.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit vringarlohn.
Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Amtlicher H lj e i l. Bekanntmachung.
Vom 1. August l. I. ab wird mit dem Schießen auf den neuen militärischen Schießständen begonnen.
Von ^diesem ßcnpunft an darf der s. g. alte Annerüder Weg im Gießener Stadtwald nicht mehr benutzt werden und e- ist, um Unglücksfälle zu v rhüten, die Sperrung diese- Wegs erfolgt, was hiermit zur öffentlichen Lenntniß gebracht wird.
Gießen, am 29. Juli 1881. Großherzogliche- KreiSamt Gießen.
____________ ____ __ __________ Dr. Boekmann.
Gefundene Gegenftände:
1 Medaillon, 3 weiße Taschentücher, 1 Kinderkrazen, 1 leinener Sack, 1 Portemonnaie, 1 Hundemaultorb, 1 Taschenmesser, 1 Stock, mehrere Schlüssel. Gießen, den 30. Juli 1881. Großherzogliche Poltzetverwaltung Gießen.
^reseniu-.
Deutschland.
Berlin, 27. Juli. Obschon sich sämmtliche Handelskammern gegen den von dem Grafen Wihelm Bi'marck mit ultramontaner Unterstützung ein» gebrachten Antrag auf Beschränkung der Wechselfähigkeit ausgesprochen und die verschiedensten Sachverständigen dem vorerwähnten Gutachten angeschloffen haben, vernimmt man doch, daß besagter Antrag keineswegs zurückgelegt ist. fonvern in einer ihm noch zu gkbeuden Form wieder bearbeitet werden soll. Ob die Vorarbeit bereit- an daö ReichSjustlzamt gelangt und daffelbe In einem solchen gjQt schon Stellung genommen hat, steht allerdings dahin. Da- jetzt aufrauchende Gerücht, d.ß der Reichskanzler nunmehr einer Erhöhung der Branntweinsteuer geneigt und für eine SpirituS fabrrkatsteuer gestimmt wäre, bedarf immerhin noch der Bestätigung, zumal die Zusammensetzung deS neuen Reichstages noch abzewartet werden muß.
— In Hammerstrtn, Westpreuß^n, wohin sich mehrere jüdische Familien auS Neu-Stettin geflüchtet, ist ein Judenkrawall au-gebrochen. Den Juden wurden die Fenster eingeworfen, ja sogar Fensterkreuze zertrümmert. — Der „Dost. Ztg.- wird aus Kairo geschrieben: „In der ersten Woche dieses Mo- naiS wurde in Egypten eine epochemachende Entdeckung gemacht. Nicht weni» ger alS 36 wohlerhaltene Sarkophage, fast alle Königen und Königinnen der älteren thebanischen Dynastien angehörel d, sind mit ihren Mumien, PahyruS- rollen. Ofirisstatuetten, lttztere zu Tausenden, Canopen, Schmuckgegenständen und Talismanen zu Tage gefördert norden. Die königlichen Namen von Ras- ker.err, Amenophis 1 , Ahmes Nofretan Ahhoptep. Thutmes IL und III., Seit I., KamseS 111., Pmotem und von anderen Pharaonen werden in den Texten genannt und kennzeichnen von vornherein die ungeheuere Wichtigkeit der soeben gemachten Funde, welche sämmtlich in einer einzigen Grabkammer in Ober-Egypten an daS Tageslicht geförtert worden sind."
Krankreich.
Paris, 28. Juli. Gestern hatten der Minister des Aeußern, Bar- rhelemy St. Hilatre, und der türkische Botschafter Effad Bey eine Unter- redur g, die einen herzlichen Eharakler hatte. Die „Ägence HavaS" bemerkt mit Bezug hieraus: Man kann darin em neue- Zeugmß der beiderseitigen sehr friedlichen Gesinnungen und d r sehr freundschaftlichen Beziehungen zwischen Frankreich und der Türkei erbl'cken. — Nachrichten aus TuniS zusolge zeigt der Bey vollkommen guten Willen, die Wiederherstellung der Ordnung und die Reorganisation deS Landes zu erleichtern.
England.
