Ausgabe 
22.3.1881
 
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1881

Dienstag bcn 22. März

Nr. «8

Erlchnnt täglich mit Ausnahme de» MsntagH.

Forr<ni: bchulstraße B. 18.

aus brr von C6ro^l)rr^oglid)rr Dbrr-ilrchnungskäminrr abßtfdjlollrnrn Rrchnung brr Rrriskälsr brs lirrifrs (ßirfjtn für 1S/9.

(Einnahme.

Jhibr.iVtr.

ÄM.

90

ivchr

Saffevotrath

lifnrtcr M".

30539 37

Summe der Einnahm

4558 34

Ausgabe.

er Vorstand

4558 34

Gebühren

Peihülfea

Zusammen rote

Gieße«, am 31. Mai 1880.

40

Summe der Au-gäbe »rb456 v6

nnt-g^'^-r.

Besoldungen Diäten und

18.

20.

90 30 "7

1 1 95

1.

3.

§

11

137

380 5

9247 8048

28 1593 4962

185

8 501 880

99 M 01 M 54

94

18

4696

380

5

§

76

69

70

09

62

70

14572

22 5213 1656

iS 1404 6857

769

Der Sreiskafferechner: Grüneberg.

Beiträge der Gemeinden und Gemarkungen . . Strafen Sapitalzinsen Ersetzte SreiSuntrrstützungen

a) baar

b) llquidtrte Ausstände . .

c) Vorlagen.....

g.

en, verbunden chml Cuiger nuTtiam mche. aWm Jüm geben und alte, lnterrichl gra* rmaThe Silber 'tljtnen ßorantü»

Tauer all nur von mehr sondern aber durch den 'n Jahre alle«

Botenlohn und Verkündigung-kosten . . . Für Bureaubedürsniffe und Geräthschasten Steil ui ter stützungen........

Für den Lese.ttkrl der Lehrer Conferenzen .

Für Formularien und Buchbinderkosten Zuschuß in andere Sassen Beihülfen an Angehörige der Reserve . . Uneinbringliche AuSstände......

a) baar

b) liquidirte Ausstände . . .

c) Vorlagen

LL dem Zond |ur Gewährung von an Reservisten

Preis vierteljährlich 2 vlart 20 Ps. mit Vringerlc'

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 5U P'.

je unstrer ch benjelbtn da tvterbalbj'hri n bis Abends ttiN ligen, um lergnügen. 3f> *lten werte n WW »iA

Zum 22. Mar; 1881.

SaiserS GeburtSrag! Hell und freudig leuchten die Äugen der Jugend, stolz hebt sich die Brust deutscher Männer und Frauen, allübrrall tönt hob die Sunde, dringt laut an geroechler Stelle und still in den Herzen der Dank dafür empor, daß der Allmächtige den greisen Saiser unS erhalten, ver- tinl mit dem innigen Gebete, daß Gott ihm noch lange Jahre schenken möge v.m He le des deutschen Volkes. Tie Nation fühlt die Gnade deS Höchsten i« dem mit Frische und Rüstigkeit arsgistatteren hohen Alter ihres Saisers unb steht darin bte Erfüllung idrer Segenswünsche für das Cberbaupl des Deiches. So ist der Geburtstag Wtlbelms von Deutschland für uns zu einem ernsten Feiertage geworden, und wabrltch! wir haben Ursache und Pflicht, ben hehren Führer der Nation zu feiern, dessen Ringen und Sämp^en auf blutiger Wahlstatt wir die Einigung und Vergrößerung des deutschen Baler- landes. dessen Mühen und Arbeiten wir die starke Leitung des neu erstandenen Reiche-, bie Erhaltung de- Frieden- und die freie Bahn zum Wohlstände und Glücke der Ration verdanken!

3a, frei liegt diese Bahn vor unS, und trotz der Klagen über schlechte Griten, trotz aller Ungunst roirthschastlicher Verhältnisse, trotz des Gezänkes ber Parteien, der Femde de- Reche- und dunkler kulturserndlicher Gewalten - innerhalb und außerhalb btr Grenzen torfitra wir auf unjerem Wege oer mit SBertrauen auf bte Zukunft, in ber Hoffnung, baß wir bneinf» bei rebltchfr Arbeit und treuer Erfüllung unserer nationalen Pflichten unsere bltlt

Preußen zum »rocher de bronce, so ist ba« Saiserthurn diese« Hause« bem beutschin Reiche ein eherner Fel« geworden.

In dem Vertrauen auf eine bestere Zukunft geht un- der greise Saiser voran mit frommer Zuverficht, fest und unentwegt, eine Leuchte seinem Volke in der Stunde der Roth und Gefahr, eine Trostgestalt in den Tagen, von denen e« h.ißt, fle gefallen un« nicht. Msgen die Irrwische tanzen mb bte Unken rufen, die Raben flattern nicht mehr um ben LpffhLuser; mSgen bie Zeloten schmähen und die falschen Propheten geifern, wir bl'cken empor zum ruhigen müden «ntliß unsere« Saiser«.VorwLrt« mit Gott für Saiser unb Vaterland !* Da« ist und bleibt bie Parole! Zum allmächtigen Lenker dir Geschicke aber flihtu wir empor, daß er bem beutschen Lande und Volke noch lange, lange Zeit seinen Saiser Wilhelm erhalten msge in ungeschwätter Frische, Sraft und Gelurbdeit^

Deutschland.

