nmet zu »n.
^Laufeld.
*«5S? tzch t I;ai*f8to 1*8$. Ü AM«' Wh«,.
SÄ ^llchkriitn, p
^nhossttatz^ V Zimmer jll UtopIoMg. ltr Keller jU
Inverzagt, °eumcidUU ±. Weber. ~ ödne ^oglS fo>
Seltertzwea.
in vkrmichm. gaffe A. 87.
leigen.
>tr Mann zum ang fl(fud)t.
im 3. etod gesucht, tuen Artikel, ler, Buch- nb noch eine verkaufe» latzeTtUtsch' r achchellt. n besöibcrn paasenftei» a.M. 6103 ener ©rannt i 15. Oktober die Expedition
' (6112 Markfeb'in. ute WnuRj geben. (6120 Arbeiter kann luftrtt D. 93. ~ätb. e. stuJ' JBI- i« Tchmntt jjtrA dn der
imtTM'unb rtzkunil athalt ^Alicensttoxe ließen. lb.)
September.
oii
■ in 8 SMm »raun- - Lraois-
)ic,W
ak§-
;etflOlbet !#
t
rK: .'8*5 WsMM
2» ,j,"6
16 Lfi
16 11,(6 ü bl
4
2k- 16 M tfi i?rt
Nr. 219. Mittwoch den 21. September 1881.
(.Siebener Anzeiger
Anreize- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
„ , ,. , __ . _ . , , Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlohn.
ernte* i Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit «uSnahme des Montag». Durch die Post bezogen vierteljährlich t Mark 50 Pf.
Algier, Tunis, Tripolis, Ägypten.
Die Unruhen Im afrikanischen Orient |ehernen in einem inneren Zusammenhänge zu stehen. Die Zuckungen der absterbenden eurovätscheu Türkei führen zu Reaktionen in den Gliedern dieses Reiches In anderen Erdlheilen. Die allgemeine Erhebung der Araber gegen die Fremdlinge läßt sich nur durch den „Glaubenskrieg" erklären, und selbst die Milttärrevvite in Kairo weist auf türkische Einmischung hin. Ist die- der Fall, dann haben die bethei* ltgten europäischen Mächte eine harte Nuß zu knacken. In erster Linie ist Frankreich stark engagirt.
In Algier ist die Lage höchst schwierig, urd der Gouverneur Grevv hält eS für das Klügste, seine Würde niederzulegen. Die Grenzstämme sind in vollem Aufstande und die muhamedanischen Hinterlande senden erheblichen Guccurs. Eine Looperation der aufständischen Tunesrn mit den algerischen Stämmen ist bereits nachweisbar, und wie tu mer bet allgemeinen Aufstäiden der Araber, fehlt es nicht an gesch ckten Führern. Die Franzosen befinden sich, weil sie in geringer Zahl sich zu weit in da- Innere des Lande- vorge* wagt haben, an einzelnen Orten in verzweifelter Pofition, eingeschloflen und von Zufuhren abgeschnitten. Die Araber vermeiden die offene Feldschlacht, überfallen aber alle kleineren Detachement-; eine Art aufreibender Guerilla* seldzug, bet dem der französische „61ana keinen Zweck hat, ermüdet und schwächt die französischen Truppen. Die Republik »st daher genöthigt, so bedeutende Verstärkungen abzusenden, daß die Kosten des Feldzuges in keinem Verhältniß zum Gewinn deS endlichen Siege- stehen, der überhaupt, wenn nicht fraglich, so doch erst in Jahren in Aussicht steht.
In Tripoli- herrscht bereit- ebenfalls große Gährung gegen die Aus lävder, so daß eS kaum überraschen dürfte, wenn Italien zum Schutze seiner Angehörigen kriegerische Maßnahmen treffen würde. Um die Verlegenheiten für Frankreich voll zu machen, brach bie Revolte in Egypten aus. Es lag nahe, daran zu denken, daß England dabei die Rolle des Jntriguanten über* rommen habe, um die concurrtrende Schutzmacht Frankreich am Nil au- dem Sattel zu heben; obwohl die Angelegenheit nicht klar liegt, ist es doch wahr* schetnlicher, daß die Türkei die Hand im Spiele hat, welche bereit- von JSmail Pascha eine größere Botmäßigkeit verlangte und nur durch England und Frankreich gezwungen wurde, die lästigen Unabhängigkcits Bestimmungen, welche diese Mächte befürworteten, damit sie mit ihrer Ftnanzwnthschast freie Hand bekamen, zu genehmigen.