London, 28. Juli. Nach einer Meldung des „Reuter'schen Bureaus" au- Bombay hat gestern ein Zusammenstoß der Truppen Ajub Khan'S mit den Truppen deS Emirs Abdur Rahman stattgrfunden. Während deS Gefecht- ging eines der zur HeereSmacht des Emirs gehörigen Regimenter zum Feinde über, deffen Reihen es verstärkte. Der Rest der Truppen des Emirs ergriff hierauf unter Zurücklaffung von Geschützen und mehreren Gepäckwagen die Flucht.
Türkei.
Saloniki, 27. Juli. In der Gegend von Siatista nimmt das Räuberwesen immer mehr Überhand. Vergangenen Mittwoch gegen 4 Uhr Nachmittags erschienen die aus je 30 Mann bestehenden Banden der Führer Drupbos und Allemam in dem aus 500 Hausern bestehenden Dorfe Boghatschko. um die Tschurbadschis (Notabeln) zu entführen. Da die Absicht der Räuber rechtzeitig verrathen worden war. gelang es den Rotabeln sich durch Flucht in Sicherheit zu bringen. Die Dorfbewohner, die wie die Bewohner aller christlichen Dörfer waffenlos sind, sahen sich genöthigt, den Räubern alle ihre Mundvorräthe und Gettänke auszufolgen. Diese aßen und ttanken bis 10 Uhr Abends und brachen sodann auf, nachdem sie den Dorfbewohnern den Befehl hinterlassen hatten, binnen vier Tagen einen Bettag von 500 Stück türk. L zu erlegen. Zwei Lage danach erschien in Boghatschko eine Compagnie Soldaten. Während bi: L-oldaten Erkundigungen Über das Dorgefallene einzogen, tauchten die Räuber in Tschotili auf, wo alle Samstage ein großer Markt abgehalten wird und wo sie sich abermals gütlich thaten. Der am Markt erschienene Kaimakam des Diftricts ergriff niit seiner aus Zapties bestehenden Bedeckung die Flucht, da die Räuber in Uebermacht maren. Am nächsten Tage erschienen ste im Dorfe Bokhorina, um ihrem Brauche ge- mLß einen Spion zu bestrafe». Das Opfer war diesmal ein gewisser Thomas Liongos, der die Bewegungen der Räuber den türkffchen Soldaten verrathen hatte. Der Unglückliche wurde aus dem Hause geschleppt und unter freiem Himmel in Stücke gehauen.
Eine Musikdande, die gerade zu einer Hochzeit anwesend war. mußte bei dieser Strafvollstreckung TanzstÜcke spielen Auch die Gegenden von rtaffanbra, Berta, OlompuS, Ko-ani, Kastoria und Florina finb von Räuberbanden stark heimgesucht Die Haupt- bandenfübrer heißen Daoeli, Niko (der seiner Zeit den englischen Obersten Tynge entführt bat), Katarakbia. Brupho- und Katsaros. Der Effeclivstand jämmtlicher Banden beträgt etwa 300 Mann, die durchaus mit ChassepotS und Henri-Martinn-Gewehren bewaffnet sind. Die zur Verfolgung der Räuber 'ausgesandten Truppenadtheilungen sind zu schwach und betreiben schon aus Furcht ihren Dienst sehr nachlässig. Die von ihnen verbafteten Personen sind theilS Hirten, therls Bauern, die beschuldigt sind, den Räubern Obdach und Brot gegeben zu haben. Die Räuber selbst lassen sich in der Regel nicht lebendig fangen; wenn ein Räuber in eine Falle geräth, so bringt er sich gewöhnlich selbst um. Nur zwischen Saloniki und Verria kann auch Cavallerte zur Verfolgung der Räuber verwandt werden; in allen übrigen Bezirken ist durch die Bodenbeschaffenheit die Verwendung der genannten Waffengattungen ausgeschlossen.
retrgraphische Depesche».
ttltAt. (frttefptBlre^er^eD.
Gastein, 29. Juli. Se. Majestät der Kaiser machte heute nach dem Bade eine Promenade und nahm das Mittagsmahl bei dem prächtigsten Wetter in Böckstein ein. — Prinz August von Württemberg hat heute die Rückreise nach Berlin angetreten.
