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123 Erftes Blatt. Sonntag den 29. Mai 1881
Kießener Mn;eiger
Ailicigk- und Amtsblatt str br« Kreis Eicha.
______—-----------------------------—— —— urd# virrfetjährlich » Warf 20 Pf. mit vrmgerfohn.
MUklL« i Schulstraße B. 1Ä. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch d^e Post bezogen vierteljLhrlich 2 Mark L0 P^
Amtticher Hheit.
Gefundene Gegenstände:
1 Portemonnaie mit Inhalt. 1 Mappe. 1 Rette, 1 Wen, 1 Schleier, mehrere Lchlnffel.
Gießen, den 28. Mat 1882. Großherzogltche Poltzeiverwaltung Gießen.
Fresenius. _________
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Deutschland.
Darmstadt, 25. Mai. DaS Großherzogliche Regiernng-blatt (Bei. läge Är. 14) enthält: ..
1. Bekanntmachung Großberzogltchcn «reisamtS Alzey, die häufigen Brände au Bechenheim betreffend. .
2. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministermm des Innern und der Justiz für das Jahr 1 Apr l 1881/82 genehmigten Umlagen zur Bestrer- tun/von Eommunal'Bedürsniffen in den Gemeinden des "re,scs Darmstadt.
3. Übersicht der für da« EiatSjahr 1881/82 von Troßherzoglichem Ministerium de« Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Eommunal-Bedürsniffe in den Gemeinden de« Streife« Groß.Gerau.
4. Ueberstcht der non Großheizoglichem Ministerium be« Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur B-streitung der kommunal - Bedursmsie in deii Gemeinden de« «reis.« Oppenheim in der Zeit vom 1. April 1881 W 31. MLr» 1882. _ _ .
5. Uebersicht der pro 1881 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Lommunal-Bedürsniste in den ttraelitifchen Religion«. S-meinden de« «reife« "^^Darmstadt, 27. Mai- Da« heute auSgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 13 enthält da» Gesetz, die Allgemeine Bauordnung betr.
— Se. «inül. Hoheit der Großherzog werden nebst St. «Snigsi Hoheit dem Erbgroßherzog und Jdren Großherzoglicken Hoheit,n den Prinzessinnen Irene und Ali; morgen Pormutag 8 Uhr 52 Min. von Mainz hierher zurücklchre roeTb<n im Sause de« morgigen Tages wieder Au
dienzen ertbeilen und Vorträge entgegennehmen.
Main», 25. Mai. Seine «önigilche Hoheit der Großherzog empfing heute Herrn Rabbiner Dr. Lehmann in Audienz Unter Aiidetm berührte dabei der Großherzog tre in jüngster Zett vorgekommenen Au«,chrettur gen gegen die Juden in einigen rhemh.sstschen Distern und sprach die Ueberzeu- gung au«, baß die aniisemitistbe Bewegung in unseren engern Vaterlands und (BecieH in Rhernheffen keinen Boden habe und daß die stattgehabten Ausschrei, tungen lediglich in der Lcaidalsucht einiger böswilliger Individuen ihren Ur- svruna gehabt hätten. J n
®erlitt, 26. Mai. DaS Abkommen mit Hamburg wegen dkS Zollan- Ichlusie«, da« heute Mittag abgeschlofien wurde, ist unterzeichnet für Hamburg von den Senatoren Dersmaun und DSwold, sowie dem hanseatischen Gesandten »rüger. Die Stadt Hamburg tritt diesem Vertrage zufolge nach einer be- stimmten Reihe von Jahren in den Zvllverband de« Reich«, behält ein Frei- aebiet für den Großhandel und den W.ltverkehr, zu welch,m Leesch ffe da« Zollgebiet mit Zollflagge oder Nacht« mit Leuchte passtreu, um dort frei löschen und landen, auch ohne Zollcontrole verkehren zu können. Zur Errichtung der Dock» tragen Reich und Hamburg gemeinsam bei. gur Zollerleichierungen icheinen Zusicherungen, aber nicht in bindender Form, gegeben worden zu fein. Da« Abkommen bedarf felbsiverständlich noch der Zustimmung de« Senat« und der Bürgerschaft in Hamburg, sowie de» Bund.sraths und de« Reichs- tage» des deutschen Reich».
