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da die Regierung flch bereit erklärt habe, eirizuschreüen, über dm Antrag Lut- hardt's zur Tagesordnung übergehe.

Baden-Baden, 16. November. Drr Großherzog war von heute früh brS zum Abend fieberfrei- Das Befinden tm Uebügen rft unverändert.

Essen, 16. November. DieEssener 3^ * ist ermächtigt, cas von einigen Zeitungen verbreitete Gerücht von eurer Umwandlung veS Kruppschen EtabliffementS tn eine Acrieu-Gejellschaft für abfoiru unbegründet und erfun­den zu erklären.

Offenbach, 16. Novbr. Der tn den Wahlkreisen Offenbach-Dieburg und Mainz gewählte Retchslags'Abgeordnete Llebknechr hat das Mandat für ersteren Wahlkreis angenommen.

Pari-, 16. November. Gerüchtweise verlautet, daß Challemel-Lacour -um Botschafter in Berlin, L6on Renault für Petersburg und Duchatei für London ernannt seien. DaS PanzerschiffDevastation", welches derm Aus­laufen aus dem Hasen von Lorrent auf oen Grund gerieth, ist wieder flott geworden und tn den Hasen zurückgrkehrt.

Konstantinopel, 15. Novbr. In Folge der Gerüchte, daß Rußland die Regelung der Kriegsentschädigung durch eine terrttorljche Compensatio« verlange, gab der russische Botschafter v. Nowikoff oen Botschaftern der Mächte entgegengesetzte Versicherungen. Der deutsche DampferVulkan" geht heute ab: das Prtnctp, daß die Pforte kein Recht habe, durchgehende Maaren zu untersuchen, tst gewahrt worden.

Kairo, 16. November. Lord Granville hat unter dem 4. ds. eine Depesche an den englischen Generalconsul Lord Malet gerichtet, tn welcher er erklärt, daß der etnztge Zweck der Politik Englands der sei, die Wohlfahrt Egyptens und den vollen Genuß der Ihm durch die kaiserlichen Fermans be­willigten Freiheit zu sichern. Granville weist ferner auf die Nothwendi^keit von Reformen hin und spricht sich rühmend über die von dem Shells gemach­ten Anstrengungen aus, diese Reformen zu vollenden. Daö Band, welches Egypten und die Türket verbinde, biete dte beste Garantie gegen jede Inter­vention einer auswärtigen Macht. England habe immer gesucht, oteS Brnd ausrechtzuerhalten und glaube, Frankreich werde auch fernerhin dieselbe Ansicht thellen. Es sei für beide Länder, wenn sie tm Emverständntß handelten, leicht gewesen, dte Befferung der poltttschen und finanziellen Lage Egyptens zu unter­stützen, jeder Plan einer Vergrößerung von ver einen oder anderen Sei.e Würde dies Einvernehmen zerstören.

Jeder ist ein Kapitalist.

In verschiedenen Sprichwörtern bringt der Volksmund die allgemein ver­breiteten Ansichten zum korrekten Ausdruck, daß des Lebens Güter doch recht ungleich und darum ungerecht ausgetheilt worden seien. Nicht immer geht der Einzelne so wert, daß er sich im Besitz des großen Looses oder an Stelle des üppiglebenden Millionärs gesetzt zu sehen wünscht, er würde vielmehr mit einer bescheidenen Existenz zufrieden sein. Da ihm auch diese nicht beschteden ist oder unerreichbar scheint, so hadert er mit seinem Geschick oder denkt still resignirt: Es gibt nun einmal Menschen dte nichts haben sollen und ich bin einer von den Millionen Armen, wie es deren zu allen Zeilen gegeben hat

Gewiß ist dte Berechtigung dieses Gedankens nicht von der Hand zu weisen, da sem thatsächlicher Untergrund jeden Augenblick demjenigen sich offenbart, welcher m dw Wohnstätten der Armen seinen Blick richtet. Aber wie cs mit so vielen Begriffen geht, so auch mit dem Begriff der Armuth, des Besitzmangels, der Entbehrung; er ist ein relativer oder abhängiger, abhäiigrg von und verschieden auszufassen in verschiedenen Zetten, Orten, Verhältnissen und Umständen, unter verschiedenen Völkern u- f. w Haben sich mcht unsere Bedürfnisse mit der gesteigerten Cultur an Zahl und Beschaffen. Heck tn einer Weise vermehrt, daß viel eher als sonst der Einzelne sich dem Mangel und dem nothwendigen Verzicht eines unentbehrlich gewordenen Existenzmiltels aeam- übergestellt sieht? u ö

