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Nr. 89.

1881

Mchener Anzeiger

Amrigt- und Amtsblatt für 6rn Kreis Gichn

Erscheint tLglich mit Ausnahme bte Montags.

rtur#»u : e «Hutstraße B. 18.

Gi eßen, am 12. April 1881.

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Rothschild hat die Verhandlungen mit der

gefomnien war, ausgewiesen.

PreiO vierteljährlich 2 Warf 20 Pf. mit Brmgcrlobrt Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Warf 50 P'.

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sen sanft ihwieger- ie Justiz-

Freitag oen 15 April

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Schreiben de- Minister- schützt die Unmöglichkeit vor, in einer seit IVJahr»» deutsch gewordenen Etadt eine Institution b«izubehalten. bet welcher Alles die Erinnerung an Frankreich wachruft. Die Begründung drückt büf<r Maßregel das Siegel auf; dieselbe wundert un- übrigen- nicht im Geringsten, denn sie paßt zu Allem, waS fett einigen Monaten um ms vorgeht.

Daß in dem Erlaß des Min'sterS politische Motive angeführt seien, wird allerdu gS von der Elsaß Lothrit gischen Zeitung in Abrede gestellt, ist zur Sache auch gleichgültig. Uns soll eS aufrich'ig freuen, den Statthalter und die elsaß. lothringt che Regierung auf demselben Wege weite schreiten tu t'tz«. den sie se t einigen Monaten, wie zu unserer Freude auch die .Presse" empfindet, beschritten hat.

sollte die Uniform des Bataillon- dem Gutachten des Statthalters unter» »reitet und gewisse Abänderungen daran vorgenommen werden. Nur so würde man der Feuerwehr gestatten, m den Goff-^ Straßburg- umherzuzieben. Das

Rach einer Mitthetlung de- R. Preuß. Landrath- zu Wetzlar sind in der Nähe von Groß-Rechtenbach z-rei Beschäler de- Dillenburger Landgestüts stattontrt, deren Benutzung auch Hessischen Angehörigen gegen ein Deckge'.d von 10 resp. 15 jl freisteht.

ramm, llscheck. lein. Kauf, ch.

Großherzogltckes Rreiiamt Güßen. Dr. Boekmann.

mann und tphälischen x Deutz. Schwieger-

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KrauKreich.

Paris, 12. April. Die Polizei hat Ftar.eeScht, den Herausg'ber der auf Sardinien ersckeinenden arabisäen ZeitungMostakel", der rach Pari-

Feutschland.

Darmstadt, 13. April. Se. Röntgt Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Major v. Frrthold vom 2. Greßh. Infanterie-Regiment (Großherzog), welcher die Offic'ere de«r neu rilchtiten Füfilter-BatatÜon- vorzustelleu die Ehre hatte, den Obersten und Eon Mandanten der Residenz, Frhrn Röder v. Diersburg, den Oberbürger­meister Obly. den Orb. Medicinalrath Dr. Röhler au- Offenbach; zum Vor» trag dm Staatsminister Frhrn. v. Starck.

Se. Gtoßh. Hoheit Prtnz Heinrich erkrankten im Anfänge der von» gen Woche an Fieber und Brustbeschwerden. Unter ernsten Erschetnuz gen entwickelte sich eine Lungenentzündung der rechten Sette. Seit einigen Tagen hat d. s Fieber nachgelaffen und trotz noch bestehender Schmerzen und Athem- noth hat die Lösung der Entzündung begonnen.

Da- heutige Bulletin der Aerzte lautet:

Hoheit hatten heute beffere Rächt und mehr Schlaf. Schmerz und Alhemnoth find geringer und die Rräfle bester.

Dr. Fuch-. Dr. Jäger.

Berlin, 12. April. ES hat sich unter dem Vorsitze des früheren Hinanzo.ii rster- Hobrecht ein Eomits gebildet, welche- mit der Abficht umgeht, im närdsten Jahre In Berlin eine Allgemeine deutsche Ausstellung auf dem Gebiete der Hygiene und de- RettungSwesens zu veranstalten. Die AuS- llellung soll sich auf Deutschland (vielleicht auch Oesterreich) beschränken und folgende Specialgebiete umfasten: Ventilation, Heizung, Ent- und Brwästerung der Städte, Schuleinrtchtungen, Eiset.bahneinrichtungen, Signaldtenst zu Master ui.d zu Lande und Verwandte-.

