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Den 19. December.
IC. KÖNIG & EBHARDT. HANNOVER
Bockbier
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Das Museum des historischen Vereins (im Rachhaus) ist jeden Montag von 11—12 Uhr den Mitgliedern des Vereins geöffnet.^*
Getaufte.
Dem Kaufmann Karl Schulze II. ein Sohn, Bernhard
Die soeben in F. E. Fehsenfeld's Buchhandlung erschienenen Briefbogen mit Ansicht der Stadt Gießen, zeichnen sich vor ähnlichen Unternehmungen, durch die Reichhaltigkeit — 12 Ansichten — und die schöne künstlerische Zusammenstellung aus. Oben in der Mitte die Totalansicht der Stadt, darunter das Wappen der Stadt nebst Schiffenberg und Gleiberg. Zu beiden Seiten finden wir Aula, Gymnasium, Post, Justizgebäude. Darunter Anatomie, Realschule, Kaserne, Bahnhof und Synagoge. Reizend sind die Arabesken, welche die einzelnen Bilder umschlingen. Da sehen wir zwei flotte Burschen die Schläger schwingend, einen geflügelten Knaben mit Posthorn und Brief, die Minerva als Beschützerin von Kunst und Wissenschaft, zwei Musketiere feldmarschfertig, die Thora (d- 12 Tafelgesetz), und verschiedenes Andere. Der Preis von 30 Pf. ist so billig, daß jeder gern einige Exemplare davon seinen auswärtigen Freunden zuschicken wird.
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Gießen,
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
— Der Auszug aus den StandesamtS-Regtstern ist uns bis heute Mittag 12 Uhr noch nicht zugekommen. D. R.
GESCHÄFTSBÜCHER-FABRIK, BÜCH- und STEINDRÜCKEREI.
PRÄM1IRT MIT DER K. PREUSS. GOLDENEN STAATS-MEDAILLE BND MIT DEN HÖCHSTEN AUSZEICHNUNGEN AUF ALLEN WELT- UND VIELEN ANDEREN AUSSTELLUNGEN.
Agentur und Commissions-Lager bei Ph. LÜDEKING. (7720
Heinrich Karl, geboren den 25. November.
Den 23. December. Ein unehelicher Sohn von auswärts, Wilhelm, geboren den 9. Dec.
Beerdigte.
Den 19. December. Karoline Louise Georgine Margarethe Vogt, ledige Tochter des verstorb. Bürgermeisters Heinrich Balthasar Vogt, alt 48 I. 25 T-, gestorben den 17. December
Den 22. December. Ottilie Jung geb. Fieimann, Ehcfiau des Postsecretärs Conrad Jung, alt 30 I. 11 M. 18 T-. gest. den 20. Dec.
Den 23. December. Dora Kraft, geb. Kleberger, Wittwe des zu Darmstadt verstorbenen Hofgerichtspräsidenten Dr. Friedrich Kraft, alt 70 I- 8 M- 7 T-, gest. den 22- Dec.
Denselben. Christian Plank, Kaufmann, lediger Sohn des verst. Oeconomen Peter Plank, alt 25 I. 3 M. 9 T., gestorben den 21. Dec.
MkM Johann I vcn Eltingsha» 1880 gestorbri drssüben vorc jrin wird, so h von äBttttifdl ZeWchen M ihres noch minl stände mit dn zeugten und t Sohnks, die ( RechtSwohlthat treten.
Es ergeht an Ansprüche an l Konrad Di haben, die s^ewiß innerh! heute an gereä machen, widrige theilung des N slchtigt würden.
Ltch, den 15.
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Prosit Veujflthrm
8340) Für den Jahreswechsel empfehle eine große Auswahl
Gratulationskarten,
originelle Neuheiten.
Ernst Balser, Mäusburg.