Mag man sich über die ungleiche Vertheilung des Kapitals im Einzelnen, über das erfolglose Ankampfen des kleinen gegen den großen Besitz beklagen, über das un­gerechte Maß, mit welchem die Früchte der Arbeit zwischen deren Theilnchmern und -Kapitalisten bemessen werden, so kann doch Keiner sagen, daß er überhaupt, also auch als Glied eines ganzen Volkes und der ganzen Menschheit ganz besitzlos und absolut arm sei. Vielmehr hat auch er mit allen seinen Zeitgenossen gemeinsam ein Erbe an- getteten. das ihm nie vorenthalten und ihm nur durch seine eigene Schuld verkürzt webden kann. Aus mühsamen Anfängen hat sich uttser Geschlecht emporgearbeitet - wir sehen Millionen fleißiger Hände neben und nach einander emsig am Werke. Da häuft man täglich an Nahrung, Kleidung und Geräth Vorräthe auf, schafft Wohnungen und Werkzeug zu allerlei Gebrauch macht Land urbar. Ströme schiffbar, baut Kanäle Straßen und Eisenbahnen u. s. w. Alle diese Sachgüter bleiben dem zukünftigen Geschlechte, wie dem gegenwärtigen die von einem früheren erworbenen Dinge und Werthe. Aber außer diesem materiellen Vortheile sammelt sich doch auch ein Fond von Gedanken und Erfahrungen, der nicht durch die Ausnutzung abnimmt sondern gerade dadurch immer mehr erhöht wird. Aus ihm entwickeln sich allmählich die großen gemeingültigen Wahrheiten und Entdeckungen, das geistige Gesammtkapital zu dem materiellen. Auf diese Weise vermag der Einzelne eine Wirksamkeit auf mehrere nachfolgende Geschlechter zu üben und die Früchte des Denkens und ThunS von den Besten des Volkes, sie häufen sich von Jahrhundert zu Jahrhundert und werden so zu dem immer großer wachsenden Erbe der Nation, in welches alle Nachkommen mit ihrer Geburt eintreten Und was ilt doch alles aus grauer Vorzeit her auf uns ge- ben?n roiL nicht Alles wieder für unsere Nachkommen hinzu- ^fügen! Welche ungeheuren Kapitale sind m allen civilisirten Ländern angelegt in Straßen und Transportmitteln, in Landkulturen und Pflanzungen, in Werken und Werkzeugen friedlicher Arbeit oder kriegerischer Vertheidlgung; der Vererbung der ganzen Summe von Denken und Sinnen unserer Vorfahren haben wir es zu danken b n6ftkillen der uns umgebenden Naiurkräfte geworden sind, die rmst dem Menschen nur feindliche Dämonen zu sein schienen. Immer näher kommt der Mensch der Nnizeit dem Ziele, die Arbeit frei zu machen, indem er auf die eisernen Sclaven der Maschinen die Arbeit abwälzt, welche in den frübenen Zeiten seine Vor- Mnn m.t aller Anstrengung ihrer Muskelkraft zu Stande brachten. An allen diesen Errungenscha ten welche nur durch die Arbe.t fixerer Geschlechter möglich geworden sind, haben Alle Reiche wK Arme gleichen Antheil. Und wenn auch in vielen Fällen es In mCnhn*akrta b.s Einzelnen den Uebrigen nichts hülfe,

so ist doch das Anwachsen des Gesammtkapitals an B ldung und Gesittung, deren Hauch wir von Jugend auf ewathmen und deren Stempel uns aufaedrückt iff ein @eflen für nnS Alle. So kann al'o genau genommen Niemand sageE er se abso üt ^sitzlos geboren, das Schick,al bade feinen Schooß leer gelassen. Es gibt ein großes Gesammtkapital der ganzen Nation, an dessen materiellen und ideellen Vortbeilen jeder Einzelne gleichen Antheil haben kann; wie groß der auf ihn entfall^de Tbeil des großen Erbes sein wird, das wird auf die Thatkraft, U ei eiw Änb^ Einzelnen ankommen. Cz

Lokales.

