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Donnerstag den 26. Mai
1881.
Kichener Mnzeiger
Anik'.gk- unb Imtöbltttt für bcn Kreis 6irü?n.
■ ■ ■■ ■ ■ —---------—— Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pi. mit vnngerlohn
Vureau r Sckulstraße B. 1H. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch bu Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pj.
Amtlicher I 6 e t t.
Betreffend: Die Aufsicht über do« Fafielvieh. , G.eß.n, am 2V. Mai )8dt
Das Grotzherzogliche Kreisamt (Sieben
an die Grofibcrjvglickcn Bürgermeistereien der nacbbenanntrn C*tte.
Di. BefichUgung der Gemeind. - Zach.stier, und .Zuchteber durch di. van dem laudwirlhfchaftlichen Bezirttvertin gewählte Lamm.,flau wird an
'°I«.^1)'İNtag den 30. Mai in Daubring.n, Mainzlar. Tr.i« d. Lda. »ll.ndorf a d. Lda, Staufenberg, Rutter«hau,enund Lollar.
21 Dienftaa bcu 31. Mai in Wteseck, Alten-Vuseck, Trohe. Rödgen, Großen-Buseck, Beuern. Be^rod, Winnerod und Re sktichen.
31 Mittwden 1 Juni in Gießen, Heuchelheim, «llendors a. d. Lahn, Großen-Linden. Lang-Göns, Leihgestern und ^ein-Lmden.
Hiei^ll^v^^ Bullen- und Eberhalter anweism, zur fraglichen Zeit zu Hause zu bleiben, und die Thiere der Commnsion bet deren Eintreffen vor- v tobten, auch sich selbst bereit halten, um etwa verlangt werdende Auskunft zu erthe-len.
" ' vr. B o e k m a n n.
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em 24. d. Mi«, in dahi.r rin »alb .rttlgdangai warten, dessen Dg.uihüm.r sich bi« j.tzi Nicht gemeldet ^'- D°« «aib mußle °ert-uft wetb.n. Derjenige welcher an den Erlös Anspruch erheben kann, wird aufgefordert, solchen binnen 3 Wochen von heute an bei uns geltend zu mach .
Gteßen, den 25. Mai 188t Großherzogllche Polizeiverwaltung Gießen.
FreseniuS. ______
Z)eutlchlaud.
Mainz, 23. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog befich tigten heute Bcrmlttag einen Theil der Festungswerke unserer Stadt. Auf dem Fort Zadlback wurden Se. Köni^l. Hoheit von den Herren Gouverneur v. Wovna, dm G'nerallieutenant und Eommandant v. Göben, Generalmajor Srüger, Major Eck rt und einer Reihe anderer höherer Ofsiciere empfangen. Der Gouverneur und Major Eckert hatten die Ebre, Sr. König!. Hoheit dem Großhkrzog über die neuen Besestigungen unserer Stadt ausführliche Mtttbei- lung'n zu macken. Auch der Briestaubln-Statiou Mainz machten heute Se. Kürugl. Hobelt der Großherzog einen Besuch.
— Se. König!. Hoheit der Großherrog mit Allerhöchster Familie werden am Samstag den 28. Mat wieder unsere Stadt veilaffen und sich nach Darm stadt ztrück begeben. Ais diesem Grunde werden Se. König!. Hoheit der Großherrog am Mittwoch hier die letzten Audienzen eriheilen.
Berlin. In mehreren norddeutschen Solbädern find Heilanstalten für scro phulöse Kinder der ärmeren PolkSklaffen eingerichtet, und zwar u. A. m Wtes- baden, Kreuznach, Nauheim, Oeynhausen u. s. w. Zur Unterstützung ber mit diesen Anstalten verfolgten mitten und im Gesu: dheits-Jntereffe wichtigen Zwecke wird auf Anordnung deS MinistirS der öffentlichen Arbeiten Versuchs- weise für die zu jenen Heilanstalten zugelaffenen armen Sinder und deren Begleiter für die Hin- und Rückreise noch und von cer Heilanstalt aus den unter Staatsverwaltung stehenden Etsenbahnstrecken die Beförderung in dritter Wagenklaffe zum Preise der MilitärbllletS (10 H pro 7,5 km) gestattet. Diese Vergünstigung tritt sofort in Kraft und hört mit dem 15. Lept. d. Is. auf. Die ermäßigten Fahrscheine werden gegen Vorzeigung der von einet der genannten Heilanstalten ausgestellten Ausnahmebescheinigung und emeS von der Orrspolizeibebörde des Heimathsorts ausgestellten ArmuthSzeugniffes verabfolgt. Für jedes Kind wird jedoch nur em Begleiter zu dem ermäßigten Fahrpreise zugelaffen.
Stettin, 22. Mai Gmem in der Provinz Pommern angeseffenen jüdi- schen R'trergutSbefitzer war auf Grund deS $ 104 deS Pommerschen Land- schastS'ReglementS die Theilnahme an den Sreisoersammlunzen, sowie die Aus- Übung seiner actiren und passiven Wahlberechtigung untersagt worden und der General-Landtag hatte die beantragte Aenderung diese- Paragraphen einstimmig abgelehnt, obwohl der landwirthschafttiche Minister schon früher in einem Re- script fein Mißfallen über einen gleichen ablehnenden Beschluß auSgedrückt und eine BPätizung anderer Beschlüsse an allerhöchster Stelle von der betr. ReglementSänderung abhängig gemacht hatte. Diese Angelegenhett hat jetzt ihre Erledigung gefunden. DaS hiesige Oberpräfidium hat vom landwirth- schastlichen Ministerium die Anweisung erhalten, das General-Landschafts. Directorium zur Aenderung jenes Paragraphen zu veranlaffen, da in demselben Widerspruch mit der Reichs- und LandeSverfaffung, nach welcher die Aus- Übung staatsbürgerlicher Rechte m Deutschland und in Preußen unabhängig von dem religiösen Bekenntniß ist, enthalten sei. DaS General-Landschafts' Directorium wird die Anweisung zur Ausführung bringen. Dadurch erledigt sich auch der vom Abzeordnetenhause in dieser Sache gefaßte Beschluß vom 30. März 1878. (Neue Stett. Ztg.)
