Ausgabe 
6.5.1881
 
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Erscheint tüglicd mit LnMuchme brt Montag».

Mrrtti Schulstraß« B. 18.

SBetreffenb: Lrair.irung d«r Grunbstücke tn Flur II und IU ber »'markung Lang«borj-

Prei» vierteljährlich 2 Mark 20 Ps mit vrmgerlo Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 «art LO P'..

Deutschland.

Friedberg, 4. Mal. Se. König!. Hobelt der Grobherzog stieg gestern früh 9 Ubr, von AlSfeld kommend, in «ab Nauheim au», begab sich zu Fuß nackr der Stadt und besichtigte verschiedene Einrichtungen, so u. Ä. eingehend die Graditbäue, deren einen er bestieg. Er begab sich sodann zu Fuß bierher, nahm da» Schloß und den Burgwall in Augenschein und reiste mit dem Zuge um halb 1 Uhr weiter nach Darmstadt.

Mainz, 2. Mai. Bei den ht.sigen Metzgermeistern circulirt gegen­wärtig eine P.tinon an den Reichstag, und zwar zu dem Zweck der Ädände. rung des S 367, Pos. 7 deS Re'chsürafgesetzbucheS. Dieser Paragraph lautet: Mit Geldstrafe biS ju ISO JL oder mit Haft wird bestraft: wer verfälschte oder verdorbene Getränk- oder Eßwaaren, insbesondere trichmen- artiges Fleisch feilhält oder verkauft." In der Petition stellen nun die Metz, ger daS Verlangen, der Reichstag möge beschließen, zwischen die beiden Worte .Fleisch" und .feilhält" daS Wortwissentlich" einzuschalten. Ferner wird m der Eingabe daS Verlangen an die Reichsregierung gestellt, die Untersuchung von Schweinen auf Trichinen tn ganz Deutschland obligatorisch einzuführen. Die Nachricht, daß Herrn Oberbürgermeister Lr. Dumont von Worms auS eme Reichstaas-Eandidatur angetraaen worden st, wird in derg. ßtg.", erhobenem Widerspruch gegenüber, aufrecht erhalten mit dem Zusatz, daß der Genannte den Antrag intfchieden abgelehnt habe.

Berlin, 3 Mai. Die StaatSeisenbahn -Directionen find von dem Minister ermächiigt worden, bei der Ausfertigung von Abonnementsfahrkarten für mehrere Schulkinder derselben Familie die nachbezeichneteu ermäßigten Fahrpreise für jede- Silometer der zu durchfahrenden Strecke zu erheben; für wei Sinder (Geschwister) in 3. Klaffe 2, in 2. Klaffe 3 für drei deS- gleichen 2,66 und 4 für fünf 4 und 6 H. Dabei ist für jeden Gchultag j §onn. und Festtage und die vom Schulvorstande zu bescheinigenden Ferien­zeiten nicht mitgerechnet) je eine Hin. und Rückfahrt der Berechnung zu Grunde zu legen. Sofern auf einzelnen Strecken etwa noch günstigere Bedingungen bestehen, find dieselben einstweilen beizubehalten.

_ Gegenwärtig ist verschiedentlich den betheil'gten Bewohnern deS platten Landes die Nothwendlgke't nahe gelegt worden, ihre Feldfrüchte gegen Hagelschlag zu verfichern, da die Prämien billig und die Gelegenheiten zur Versicherung sehr leicht und allgemein erreichbar find. Hinzugesrtzt ist den Mahnungen, daß die durch eigene Schuld versäumte Versicherung bei etwa em« getretenem Unfälle und Vernichtung der Feldsrüchte durch Hagelschlag tn keiner als Grund angesehen wird, bei Staats« oder Gemeweesteuera Ermätzi. aungen oder Nachläße eintreten zu laflen. Die Mahnungen, welche schon seit längerer Zeit in Uebung find, haben also noch immer den gewünschten Erfolg nicht gehabt. ...