Gießen, 17. November. Die Sitzungen beß Schwurgerichts für daß IV. Quartal beginnen cm 12. December unter dem Dorsitz des Herrn Landgertchtsralh Wiener.

Nachstehende Schauergeschichte theilen wir unter allem Vorbehalt bezüglich deren Richtigkeit mit. In einem Dorfe bei Nidda soll tn einer Schmiede der Lehrling eine Arbeit verdorben haben. Der Meister, hierüber erbost, soll dem Jungen eines glühendes Stück Eisen in den Leid gerannt haben, in Folge dessen Letzterer gestern bereits gestorben ist.

, Dor einigen Tagen fand ein hiesiger Jäger im Wa de einen Menschenschädel mit

einem tod) in dem Hintertheil desselben. Das Haar war noch vollständig erhalten. Ob hier ein Verbrechen oder Selbstmord vorltegt, wird wohl sehr schwer zu constattren sein.

Verwischtes.

-Oon oei Ahr, 13. November, wird der Bonner Zeitung geschrieben: Auf Wunsch des die Desinficirungsarbeiten an der Landeskrone im Auftrage der königlichen Regierung leitenden Garttn Jnipectors Herrn Ritter ist eine große Quanttiät des vor einigen Tagen in Bonn angekommenen ersten deutschen Petroleums zur Bekämpfung d«r Reblaus hierher gesandt worden. Die Anzahl der mit der Desinficirung beschäftigten Arbeiter belauft sich zur »len auf 388 Mann.

Die diesjährige Hubertusjagd am 3. d. Mts. sollte einem Nimrod in Hagen eine seltene Beute liefern. In einem von Jagern vielbesuchten Garten des Goldbergs wurde vo - einem Freunde des Watdwerks Tags vorher mit Hülfe erdfarbener Blätter unter einem Kohl, strunke ein Hase mit zurückgeschlagenen Löffeln nachgeahml und nicht lange sollte es dauer«, so erscheint auch der Jäger. Mir geübtem Auge unfern Lampeim Pott" sitzen feben, das Gewehr an die Backe richten und losdrücken ist das Werk eines Augenblicks und siehe da, nachdem die Blätter fortgewirbelt sind, hat er mit sicherem Schüsse einen alten Holzschuh' zu Tode gefördert.

[Sin neues Fahrzeugs. Stn Bauernknecht in Ullensvang (Norwegen), Ola Sam- sonsön Mibnaß, hat, schreibt basSöndre Bergenh. Bolksbl.", in diesem Herbst ein Fahrzeug auf See gesetzt, von welchem behauptet wird, daß es sich ohne Anwendung von Handkrafi. Segel oder Dampf fortbewegt. Das Fahrzeug, welches in aller Stelle, und fast ohne Be - 'hülfe irgend eines Anderen gebaut worben ist, hat das Aussehen einer kleinen Schaluppe; du äußere Form des Schiffes ist durchaus nicht auffällig, aber desto eigenthümlicher muß wobl das Innere desselben sein. Es ist schon seit längerer Zeit durch Luken und Schlösser jeder Neugierde vorgebeugt worden, wrßhalb nur der Meister selbst und vielleicht noch ein einzelnes Individuum mit der inneren Einrichtung des Schiffes vertraut ist. Man hat über die Sache gespottet und ungläubig mit dem Kops geschüttelt, aber der Betreffende hat sich nickt irre mack>n lassen und setzte unverdrossen seine Arbeit fort, liebet diese geheimnißvolle Erfindung berichtet ferner dieBergenspost":Gegenwärtig li gt hier im Hafen (Bergen) ein kleines Fahrzeug, welches hier aus Harbanger angekommen tst. Die Triebkraft dieses Fahrzeuges ist eine Uydrauliche Maschine, welche der junge Harbanger Bauer selbst construtrt und theiis m Bergen, theiis In Stafanger hat unfertigen lassen. Die Zusammensetzung der Maschine ist ein G beimniß, aber in ihren Hauptzügen soll sie darin bestehen, daß sie die Wassersäule, welckc die Schwere des Fahrzeuges durch ein im Boden desselben angebrachtes Loch erzeugt, benutzt. Derselbe junge Mann soll schon als Knabe eine Dampfmaschine angefertigt und eine Himer- ladungskanone nach einem bisher unbekannten System konstruirt haben.