Türkei.
Konstantinopel. Die griechische Räuberbande, welche unlängst in der Umgegend von Saiomchi den britischen Ingenieur Suter gefangen nahm, hat unmittelbar, nachdem der Letztere gegen Zahlung eine« Lösegelde« von 5000 L. losgelaffen war, einen reichen türkischen Gutsbesitzer Namens Mebemed Tahir Effendi überfallen und als Gefangenen nut fort^lerrt au eo e;e b wird eine Summe von 6000 L- verlangt. Die Bar.de soll 39 Miiglieder zählen, ihr Oberhaupt ist ein gewiffer Niko Pappa«. e,n beruLiigter Räuber.
seirgraplnschc Depeschea.
Wolff'» telegr. Ssrrespo«se»z-«arrau
Berlin, 27. Mai. Der Reichstag b;c 23mitbung.
des Ausfeld schen Antrags über den Hamburgischen ZollamLlutz fort und nahm i J lich unter Ablehnung aller anderen Anträge ben Antrag Wrndthorft an, den R - faniler zu ersuchen, in der Zollbehandlung der zL-chMlahrt aur der Untaelbc, m d n Hamburger Einrichtungen für die Zollabfertigung und m der^Behandlung der buraer ^ollvereinsniederlage an dem bestehenden Zustande ,o lange mchts zu andern, als die schwebenden Zollanschlußoerhandlungen nicht zu endgültigem Ergebniy g»suhrl Laben 3in Laufe der Debatte hatte der Abg. Delbrück die Lage des Reichstags m d.r Sjraae nach dem bereits erfolgten Abschluß des Präliminarvertrags als eine lehr bciHe bezeichnet und dem W-ndtborst'schen Anträge als dem am objeettürten unb flee'dn^’t<n' eine Verbitterung zu vermeiden, den Vorzug gegeben. Bei Beginn der Leraihung ha.ten die Mitglieder des Bundesraths den Saal verlassen. Der Reichstag berieth sodann
das Stemoelsteuergesetz und genehmigte die in der Tarifnummer 1 für die Actien und \nbabnpapiac oorgeschlagenen Steuersätze nebst den dazu^gehörigen ^araaraphcn nach den Eomnussions:Anträgen mit einer unerheblichen Aenderung v. WedeU Malchow - Fortsrtzun^tN Allg. Ztg.- bestätigt, daß das Protokoll über den Eintritt Ham- dura« in den >ZoUoerband durch den Ftnanzminister, den Reichsschatzsecretär, die Ham- burW?SÄ. ®ertm?nn uL Oswald und bm Ministerresidenttn «rü«« arfiern Wadnnittoa vollzogen worden ist, und bemerkt, diese schwierige unb to v groß"JnlkMskn in sich schließende Slngeleflenbeit fei den beiderseitig ergangenen In- ftnicttonen gemäß in vollster Verständigung erledigt. . ... .
— Der Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung des Finanzmtnisters, wonach nicht in b n Monaten Januar, Februar, Mär, >W2 sondern m den Monaten Juli August unb September 1881 die Monatsraten sammtilcher Swsen der ( laffen- fteuer und der fünf untersten Stufen der Einkommensteuer unerhoben bleiben.
- Die Rordd. Alla- Ztg." sagt, die Verhandlung Über die Hamburg und die Untcrelbe betreffenden Anträge im Reichstage bewiesen, daß auch bet den gemäßigteren Elementen bas Streben des Reichstags nach Alleinherrschaft und die unwillkürlichr Neigung oerfassungsmäß'ge Rechte der Regierungen m Besitz -u nehmen ™br unb mehr an's Vicht tritt- Die vom Bundesrath vertretenen Regierungen baden durch Per- trag untereinander auf ihre früheren Sonderrechte verzichtet und die Unterlage für die politische Gompetenr des Reichstags hergestellt, indem fte von dkn eigenen Rechttn fo DirI aufgaben, als für den nationalen Zweck erforderlich war. Der Reichstag würde t’4 rvrfit aeduldia hmnehmen, wenn der Bundesrath Resoluttoneu über die Ausübung der dem Reichstage allein zustehendcn Rechte fassen wollte- Die verfassungsmäßige n Rechtendes ReicbÄags haben keine andere Quelle und Bürgschaftals die de^^Bundes- rath«, sie beruhen aus der Verfassung und den Bundes-, resp^ ^llvertrSgen. DM h - beit v Mutfdieu Volkes stände mcht hinter Denen, welche den Anthetl des Bundes rathS an der Regierung schmälern wollten.