Rach den Osterferien wird sich die Petitions-Eommisfion de- Reichs» tage- mit den Maffei Petitionen beschäftigen, die gegen die obligatorische Etvtl» Ehe gerichtet sind. Der zum Referenten brstellte Abg. v. Beaulieu Marconnay dürfte beantragen, über die Petitionen zur Tagesordnung überzugehen; der Antrag de- Lorreferenten, Abg. Staudy, dürfte sich nach einer anderen Rich» luvg hin bewegen. Die Entscheidung über diese Frage liegt in der Commission in den Händen der Retch-pattet, und man hofft, daß die Mitglieder derselben, wie die» tm Jahre 1879 von ihnen geschehen, sich jeder Abäi.derung der Ei.il- -esetzg'bung widersetzen werden. In diesem Falle würde da- Votum ter Petition- Commission wiederum auf Tagesordnung lauten. Im Jahre 1879 wurde bekanntlich gegen den Antrag der Petition- Eommission auf Uebeigarg zur Tagesordnung der von dm Eonservatioen und auch vom j tzigen Eulrus- Minister, v. Puttkamer. unteistützte Antrag r. Lianach auf Ueberwetsung der Petitionen an den Reichskanzler eingebracht.

Üu* der Pfalz, 11. April. Die .Reust. Ztg." erfährt ausbist- »nterrichteter Quelle", daß dem pfälzischm Reichstags-Abgeordneten Dr. Buhl vom Reichskanzler bereits die Zusage gemacht worden fei, er werte einen Gesetzentwurf über das Verbot der Runstweinfabrikation <n cen Re chNaz ge­langen laffen.

StraHburg, 11. April. Die Erledigung, welche die Feuerwehr» Angelegenh.it gefunden hat, dürfte geeignet fein, auf's Reue zu zeigen, wie entschieden der Statthalter die Wege zu betteten sich entschloffen hat, die er wohl gleich bei seinem AmtSanttitt beschritten hätte, wenn er die genaue Renntr.'ß der Derbältniffe sich nicht erst hätte an O-t und Stelle verschaffen Müssen. Es bandelt sich nicht um eine Rehabilitation der französischen Feuer»

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italienischen Regierung wegen deS Lbschlufies der Anleihe wieder ausgenommen. In PanS wird auf den Straßen eine Schrift gegen die italienische Anleihe verkauft:Aufruf an die öffentliche Meinung betreffs der italienischen An­leihe." In dieser Schlitt wird die Behauptung aufgestellt, Italien biene d-n Jntereffm des deutschen Reichskanzler- gegen Frankreich. Im Mlnisterrathe, der diesen Morgen im Elisäe versammelt war, wütet mitgelheilt, daß der Bey von Tunis entmulhigt sei und auf dem Punkte stehe, ml Frankreich gegen die Rhrumir- zu Felde zu z-ehen. Roustan habe d.mselben erklärt, Frankre-ch wolle seine Dynastie nicht entthronen, sondern blo- wirksame Bürgschaften für die Sicherheit der Grenze haben. Der RriegSminister erfülle, daß Morgen alle zum E;pedition-»Eoips gehörenden Truppen an ihrem Bestimmung-orte angelangt sein würden. General Forgemol solle unverzüglich Befehl zum Vor­rücken g'ben. In offictellen Rretfen wird nicht mehr an der Annahme der 'kischen Anträge in Athen gezweifelt; man glaubt nicht an eine verneinende Ant­wort. aber man fürchtet, daß es zu neuen Schwierigkeiten kommen werde, wenn die Pforte die abgetretenen Geb etS the>le räumen soll.

Pari-, 12. April. Noch einem Telegramm de- Gouverneur- von Algier .ft nur ein Tbeil der Mission deS Oberst Flatter- ermordet worden, der andere Tbeil soll fich in Gefangenschaft befinden. Man glaubt, daß auch Oberst F!atierS gefangen ist und die Auswechselung der Gefangenen mit Frauen und Rintern, die sich in Algier befinden, beantragen würde.