fiiel, 2. Mai. Morgen findet die Indienststellung der zu den dtesiLh. rigen Ucbm-gen des Panzergeschwaders bestimmten Schiffe statt; es find dieses von der htefigen Station die Panzer-FregattenFriedrich der Große" und Preußen" und der AvisoGrille", während die 9tordseestation die beiden Fregatten Kronprinz" undFriedrich Rad", letzterer wieder für die Aufnahme deS Geschwader Chefs ausersehen, dazu entsendet. Auch die für die dieSjähr,- gen umfangreichen Torpedoübungen bestimmte LorveiteBlücher" nebst dem als Tender für dieselbe defignirtenUlan" find soeben in Dienst gestellt worden; bislang diente bekanntlich der auch nur dazu eigens erbauteBitten" auS- schließlich zu diesem Zwecke, das ganze Torpedowesen ist jedoch so sehr n der Entwickelung und Fortbildung begriffen und hat bereit- so wesentliche Umge­staltungen und neue Verwendungsarien erfahren, daß auch die Uebunzen selbst ganz andere werden mußten. Die CorvetteStein" hat ihre in d^*m Jahre fortgesetzten Probefahrten beendet und dem Vernehmen nach coQen Zufrie­denheit bestanden. In dem vor einigen Tagen aus den chinesischen Gewaffern »urückgekehrten KanonenbootCyklop" begrüßte unser Hasen einen alten Be« kannten, auf dessen Wiedersehen eigentlich nicht mehr gerechnet worden war. AlS derCyklop" nämlich im Jahre 1875 nach sehr erheblichem Umbau und aanz sprcieller Herrichtung für den ihm angewiesenen Dienst an der P,raten- Tetdjen chinesischen Küfle nach dorthin abzing, war es die ausgesprochene Ab­sicht, daffelbe seine Existenz dort beschließen und nur die Besatzung, so lange das Schiff noch tauglich, regelmäßig ablösen zu laffen. Jetzt besorgen die beiden neuen KanonenbooteWolf" undJlr-.S" den Küsten- und Verbmdungs- dtenst zwischen den einzelnen Stationen in jenen östlichen Gewässern.

Hamburg, 3. Mai. Die Auswanderung über Hamburg nach über- seeischen Plätzen hat während deS verfloffenen Monats ^menfionen anfleno°' nun, wie wir fte hier nie zuvor, selbst in den Jahren 1872 und 1873 nicht, auch nur annähernd gefannt haben. Es verließen nämlich im April d. Jf. über Hamburg nicht weniger als 21,217 Personen d'n beul,cheni Bodeni, von denen 8420 direkt mit den deutschen AuSwanderungSschtffen, 12,599 Indirekt über England befördert wurden, während 98 Personen mit 15 anderen Schiffen nach iranSatlanttschen Plätzen sich begaben. ES ergibt sich»aus den obigen Zahlen, daß trotz der angestrengten Thätigkeit der Hamburg-Amenkaru- scheu Linie, welche allwöchentlich zwei große Dampfer e;pedirt dieselbe doch n-cht tm Stande war, den coloffalen Andrang der Europamuden zu bemäM- flen, so daß volle drei Fünftel der obigen «uswandererzahl den englischen Lmlen zu (Suie kamen. Vom wirth,chaftlichen Standpunkte au« muß die ieviae enoru e Auswanderung al« ein sehr ernste« Zeichen der Zeit angesehen werten, denn wie die Capliäne der Hamburg Transatlantischen Dampser ver. stchern, gebären die jetzt expedirten Auswanderer keineswegs den armen »lasten an «Mein es befinden sich nicht selten Leute darunter, welche dem Schiff«- führet 5, bis 6000 OC. und mehr Bankmittel zur «usbewahiung übergeben, wenn sie an Bord kommen. Diese Sap talien, sowie die den mdireeten Simen ,»fließenden Pastagegelder g-ben somit tem Mutterlande gänzlich verloren. Ob die Auswanderer von günstigen Verhältniffen drüben angezogen oder durch ungünstige Verhällniste im He malblande forigetri-ben werden , muß dahlnge- stellt bleiben; Thaisache ist. daß sitzt Leute von Gegenden autwandera (z. B. von der Insel Fehmarn), wo man roch vor wenigen Jahren nicht« von einer Auswanderung wußte, wo also die Annahme, daß die Leute von drüben bereit« zu günstiger Lage gelangten Landtleuten nachgezogen werden, nicht zutrifft. (B.-H.)

Arankreich.

