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den Boden ist zu- e der Bäume, also >d«te Erde enthält der bekanntlich ein i nie so einbringen te LchuM-ltel an- ns oder dergleichen nscheiben aufUgen, süngeren Bäumen, wobt nichts besser Erde anzuhäusen ijer Schutz iür die > die'in den letzten >t morden. Es bau r Nähe der Bäume baß nur bei einem itgnitid von ErM durch die Fevlle in an der m'ttäglichm

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Vermischtes.

K. Wteseck, 26. October. Heute Abend versammelten sich einige Herren in einer Wirthschaft behufs Gründung eines ZwetgveremS ver Deutschen Fortschrittspartei. Eine weitere Versammlung findet in den nächsten Tagen statt.

Mainz, 25. Oktober, Vormittags 9 Uhr. Hochwasser ist in Sicht, und zwar schwoll seit heute Nacht das Wasier des Rheins derart an, daß soeben das Pegel 3.60 Meter anzetgt. Schon ist das Ufer zwischen dem Fisch- und Bocksthor, an den Ausladeplätzen für Steinkohlen und Holz überschwemmt und die dortigen Lager unter Wasier gesetzt. Main und Neckar bringen so viel Wasier, daß der Rhein stündlich nahezu um 4 Zoll wächst. Die Bewohner niederer Stadttheile räumen bereits ihre Keller aus, um nicht von dem Hochwasier überrascht zu werden. Der Rhein ist ganz gelb gefärbt, und es treiben die Fluthen Holz, Heu u.s.w. an der Stadt vorüber.

Mainz, 25. Oktober, Mittags 2 Uhr. Der Rhein ist noch fortwährend, aber langsam im Wachsen begriffen, seit heut Vormittag 10 Uhr dringt das Wasier in die Keller der Hauser der Rhein- und Löhrstraße und sind alle Bewohner dieser Straße mit dem Bergen ihrer Keller- vorrätbe beschäftigt. Laut einer heute eingelaufenen Depesche an das Großh. Kreisamt stieg der Rhein gestern bei Mannheim von 5.25 Meter bis 7.12 Meter. Die Maschine zum Heben der Pfeiler der alten Brücke mußte des Hochwasier« wegen ihre Thattgkett einstellen. Um die hiesigen Bewohner rechtzeitig zu warnen, sind von Seiten der Dürgermetsteret Anordnungen getroffen worden, daß die Wasierstände des Oberrheins und seiner Nebenflufle per Draht recht­zeitig hier eintreffen, um publtcirt zu werden. Ein weiteres Steigen des Rheines bei Mann­heim ist heute Morgen nicht beobachtet worden.

Meiningen. Eine sehr energische Strafe wurde Seitens der Strafkammer des hiesigen Landgerichts in voriger Woche dem Mühlenbrsitzer Christoph Luck von Herges-Vogtet zu Theil. Luck bat erwiesenermaßen unter das von ihm gemahlene und verkaufte Mehl 13 bis 36 Procent Schwerspath gemischt. Der Genuß solchen verfälschten Mehles ist selbstverständlich der Gesundheit äußerst nachtheilig, ganz abgesehen von dem gemeinen Eigennutz, der m solcher Handlungsweise liegt. Der Gerichtshof schloß denn auch alle mildernden Umstande aus und verurtheilte den betrügerischen Müller zu 18 Monaten Gefängniß, 600 JL, event. zwei weitere Monate Gefängniß und Tragung der Kosten.

stehen besondere Beachtung verdienen. Verfertiger derselben istder O^gärtner L deutlet in Künzelsau, welcher dieselben m zwei Qualitäten ju 10 und 15 dao Stück liese^tz" Dieselben sind Meter h°ch, können leicht n°ch hoher gemacht werden unb fi$anun d-n°Schuh der Kronen unserer Obstbäume betrifft so ist -in sorg­fältiges Ausputzen und Auslichten des zu dicht stehenden Jnnenholzes von großem Vortbeile indem dadurch das Holz der übrigen Theile der Krone beizer au .»reifen kan . c\m Vorübergehen will ich nur ermähnen, daß im Frühjahre umgepfropfte und im ^ritftinhr 11'rn'inate Bäume vom Frost gelitten haben, besonders die, welche sehr üppige T r^e be* eilkfeIt^ba 11 en m ie°naHir0l i bei dem feuchten Herbste ihre Holzreife nicht »langten'? Hier würd "in Gegenden, wo Frostschäden häufiger oor ommem s ott des V roof-ns in Spalt oder Rinde dos Pfropfen in di-Seite, und anstatt d-s Verjüngens im Frühjahr das Verjüngen im Spätherbst zu empfehlen sein. Bei der letztgenannten

in fitth hk neuen Triebe geschützt und werden im ersten Jahre nie zu stark. Nach dem Verjüngen im Herbst entwickeln sich die neuen Triebe ,m nächsten Frühiahr "üher N!ch,°p-rLnÄe^Sir 'aUe offenen^unben an den Bäumen, di- des

Ninde entbehren der Beschädigung durch Kälte ausgesetzt sind und daß Schutzes der Rinde entbehren, ver n>ao u burd) ^heer, kleinere und be­

sonders^ Rind^nwunden durch Ueberstreichen mit kaltflüssigem Baumwachs oor der Be- ruhrung von Qflt und ^^t'gkett z sch (n ber Baumschule namentlich aber aucb ber Pfirsiche Aprikosen, de? Reben und einjährigen Bim- und Aepfelbaume ist zu bemerken, daß' dieses em vortreffliches Schutzmittel ist, wenn es ^chEmtrittber Äten F^östt und sorgfältig ansgesührt wird und auch d.e noch krau ar .gen Spitzen mit entfernt werden. Mehrfache Erfahrungen haben auch im letzten Winter bte Zw cf- mäßigkeit dieses Mittels bestätigt.