Nelgien.
Brüfsel, 22. Mai. Durch ein im „Moniteur" veröffentlichtes königliches Decret wird es fortan gestattet, die gewöhnlichen Postfreimarken zu 2, 5 und 10 Cts. zu Einzahlungen bei den Sparkaffen zu verwenden. Letztere nehmen die von ihr unentgeltlich gelieferten Formulare, sobald dieselben mn Freimarken im Betrage bis zu 1 FrcS. beklebt find, in Zahlungsstatt; doch
kann eine und dieselbe Person auf diesem Wege monatlich nicht mehr alS 10 FrcS. einreichen. Die Verwendung der ZweicentS-Marken ist nur Schulkindern gestattet, denen dieselben von ihren Lehrern im Auftrage der Post ver- abreicht werden.
England.
Dublin, 23. Mai. Der Secretär der irffchen Agrarliga, Brennan, ist heute auf Grund des ZwangSgesetzeS und unter der Beschuldigung, zu gewaltthätigen Handlungen aufgereizt zu haben, verhaftet worden.
Spanien.
c>n der Verwaltung deS spanischen Schatzamt- hat man wieder neue B.hua«0«r1u*e entdeckt. Wi. btr „Time«' au« Madrid brricht-t wird, wur. d-n der Situldknverwaltunq S-b-tn- zur Sinlifunfl geboten btren Summen durch Hinzufügung mehrerer Z ffeistellea ganz erheblich gefälscht waren. Entdeckung führte zur Verhaftung mehrerer Per!°nen, unter denen sich mech Beamte dir Schuldenverwaltung, sowie bekannte BörsenmLnner befinden. 4jte Verhaftungen, welche so kur; nach der energischen Reform de? neuen Fenemz- Ministers erfolgten, haben begreiflicher Weese große« Aufsehen erregt. Le spanischen Blitter rühmen Camacho'« Entschlofienheit.
Türkei.
ftonflanttnoBel, 23. Mai. Die von den Botschaftern und den tür. kischen Telegirten sestaestell.e (Eonoenlion, sowie ihr militärischer Anhang wer- K,n nnt.rieidinuna Seiten« derlelben durch den hiesigen griechischen ®e* werden. Sodann erfolgt die Ratification der Abmachung Seiten- des ^ultanS und des Königs Georg, woraus die Operationen zur Occupatwn deS cedirter. G'biete- stattfinden.__
telegraphische Vepeschnt. eBolfre ttlepr.
Berlin 24. Mai- Ter Reickstag erklärte das Mandat Knapps durch seine .. rn,*, «‘in'rbmina nicht für erloschen und genehmigte in dntter Lesung den deutsch, dienstück Berord^ung n^wt mr ^dann die Beratung des Nachtragsetais. Tem &ne Änemann atamüber welcker die Ablehnung des für den Dolkswirthschasisroth
Noftens deanlrogte, hebt der LtaatSminister v Bötticher hervor, eS bandle Emienung des BolkswirthsLaftsratbs nicht darum, ein Parlament gegen au^iufpukn, sondern d-.c wirthlckattlichen Vorlagen für den Reichstag bQ? aut vorbereiten zu lassen, er habe als Präsident des preußischen 93olf§;
mttrbVck^fts^albs dessen schlicke objective Arbeit schätzen gelernt, der deutsche Volkswirth- werde ftd) in glercker Weise bewähren- Bei der sorttzesetzten Debatte, wobei und Staatsseeretär Bötticher für den deutschen Nolks^vnid^ckartsratb eintreten und die Äbgg. Löwe (Berlm) Braun (Glogau) und aeaen dens:lden sich aussprechen, wird der geforderte Posten einer be,anderen Commission^von" 14 Mitgliedern überwiesen und der Rest -des Nachttagsttats unverändert genehmigt. ^dct.§(m$cign.. publicirt einen königlichen Erlaß an den Eultus- miniftet wegen gmberurung einer außerordentlichen Spnobe ,ur Berathung der Kirchen- geme'nde- und Svnodalordnung für die evangelisch-reformerte Kirche der Provmz
Prag, 24. Mai. Nach einer Meldung der „fraget Zeitung' erhielt bet Statthalter in der vergangenen Nacht vom MinifferprLfidenten die Mit. thetlung, raß die Sro prinzesfin Stephanie wegen Ermüdung und llnwohlsetr« die Reise nach Prag vor mehreren Tagen nicht antreten könne.
Petersburg, 24. Mai. Auch der ReichSrath hat fern Votum für bi, Abschaffung der öffentlichen Vollstreckung ber Hinrichtungen abgegeben. — Da« Journal be St. Petersbourg" erklärt die von dem Pariser .^Jntran. | pgeant“ gebrachten Mittheilungen über die Jeffe Helfmaun auf das Enischte.