Drei hübsche ebenho'z-schwarze Mohrenknaben erregen in Berlin jetzt vielfache Auf­merksamkeit. Die anscheinend im Alter von etwa 8 bis 12 Jahren stehenden Knaben sind aus dem Innern Afrikas von der Expedition des Majors v Mechow mir hiehergekommen. Die selben sollen hier ausgebildet und europäisch erzogen werden. Gegenwärtig sind st, zunächst mit dem Erlernen der deutschen Sprache beschäftigt, die ihnen jedoch viel Mühe verursacht. Sie wohnen bei Kunstgärtne Teus in der Bülowstraße, der den Major von Mechow auf dessen letzter Forschungsreise 'im Innern Afrika's begleitet hat. Derselbe nimmt sich mit besonderer Vorliebe der Knaben an und diese beweisen ihm große Anhänglichkeit, was aber nicht hindert, daß derselbe öfter zu ganz energischen Erziebungsmaßregeln greifen muß, wenn die wilden Leidenschaften der heißblütigen Afrikaner zum Durchbruch kommen. Erst kürzlich wollte einer, gelegentlich eines Streites, mit dem Messer auf einen anderen loSgehen.

Wien, 11. November. Ein grausamer Doppelmord erregte heute in weiteren Kreisen ungewöhnliches Aufsehen. Der Lederarbeiter Julius Dworaczek lebte seit ungefähr 6 Jahren mit der Chansonctten-Sängerin Leopoldine Weiß in einem vertrauten Berhältmß. Vor einigen Tagen wurde ihm hinttrbracht, daß Leopoldine die Absicht habe, bas Verhältniß mit ihm zu lösen und einen Volkssängcr aus Sechshausen, mit dem sie seit langer Zeit bekannt war, zu heirathen. scheint, daß diese Nachricht m ihm den Entschluß reif werden ließ, sich und seine Geliebte zu tobten. Heute Mittag erichien er in Leopoldinens Wohnung und bat sie, ihn zu begleiten, er wolle ihr eine Mantille kaufen. Ahnungslos folgte sie ihm und schlug vor, zu ihrer Freundin, b.r Handarbeiterin Marie Wolfseagcr, zu gehen; diese besitze eine Mantille. wie sie (Leopoldine) ^ern eine haben möchte. Beide gingen al>o zur Wolfsegger, welche bei ihrem Stiefvater, dem Musiker Kaspar Harrer wohnre. Harrer ließ sie warten, da die WolfS egger noch nicht von der Arbeit zurückgekehrt sei. Dworaczek plauderte mit dem Musiker und seiner Frau und behandelte Leopoldine mit einer ungewöhnlichen Zärtlichkeit, verrieth aber durch nichts, welchen fürchterlichen Plan er hegte. Endlich kam die Handarbeiterin. Sie war sofort bereit, die Mantille Leopoldinen zu übergeben und ging zum Kasten, um eine Lade desselben zu öffnen. In diesem Augenblick vernahm man einen markerschütternden Schrei; Leopoldirc stürzte zur Thür und im Vorzimmer brach sie bewußtlos zusammen. Ihr Gesicht war bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Dworaczek hatte ihr eine bedeutende Menge Schwefelsäure in's Gesicht gegossen. Harrer und seine Frau und Tochter hatten nichts von dem Vorhaben Dworaczek's geahnt; als sie Leopoldine schreien hörten, waren sie ihr nachoeeilt, und als sie nun bas leb­lose Mädchen in s Zimmer brachten, lag Dworaczek als eine Leiche auf dem Boven. Er hatte Cyankali genommen nnd wat in wenigen Minuten tobt. Die Nachricht hatte sich bald im ganzen Bezirk vcrbrei'ct und tief, wie begreiflich, großes Aufiehen hervor. Leopoldine Weiß war eine bekannte Persönlichkeit im Bezirk; sie warauf dem Grund" geboren und erzogen. Ihr außerordentliches Talent für die specifisch Wienerische Gesangsart, welche manJodeln" nennt, hatte ihr einen bedeutenden Ruf verschafft. Die einnehmenden, hübschen Gesichtszüge sind nun für immer entstellt; als man sie, tödtlick verletzt, in da« allgemeine Krankenhaus brachte, erklärten die Aerzte, wenn überhaupt noch eine Rettung möglich sei, so werde sie jeden falls beide Augen, vielleicht auch andere Theilc des Gesichts verlieren. Die Leiche Dworaczek's wurde in die Todtenkammer gebracht.