Mas nun den zweiten Theil unserer Frage anbelangt, welcher nach den Hülss- mittelu bei eingetretenen Frostschäden forscht, so ist vor Allem em starkes Einstutzen der Baumkrone und eine Erneuerung der durch den Frost beschädigten Rinde vorzu- nehmen. Das Letztere ist das ungleich wichtigste Hülfsmittel, und lvmn dies überall in der richtigen Weise geschehen wäre, so würden wohl viele Tausende von Obstbaumen, welche nun völlig abgestorben sind, noch gesund und kräftig dastehen. Es ist wahrhaft wunderbar wie bet nicht zu stark von Frost beschädigten Bäumen, namentlich bei allen lolchen deren Holz sich nicht gebräunt zeigte, nach Entfernung der oottig zerstörten unb getöbteten Rinbe. diese durch Markstrahlen, welche Granulationen bildeten, erscht wurde, wenn das von der Rinde entblößte .Holz sofort mit kattMssigem Baumwachs oder Baummörtel bestrichen wurde. In dem Muttergarten

ju Reutlingen, welcher einen ziemlich kalten und schweren Soben bat, zeigte sich bi Rinde an vielen Birn- und Aepfelbäumen stark beschädigt. Nicht selten mußten die Bäume, meist Pyramiden, mit 1 Meter hohen Stamme total entrindet werden, imd dies geschah vom Frühjahr an bis zum Spätsommer, sobald sich die durch das Er- -frorensein herbeigeflrhrte Rindenfäule durch mißfarbige Stellen wahrnehmen ließ. Die Rinde wurde mit scharfen Messern bis auf das gesunde Holz weggeschmtten und dies dann sofort mit kaltflüssigem Baumwachs überall bestrichen. Bei Hunderten lunger Bäume (Birnhochstämme) in ber Baumschule mußte die Rinde nahe Über dem -öoben, allermeist ringsum l'/r Fuß hoch, ba sie sich erfroren zeigte, entfernt werben- Sitte diese Bäume würben sogleich nach Bedürfniß in ber Krone eingestutzt. Der Erfolg war ein außerorbentlich günstiger. Wir verloren im Muttergarten nur sehr wenige Standbäume, und die auf diese Weise behandelten hatten zum Sroßttn Theil die schönsten Triebe entwickelt. Die obengenannten Abteilungen der Baumschule, in denen schone kräftige und verkaufbare Birnbäume im §ruh,cihr meistens auf, 1 Fuß 5obe ihrer Rinde beraubt werden mußten, stehen so üppig und gesund da als wenn ihnen nichts geschehen wäre. Der aufsteigende Saft konnte durch die gesund gebliebene Splintschlcht ungehindert seinen Weg nehmen, und zur Herableitung des absteigenden Saftes hatten sich sehr bald unter dem schützenden Baumwachs oder Baummortel neue Zellen gebildet. Nach einem Jahre sind die Bäume vollständig verheilt- Diese Erneuerungen ber flost- bcschäbigten Rinbenschichten sinb also von ber größten Wichtigkeit. ____

Von bebeutenbem Erfolge zeigte sich auch bas Einstutzen ber Baumkronen zeitig im Frühjahr, sowohl bei Obst- wie bei Walbbäumen. Die sich barnach entwickelnden, reich beblätterten, kräftigen Triebe konnten eine Menge Säfte anziehen unb umwandeln und daher wesentlich zur Neubildung der Rinde beitragen. Es war auffallend, wie zurückgeschnittene Bäume sich erhielten, während nicht zurückgeschnittene zwar anfingen zu wachsen, aber im Laufe des Sommers allmälig abstarben.

Eines Hilfsmittels muß jedoch noch gedacht werden, welches von gutem Erfolg war, das Schröpfen (oder auch Aberlassen) ber Rinbe bei solchen Bäumen, bie weniger stark vom Frost beschäbigt waren. Auch bas Abnehmen schmaler Rmbenftreifen auf ber ganzen Länge ber Stämme war von günstigem Erfolg. Durch beibe Metboben wirb ber ans den Zellen heraustretende Zellsaft, welcher äußerst schädlich und zerstörend wirkt, durch Verdunstung wenigstens theilweise entfernt, und es konnten sich nun unterhalb der beschädigten Rinde Granulationen von Zellstoff und eine neue Rinde bilden. (F- Z-)

Lokales.

Gießen, 27. October. Gestern Mittag ist tm LandeSzuchthause zu Marienschloß die nordwestliche Ecke de« bereit« bi« zur Dachhöhe vorgeschrittenen neuen Kerkerbaues eingestürzt. Da der Einsturz während der Feierstunde erfolgte, so ist kein weiterer Unfall zu beklagen.

sSterbltchkeit in Gtrßen.j Auch in der Woche vom 17. bi« 23. October war da« Sterblichkeitsverhältniß in hiesiger Stadt ein günstige«, da wir nur 4 Todesfälle zu verzeichnen hatten. Es starb ein 4jährige« Kind an Diphtheritt«, ein Mann an Schlagfluß und zwei Frauen an Lungenschwindsucht. G.

Docter & Katz, Seltersweg, Gießen.

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