Kngkaud.

Loodvll, 12. Apttl. Die Rönigin von England benützte auf chrer letzten Reise nicht die königliche Picht, weil man fürchtete, daß aus derselben eine Zeiuünder» Bombe verborgen sei. Die Rönigin benützte eine Äfcmira» litälS- Kackt

Der Wortlaut deS Anklageakts gegen Johann Most hat seü der Bei Weisung deS letzteren vor die Asstsen eine Abänderung erfahren. Die Wotte frehurg zum Mord in Europa" find inAufreizung zur Ermor­dung deS Raisers von Deutschland, Alerar.ders HL von Rußland und an­derer Monarchen^ verändert morden. _______________

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Berlin, 13. April Ter .Prov.-Corresp.- zufolge ist die »dreise des Ratftis nach Wiesbaden für den 23. April m Aussicht aenommen, der tartige Aufenthalt werde vorauestchil ch biS tum ersten Drittel deS Mai dauern, worauf m Lerlin und Umgebung die aUiährl'cken mlitärifdben Borst ellunaen und Hebungen statt finden.

Der Rais er empfing heule Nachmmag 1 Uhr die Afrikareisenden Dr. Nachttgal und vr. Lenz. Der lttztere wurde bereits gestern vom kronprinzlichen Paare empfangen.

D.e ^Prov -Eonesp." sogt in Hesprcchung der parlamentarischen Behandlung der Borlage über die zweijährigen Budgttperioden, die Lommission habe einen Anttag angenommen, der wirklich eine wesentl'chr VersafiungSanderung und eine Beeinttäch- ngung der veriasiungsmäßigen Rechte der Rronc enthalte und schon deshalb für die Regierung schwerlich annehmbar fei. Was den Vorwurf der Beeinttächtigung der ver- fasmngsmäß'gen Stelluna des Reichstags anlange, so seien solche Absichten und Aus- fanungen den Bundesregierungen vollständ g fremd. Daran, daß der Reichskanzler .n der D nttchrift des Ltaarsministeriums vom Jahre 1863 die Vertretung der deutschen Nanon alS wefentl-cheS Bindeglied bezeichnet, werde durch die Einführung der zw -.- jäbrger. Budgetp-r.oden nichts geändert. Ter Re.chskanzler habe damals weder tie einjährige Budgetpenode noch die jährliche Berufung des Reichstags für ein Erfordern Der eirbe.t Lehslten. noch könne man 'hm zumuthen, daß er als Begründer der Einbctt jetzt gegen dreie Einheit und ihr wesentliches Organ einen vernichtenden Lchlag fnh.^n wolle. Ihm liege deute noch grade so wie damals das Wohl des großen beutfeb-n Gemeinwesens am Herzen, lediglich diesem Unterem und dem Wuniche, denen E:n-

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wehren, die vielfach und an dieser Stelle befürchtet wurde, sondern um eine Umwandlung derselben in eine deutsche. Die p-oteßleusche ^Preffe* lüftet den Sckleier, indem sie ihrem Unmuth über den Verlauf der Angelegen» heil folgend« Worte leiht: De Demission der Officiere te- Batrillovs ist definitiv geworden, weil daS Ministerium von Elsaß-Lo!bringen Bedingungen gestellt hat, die nicht annehmbar find. Das Officier-Eorpö wird kür.fttge» Samstaa seinen gewöhnlichen Dienst, Wachen, Bunten r:. emfteflen, ober im Intereffe der öffentlichen Sicherheit boben dir Osficine der Feuerwehr «tage» ,illigt, ihren außergewöhnlichen Dienst, im Falle eineS Brandes, so lange

A -2t fvrtrusetzen, bis ihre Nachfolger fick im Besitze der Löschmater:als befinden 16 «erden. Die Bedingungen, die im ministeriellen Schreiben stehen und welches 14 t>et Bürgermeisterei-Verwalter dem Hauvlmann, der die Commancantenstelle »ersteht, verlesen hat, enthalten unter r :n die Verpfiichtung, die Eomman- dos in deutscher Sprache zu machen und d'utsche Märsche zu blasen. Ferner