Darmstadt, 18. Mär,. Seine Sänigliche Hoheit der Droßherzag. Seine Stoßberzogliche Hoheit der Prin, aiejinber unb Seine Durchlaucht ber Prin, Heinrich von Battenberg find, im Befolge den Hofmarfchall Oberst ». Westerweller, den Flügeladjutanten Major v. Herff unb ben persönlichen Adjutanten Cberfilieutenat t Frhrn. v. Sctlmann, heute Vormittags nach St. Petersburg abzereist. Sie werben bort am Sonntag Äbenb eintreffep.

Die Aubienien unb Vorträge cesfirtn bi« zur Rückkunft Seiner Sönig. lieben Hoheit.

Seine Sänigliche Hoheit der Großherzog empfingen gestern Dormit. tag die beiden Präfidenten unb bie Secret Ire ber ersten unb ber zweiten Kammer ber Loadstänbe.

Unterm 11. b. MtS. hat bas Großherzogliche Oberconfistorium fol» gendes Su«schreiben an bie eoangelischen Pfarrämter bes Großherzozthum« erlafien^ach (romn.j(I Sitte habtn des Großherzogs Sönigliche Hoheit aus ben Sonntag Palmarum bie Feier eines allgtmeintn Buß. und Bettags angeordnet und nachfolgende Bestellen zu Texten für diesen Tag ousgewähli: Für den Vormittag: Psalm 51, 12. 13. schaffe in mir, Sott, ein reine« Herz unb gib mir einen neuen gew ffen Geist; oerrirf mich nicht rot Deinem Lnaefichte unb nimm Deinen heiligen Geist nicht oon mir. Für ben Nach- mittaa °<ob. 16, 37. Alle«, was mir mein Vater gibt, daS kommt zu mir, unb wer zu mir kommt, ben werde ich nicht hinausstoßen. Am Sonntag cor

~2. 3.

24

H.

26.

M.

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33.

6.

7.

8.

Zurückzuempfangende Kapitalien.....

au- vorhergehenden Jahren . .

und dieser besteht

a) in baarem Vorrath . .

b) liquirtrten Au-ständen

c) Vorlagen ....

Bi *5* ff Ä- * H'r( l <T)otninr t unter*6»'0 jt ®ilc

3utlb babi«« ur-se"

ttl 7

zweigles*?nJ^ 5000 COW*- LZ8 W1"?' ii W

Abschluß.

Gesammtsumme der Einnahme 30539 37

Gesammtsumme der Ausgabe 25456 96

Verglichen bleibt Ueberschuß 5082 41

524 07

oben 5082 41

Prozeßkosten.............

9. Zurückzuempsangerde Bethülfen von Reservisten . .

chießener ^lnzeiger

Aiiicige- unb Amtsblatt für ben Kreis Kieken.

adjmittaa« 3 übt nge,»i*

ihre W "j oeiung d" 81*

Zusammen roie oben 5082 41

Davon gehören an:

1. der KreisKaffe

vall und ganz erreichen werden.

Wohl stimmt die allgemeine Lage wenig zu lautem yeftiubel. Wie iMwer man über die Ursachen denke, Tatsache ist, daß mancherlei Verbitterung herrscht und durch unsere neueste politische Entwickelung gar viele von Len- enigen, welche an dem Aufbau und Ausbau unseres nationalen LtaatswesevS van Anfang an mit Herz und Hand mitgearbeitet haben, keineswegs beirtedigt invd. Wie die Dinge heute liegen, find viele Männer darauf gefaßt, da- Er- rumgene in hartem politischem Kampfe verthe.digen zu muffen. Aber das soll ll'iid farn uns kein Grund sein, an dem Feste unsere- verehrten Saisers minder mmdtgen Antheil zu nehmen! Im Gegentheil, wenn irgend etwas uns eine trostreiche Bürgschaft sein kann für unsere nationale Zukunft, so ist es die emmüthige Festfreude, welche am Geburtsseste deS Saisers ganz Deutschland Ms bßtwegt. Empfinden wir doch hier auf's Neue, und stärker al- je, daß cS tn uiilserem jungen nationalen StaatSwesen einen festen Punkt giebt, vor welchem d-ie Wogen des Parteikampfes zurückweichen. Wie das Sönigthum Hohenzollern

Revidtrt, ohne daß sich für vorstehenden Abschluß eine Aeneerung ergeben hat.

Darmstadt, den 9. März 1881. Großherzogliche Ober-Rechmmgskammer.

I- 93* b. P.

Heß, Geh. Ober-RechnungSrath.

Beckenhaub.

'in «tmäßbeil bt« Art. 43 ber frretforbnunfl wirb ber oorstehenbe AuSzug zur äffentlichen Senntniß gebracht-

' Ließen am 18. Mär, 1881. Der Vorfitzenbe be« Sreisaulschufie« bt« Stetse« Gießen.

Dr. ©oefmann.