^olbW UL«2Mtn. LM> W»H SLjMjsp, Bohnung von drei ' m?n ^ne rubinf _Oallthor M7. oermiethen^ ' LSurft_Sto^ Ä ?ej!ebenb lem Zubehör, ist _5i^nfler. nrerneß HouieZ' litten. r U ^icenstrche.
mmer, seither von 'M, ist anderweit unsch mit Kost.
Lit. A. 17.
:tock des August >ses, Frankfurter ehend aus 8 Zinv ern, Keller, Holz- lsber, auf Wunsch hen.
n 5 Zimmer rc. zu illtborsttaße 145.
srr. 226.
Dienstag den 28. September
1S8O.
ießener MWger
AMigk- iü AMsblstt für den Kreis Gießen.
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| Schulstraße B. 18.
Erscheint täglich mit Ausnahme des MotttagK.
Preiä vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Dringerlol^ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 5U Pj.
Amtlicher Hheit.
Gießen, am 23. September 1880. Betreffend: Die unschädliche Beseitigung von Thiercadavern, sowie die Anlage und den Betrieb von Abdeckereien.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Nach den neuesten Ihnen mitgetheilten Anordnungen in obigem Betreff ist unter Anderem bestimmt, daß Hirten als Wasenmeister keine Verwendung finden follen. Gemeinden die Schäfer auch Wasenmetster sind, so ist da, wo dies der Fall ist, dafür zu sorgen, daß statt ihnen eine andere dazu
taugliche Person als Wasenmeister bestellt wird.
Dr. Boekmann. ..
Einladung zur Wahl des Vorstandes der Israel. Religionsgememde zu Gieße».
Es wird hiermit zur Kenntniß der Jntereffenten gebracht, daß, da die Dienstzeit der Herren Vorstandsmitglieder Isaak Hanau, Simon> Flörsheim und Meyer Homberg er abgelaufen ist, gemäß den Vorschriften der Wahlordnung vom 4. August 1871 die Wahl dreier Vorstandsmitglieder der Israel. Religionsgemeinde zu Gießen
a Montag de» 11. Oktober l. I.
in dem Saale des alten Rathhauses dahier stattfinden soll. k,s m.,,
Sämmtliche nach § 2 der bemerkten Wahlordnung Stimmberechtigten werden zur Wahl mit dem Bemerken eingeladen, daß die Abstimmung Vor- mittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 3 bis 5 Uhr stattfinden wird.
Gießen, den 24. September 1880. Der Wahlkommisiär:
p ' Dr. Hofmann, Regterunasrqth.
WirteS Zimmer zu tle Jane A 79.
Rimmer per erften kouiS Lony.
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laniaxtenwol)R । W. Beulinft.
leer ober möblirt, s zenburg, Weinsaal. ! 5amilienlofli§ von nebst Zubehör, ist nn alsbald bezoglsi ■
I. Blitz.
MH^vermiethm | Gandeiberg S. 67. - :mer zu vermielhen. r Neustadl X- 27. j
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Aeutschrand.
Berlin, 25. Sevtbr. Die Frage der Arbettervcrsicherung, welche die jüngste Zeit auf die Tagesordnung gebracht hat, hat in den Kreisen, welche mit dem Versicherungswesen befaßt sind, wie leicht eiklärlich, lebhafte Eiörtc. mngen hervorgerufen. Alle Sachverständigen find darin Einer Meinung, daß der zwangsweisen Einführung der Arbeiterversicherungen unter Mitwirkung des Staates so erhebliche Schwierigkeiten entgegenstehen, daß man zunächst darauf hingewtesen ist, der Privatunteinehmung freie Hand zu laffen. Man hat sich überzeugt, daß die Lage unserer Industrie eine Belastung der Arbeitgeber zu Gunsten ter Lösung dieser Frage nicht verträgt. Die Zahlung der Beiträge für eine Jnvaliditäts- und Altersrentenversicherung ist für den Arbeiter, wenn er sie allein leisten und eine Summe sich sichern soll, welche nur einigermaßen dem Bedürsntß genügt, unmöglich; es bleibt also nur die einfache Capitalver- ficherung auf den Todesfall übrig. Das Augenmerk in dieser Beziehung ychtel sich auf die praktischen Ergebniffe der Lebensversicherungs. Gesellschaft „Patria" in Wien, welche die Arbeiterversicherung im Umfange des deutschen Reiches ausgenommen und ihre Bestrebungen auf die fiele Initiative gerichtet hat, ohne dem Arbeitgeber irgendwelche Opfer aufzuerlegen. Die Behörden haben diesem Unternehmen alle mögliche Förderung angedeihen laffen, und man ist darauf gespannt, in welcher Weise die Ergebniffe den Plänen des Reichs, kanzlers zu statten kommen.