Frankreich beabsichtigt in Tunis die Absetzung de- Bey, an deffen Stelle Salb Bey, der jüngere Bruder de- B'y's, treten soll, der mehr Anhänglichkeit zeige al- Alt Bey. In Tunis und Algier stark engagirt, ist die französische Republik natürlich nicht gineigt, auch noch an einer englisch-französischen Occu- pativn in Egypten, oder später vielleicht gar noch an einer italienisch-französischen Besetzung von Tripoli» Th-il zu nehmen. Eine Pacificattvn von ganz Rordasrika dürfte bedeutende europäische Truppenmcffen erfordern, und in Frankreich erinnert man sich roch zu rechter Zeit des traurigen Ausganges der mexikanischen Expedition. Endlich sind auch die Verhältnisse in Fez und Marokko, voselbst Spanien zwar ein Protektorat aueüben möchte, beunruhigend, und für die Republik, welche in Senegambien Colonial-Intereffen bat, fängt der Coi flict mit spanischen, ltalienischen, englischen und türkischen Jn- tereffen, der „in Aussicht" ist, an, beängstigend zu werden.
Deutschland.
Darmstadt, 19. Septbr. Se. Königs. Hoheit der Großherzoz haben Allergnädigst geruht:
Am 9. Septbr. den ordentlichen Prcfeffor in der juristischen Fakultät der Landes-Universität, Dr. Lothar Seufsert, aus sein Nachsuchen von seiner Dienststelle mit Wirkung vorn 1. October d. IS. an zu entlüften.
Darmstadt, 17. Septbr. TaS heute ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 20 enthält: Edict, die Einberufung des XXIV. Land- tags betreffend.
Friedberg, 16. Septbr. Der „Post" wird geschrieben: Don Seiten der gemäßigten Parteien wird gegenüber dem seitherigen Vertreter unfere» Wahlkreises, Abg. Schröder (Secesfionist), Justizrath Dr. Gtyger von Affen- heim als Reichtags'Eandidat aufgestellt. Justizrath Geyger steht etwa auf dem Standpunkt der deutschen Reichepartei.
Berlin, 18. Septbr. Die „Tribüne" bringt heute einen langen Brief au8 Petersburg, „den sie selbst als von wohlunterrichteter Seite geschrieben" bezeichnet. In der That soll der Verfasser oder die Verfafferin in einem Palais wohnen, und wenn der Bries keine Mystifikation ist, so kann er nur au- hohen Kreisen herrühren, denn er giebt die genaueste Auskunft über den Gang, den die Ansichten des Kaisers Alexander HL genommen haben. Wir begnügen unS, ein kleines Bruchstück dieser Correspondenz anzuführen:
Da kam urplötzlich jene furchtbare Katastrophe vom 13. Mär;; der Thronfolger war Czar und sah sich schaudernd an der Bahre des VaterS, mit dem er so vielen Zwiespalt gehabt, deffen Freunde die seinen hätten fein können, wenn er nur gewollt hätte. Die nächsten Stunden sollen entsetzlich gewesen fein für ihn, der in seiner Verzweiflung nur dumpfe Worte murmelte und nicht einmal den Trost der Gemahlin annahm. Wieder ging eine Wand- llung in ihm vor, die Nachrichten vom deutschen Hofe bewirkten sie. Lange
betrachtete er stumm den Mantel und Degen deS Vaters und dann daS Bild deS deutschen Kaisers, der in so herzlichen Worten ihm Trost gesprochen. Was dem tobten gehörte, feine Gegenstände, wie feine Freunde, wie war eS ihm jetzt theuer! Am Abend hatte er sich soweit gefaßt, daß er ein lange- Handschreiben verfassen konnte an seinen Groß-Oheim in Berlin, auf welche- dann bald die überraschenden officiellen Erlaffe folgten. Man bemerkte deutlich, daß ihn da- Vergangene reute, und wiederholt ließ sich an- seinen Aeußerungen entnehmen, daß ihm die Freundschaft mit Deutschland al- eine unverbrüchliche, heilige Tradition gelte 1
Berlin, 18. Septbr. Die Angehörigen deS Blech- und Metallarbeiter- Gewerbe- in Deutschland haben sich zusammengethan und in einer von der Redaction der „Illustrirten Zeitung" für Blech-Industrie und der Zeitschrift für Metall-Jndustrie zu Stuttgart veröffentlichten Petition den Reichskanzler um Hülse gebeten gegen die in großer Anzahl hausirenden „Slovaken" oder „Rastlbinder", „welche sich schon nicht mehr darauf beschränkten, mit Weißblech-, Eisenblech- und Zinkblechwaaren aller Art landein* und -aus zu ziehen, sondern bereit- anfinzen, an Bauarbeiten sich zu betheiligen und mit Schnittwaren zu hausiren." Die „Post", der wir diese Nachricht entnehmen, fügt hinzu: „Der Herr Reichskanzler, welcher den Schutz der nationalen Arbeit auf feinen Schild geschrieben hat, wird eS auch in dieser Hinsicht an seiner Mithülfe gewiß nicht fehlen laffen. Wie wir vernehmen, hat derselbe sich wegen der Eingang- erwähnten Petition mit den Bundesregierungen bereits in's Benehmen geatzt."
