für die Folgen verantwortlich. Der Gouverneur hat die Auslieferung abge- lehnt und eine Compagnie eingeborener Truppen mit 3 Geschützen nach Prahsue abgesandt.
Dublin, 4. Februar. Man erwartet, die Landltga werde ausgelöst und ihre Bureaux würden von der Polizei mit Beschlag belegt werden. Die Frauen-Landliga erließ einen Ausruf an die Frauen Irlands zu Gunsten der Unterstützung der ausgewtesenen Pächter.
Kolland.
Haag, 4. Februar. Daö hiesige Comit6 der Gesellschaft des rothen Kreuzes beabsichtigt, Krankenwagen und Lazaretheinrichtungen nach dem Trans- vaal-Lande zu senden und trifft in der Erwartung, daß seine Neutralität von der englischen Regierung anerkannt werde, Vorbereitungen zur Errichtung eines Comtt6s in der Kapstadt.
Rußland.
Petersburg, 5. Februar. Das „Journal de St. Petersburg" schreibt, wenn Frankreich der gemeinsamen Sache, d. h. dem Frieden dadurch dienen würde, daß cs in Athen, wo es besonders dazu beigetragen hätte, große Hoffnungen zu erwecken, jetzt Illusionen zerstöre, so könne es darauf rechnen, daß die übrigen Regierungen es nicht an sich fehlen lassen würden, bei der Pforte mit dringender Ueberredung dahin zu wirken, daß diese ihrerseits Eon cesfionen mache, die ausreichend groß sind, damit der Friede im Orient nicht gefährdet werde.
Hriechenland.
Athen, 5. Februar. Nach dem der Deputirtenkammer von der Regie- rung vorgelegten Gesetzentwurf über die Armee wird der Effectivbestand der Landarmee für das Jahr 1881 auf 82 824 Mann erhöht.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'» telegr. C»rresvoudeuj-«ureau.
Petersburg, 6. Februar. Die Wiener Meldung, die Pforte habe es abgelehnt, ihre Zugeständnisse an Griechenland zum Voraus anzugeben, die Pforte werde indeß ihre Vertreter bei den Mächten zu der Mittheilung ermächtigen, daß sie zu bedeutenden Opfern bereit sei, wird von der „Agence Russe" alS unbegründet bezeichnet. Die Mächte hätten der Pforte gegenüber eine derartige Forderung gar nicht gestellt, seien vielmehr übereingekommen, die Eröff. nungen der Pforte zu hören, um dadurch zu ermessen, ob dieselben eine Basis für die Unterhandlungen böten.
— General Skobeleff hat nach einem osficiellen Bericht vom 1. d. M. zur Verfolgung der nach der Zerstörung von Geok-Tepe in die Sandberge geflüchteten Tekkinzen zwei Colonnen abgesandt, die eine unter dem Oberst Karo- patktn, die andere unter dem Oberstlieutenant Gaidarow. Die Bewohner von Annau haben dem General Skobeleff ein Schriststück überreicht, worin sie um die Inschutznahme des Kaisers bitten.
Konstantinopel, 6. Februar. Die Pforte hat ein Decret, betr. die Einführung einer Zwangssteuer auf Immobilen, und ein Decret, betr. die Aus
dehnung der Verpflichtung zum Militärdienst auf Konstantinopel, welches bis dahin davon durch ein Privilegium befreit war, dem Sultan zur Genehmigung vorgelegt. — Dem Botschafter Tissot sind die Instructionen der französischen Regierung betreffs dts Rundschreibens der Pforte vom 14. v. M. nunmehr zugegangen. — Vom „Vakit" wird die Stärke der in Thessalien und EptruS befindlichen türkischen Armee aus 100,000 Mann geschätzt; außerdem fd eine Reserve von 40,000 Mann in der Bildung begriffen, wovon die eine Hälfte nach Janina die andere nach Tnkala d narrt werden würde.
Lokales.
Gießen, 7. Februar. Gestern Abend gegen 9 Uhr brach tn der Scheune des Jvh. Weller VIII. zu Wieseck Feuer aus. Dank der raschen Hilfe brannte nur das eine Gebäude ab.
— In der Nacdr von Samstag auf Sonntag wurde in der Frankfurterstraße verschiedener Unfug verübt; an den Einfriedigungen der Herren Paßcoe uno Pütz wurden die Kapitale heruntergeichlaaen, eine Laterne wurde zerstört u. s. w. — In vergangener Nacht ging es nicht viel besser her; in der Grünbergerfiraße wurden zwei Laternenscherben eingeworfen und in den Neuen Bauen ein Schild abgerissen.