— Nächsten Dienstag, 28. September, werden sich die kronprtnzlichen Herrschaften nud der Prinz Wilhelm nebst Gefolge nach Kiel begeben, um dort den Prinzen Heinrich abzuholcn, deflen Eintreffen am 29. ds. dort bevorsteht. Auch der Chef der Admiralität, General v. Stosch, wird bet dieser Gelegen- beit in Kiel anwesend sein. Am 13. October begeben sich die kronprinzlichen Herrschaften nach dem Rhein, um dem Kölner Dombaufest beizuwohen, weiden dann aber nicht nach dem Neuen Palais zurückkehren, sondern einen Hcrbst- eufenthalt in Wiesbaden nehmen, von wo aus später die Wintcrresidenz in Berlin genommen werden soll.
Berlin, 25. Septbr. Gegenüber der Behauptung, der Retchsbank sei den London aus eine Offerte wegen Uebernahme von 100 Mill. <X in Silber gemacht worden, bemerkt die „Berl. Börs.-Ztg.", nach ihren Informationen hätten In letzter Zeit wiederholt kleinere Offerten stattgefunden, eine Offerte wegen der Uebernahme von 100 Mill. sei aber niemals eingegangen.
Berlin, 25. September. Gestern starb plötzlich in Folge Blutsturzes btt neben Langenbeck berühmteste Chirurg, Geheimrath Wilms. Schon seit Wochen durch Blutvergiftung in Folge Fingerschnitts geschwächt, kam der Tod doch unerwartet. Wilms, 56 Jahre alt, gehörte zu den Aerzteu, welche den Kaiser Wilhelm nach dem Attentat behandelten. — Dem „Tagbl." zufolge «erlautet aus Rom, der Papst habe durch den Nuntius in Paris erklärt, daß In Folge Nichtrespectirung des Compromiffes mit Frtycinet er den geistlichen Korporationen verboten habe, um die staatliche Autorisation nachzusuchen.
Hesterreich.
Wien, 25. Septbr. Wie der „Wiener Allg. Ztg." ans Petersburg »om 22. ds. gemeldet wird, soll die Untersuchung gegen die der Theilnahme to her versuchten Sprengung des Winterpalastes Angeklagten abgeschloffen und die Gerichtsverhandlung auf den 20. December anberaumt sein. Bis bahin dürsten noch einige Anhaltspunkte in Betreff der bisher unbekannten Theilnehmer gewonnen werden. Die Anklage wird in mehrfacher Beziehung Aufschlüsse über die inneren Verhältnisie im Wtuterpalaste und die Organisa- tion der nihilistischen Partei vor dem 17. Februar k. Js. bringen. Die Ex.