Hamburg, 27. Mai. Der Senat hat das in Berlin wegen des ZollanschluffeS getroffene Abkommen noch nicht rahpdrt, ba er die Ankunft der Senatoren Bcrsmann und OSwald abzuwarten wünscht, ^ren Abreise von Berlin fich in Folge einer Einladung deS Reichskanzlers Fürsten Bismarck verzögert. Der Senat dü'fte den Verttog am nächsten Mittwoch der Bürg er« schast zur Ratification vorlegen.
Paris, 27. Mai. Senat. Berathung d-s Vertrags mit dem Bey ton Turis. Gontaut-Biron erklärt, die Rechte werde, da ste keine Schwierigkeiten schaffen wolle, für den Vertrag stimmen, indem ste die Verantwortung für alle eventuellen Folgen der Regierung überlaffe. Der Vertrag wurde hierauf ohne Debatte angenommen.
Wiesbaden, 27. Mai. Graf Loris-Melikoff ist mit feiner Familie zum -urgebrauch hier etngetroffen.
Gaffel, 27. Mat. Nach den big setzt vorliegenden Resultaten erhielt bei der ReichStaqswabl in dem Wahlkreise Rinteln -HofgeiSmar -Wolfhagen Senator Schläger 2698, Lehrer Liebermann 2349 und Rittergutsbesitzer von der Malsburg 918 Stimmen.
Athen, 27. Mai. Der Ministerpräsident Komunduros wird, wie es heißt, morgen die Annahme der türkisch-griechischen Eonvetttlon erklären. Nach hier einfletroffenen Nachrichten erhielten fieben türkische in Larista befindliche Bataillone bereit» Besebl. nach Salorichi abzuqehen. — Die hier eingetroffe. nen russischen Großfürsten Sergiu« und Paul fetzen Sonntag« chre Reise nach Jerusalem fort
Bonn, 27. Mal. Der Oberbibliolhekar der hiefizen Univerfität, Pro. feffor Dr. Jacob Bernay», ist gestorben.
PcterSbura, 27. Masi Die .Agence Rufie" bespricht die Verhavd- lungen im englischen Unterhause bezüglich der Judenhetzen in Rußland und „klärt, die iusfische Regierung bedürfe keiner Ermahnungen von Außen, um ihre Pflicht zu erfüllen. Die Entsendung von Truppen zum Schutze der juot« (eben Be-Likerung, die von den Localbehörden zu Gunsten dec jüdischen Ein- wvhner getroffenen Maßregeln und die Worte de» «aiser« der jüdischen Drputation gege' über hätten bewiesen, daß in Rußland alle Burger, ohne Unterschied der Race und Religion, gleichen Schutz gen äffen. — Der Reich«, tangier Fürst Gortschakoff wird am nächsten Donnerstag hier eintreffen.
Eahors, 28. Masi Sambetta hielt gestern bei der Einweihung de« Denkmal» für de im Jahre 1870 gefallenen Mobilen eine Rede, worin er sich gegen jede Angriff«., Abenteuer, und Eroberungs-Politik auSsprach- Bürg- schast dafür, daß der Degen Frankreich« weder ein Werkzeug zur Unterdrückung nach Innen, noch eine« illegitimen Angriff« nach Außm sein werde, sei der obligatorische Militärdienst und die Thatsache, daß über Frieden und Krieg künftig nicht» beschloffen werden könne außer durch den Willen des Volke«. Frankreich bedürfe den Frieden; was Frankreich wolle, sei auch da«, wa« die Republikaner wollten: Ordnung und Frieden in Freiheit und Fortschritt, um die Entwicklung de« ftanzöfischen Geiste» zu sichern.


