Haupt-
6 j-ffi
füll
4589)
l W
einqetroffen bei
J. Jjf. Schulhof.
, »ff
L, ii
die jährlich regelmäßig stattfindende Versammlung des Prooinzialtages im October oder November ftattfinden soll.
200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.)
Frankfurt, 26. Juli. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 400 Ochsen und Stiere, 320 Kühe und Rinder, 290 Kälber und 300 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 67—69, 2. Qual. vH 62—64, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 56—58, 2. Qual. vH 45-50, Kälber 1 Qual. vH 52—54, 2. Qual. 44 -46, Hümmel 1. Qual. vH 60—62, 2. Qual. vH 45-50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund 66
Handel und Verkehr.
Gießen, 27. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostere: Butter per Pfd. JL 0,85 bis vH 0.90, Hühnereier 1 Stück 5—6 H, 2 St. — Enteneier 1 Stück 6 — 7 H. Käse per Stück 5—8 Käsematte per Stück 2—3 Erbsen 1 Liter — Linsen 1 Liter — ^, Dauben das Paar 75—100 Hübner p. St. vH 1.00—1.70, Hahnen p. St. vH 0.75—1.25, Wälsche vH 0.00—0 00, Anteil per Stück vH 0.00—0.00, Ochsenfietsck 68-00 per Pfd., Kuh« und Rindfleisch 50-56 H, Kalbfleisch 40—44 Hammelfleisch 64-68 Schweinefleisch 64—00 Kartoffeln per 100 Kilo JL 5.00-6.50, Zwiebeln p. Etr. vH 15—00, Milch per Liter 16 und 18 Kirschen per Pfund 12—24
Eine Muster-Eollektton der von Herrn Je Bertram in Siegburg fabricirten Thonwaaren: als Blumentöpfe, Pflanzenständer, Baumstämme, Jardiniören u. s. w. halte einem verrhrlichen Publikum besten- em« psohlen und lade zu deren Bestchtiauna erqe6enft ein.
B. Pfeiffer, Geschirrhandluna, Neuen-Bäuen.
Bester Kaffee-Ersatz.
Preisgekrönter Dr. W. Schwabe’s verbess. H. GesundheitS-Kaffee, bestehend aus den besten gebr. und gemahlenen Fruchtsorten (u. A. Cacao) durch ärztliche Atteste bestens empfohlen, so z. B. durch Herrn Dr. med. Göring, Leibarzt Sr. König!. Hoheit Ludwig III, sowie Herrn Dr. LouiS Schmidt, Arzt am Mathtlden-Landkrankenhaus in Darmstadt, Dr. Kirsch in Mainz u. s. w. Ein Packet ä 30 gibt bis 90 Taffen pur wohlschmeckendes kaffeeähnliches Getränk, derselbe kann auch mit Bohnenkaffee gemischt ge- t runken werden. (5013
Niederlagen in Gießen: E. Fischbach, Seltersweg 183, Rh. Nau & Co. Lindenplatz.
Vermischte-.
Frankfurt, 26. Juli. Gestern Morgen um 8 Uhr versammelten sich auf den angewiesenen Plätzen die Turner und diejenigen Vereine, welche durch ihre Mitwirkung das Fest zu unterstützen sich bereit erklärt hatten. Es durchwehte cm Geist der Pünktlichkeit und Ordnung das Ganze, denn schon um 9 Uhr sah man alle Gaue hin über den Main ziehen, um sich dort in den Festzug clnzureihen. Präcts 10 Uhr setzte sich derselbe in Bewegung und wurde er allenthalben nicht blos sympathisch, sondern enthusiastisch empfangen. Mit dem Willkommen und Gut Heil aus schönem Munde war es nicht genug, nein, auch Kränze und Blumew spenden regneten auf die fröhliche Turnerschaar herab, hin und wieder wurde auch den durch drückende Sonnenglurh matt gewordenen Festzüglern ein kräftiger Trunk aus Bacchus' um» Gambrinus' Keller, wie z. B. auf der Reuen Mainzerstraße, gereicht. Die Ordnung war musterhaft. Das Publikum setzte eine Ehre darein, selbst den für den Zug erforderlichen Raum frei zu halten und ,o kam cs denn, daß der aus ca. 15,uOO Personen bestehende Festzug, in welchem die Landwirthschaft, vertreten durch einen gesegneten ersten Erntewagen und noch belebt und umgeben von Schnittern und Schnitterinnen; ferner Schützen Frankfurts, die