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gegen Balth. Lenz. Danach ist die Stadt Gießen durch den Spruch Großh. OberlandeS- gerichtS (Etvilfrnat I) verurthrtlt worden, an den Kläger die Summe von 2301)0 JL zu zahlen und alle entstandenen Kosten zu tragen. — Ferner theilt Herr Bürgermeister Bramm verschiedene Dankschreiben für erhaltene Stadtbaupläne mit, u. A. auch eines im Auftrage S. K. Hoh. des Großherzogs für ein demselben übersandtes Exemplar des Planes. - Bonder an den Stadtvorstand ergangenenMnladung des hiesigen Gewerbevereins zum Besuche der Ausstellung der LehrlingSarbeiten, welche s. Z. in Oppenheim a Rh. ausgestellt gewesen, wird dankend Notiz genommen. — Rach dem vorliegenden Bericht über den Stand der städtischen Schulen besuchen dieselben int Ganzen 1827 Schüler, hiervon entfallen auf die höhere Mädchenschule 399, auf di« erweiterte Mävchenschule 129, auf die Stadtmädchenschule 625, auf die Stadtknabenschule 464 und auf die Fortbildungsschule 210 Schüler. — Die Aufnahme der Kosten verschiedener von der Baudeputatton zur Ausführung vorgeschlagenen Straßen und Bauten in den Gemeindevoranschlag für 1881/82 wird genehmigt, desgl. einige die Stellung der Rechnung für das Jahr 1878 betreffende Anträge. Die Rechnung der Realschule für 1879/80 wurde zur Prüfung vorgelegt und für richtig befunden. — Infolge des neulich stattgehabten Frevels an einer der Ausgertnnschleußen der Stadtbach, wobei versucht wurde, die Schleußen zu öffnen, wodurch die Stadt schwer geschädigt worden wäre, beschließt die Versammlung, einen Preis von 50^ für Denjenigen auszusetzen, durch welchen die Thäter entdeckt werden. — Dem Gesuch des Pächters des Stembruchs in der Steinrutsche wird dahin stattgegeben, daß derselbe von dem Pachtvertrag entbunden wird. — Den Gerbern wird die Benutzung der Stadtbach zum Betriebe ihres Gerbereigrschäfts unter dem Vorbehalt gestattet, daß sie die Ufer in ordnungsmäßigem Zustande erhalten und schriftlich erklären, bei einer allenfallsigen Verlegung der Stadtbach Entschädigungsansprüche nicht geltend zu machen. — Der in Betreff der Nummerirung der Häuser gemachte Vorschlag, die rechtsseitigen Häuser mit ungeraden, die linksseitigen mit geraden Nummern, und in gleicher Weise die eben einreihigen Häuser zu nummenren, wurde genehmigt. Die Nummerirung soll vom Stadtthurme ausgehen und die freien Plätze sollen für sich fortlaufende Nummern erhalten. — In Betreff der Einhaltung der Baulinie auf der Westseite des früheren Reichensande« beschließt die Versammlung, die von der Baudeputation vorgeschlagene in den Plan eingezeichnete Linie zu genehmigen. — Das Gesuch deS Sattlers Friedel um Angabe der Trottotrhöhe an seinem neuerbauten Hause in der Retchensond - Bahnhofstraße wird befürwortet und beschloffen, an beiden Seiten der Straßen erhöhte Trottoirs anzubrtngen. — Infolge des Abhub« in der Bahnhofstraße beschloß die Versammlung in einer früheren Sitzung, an dem Eingänge zum Hofe des M. Rosenthal ein neues Thor setzen zu laffen. Deffen Gesuch, welches die Tieferlegung des Spaliers verlangt, wurde heute abgelehnt. — Zur Aufbesserung des Weges von der neuen Anlage bis