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musik llMiidjtn 91*. 2111)1: 13 Frankfurt;
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6. d. Mts-, ?att.
Vorstand.
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1881
Samstag den 28. Mai
chichener 'Anzeiger
Avikigk- und Amtsblatt für ben Kreis Gießen.
-------- — ■ ■ ■■ — -■---—--- ■ Preiv vierttljäbrlich 2 Mark 20 Pf. mit Vrinq-r'.vhn.
Hurcau : Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Durch die jtoft biogen vrcrleijLhrltch 2 Mar! 50 Pj.
Amtlicher Hheit.
Betreffend: Ueiersiedelung von schulpflichtigen »inbern in andere Gemeinden. am 241 9X1,1 18tiL
Die Großhcrzoglichc Kreis-Schul-Coinmisfion Gienen
an die Schulvorstände des Kreises.
Wir tbellen Ihnen nachfolgende hohe Verfügung zur «enntntßnahme mit.
vr. B o e k m a n n.
Betreffend: Statistisch' Nachweisungen über da« Bolksschnlwesen. am 24 TOa* ,88t
Die Großhcrzogliche Kms-Schul-Comaiisswn Gießen
an die Schulvorstände des Kreises.
ffiit sehen der Einsendung der noch rückständigen Nachweisungen in rubr. Betriff — cf. Gießener Anzeiger Nr. 103 — innerhalb 8 Tagen entgegen.
vr. Boekmann. _
Betreffend: Wie oben. Darmstadt, am 26, AM 1881.
Das J]ro[jf)crAOflfid)e Ministerium Des -Innern unö her -Inlli.i
an die (^rostderzoglicben Kreisämter.
88 ,st schon wiederholt vorgekommen, daß schulpflichtige Kinder, weiche In andere Gemeinden übergefiedelt finb, an il)«tn neuen Wohnvit. 'ärgere tteit nickt »um Schulbesuche herang-zogen würben, weil bereu Eltern Unterlasten hatten, sie bei dem L>chu Vorstande anzumelden. b
* $ 11m foltfctß iu verbüken erscheint eS als angemessen, daß wenn m einer neu etngezogenen Familie schulpflichtige Mnder vorhanden sind, hiervon de
betreffenden Sch^oorstandc alsbald durch die OrtdpolizeibehSide Mitlheilung gemacht wird und beaustragen wir Li-, die letztgenannten Behörden dem -» ' spreckend anzuweisen. v. Starck. ----------------- aa) ---------
B e k a nn t m achun g.
Da« »urtau bet Distrikt«, (»ianehmerei Gießca I befindet sich vom 1. Iunl 1881 an hinter bet «irche, Lit. A. Nt. 20
im unteren Stock — links.
Der Füsilier der Landwehr-Infanterie — Schuhmacher — Albert Wieck, geb. am 7. Juni 1842 in HetlSberg, Kreis Heilsberg O/Pr., hat sich der ;Äb"™ „"'SUnlZ el"nf den Genannten zu vig.l.ren, ihn im B.tr.tungssall. dem nächsten B.zirk-feldwebel b.hus«
Anmeldung zuzusüdr^ un^vo^GescheheE hierher Mitihe.lung zu machen. g^^h^„^s,C°mmand°.
Mehrheit des Retchstages dem Grundgedanken der bundeSräthlichen Vorlage beistimmen urb die Einführung des DerstcherungszwangeS noch in dieser Srsfion beschließen wolle, wird die Bitte gestellt: ..Der hohe Reichstag wolle bt- chlteßen, daß den Vcrficherungspfl'chttgen gestattet sein solle, auch bet Privatgesellschaften Versicherung zu nehmen, sofern solche die Entschädigung nach denselben Bedingungen und in demselben Umfange gewähren, wie die zu errich- te: den Re'chS-. resp. Staats-Anstalten.^ Sollte das nicht zu erreichen sein, so bittet die Eingabe alleräußersten Falls: Der hohe Reichstag wolle beschließen, den S 58 des Gesetzentwurfs folgendermaßen zu fasten:
Versicherungsverträge, welche von Betriebs-Unternehmern oder solchen Personen, die nach § 1 zu versichern sind, gegen die Folgen der die letzteren treffenden, In diesem Gesetze bezeichneten Unfälle mit Privat-VersicherungS- anstalten geschlofftn find, erlöschen mit demjenigen Tage, an welchem dieses Gesetz in Sraft tritt. Die aus die noch nicht abgelausene DerstcherungSzeit entfallende rattrlicke Prämie verbleibt den betr. Privat-VersicherungS-Gesell- schäften alS Entschädigung und wird den Verficherten auf die bei der Reichs-, resp. StaatS'Anstalt zu nehmende Derficherung zu Lasten deS Reiche--, resp. der einzelnen Staaten angerechnet.
J^end etwas wird jedenfalls vorgekehrt weiden müffen, um den Privat- Versicherung-- Gesellschaften die Lösung ihrer Verbindlichkeiten möglich zu machen; ob gerade daS hier erbetene AuSkunstSmittel zulässig befunden werden kann, laffen wir dahingestellt.