Frankfurt a. M., 18. September. Der König von Schweden ist mit den Prinzen OSkar und (hißen und großem Gefolge heute Abend 93/< Ubr hier angekommen und hat im Russischen Hof sein Absteigequartier genommen Am Bahnhöfe wurde der König von dem bereits hier weilenden Kronprinzen, sowie dem Prinzen Earl von Schweden, dem schwedischen Consul Baron Erlaoger und den Spitzen der Staatß- bebSrden impfangen. Die Weiterreise der aesammten schwedischen KönigSfamilie nach Karlsruhe ist aus morgen Vormittag 1U Uhr festgesetzt.
AuS Sachsen, 18. Septbr. Jetzt liegt nun auch ein Votum der Numismatiker gegen die Doppelwährung vor. Der in Dresden abgehaltene Münzforscher.Congreß hat folgende Abänderungen der deutschen Münzordnung alS wünschenSwerth bezeichnet: Einziehung deS goldenen Fünfmarkftücks und deS ZwanzigpfennigerS wegen ihrer Kleinheit, übereinstimmendes Gepräge deS Markstücks mit dem des Zwei- und FünfmarkstückS, Ersetzung deS Reichsadler- auf den Scheidemünzen von 50 Pfennigen abwärts durch eine ReichSkrone und Beseitigung der Verdoppelung des Münzbuchstabens; als nothwendig die Ersetzung deS jetzigin zu großen Zehnpfenniger- durch einen neuen in Größe eines FünfpfennigerS, sowie die Herstellung eine- Fünfpfennigers von Kupfer und Bronze in der Größe deS ftüheren Dreiers. Auf Grund der Ersahrun- gen, welche die Geschichte deS Geldes in mehreren Jahrhunderten an die Hand giebt, warnt der Congreß auf das Bestimmteste davor, durch eine neben der GoldauSmünzung auSzuführende Prägung sogenannter gleichwerthiger S'lber- münzen zur Doppelwährung überzugehen, da immer nur das eine der beiden Metalle Wertbmeffer sein könne, während da- andere Waare bleibe. Man beschloß, die Resolution mit ausführlicher Motivirung dem Reichskanzler zu übermitteln und ihm den Wunsch auszusprechen, daß für die neu auszuprägen- den Münzen ein Concurrenz-AuSschreiben an die Künstler erlaften werde. (Osts-Z)
Karlsruhe, Iß. September Ihre Majestät die Kaiserin traf heute Wodimtttag um 5*/t Ubr von Baden-Baden hier ein, stieg, um dem großen Menschenaewühle am Hauptdahnbofe auSzuweichen, am Müblburqertbore auS und fuhr durch den Schloß- park zum Schloß. — Nachmittags um 514 Ubr kamen der Großfürst Michael mit der Großfürstin Olga und dem Großfürsten Michael Michailowitsch an. — Um 3>/t Uhr fand Empfang der hier beglaubigten und der außerordentlichen Gesandten statt, um 5 Ubr Galataiel für das diplomatische CorpS. — Im Laufe des Nachmittags machte Se. Majestät eine Fabrt durch die auf das Festlichste und Reichste geschmückten Straßen der Stadt, überall mit enthusiastischen Zurufen begrüßt. Abends 7 Uhr brachte der badische Sängerbund unter außerordentlich zahlreicher Betbeiligung der Bevölkerung ein Fackelständchen. Im Theater fand Festvorstellung statt, bei welcher ein Festspiel von Putlih, dem das Prädikat „Excellenz" verliehen worden ist, zur Aufführung gelangte. — Die anläßlich der Hoffestlichkeiten verliehenen Ordensauszeichnungen werden heute amtlich publicirt.
3tafien.
Rom, 18. Septbr. Herr v. Schlözer ist heute nach Berlin abzeretst.
Amerika.
Washington, 18. Septbr. Die heutige amtliche Depesche über das Befinden dis Präfidenten sagt: In den Kräften deS Präsidenten ist kein Zuwachs eingetreten, auch ist keinerlei Anzeichen einer Defferung vorhanden. DaS Befinden deffelben dürfte jetzt wieder ein ernsteres und kritischeres fein, alS zu irgend einer Zeit vorher.
LongrBrauch, 18. Septbr. Der Präsident ist zwar sehr schwach, hat aber den Tag doch ruhig zugebracht. Puls 102, Temperatur 98,04.
— Der Präsident hatte kurz nach Ausgabe des Abend-Bulletin- abermals einen 9 bis 10 Minuten dauernden Fieberschauer, jedoch weniger heftig al5 gestern. Der Puls erreichte einmal 134, fiel spät« aber wieder auf 120.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'- telegr Correspondenz-Bureau.
Kiel, 19. September. Tie „Kieler &itung* veröffentlicht folgendes Allerhöchste Schreiben an den Oberpräsidenten Steinmann: „Es ist Mir eine besondere Freude