RulergeselU schäft und der Ruververeln mit ihren schimmernden Preisen sich frei bewegen konnte. Eine malerische Abwechselung brachten die 500 Banner und Fahnen, die im Zug getragen wurden und denen aller- wärts ein kräftiges Gut Heil entgegengebracht wurde, so daß den langen Zug ein ununterbrochener Jubel bis zur Festställe begleitete. Dank der musterhaften Ordnung, die allenthalben herrschte, brauchte die Spitze des Zuges nur 2</2 Stunden, um den Festplatz zu erreichrn und der letzte Verein scbwenkle präcts 1 1/2 Uhr dort ein, worauf sofort diejenigen Turner, welche die Frei-Uebungen mitmachten, auf oen hierfür bestimmten Platz einschwenkten. Nachdem der letzte Ton der Musik verklungen und dcr Kanonendonner verhallt war, begrüßte Herr F. Fabricius von der Plattform des Steigerthurms die zu den Freiübungen angetretenen Turner und den Ausichuß mit folgenden Worten: Deutiche Turner ! Gäste und Freunde aus dem Ausland! Willkommen! Herzliches Willkommen all Ihr Brüder! Euch deutschen Turnern mag wohl jetzt das Herz höher schlagen in dem Bewußtsein, daß das Auge der gejammten Nation ntchc allein auf Euch ruht, |onoein daß die Blicke des ganzen Auslandes, das den gleichen Bestrebungen huldigt wie Ihr, auf Euch gerichtet sind. Nun denn, Ihr Turnei, in diesem Bewußtsein ruht Euer Bestes, tretet frrjch heran zum Wettkampf! Seid fromm und blickt ohne Neid auf den Sieger, gebt keinem anderen Gedanken in Eurem Herzen Raum, als dem: „Ich will mir Mühe geben, es ebenso gut zu machen wie du!" Seid fröhlich, daß es Euch vergönnt ist, an einem solchen nationalen Feste Theil zu nehmen und daß Ihr hier Euren Freunden aus dem Auslande die Bruderhand drücken könnt. Wenn Ihr diese oret Worte Eures Wahlspruchs wahr macht, Ihr Freunde, dann könnt Ihr frei vor Jeden hin- tretcn, die Hand auf's Herz legen und sagen: Ich bin stolz darauf, ein Turner zu sein. (Bravo!) Und so denn, Ihr Turner, übergebe ich Euch im Namen des Centralausschusses diese Stätte zum schönsten Wettkampfe, tretet an, kämpft dem Vaterlande zur Freude, der ge- sammten Turnerschaft zur Ehre! (Bravo!) Und daß dieses Fest gelinge, daß wir unseren Zweck erreichen und dadurch die Turnerschaft immer mehr zur Ehre und Anerkennung bringen, Ihr Brüder, darauf bringt ein dreifaches Gut Heil! (Stürmische Rufe: Gut Heil, Gut Heil, Gut Heil! Jubelnder Beifall.) Hierauf begannen die musterhaft ausgeführten Freiübungen unter Leitung des Herrn Danneberg, an welchem sich 64 Mal 31 Turner, zusammen 1984 Mann, betheiligten und führten dieselben 16 zusammengesetzte Uebungen aus Rach dem Urtheil Sachverständiger zeigten die gesammten Uebungen große Pünktlichkeit und Sicherheit.
— An dem gestrigen Festzuge nahm ein Schüler des Turnvaters Jahn Theil, Hr. Bau- inspector Winchenbach, Mitglied des Turnvereins Bromberg, Kreis I, ein Greis von 78 Jahren, der sich jedoch noch voller Rüstigkeit erfreut und den anstrengenden Marsch des Festzuges mit ungeschwächter Kraft zurücklegte.
— Ein sächsischer Turner aus Freiburg überbrachte einen Kranz, gewunden aus Blumen vom Grabe Vater Jahns mit Schleife und Widmung und übergab denselben während des Fest- zuges dem Centralausschuß zur Schmückung der neuen Bundesfahne.
Frankfurt, 26. Juli. Das Fest hat unvermeidlich auch seine schlimme Gefolgschaft, die Taschendiebe, herböigebracht. Am Samstag Abend wurden in dem Gewühl der Festhalle 8 Uhren und 11 Geldbörsen gestohlen. An der Taunusbahn wurde ein Taschendieb bei der That ertappt, gestern Nachmittag einer auf dem Festplatz.