plosion ist nach AuSsage des einen der auf Wasstlij-Ostrow verhafteten Buch- drucket, bet sich Iwanow nannte, aus dem Grunde ohne die erwarteten Folgen geblieben, weil die Sprengung durch die «Tischler" vorgenommen wurde, bevor die gelammte vom „Comitä" festgesetzte Menge Dynamit und Pyroxylin auf dem Keüerofen abgeladen war. Von besonderer Wichtigkeit ist, daß die Untersuchung ergeben hat, woher die Nihilisten die großen Vorräthe Sprengstoff beziehen und auf welchen Wegen sie selbe einbrachten. Fast die gesammte Masse der in den Besitz der Revolutionäre gelangten Sprengstoffe ist in Schweden fabricirt und ausschließlich über Kronstadt und durch das Peters- burger Seezollamt, welche« sich einer strafwürdigen Lässigkeit bei der Unter- suchung der eingehenden Fahrzeuge zu Schulden kommen ließ, eingebracht und von hier über ganz Rußland verbreitet worden. Ganz denselben Weg haben nicht nur die verbotenen und staatsgefährlichen Druckschriften In den letzten Jahren genommen, sondern auch schon jene Bücher und Zeitungen, welche durch die Herzeu'sche Agitation eingeschmuggelt wurden. Durch diesen Umstand ist der Zusammenhang der ueunihilistischen Partei mit den „Kolokol"-Männern der sechziger Jahre dargethan und die Erscheinung erklärt worden, daß die strengen zollamtlichen Revisionen an den Landesgrenzen ohne Ergebniß geblie- ben sind.
Irankreich.
Paris, 23. Septbr. Das neue Cabtnet «st wie folgt zusammengesetzt: Ferry Präsidentschaft und Unterricht, Barthelemy SaintHilaire Aus- wärttges, Constans Inneres und Cullus, Cazot Justiz, Magntn Finanzen, Farre Krieg, Sadi Carnot öffentliche Arbeiten, Tirard Ackerbau und Handel, Cochery Posten und Telegraphen, Admiral Cloue Marine. Graf Chotsenl wird voraussichtlich zum Unterstaatssecretär im Ministerium des Auswärtigen ernannt. Davon sind drei (mit gesperrter Schrift bezeichnete) Mitglieder neu; sieben gehörten dem bisherigen Cabinet an. Von den Cabineis- Mitgliedern sind fünf Deputirte, nämlich: Ferry selbst, Constans, Sadi Cornot, Tirard und Cochery; drei Senatoren; Barthelemy Saint Hilatre, Magnin und Cazot; zwei gehören dem Parlamente nicht an, nämlich der Kriegsminister Farre und der neue Marineminister Cloue. Gestern Morgen, nachdem Marquis Roailles und Challemel-Lacour endgültig den Eintritt abgelehnt hatten, berief Grevy auf den Vorschlag Ferry's Barthelemy Saint Hilaire nach dem Elysee, und dieser, der ein alter Freund des Präsidenten der Republik ist, nahm das Anerbieten an. Es wurde aufgegeben, das Ministerium des Innern von dem der (Suiten zu trennen, da man bald einfah, daß dazu ein Beschluß des Par- lameuts noihweudig fei. Sadi Carnot ist der Enkel des berühmten Carnot. Man erfuhr die Nachricht von Barthelemy Saint Hilaire's Ernennung schon gestern gegen 3 Uhr Nachmittags, aber Niemand wollte daran glauben, obgleich dieselbe vom „National" um 4 Uhr veröffentlicht wurde. Gambeita hat jetzt nur noch drei feiner Freunde im Cabinet, nämlich Cazot, Constans und Farre. „Paix", das Organ des Elysee, betont dieses und sieht in der Er- nennung des alten Freundes des verstorbenen Thiers eine Bürgschaft für den Frieden. Der „Voltaire" äußert: „Die Politik des neuen Cabinets ist an-- gedeutet, es wird die nämliche sein, wie die des Mm steriums FrAcinet vor der Rede von Montauban." Die „Republique Francaise sagt . „Das Cabinet Ferry ist kein neues Cabinet, es konnte auch -kein neues sein, da die Kammern abwesend sind. Freycinet fiel, weil er das Programm der Kmnmer nicht anssühren wollte. Dieses Programm ist: Unterdrückung der nicht erlaubten Klöster, Einführung des obligatorischen unentgeldl ichen Laienunterrichts, Reform des Richterstandes. Was unsere Beziehungen mit Europa betrifft, so ist es der Friede, ein ehrenvoller Friede, wie er einer der ersten Mächte ge-