— Der am Samstag Abend in Wenzel's Palmen Saale abgehalter.e Ball de» Turnvereins war äußerst reichlich besucht. Ein vom Turnwart Carl Demuth arrangirter „Reigen" wurde von 16 Pärchen in Costüm sehr hübsch getanzt und erntete derselbe den lebhaftesten Beifall der Zuschauer.
— Nicht zu 7 Jahr Zuchthaus, sondern zu 7 Jahr Gefänzniß wurde der junge Brandstifter von Lanq-Göns verurtbeilt Dies aut Berichtigung unserer Noti» in Nr. 31 d. «l.
lieber Blähungen.
Das Einnehmen von Nabrung bringt stets auch einen Zugang von Luft in den Magen und von da in die Gedärme mit sich. Dazu trat die Entwickelung von Gasen welche beim Verdauen von schwerverdaulichen Nahrungsstoffen, tote sich leicht zersetzen tn jenen Organen vor sich gebt Bei gesunden Personen werden solche Gase auf dem natürlichen Wege beseitigt. Steht jedoch dem Entweichen der Gase aus dem Darmkanal ein Hlnee.niß entgegen, ooer entwickeln sie sich In zu großer Menge, wozu ein krankhafter Zustand des VordauungsapparateS den Anlaß glebt, so tritt ein kolikartiges Schmetzgesüht (Leibschneiden) ein, der Letb wird aufgetrieben, der Patient fühlt ausstrahlende Schmerzen in den benachbarten Organen und Körpergebilden, hat Athemnoth, Beklemmungen, ja Ohnmächten werden bervorgcrusen, Blut« androng, Kopfweh, hartnäckige Verstopfung rc. stellen sich ein, der Kranke fühlt eine bedeutende Abspannung und Müdigkeit, die sich des Kölpers bemächtigt und macht den Patienten glauben, er sei von einem schweren inneren Leiden ergriffen Allerdings können Blähungen, welche ja meistens durch Unverdaulichkeit und Verstopfung hervorgerusen werden, zu ernsteren Leiden Anlaß geben. Man behandelt und beseitigt die Blähungen am besten, wenn man die Ursache derselben zu entfernen sucht und ihren Auötrilt auf natürlichem Wege gestattet. Scharf wirkende und stark abführende Mittel sind durchaus zu verwerfen, denn nur dadurch, daß man auf die Darmparthien in milder, anregender Weise cinwtikc uno die Tätigkeit de8 Darmes fördert und kräftigt, wird man sich dieses oft sehr lästiaen und auch gefährlichen Gastes entledigen.
Unter denjenigen Arzneimitteln, deren Wirkung ärztlicher Seils sehr lobend anerkannt wird, wie sich Jedermann aus der Zahl ärztlicher Gutachten, welche tn nachverzeichneten Apotheken zu haben sind, leicht überzeugen kann und welche in ibrer Zusammensetzung keine dem Körper nachtheiligen Stoffe enthalten, nehmen die Apotheker Rich. Brandt's Schweizerpillen die erste Stelle ein Allen Kranken, deren Leiden in der gestörten Tbätigkeit des Verdauungsapparates zu suchen ist, wie Hämmorrhoiden. Hypochondrie, Magen- und Darmschmerzen rc. können diese wirklich heilenden Sckwetzerpillen bestens empfohlen werden. Ihr Preis ist ein so niedriger, daß selbst der Aermste sie anwenden kann uno zwar werden dieselben nur in Blechdosen mit 50 Pillen zu 1 X und 15 Pillen zu 35 H verkauft. Auch sind dieselben zu haben: in Gießen, in den Apotheken; in Nauheim, bei Apotbeker Kranz; in Friedberg, in der Apotheke; in Nidda, bei Apotheker Braun; in Gedern, bei Apotheker Moog. (138
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N. N. 2at(g:®Dn8. Im Interesse Ihrer Gemeinde lehnen wir das „Eingesandt" ab. Hübsch sind die dort vorgekommenen Geschichten gerade nicht.
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5 Der Verkauf beginnt Samstag den 5 Februar und dauert J unwiderruflich bis Freitag Abend den 11. Februar, worauf gan; genau
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5 8io) §
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