— Leider gab es heute bet dem Festbankett in der Festballe eine unliebsame Störung, welcher für die Zukunft jedoch vorgebeugt ist. In letzter Stunde waren nämlich noch so t>rl Theilnehmer angenommen, daß, wenn auch die Speisen zur Befriedigung der Hungernden vorhanden waren, es doch gänzlich an der Bedienung fehlte. Hierdurch entstand großer Tumult, den Herr Fabricius durch eine kernige Ansprache zu beruhigen verstand.
— Das Turnfest hat heute Nachmittag wie das Schützenfest seinen Feststurm gehabt. Wolkenbruchartig stürzte der Regen, den ganzen Platz überflutbend nieder. Der Wind raste. Die Gebäude, wenn auch das Wasser alles durchdrang, hielten Stand, nur am Triumphbogen fielen einige Verzierungen herunter. Nach vorübergegangenem Welter ging das Festtretben un gestört weiter.
Frankfurt. 26. Juli. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 vH 41, 9lt. 2 JL 39, Nr. 3 JL 33, Nr. 4 vH 29, Nr 5 vH 23, Roggenmehl «/, (Berliner Marke) vH 2.850—29, do. 1 (Berliner Mark») vH 27.00—27.50, do. II (Berliner Marke) vH 22.50—00.00. Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier vH 24.00 - 24.25, ab unserer Umgegend JL 23.50—24.00, do fremder je nach Qualität vH 23.50—24.75, Roggen, je nach Qualität vH 17.50—20.00, Gerste vH 00-00 00, Hafer vH 14.60—16.00, Kohlsamen vH 25—26, Erbsen vH 19—27, Wicken vH 16-18, Linsen vH 20—40, Bohnen, weiße, vH 23—25, Roggenkleie vH. —, Weizenkleie, grobe und feine vH —, Rüböl, detail, VH 63. Stimmung sehr flau. Hauptsächlich gekragt war: —. Dringend offertrt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtltch per
..^sss*
«S" Herren-Wäsche: ' «e»
Weiße und bunte Hemden, Kragen, Manschetten, Chemis- setten, Hemden-GLnsätze, Taschentücher, sowie seidene, wollene und baumwollene Unterjacken, Unterhosen, Socken. Sttts das Neueste in schwarzen und farbigen Shlipsen, Hosenträgern, (Alaev- und Sommer-Handschuhen, Regenschirmen für Damen u. Herren rc. empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen
He Kübsamen»
NB. Herren-Hemden nach Maaß unter Garantie des Gut-Paffens liefere zu billigen Preisen.(2252
K DO* ” (tun)
Vorliebe Sei dies dcr Fall, dann müsse geholfen werden. Em Central-Siechenhaus .gewähre dann die beste Art her Verpflegung. Von der Thätigkeit des Prooinzialtages habe man bis jetzt in der Provinz nichts gemerkt. Man rnüffe endlich einmal anfangen, die Selbstverwaltung zu verwirklichen.
Professor Dr. Gareis von Gießen. Er vertrete 13 der Provinz un Reichstage nnb sehe dort, rote die Belastung un Reiche immer zunehme. Man müsse also für eine Entlastung besorgt sein. In der Vorlage erblicke er ab.r eine ivlche. Die Staatsregierung werde Mittel genug haben, die von den Exp rten einstimmig angegebenen Mißstände zu beseitigen Es seien Fälle angegeben worden, aus welche § 221 des Strafgesetzbuchs Anwendung finde, und solche, welche die Anwendung pollzeilicher Maßregel rechtfertigen Wenn aber die Staatsverwaltung einschreite, würden den Gemeinden viel höhere Kosten entstehen, als die Siechenanstalt erfordere. Die Verpflegung durch Verwandte könne nicht immer genügend sein; auch würden die Familien durch lieber; nähme von Efsbedürftigen ost unerträglich belastet. Eme einzige Anstalt für das ganze Land, z. B. in Darmstadt, werde für die Angehörigen der Provinz Oberhessen noch besondere Transportkosten verursachen. Das Steuerkapital der Städte sei großer, als das des Landes In den Städten würden ferner herumstreifeade Bettler, Hülfs- Äedürftige rc durch die bessere Polizei schneller weggeschafft, als^auf dem Lande. Die zu errichtende Anstalt werde daher mehr das Land, als die Städte entlasten. In Baiern sei Jemand 52 Mal wegen Majestäts- und Amtsehrenbeleidigungen bestraft worden. Als der Betreffende schließlich wegen einer Brandstiftung vor das Schwurgericht gekommen, habe sich herausgestellt, daß^der Mensch blödsinnig und epileptisch gewesen sei Jetzt erst habe man ihn in eine iLiechenanstalt gethan. Eine ganze Menge von Verbrechen würden gerade durch so vernachlässigte Personen