Hamburg, 29. Juli. Die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien- Gesellj'cdafr wird künftig wöchentlich ab Hamburg zwei Dampfer nach New- Aork expediren.
London, 29. Juli. Mehrere Morgenblätter melden, die Londoner Polizei bemühe sich, die Namen einer Anzahl von Delegirten zu dem jüngsten revolutionären Congreffe zu ermitteln. Die Regierung beabsichtige, die gerichtliche Verfolgung gegen einzelne Theilnehmer emzuleiten.
Ä^tl'chen Berichten zufolge fand daS Treffen zwischen Ajub Khan und dem Emir Abdur Rahman bei Karezlatta, 32 Meilen von Kandahar, statt. Nach dem Kampfe ging die Reiterei von Kandahar zu Ajub Kahn über. In Kandabar brsindet stch nur eine schwache Besatzung.
Konstantinopel, 29. Juli. Die in dem jüngsten Proteste wegen Ermordung des Sultans Abdul Aziz Derurtheilten find gestern Abend mit dem StaatSschiffe „Thalia" nach HedjaS abgegangen.
Paris, 29. Juli. Die Deputirtei kawmer erledigte heute noch mehrere Vorlagen. Der Präsident Gambetta verlas darauf daS Decret über den Schluß der Session und knüpften daran eine Ansprache, in welcher er der Kammer für ihren Eifer bei Erledigung der Geschäfte Dank sagte. DaS Land werde urthiilen über daS Werk der Sammer und Jeder werde sich beugen vor dem Urtheil des Landes; er hoffe, daß auch die künftige Politik der Kammer der Wohlfahrt deS Vaterlandes gewidmet fein werde.
Nachrichten aus Oran zufolge ist bei der combintrten Bewegung der drei von Sa'di, Sebdon und Geryvtlle ausgehenden Truppenkolonnen alS Zielpunkt Mecheria in'S Auge gefaßt, wo ein verschanzte- Lager errichtet werden soll, da- einer im Herbst bi- nach Figuig auszudehnenden größeren E;pedüion als Basis zu dienen bestimmt ist. — Die Insel Djerba ist von den französischen Truppen besetzt worden.
Lokales.
Gießen, 30. Juli. sDaS 50jährige philosophische DoetoisubUäum deS Seheimen jhrd:emotb8 Professor Dr. Ä6llner] Von geschätzter Hand ist uoS eme Abschrift der Adrefie zugegangen, welche, mit den Unterschriften von mehreren Hunderten ehemaliger Zuhörer und Schüler des IudUars bedeckt, demselben om 23. Iali d. I. überreicht worden ist- Dlr thellen dieselbe dem Wortlaut nach mit, da sie eine langjährige Wirksamkeit für die Landesuniversttit and die evangelische Landesknche betrifft, und die Absender wie den Empfänger gleicherweise ehrt:
Hvckwürdiger Herr Seheimer -irchenrath!
Hochzuverehrendrr Herr Professor und Doctor!
Am heutigen Tage sind es 50 Jahre, daß Ibnen von der phllosophischm Facultät der Universität Höttingen d,e Würde eines DoctorS der Phllosophie verliehen wurde. Diesen Anlaß ergreifeu tu Unterzeichneten, die in der langen Zeit Ihrer akademischen Lehrtätigkeit als Schüler zu Ihren Füßen geleffen haben, mit großer Freute, um Euer Hochwürden ihrer auf- richngen Ergebenbeit und Hochachtung zu versichern und zugleich ihre herzliche Dankbarknt für reiche theologische Belebrunq und Anregung, sowie für mannigfaltige Beweise persönlicher Güte Ihnen gegenüber auszusprechen. 23tr verehren in Ihnen nicht nur den vieisntigen scharfsinnigen belehrten und den pflichteifrigen Docenten, sondern auch einen ehrenwetthen Mann von fester chriölicher Gesinnung, der für die prakliichen Aufgaben der Kirche jederzeit das wärmste In- ttreffe betätigte und gegen Bedenken und Anfragen seiner Schüler stets ermuthigende, freundlichste Nachsicht übte, während er von ihm erkannte Feinde der Religion und des socialen