zum Steg über die Wiejeck wird der erforderliche Kies nebst Fuhrlohn bewilligt. - Das Gesuch des Bauunternehmers Louis Kauf um Erlaubniß zur Errichtung eines Wohnhauses an der Wiesenstraße wird befürwortet, desgl. da« erneuerte Gesuch des Eberhard Fruster um Bauerlaubntß. — Das Gesuch des Ludwig Pfaff um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung am Tiefenweg wird auf Antrag Großherzoglicher Polizeiverwaltung abgelehnt. - Auf ein Gesuch um Heber; laffung städtischen Geländes am Friedhof wird beschloffen, fraglich'« Gelände zu ver- pelgein. — In vorletzter Sitzung wurde die Aufstellung mehrerer GaSlaternen ge- nehmigt, u. A. für die Strecke von der Neustadt bis an die beabsichtigte Unterführung de« Weges an der Pi pp'scheu Schanze. Seitens der Gasanstalt ist jedoch darauf aufmerksam gemacht worden, daß die Rohrlegung an genannter Stelle aus verschiedenen Gründen vorerst nicht zu empfehlen sei, weshalb beschloffen wurde, dort 2 Oellampen aufzustellen. Auch am Schiffenberger Weg soll eine Oellaterne ausgestellt werden. — Da das seitherige Kreißamts- Gebäude mit dem 1. Februar n. I. zu Militärzwecken benutzt wird, so macht sich die Beschaffung von Loealitätcn für die Polizetverwaltung nöthig und ist hierfür das Haus in der Wetdengaffe vorgesehen, zu deffen baulicher Veränderung die sich auf JA. 2060 belaufenden Kosten genehmigt werden. - Nachdem der seitherige stellvertretende Fleischbeschauer Stoß zum ordentlichen Fleischbeschauer für die Stadt Gießen ernannt worden, soll als deffen Stellvertreter Karl P l ank vorgeschlagen werden. — Die Verhandlung über die Eingabe mehrerer Einwohner, brtr. die Erbauung einer Tonhalle und die unentgeltliche Ueberlaffung von Gelände zu derselben endigte mit Annahme deS von der eigens hierzu eingesetzten Commiffton gestellten Antrages, dem Gesuche vorerst nicht stattzugeben und weitere Anträge abzuwarten. — Die Decretur von Kosten, welche sich theils auf Reparaturen an Gebäuden und sonstigen Gegenständen, theils auf div. Gebühren beziehen, wird genehmigt.
Gießen, 24. December. Am 22. December Mittags ertrank in der Lahn bei Marburg der 12jährige Sohn deS Reallehrers D ut e daselbst und wurde die Leiche von der Strömung mit fortgerissen. Für die Ländung der Leiche ist eiye Belohnung von 15 Mark bestimmt.
Ausstellung von Schülerarbeiten der hiesigen Handwerkerschule, sowie von
Lehrlingsarbeiten.
8316) Die diesjährigen Arbeiten der Schüler unserer Handwerkerschulen (Erweiterte Handwerkerschule und Sonntags - ZeichensÄule), sowie die Arbeiten hiesiger Lehrlinge, welche in Oppenheim a. Rh. ausgestellt waren, sollen am 29., 30 , 31. December und am 2. Januar in unserem Lokal (am Asterweg) zur Ausstellung kommen-
Die Zimmer sind von Vormittags 10 bis */21 Uhr und Nachmittags von 2 bis 4 .Uhr geöffnet. Schluß der Ausstellung am 2. Januar, Mittags um 12 Uhr.
Wir laden unsere Vereinsmitglteder, sowe alle Jntereffenten zum Besuche der Ausstellung ein.
Der Hauptlehrer: Der Vorstand drs Gewerbevereins:
Aug. Hug. Dr. H. v. Ritgen.
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Der Witterungswechsel
und sein Einfluß auf die Athmungsorgane des Menschen.