verübt. Auch er vermisse eine Dotation der Provinzen Die Staatsgelder seien aber nicht verschleudert, sondern zum Besten des Landes verwendet worden. So sei z B die neue Aula dahier aus der Kriegsentschädigung bezahlt woiden^ Man dürfe aber die Errichtung der Anstalt deshalb nicht ablehnen, weil keine Dotation da sei. Erscheine die Anstalt nöthig, dann müsse sie errichtet werden. Wir wollten nicht, wie die Sozialdemokratie, den Staat Alles macken lassen. In erster Linie komme die Selbsthülfe. Die Gemeinde könne das Bedürsmß nicht befriedigen, wohl aber die Provinz. Oberhessen habe eine deta- chirte Lage und müsse deshalb selbst vorgehen. Die Kreise nochmals zu befragen, scheine ihm nicht nöthig. Diejenigen, welche dies befürworteten, seien Gegner der Vorlage und wüßten, daß sich die Kreise dagegen erklären würden. Der Prooinzialtag werde auch reineswegs aus fremdem Beutel zahlen; er vertrete s in eignes Vermögen. Den Vorschriften des Art. 91 der Kreis-Ordnung sei genügt worden. Jeder Versuch, die Entscheidung hinauszuschieben, stelle sich als eine nicht gerechtfertigte Verschleppung bar. Es sei Alles genügend geprüft worden. Man solle nicht Hunderte von Menschen sernerhin im Elend liegen und Manche bei lebendigem Leibe verfaulen lassen.
Bürgermeister Bramm von Gießen erklärt sich mit dem Vorredner einverstanden.
Fabrikant Trapp von Friedberg weist noch darauf hin, daß der Kreis Freiburg 200,000 Seelen zähle, also größer sei, als ein Hessischer Kreis.
Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch von Gießen. Wenn Herr v. Rabenau meine, daß man durch sorgfältigere Controle Seitens der Staatsbeamten Abhülfe schaffen rönne, so halte er cme solche Controle der Unterstützungen un Einzelnen überhaupt für unmöglich. Wenn weiter gefragt worden sei, warum wir gerade voran gehen lollten, so müsse doch einmal Einer den Anfang machen. Nicht die reicheren Provinzen müßten beginnen, sondern gerade Oberhessen als die ärmere In Ausführung des Princips der Selbsthülfe und Selbstverwaltung hätten wir unsere Bedürfnisse selbst zu befriedigen und dürften nicht an den Staat verweisen. Wir könnten aber auch eine Staats-Siechenanstalt in Darmstadt nicht wünschen, weil unsere Provinz zu sehr abseits vom Gentrum gelegen fei. Wenn weiter gesagt worden wäre, man solle die Franken den Familien belassen, so ist es nicht die Absicht, Personen, welche nach der Art ihrer Krankheit besser in der Familie verpflegt würden, dieser zu entziehen. Da das frühere Heimathsrecht nicht mehr bestehe, gebe es auch in jeder Gemeinde Arme, tic mit der Gemeinde in gar feinem Zusammenhang stünden. Diese von dort in bie Anstalt zu verbringen, habe gewiß keinen Anstanb. o. Rabenau wolle erst eine Dotation der Provinzen burch ben Staat. Zum Staate seien wir aber auch selbst gehörig. Ob man von Staatswegen jeder Provinz eine Summe gebe, ober bie Provinzen sich selbst biesc Summe verschafften, sei einerlei. Eine Aenberung ber Steuergesetzgebung könnten wir nicht abroarten, uns nicht vom Guten zum Besseren vertrösten. Die Lanb- ta^abgeorbneten möchten in biefer Richtung thätig sein. Der Einwanb, man bürfe Len Gelbbeutel der Provinz nicht zu sehr in Anspruch nehmen, sei unbegründet. Die SieckkN-Anstalt koste nur insofern mehr, als sie die Pflichten gegen die Armen richtig erfülle. Die Anhörung dcr verschiedenen Kreistage werde ein ungünstiges Resultat hoben. Der Provinzialtag sei auch nicht eine Combination dcr einzelnen Kreistage, sonst wäre er überflüssig Er vertrete selbstständig das Interesse der Provinz. Vor lauter Gutachten und Berichten sei schon Vieles nicht zur Ausführung gekommen. In der vorliegenden Sache noch weiteres Material s. mmeln, heiße sie vernichten. Die betreffenden Redner möchten aber gerade diese Tendenz haben. Die richtige Sparsam- fdt habe nicht immer die Hand auf dem G Ibbeutel, sondern wisse auch das Geld in die richtigen Kanäle zu leiten. Was wir in vorliegender Sache ausgeben würden, ernteten wir auf anderen Seiten. Er stimme daher für die Vorlage.
