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Einem verehrlichen Publikum die ergebene Mittheilung,

daß ich unterm Heutigen meinem Sohne Georg Lind J1 V das seit langen Jahren unter der Firma:Gduard Lind, J1 ^1 Hofconditor" betriebene Geschäft übergeben habe. J1

V Indem ich meinen geehrten Kunden für das mir seither J" J geschenkte Zutrauen bestens danke, bitte ich, dasselbe meinem je

Sohne bewahren zu wollen. (7365Ji

Gießen, den 1. November 1881.

J* Hochachtend

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Ausverkauf.

W-g-n Geschäftsoeränderung verkaufe ich meine sämmtllchea Waaren zu bedeutend herabgesetzten Preisen, besonders mache ich nufmerFf^m auf HauÄ- macher-Lelnen, Chiffon, Shirting, Baumwolltuch, Druck- zeuge, Schurzenzeuge, Bettzeuge, Barchent, Lama, Unter­rockstoffe, Herren-Hemden, wollene Hemden, Unterhofen, Unterjacken, ivrehger-Bloufen, Arbeiter-Hemden und Hofen. 6421) Aug. Haubach, Mäusburg.

Vermischtes.

sPostbeförderung unstatthafter Postumschläge.^ In letzterer Zeit macht sich vielfach die Liebhaberei geltend, Brt fumschläge zu verwenden, welche auf der Vorder- oder Rückseite auf den Inhalt des Briefes Bezug nehmende scherzhafte Abbildungen, Carricaturen. Vig­netten 2c. tragen. Namentlich finden solche häufig Verwendung bet Gratulattonsbriefen, Ein­ladungen zu Jagden, Schreiben in Sportsangelegenhetten u. s. w. Nach den von der Postbehörde erlasienen Bestimmungen sind Briefe mit derartigen Briefumschlägen von der Post­beförderung ausgeschloffen und werden daher Seitens der Aufgabe Postanstalten den Aus- lteferern zurückgcgeben oder, falls sich diese nicht ermitteln laffen, als unbestellbar behandelt. Im Jntereffe des Publikums können wir daher nur rathen, Briefumschläge vorbezeichneter Art bet der Benutzung der Post nicht anzuwenden.

Butzbach. Daß den Verehrern Dianas vorzugsweise merkwürdige Geschichten pasflren, das ist Jedermann bekannt. Mit der Wahrheit wird es dabei gewöhnlich so genau nicht ge nommen und so ist e» Thatsache, daß man den Jaadgeschichten häufig nicht so recht traut. Wir schickten daS voraus, weil wir schon im Geiste bd allen freundlichen Lesern jenes Zucken um die Mundwinkel iehen, wenn wir ihnen heute erzählen, daß dieser Tage auf der Matbacher Jagd ein Hirsch einem stattlichen Jägersmann von Hochweisel Flinte und Uhr abgenommen und dam't das Weite gesucht hat. Diese Thatsache steht fest. Gewehr und Uhr fand man einige hundert Schritte in etwas defectem Zustande wieder, das Wild, obgleich stark angeschossen, ist bis zur Stunde nicht gefunden. Wie toar das möglich? Unser biederer Jägersmann hatte sich, als das RufenHerro Hirsch" ertönte und rasch die e-sten Schüffe nicht wett von ihm fielen, von seinem Stande auf der Walvschneiße entfernt und einige Schritte weit in das getriebene Thetl gestellt und zwar in eine Art Graben, welcher beiderseitig dicht mit Fichten bestonden ist. Der Hirsch, stark angeschoffen, kommt in rascher Flucht in dem Graben gerade auf den Jäger zu, welcher spitz, in ganz kurzer Distanz, 2 Schüffe auf das Wild abgibt wahrscheinlich ohne zu treffen. Ein Ausweichen war dem mit mächtigem Geweih versehenen Hirsch nicht möglich. So stürzte er denn über den Jäger hinaus, der Deckung mit und unter seiner Flinte sucht. Dabet bl-tbt diese mit dem Riemen im Geweih hängen, ebenso die Uhr, und Jäger sammt Hirsch purzeln auf die Scknetße, wo beinahe, um das Unglück voll zu machen' der Nachbarschütze, welcher in der Situation nicht gleich klar sah, den arg geschundenen Hoch- weiseler eine Ladung Schrot verehrt hätte. Den Schrecken dieses Letzteren sich auszumalen überlasten wir den geehrten Lesern. Für den Spott hatte er neben seinen Contusionen nicht zu sorgen. (W. B )

* Der Stolzesche Stenographen-Verein zu Berlin erbietet sich zur unentgeltlichen brieflichen Unterrichts-Er'heilung in der Stolze'schen Stenographie, sowie in den Übertragungen dieses Systems auf die englische, französische, italienische und holländische Sprache. An­meldungen sind an den Vorsitzenden des Vereins, Herrn Max Bäckler, Berlin 8. 0. Enqel- ufer 6, zu richten. ö

Aus Vorstehendes höflichst Bezug nehmend, halte ich J wich einem geehrten Publikum, unter Zusicherung reellster und promptester Bedienung bestens empfohlen. J

Gießen, den 1. November 1881.

Hochachtend J

Am Lager des «kahnstöver

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Bremen, C. W. Dietz Nachfolger in Gießen.

Of . ®r"en' 9 92otiembei- Der Postdampfer Main, Eapt. I. Barre, vom Norddeutschen

Lloyd m Bremen, welcher am 29 Oktober von N-wyork abgegangen war, ist heute

7 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommrn und hat nach Landung der für dort bestimmten Pastagiere, Post und Ladung 9 Uhr Morgen« die Reise nach bter fort­gesetzt.

Niederlage ii DeVicatessenhani

Dautphe und Hapke^a'us be^rufene^Vol^ orthodoxen Pfarrern Diehl auS

die Landidatur Stöcker sprachen und gegen die^Juden in etn!r bcib<n ^en<n f

nie zuvor geschehen ist, endete mit einem ^klöalichen ^ten' wobl noch

bis ihre Niederlage vom Vorsitzenden feflaefhöt mor ®(a6ck0. Die Herren warteten nicht ab, der Versammlung, ohne Adieu u sagm aus dem ^ unter dem Jubel

300 Personen besucht 9 ' 2ocaL Die Versammlung war von über

ltchen Verllsten^^^welche^große^'"^hlt man sich von ganz erheb- davon, daß das Haus Rothschild Verluste von über IOoXh?n ttOxben fcl,n* SKan spricht SSS..X. Ä &" affrÄSrjffiS&Ä.SÄtswrsriä feine G-ist-sg,q-nw°>t und wußte d-/Löw '''"'"Munden riefelte, befielt

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H°"d, »8,4e shn virbunbe ° *?.nb°,n ."»* «

Eindruck." ' 4$UDltram mad?te die Scene einen höchst peinlichen

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Vorläufige Anzciae.

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In meinen bekannten Artikeln abhalten werde.

M. Marx aus Wetzlar.