Es ist eine bekannte Thatsache, daß unter allen Krankheiten des Menschen diejenigen der Athmungsorgane am meisten verbreitet sind und besonders in der rauheren Jahreszeit, beim Uebergange des Herbstes in den Winter und beim Eintreten des Frühlings Schnupfen, Husten (Keuchhusten), Heiserkeit, überhaupt Erkältungen im Allgemeinen epidemisch werden. So leicht nun anfänglich unbedenklich scheinende Erkrankungen durch Vernachlässigung einen ernsten Character annehmen, so wenig ist der Mensch geneigt, den ersten Symptomen Beachtung und entsprechende Behandlung zu Theil werden zu lassen, man greift vielmehr in den meisten Fällen zu den sogenannten Hustenmitteln (Syrupe, Pastillen, Bonbons, den div. Thees ?c.), die in manchen Fällen dadurch, daß sie mit den entzündeten Schleimhäuten in Berührung gebracht werden' wohl eine vorübergehende Linderung hervorbringen, aber nur zu häufig durch ihren Zuckergehalt rc. die Verdauung und so die ganze Ernährung stören. Neuerdings werden nun katarrhalische Erkrankungen mit größtem Erfolg durch antiphlogistische Mittel beseitigt und bedienen sich hierzu eine große Anzahl Aerzte der bekannten Dr. V o ß'schen Katarrhpillen, eine ebenso unschädliche, wie überraschend schnell und sicher wirkende Pille. Aeußcrt sich doch Herr Stabsarzt a. D., Dr. med. Schmidt, praktischer Arzt in Ahrweiler, über die Wirkung folgendermaßen:
Die erzielten Erfolge sind als sehr günstige zu bezeichnen. Leichte katarrhalische Erscheinungen wurden schon im Verlaufe mehrerer Stunden gehoben, schwerere Fälle innerhalb einiger Tage, selbst bei hartnäckigem ccutcn Lungenkatarrb, womit Patient schon lange behaftet gewesen, trat schon in kurzer Zeit eine Minderung sämmt- licher Symptome ein und bei fortgesetztem Gebrauch der Pillen vollständige Besserung. Einen nachtheiligen Einfluß der Pillen auf den Verdauungsapparat habe ich nicht beobachtet, im Gegentheil schwand in den meisten Fällen, der den Lungen- resp. Nachenkatarrh fast immer begleitende Magenkatarrh schnell und wurde die Appetitlosigkeit der Patienten gehoben. Nach diesen gemachten Erfahrungen kann ich die Katarrhpillen als bewährtes Mittel bei allen und namentlich bei beginnenden katarrhalischen Erkrankungen aufs Beste empfehlen, umsomehr auch der billige Preis es dem weniger Bemittelten ermöglicht, sich dieses werthvolle Medicament zu beschaffen.
Die von Dr. Ew. Voß (Adlerapotheke) in Frankfurt a M. dargestellten Dr. Voß'- schen Katarrhpillen sind nur in Blechdosen mit gesetzlicher Schutzmarke und mit einem den Namenszug des Dr. Ew. Voß tragenden zicgelrothen Verbandstreifen geschlossen, ä 75 Pf. in den Apotheken erhältlich, in Gießen bei Apotheker Dr. Hempel und verfehlen wir nicht, besonders aufmerksam zu machen, genau Dr. Voß'sche Katarrhpillen zu fordern, um jede Verwechselung auszuschließen.
Chronischer Katarrh mit reichlichem Schleimauswurf ist ein Leiden, das bei Eintritt der nassen und kalten Jahreszeit viel Beschwerde verursacht. So nützlich dagegen der Jsländisch-Moosthee auch ist, so macht die umständliche und zeitraubende Bereitung desselben den Gebrauch für viele unmöglich. Es ist daher als eine glückliche Erfindung zu bezeichnen, daß es dem Apotheker Karl Engelhard gelungen ist, aus b--n wirksamen Bestandtheilen des Jsländ. Mooses eine Pasta darzustellen, welche bereits vielen, zu Lungenkatarrhen geneigten Leuten ein unentbehrliches Hausmittel geworden ist. Die Moos-Pasta ist in den Apotheken zu haben.
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