Der primäre Antrag des Herrn v. Rabenau, vorerst die Kreistage der Provinz zu hören, wurde darauf mit 12 gegen 10 Stimmen angenommen.
Die Tagesordnung betraf sodann noch die Feststellung des Voranschlags für 1881. Hierbei ergab sich fein Anstand. Zu pos. 5 des Voranschlags bemerkt der Vorsitzende, es sei vom Kreistage Alsfeld beanstandet worden, daß dem ßanbarmtiwerbanbe Als- fclb als unterliegenden Theile Kosten zur Last gesetzt worden seien- Nach dem Gesetze müsse jedoch dem Unterliegenden ein Aversionalbetraa zur Last gesetzt w rden. Die Provinzialfasse wäre schwer geschädigt worden, wenn dies nicht geschehen sein würde.
Kammerherr v. Rotsmann aus Dotzelrode (Kreis Alsfeld) bemerkt, daß man sich darauf bezogen habe, daß die Provinzialkasse aus den Kreiskassen unterstützt werde-
Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch erwidert, es sei Princip, daß ber Untediegenbe bie Hosten bezahle. Gegen das vorbemerkte Argument wende er ein, daß mit demselben <Hrunde Jeder die Zahlung gerichtlicher Proceßkosten deshalb würde verweigern können, weil er Steuern zahle.
Der Vorfitzende weist noch daraus hin, daß es sich nicht um e ne Strafe, sondern nur darum handele, einen Theil ber Auslagen zu erheben. Das Gericht habe das Necht und bie Pflicht bie Kosten festzusetzen. Das beste Mittel, berartige Kosten zu »ermeiben, liege darin, daß der Kreis-Ausschuß die an die Landarmenverbände ergeben; fom Ansprüche von Ortsarmenverbänden sorgsam prüfe, und, wenn er sich zum Proceß entschieden habe, denselben ordnungsmäßig führe.
Der Prooinzialtag gewährt hierauf noch einem Schuldner dreijährige Zahlungsfrist und genehmigt sodann noch ein Statut, wonach das Rechnungsjahr für den Provinzialhaushalt künftig von April zu April läuft, und endlich ein solches, wonach
.Sä?*«
- y '^unbe. L Qd)lafle e "tUn»un«
• »ru > ° uner Hm--
4n Z
. \.yaßc btbürjt bif
■ ; ^6ouin Don iür d'c ball zu üburfl mit,
-- hir M pro Kopf ^rsiam, daß, da die Aus-
‘Oi »ur dieCommunal; angezogen werde. Dies 7,aau fm$tet, weil bann
g-n Falle dürsten wir - altungsgeiehe, möglichst -:z T:r du uns erteilten
Vielen an ibn gestellten • d:e Notbwendigkeil •' n'chald, deren Abzahlung
>rür iilche Zwecke, wie n- nur durum fragen, d.r :iaii einem Juhre nicht
d < ^ÄniBfraße fest- rnstiftt M mehr wissen? "• it vorliege und daß wir - diagt verbandelt werde, zu tat Provinzen etarfenburg ieror?en? So viel ihm die :::: man auch in Starken- c 7IUN die Sache verschieben
:: i um Lreisanstalten - .2:n. ffär Xrmt trete er ■ not öm ßnlommtn nidjt vertagen, bis sie besser 5-erag nicht habt der alben TBiöjm von einer Million. -■..■'•V. und die dabei ge- • nr den io'litn. Mm hätte - Kntr n< der jetzigen Re- • r-. gekommen Auch diese : „ittbent M'vnm. Alt i irltde übernehme. Ergebe - könne aber auch mit-
Ml Ein großer ./ya5t naben, nament- ■J" '>'^jnffalt den ersten Die Zürsorge für r^r^on billig r bqorgt ^7« da dieses seine Pro- 7-L oremiiche" ^egierungs- , -tr. Säbrtnb eines ',7 ^ -ucht besser werden.
haß bemalen der
r.-; ■ b< ner flnttog zlechenbause, 'nffedber^^ !7' < O«B der'-
und 3111 - her »on den
v.2 -reifes
T ^tdülfn'8
•Ä
Neues jlumliorn
, r. . in lebet beliebigen Große finb sehr billig
t zu haben bei (494B
Je M. Schulhof S. Elsoffer, Bahnhofsstraße.