Schlflfaberleht. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Lloyd in Bremen, E. W. Dietz Nachfolger in Gießen.

Bremen, 16. November. Der Postdampfer Oder, Eapt. E. Undütsch, vom Nord­deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 5 November von Newyork abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post unv Ladung 7 Uhr Abends die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 72 Passagiere und volle Ladung.

Handel und Berkehr.

Frankfurt, 16. Novbr. - Marktbericht . Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Ctr. je 4 00 6 40, Stroh JL 4.004 40 Butter 50 Kilo 9000, im Derail 1. Qualität vas Pflind JL 1.20-00 2 CUa'i^f daS Pf. JL 1 10-0 , Sier da« Hund-.it^ 5.00-6.00. Ochsensteisch per Pfund 60 -70 4» Kuh, Rind und Farrenfleisch 40-55 H, Kalbfleisch 4055 A Hammelfleil- 3565 H Schweine^eisch 70 80 H, ein Hahn JL 1.802.20, ein Huhn JL 1 60 2 0" eine Qrnte JL 2.50 3 00, eine Taube 50 60 Gan« JC 4.00- 8 00 ßafer das Stück v4L 2.503.50, Poularden JL 22.60, Rebbock das Pfd. 70 80 A Kapaunen JL 2.50-3, Wälscher Hahn JL 9-12, Kartoffeln 10" Ko Je. 3 505.00, Kohtkr'aut 20 J» Blumenkohl 1 St. 30- 60 Wirsing 12-15 Gelberüben 1 Bund 00-0 A, «wiebeln 1 Bund 0 H Sellerie das Stuck 30-00 Meerrettig 1 Stück 1015 Spargel ba8 Pfunt 30 Romain-Salat Oo0" Endivien 10 0 Rothkraut 1520 A Weißkraut 1012 Artischoken 00 00 H, Erbsen bas Pfd. 00 H Bohnen 100 Pfund 000 jH Kartoffeln vas Gescheid 8 - 00 bas Malter je 0.09- 0.00, Kopf-Salat 00 A Spinat 3050 H, Schnittlauch das Grbund 0 H, Kohlrabi per Stück 35 $

Limburg, 16. November (Fruchtmarkt.) Rother Weizen JL 20.50, Weißer Weizen JL 20 25, Korn ,15.85, Gerste jl 10.90, Hafer, JL 8.55, Erbsen JC 00.00, Kartoffeln 50 Kilo 0.00. (Durchschnittspreis pro Malter.)

V-l'-J5" 9L005mbM- Der heutige Diehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren: 411 Diuck Ochsen, Kühe und Rmber, 30 Kälber, 127 Schweine und 40 Hämmel. der ungünstigen Geschäftszeit wurde viel gehandelt und kann unter den obwaltenden Umstanden der Markt als rin gu.er bezeichnet werben. Frischmelkenbe Kühe waren sehr gesucht unb wurden gut bezahlt. In Schweinen war bas Geschäft anfangs zwar unbebeutenb; es toUTbe aber spater ziemlich viel unb zu guten Preisen umgesetzt. Der nächst: Diehmarkt bahier finbet Dienstag bcn 13. Dezember l. I. statt.

Berlin, 14. November. Im Interesse des Briefwechsel führenben Publikums ist darauf hm^uwetsen, daß nicht nur Postkarten, aus beten Inhalt bie Absicht, bie Empfänger zu beleibtgcn, oder eine sonst strafbare Hanblung sich ergibt, von bet Postdrförberung ausgeschlossen ftnb, sonbcrn auch solche, welche nach Beseitigung ber Adresse ober der auf der Rückseite befind licken Niederschrift auf beiden Seiten geändert eingeliefert werden. Ebenso sind Postkarten mit aufgeklebten Photographien, Zeitungsabschnitten, Figuren, kleinen Waarenproben unzulässig.