Pari», 3. Mai. Da« Journal .National" bezeichnet die von der Daily News" und anderen Blätiern veröffentlichten griebenibebirgungen für ben Bey von Tunis als ungenau und erklär«, die französische Regierung beabfich. tue ke.n.rwez« die Ann.xon von Tuni« ober da« Protektorat über Tum«. Die Regierung habe nur beschlossen, daß die französischen Truppen die erober­en Positionen so lange besetz, halten sollten, bi« Frankreich au-reichende Garantien erlangt habe, die es bereit« feit längerer Zeit gefordert habe. - 2ßie aus Tunis gemeldet wird, hat General Brem die Unterwerfung be« Stimme« ber Luchte,as angenommen, werbe aber sehr scharfe Bedingungen ß(a,n. Nachrichten aus Skulari zufolge hat Derwisch Pascha die Aus. ständischen bei Ipek vollständig geschlagen.

England.

London, 2. Mai In Irland nehmen die Zustände abermals eine Gestalt an, bie °IS im höchsten Grade beiorgn.gmegenb be,e,-hvet werden muß. Die Agrar- oerbr ch n nehm n in eriWreefenbn Serie zu. In den letzten drei Tagen gab e, wieder «Ar^ririArh, ,tnfae Tuticnb näcbilicher Visiten, bet denen Verstümmelungen vor- rom,n äb-e anb m'.° BuIgar^ aui e.ne Stufe stellten. So wurden einem Wald- He7er in besten Haus nächtlicher Seile eimge 70 Vermummte embrangen, be.be Ohren m,8t iiner ftumpfen S-beere zugestutzt. Aus Galwan komm! d,e ,°f> unglaubliche ^Neldura daii em Gerichtsvoll,jeher »an einer Schaar Vermummter Überfallen und bäSignSwurde und jetzt in höchst bedenklicher Lertanung darn,eder- 1,'ae In Lougbera wurde -origen sire.taa das Haus eines Gerichtsvollziehers durch Tvnam.t und Pulver in die Lust geierengt. wobei die Jnfanen nur mit genauer Roth emem gräfl chen L°d entaingen. iugerbem gab e« m emer Grat chatt allem acht Ablegungen und dies Alles geichiehr während das Land mrl.tarifch oefetzt ist und untn d'm Belagerungszustände steht. Tie Urfache bei abermti.gen Gahrung find die Jn,nhiten ffrmiiftonen Tie Landleute wollen nämlich, wie dies von allem Anrange 7n 7esürch et L7 ehe die Landbill Gesetzeskraft erhalt, ihre Pächter los werden und mehr als 10.U00 Familien find jetzt damit bedroht, von Haus und Hm getrieben zu werden Mr T-llon hat offen angekündigt, daß d,e Bevölkerung mtichlopen se, dteien Todesurtheilen- beroaffneten Widerstand entgegenzuietzen und wenn das Parlament nfibt eingreist, um dem Vorgeben der Landlords durch Paistrung einer Bill zur sus- vevfion aller Greeufionsmandate Gmhalt zu gebieten, ,o kann man erwarten bald aus Irland Nachrichten über den Ausbruch emttlicher Unruhen ,U erhalten, welche das Land dem Bürgerkriege verzweirett nahe bringen. *

Dublin 3. Mai. Dem Vernehmen nach wird nächsten Sonntag unter bem Borfitz be«'Erzbischofs Croke von Casbel ein Sr°ß-r Meeting ber Wähler von Tipperarp stattfinben, um gegen bie Verhaftung Dillon « Protest emzu- [egtn. Partiell unb anbete Häupter bei Liga würben, wie es heißt, an dem Meeting theilnehmen.

Nr. 104. Freitag den 6. Mai 1881

chichener MnMger

Alllkige- unb AnitsM fit hrn Kreis Gicheii.___

Die betheiliglen Grunbbesttzer werben eingelaben, sich nräet« » Ubr

... -v. ».u - ......

Unternehmen« zustihen wirb (f. Art. 3 be« Gesetzes vom 2. Januar '858 Regwr.-Bfi L,

(Biegen, am 4. Mai 1881. Großherzogliches idreitamt Gießen.

Dr. SB o e t m a n n. ____________________________