— Gegenwärtig weilt hier ein hoher Beamter deS englischen General- postamtS, um unsere Posteinrichtungen näher aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Heute Nachmittag besichtigte er lange Zett die Paketanvahmeftrlle de- HofpostamtS. Nach dem neuen internationalen Verttage hat sich bekanntlich auch die englische Postverwalturg alS solche mit der Paketbeförderung zu 25. Mai. Bei der gestern stattgehabten anderweitigen Wahl
eines Reichstagsabgeordneten in dem Wahlkreise Rinteln-Hosgei-mar-Wolshagm sind nach den bis jetzt vorliegenden Resultaten für den Lehrer Liebermann in Sastel (Fortschritt) 2174 Stimmen, für den Senator Schläger in Hannover (not.»liberal) 1620 Stimmen urb für den Rittergutsbesitzer von der Malsburg zu Eitbeberg (conl) 753 Stimmen abgegeben worden.
Hamburg, 25. Mai. In der heutigen Sitzung der Bürgerschaft erklärte Dr. Gieschen vor dem Eintritt in die Tagesordnung, daß einer hier eingetroffenen Privatdepesche zufolge eine Präliminar-Uebereinkunst zwischen der Hamburger Regierung und der Reichsregierung zum Abschluß gelangt sei und daß er anfrage, ob den Vertrauensmännern hierüber etwas bekannt sei. Nachdem hierauf eine verneinende Antwort erfolgt war, beschloß die Bürgerschaft, ein Ersuchen um Auskunft an den Senat darüber zu richten, ob der Vertrag abgeschloffen sei, und vertagte sich sodann bis zum Freitag, indem sie erklärte,
Aeutschlaud.
Verlia, 25 Mai. Der Reichstag berirtb den Antrag v. Varnbülir'S, bett, die Revision deS llnterstützungSw nsitzeS und die dazu vorliegenden Anträge des Grafen Ltolbera der Adaa Herwig, St .t und Niesir und nahm den Antrag v. lernet 5 flU d e sämmtlrären voistcdendcn Anträge dem Reichskanzler zur Erwägung zu überweisen. Es beginnt sodann d'c Beratbung deS Antrags Richter s, bett, die Emver- leidung der Unterelde m den Zollverein. In dieser Angelegenheit brachte m letzter Minute v. Mmnigerode folg«den Änttaa ein: In frrroagung doy eS der Stellung deS Reichstags nicht entspricht, den Versuch zu machen, durch eme Be.chlutztasiung 'einerieltS die Entschließungen deS BundeSrathS innerbalb besten Zmtänbigkeit zu be- „nflufien, über btn Snlrag .Wd)kr «arflen jur Zageiiorbnung uberjugrben. Staate fecretär v. Bötticher verliest eine Erklärung, worin er Ramcns der verbündeten Regierungen die Unterstellung deS Richter-Karsten scben Antrages jurürtonit, daß der BundcSratd Beschlüsse fassen könnte, welche bin Zweck versolgcn. die Rechte einzelner ^undiSstaaten zu verletzen und worin er gegen den Versuch, d e lttitswlteßungen beS BundeSratdS durch ein 'olcheS Vorgehen zu beeinflusten, Verwahrung ewlegt Der BundeSrath, seiner Eompetenzen und seiner Pflicht wohl bewußt, Kalt eS mit der Würbe ber von ihm vertretenen Regierungen nicht vereinbar, sich an den Verhandlungen eines Antrages, wie b-r Richier'sche, zu detdeil.gen. Der BundeSrath verlaßt darauf den Saal." (Sensation.) Der Adg. Richter vcrtdeidigt seinen Antrag Windtborst beantragt die Erwartung auSzusprcchen, daß bt'8 jum Abschluß der zwischen dem Reich und Hamburg über den Zollanschluß schwebenden Verhandlungen keine Veränderungen be- »üalich der »zollocreinSniedcrlage und dc4 Hauptzollamts zu Hamburg vorgenommen werden sollen. Wolmon vertheidigt den Ausseld'ichen Antrag. Die Debatte wird darauf bis tfrdtag^H ^a^fr hat zum Sonnabend eine Einladung zum Diner beim Fürsten Bismarck angenommen. - Graf Fehndorfs, Flügeladiutant deS Kaisers, ist zum General- L'aUmant^amttEb'n.^^ geflCnüb„ ba6 bie beuticbr R--»-rung ouigeforbert worben sei, in ber Wnesiscken jlngelegenbe:t bie ilermiltelung ju übernehmen Htbie Norbd Allg. Zig.' in ber Sage, ju erklären, baß von keiner.L-erte ber beuiichen Regierung em berartiger Antrag gemacht worben sei unb baß em Ivlcher Antrag ab- gelehnt worden wäre. ,
Berlin, 25. Mat. In hiesigen leitenden Sreisen macht; man fein ßebl daraus, daß man die Pariser Münzconferenz alS versebltes Unternebmen ansiiht; auch die Hoffnung, durch die Conserenz schätzbares Material für die weitere Gestaltung der Müuzgesetzgebung zu gewinnen, scheint nur in sehr de. schetdenem Maße erfüllt. ~ m ,
— Nachdem der Commijfionsbrricht über die UnfallversicherungS-Dorlage zur Feststellung gelangt ist und nach AuSweis deffelben die von den deutschen Unfallversicherungs-Gesellschaften an den Reichstag eingereichte Petition nur m wenig Punkten Derückfichtigung gefunden hat, ist jetzt von der Magdeburger Allgemeinen DerficherungS-Actien-Gesellschaft nachttäglich eine reue Eingabe erfolgt, welche an erster Stelle bittet: „Der hohe Reichstag wolle unter Äb« lehnung des vorgelegten Gesetzentwurfs die Reichsregierung auffordern, unter Zugrundelegung der oben aufgeführten Punkte in nächster Session ein erwei- tertes Hastpflichtgesetz zur Vorlage zu bringen", für den Fall jedoch, daß die


